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Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
14
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48 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
02.05.2017 1.301
 
So, ich hab euch lange genug hingehalten - hier kommt Kapitel 13.
Außerdem habe ich mein Kitsune Kise und Krieger Aomine Bild nochmal gezeichnet. Es sieht jetzt wesentlich besser aus: Bild
Auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen!

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Kapitel 13

„Ich geh trainieren.“

Kagami stand auf und machte sich ohne die Anderen noch eines weiteren Blickes zu würdigen auf den Weg nach draußen. Es war ihm zu doof sich noch weiter Geschichten über das Privatleben anderer Menschen anzuhören! Er wusste nicht was Momoi und Kuroko so interessant daran fanden – bei Akashi wunderte ihn ohnehin nichts mehr.

Momoi sah ihm überrascht nach. Weswegen war Kagamin denn so schlecht gelaunt? Kuroko legte ihr eine Hand auf die Schulter.

„Mach dir keine Sorgen. Kagami-kun beruhigt sich schon wieder. Möchtest du wissen wie es mit Aomine-kun und Kise-kun weiterging?“

Sofort leuchteten die Augen der jungen Frau wieder. Natürlich wollte sie wissen wie Dai-chans Beziehung so lief! Von ihm selbst erfuhr man ja nichts! Und irgendwie hatte er es auch geschafft Ki-chan mit einer Schweigepflicht zu belegen.

„Nichts lieber als das!“

Sie würde den Beiden so was von unter die Nase reiben, dass sie jetzt wusste was los war!

~ ~ ~


„Aominecchi…?“

Vorsichtig und noch ein wenig verschlafen tappte Kise auf den Älteren zu, der mit dem Rücken zu ihm saß, sich aber umdrehte als er seinen Namen hörte.

„Hm?“

Bei dem seltsam unsicheren Ausdruck auf Aomines Gesicht zuckte der Kitsune zurück.

„N-nichts…ist schon okay…“, murmelte er während er sich abwandte.

Seine Wangen brannten.

Was hatte er sich dabei gedacht den Blauhaarigen zu küssen? Gar nichts, das war ja das Problem. Er war völlig übermüdet gewesen und sein Gehirn hatte dementsprechend auch nicht mehr so ganz mitgespielt. Zwar war das ein Ausdruck seiner wahren Gefühle gewesen, aber was sollte Aominecchi jetzt von ihm denken? Sie kannten sich gerade mal zwei Wochen!

Und außerdem war Kise sich auch gar nicht so sicher, was genau er dem Anderen gegenüber denn nun eigentlich empfand. Konnte man dieses flattrige Gefühl in seiner Brust Liebe nennen? Er wusste, dass der Krieger momentan die wichtigste Rolle in seinem Leben einnahm – aber das war auch nicht sonderlich schwer, schließlich war er davor alleine gewesen. Und das, was er fühlte, entsprach auch nicht dem, was er über die Liebe gehört hatte. Es fühlte sich nicht nach Schmetterlingen in seiner Brust an und auch nicht so als würde es ihm den Boden unter den Füßen wegziehen, wenn er den Anderen ansah.

Es war vielmehr ein Gefühl der tiefsten Ruhe und Geborgenheit wann immer er in der Nähe des Blauhaarigen war. Und auch wenn Kise nie etwas gehabt hatte, was man als „Zuhause“ bezeichnen konnte, so war er sich doch sicher, dass sich „nach Hause kommen“ so anfühlte wie wenn Aomine ihm ein ausgelassenes, jungenhaftes Lächeln schenkte.

Nun gut, vermutlich war es doch Liebe, was er spürte. Erleichtert atmete er aus, ehe ihn die nächste Sorge überrollte: Was war, wenn der Krieger nicht so empfand? Was wenn er ihm nicht nur einen Korb gab, sondern sich auch weigerte weiterhin mit jemandem unterwegs zu sein, der in ihn verliebt war?

Mit einem merkwürdigen Geräusch, das Ähnlichkeit mit einem leisen Jaulen hatte, vergrub er den Kopf in den Händen. Eine große Hand legte sich von Hinten auf seine Schulter. Unsicher hob Kise den Blick, nur um gleich darauf in ein Paar leuchtend dunkelblauer Augen zu schauen, die ihn besorgt musterten. Einen Moment sah Aomine so aus als wolle er den Blonden in den Arm schließen, dann schien er sich bewusst zu werden, was er im Begriff war zu tun und wandte sich ein wenig peinlich berührt ab.

Verdammt, er wusste doch auch nicht wie er sich verhalten sollte! Der Krieger wusste wie müde Kise gestern gewesen war, als er ihn…nun ja…geküsst hatte. Aomine hatte immer noch Probleme sich diese Tatsache einzugestehen. Dieser wunderhübsche, liebenswerte Kitsune hatte ihn am Abend zuvor geküsst! Zwar waren ihm dabei fast die Augen zugefallen und Leute machten nun einmal die seltsamsten Dinge, wenn sie müde waren, aber dennoch hatte er ihn geküsst. Frage war nun, ob diese Tatsache der Müdigkeit geschuldet war oder ob der Blonde ihn wirklich…liebte…

Ach verdammt! Aomine hasste es über solche Themen nachdenken zu müssen! Er war nicht gerade erfahrungslos, wenn es um Liebesdinge ging und hatte auch schon die ein oder andere mehr oder minder erfolgreiche Beziehung geführt, aber dennoch wusste er nicht, was er von dem Kuss halten sollte. Und auch seine eigenen Gefühle waren ihm völlig neu. Dieser extreme Beschützerinstinkt dem Kleineren gegenüber, das Bedürfnis ihm Halt zu geben und dass er sich schlecht fühlte, wenn im Herzen des Blonden mal nicht strahlender Sonnenschein herrschte hatte er noch nie in dieser Heftigkeit erlebt. Ja klar, er war schon ein paar Mal verliebt gewesen – einer dieser Fälle war zu seiner Schande seine Kindheitsfreundin Satsuki gewesen, die ihn ohne viel Aufhebens hatte abblitzen lassen und ihm gesagt hatte, dass sie in ihm nur einen guten Freund sah, mehr nicht…

Das war eigentlich die Idee! Mit Satsuki hatte er ohnehin eine ganze Weile nicht mehr gesprochen und sie konnte ihm garantiert einen Rat geben was er jetzt tun sollte!



„Oi, Midorima, bist du jetzt eigentlich mit dem Tengu zusammen?“

Seit er seinen Entschluss gefasst hatte mit seiner Freundin zu reden war Aomine wesentlich entspannter. Er lümmelte sich gelangweilt auf einem der Betten in der Krankenstation, während der Grünhaarige Priester sich nochmals Kises Fuß ansah.

Der Blonde schaltete sich sofort freudig in das Gespräch ein:

„Herzlichen Glückwunsch, Midorimacchi!“

Verwirrt und vielleicht ein wenig genervt warf der Brillenträger dem ungleichen Duo einen finsteren Blick zu. Er gab ja sein Möglichstes seine Professionalität beizubehalten, aber manche Leute machten es ihm da schwerer als nötig. Dennoch achtete er darauf sich seine Verärgerung nicht anmerken zu lassen und seine Stimme möglichst neutral zu halten.

„Nein, bin ich nicht. Wie kommt ihr auf den Unsinn?“

Auf Kises Gesicht breitete sich ein strahlendes Lächeln aus und fast sah es aus als könne man um ihn herum Blumen durch die Luft schweben sehen, während er begann zu schwärmen.

„Ihr seid vorhin Händchenhaltend durch den Schrein gelaufen, das war sooo süß, Midorimacchi!“

Der Grünhaarige warf ihm erneut einen verärgerten Blick zu und richtete sich wieder auf.

„Wir sind nicht zusammen, nanodayo!“, schnaubte er verärgert. „Die Idee allein ist absurd!“

Seine Schimpftirade wurde unterbrochen noch ehe sie richtig begonnen hatte als sich von hinten zwei Arme um seine Schultern legten.

„Aber Shin-chan…Du liebst mich doch auch!“

Takaos schelmisches Grinsen verschwand fast vollständig hinter dem grünen Haarschopf während er den Priester von hinten umarmte und so interpretierte Kise das Lächeln fälschlicherweise als Bestätigung des eben Gesagten.

„Also seid ihr doch zusammen! Das ist doch nichts wofür man sich schämen müsste, Midorimacchi!“

Mit einem verschwörerischen Zwinkern und den Worten „Ich erzähls auch nicht weiter~“ brachte er das Fass zum Überlaufen.

Die Augen des Größeren glichen inzwischen eher kalt glitzernden Juwelen und um ihn herum breitete sich eine gefährliche grüne Aura aus, die selbst den Tengu erschrocken zurückweichen ließ.

Raus!“, fauchte der Heiler und geistesgegenwärtig schnappte Aomine, der bis dahin schweigend und ein wenig amüsiert zugesehen hatte, den Kitsune und zerrte ihn mit sich aus dem Raum.

Von drinnen war nur noch ein wutentbranntes „Takao, du Bastard…!!!“ gefolgt von verzweifelten Schreien des Tengus zu hören, dann waren Kise und der Krieger weit genug entfernt, dass sie sich trauten stehenzubleiben.

Der Blonde stützte sich atemlos auf seine Knie, konnte aber dennoch nicht anders als zu lachen.

„Midorimacchi kann echt gruselig sein.“

Auch auf Aomines Gesicht schlich sich ein Lächeln.

„Ja, du hast Recht.“

Eine Weile standen sie einfach nur da und grinsten sich an. Als sie sich schließlich auf den Weg zu ihrem Raum machten, bedurfte es keiner Worte mehr zwischen ihnen: Ihre Hände fanden wie von selbst zueinander.
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