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Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
14
Alle Kapitel
48 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.04.2017 1.084
 
Ein paar schöne MidoTaka-Momente :)
Die Bilder sind nur Beispiele wie es aussehen könnte, da sich die Meisten unter den Begriffen sicherlich nichts vorstellen können.

Viel Spaß beim Lesen :)

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Kapitel 12

„Eh? Du hast frei, Shin-chan?“

Mit trägen Flügelschlägen flatterte Takao neben dem grünhaarigen Priester her, der mit langen Schritten durch den Gang aus Torii eilte. Dieser ließ ein „Tsk!“ hören und richtete seine Brille.

„Ich habe es dir doch gerade eben erklärt, nanodayo! Ich habe frei, muss aber im Notfall wieder aushelfen. So schwer von Begriff kannst doch nicht einmal du sein!“

„Shin-chaaan, du bist gemein!“

Von dem Priester kam nur ein arrogantes „Hmph!“, ehe er seine Schritte verlangsamte, um sicher über die kleine, schmale Shinkyo zu gelangen, die den Hauptbereich des Schreins vom Eingangsbereich abtrennte. Er war außerhalb der Schreinanlage in der kleinen Stadt unterwegs gewesen, die etwa eine halbe Wegstunde von ersterer entfernt lag. Wann immer er Zeit hatte versuchte der Brillenträger sein Arsenal an Glücksbringern zu erweitern, um für jedes mögliche Horoskop gerüstet zu sein.

Dass ihm Takao diese inzwischen häufig hinterhertrug war mehr einem Zufall geschuldet als tatsächlich geplant gewesen. Irgendwann hatte der Kleinere mal ausprobieren wollen, was passierte, wenn man Midorima seine Lucky Items wegnahm und die anschließende Szenerie, wie der Größere versuchte ebenjenes – was ausgerechnet auch noch ein leuchtend gelbes Handtuch gewesen war – zurückzubekommen, war so knuffig gewesen, dass der Tengu es sich anschließend zur Aufgabe gemacht hatte dem Anderen in unbeobachteten Momenten die Lucky Items abzunehmen. Irgendwann hatte der Grünhaarige es aufgegeben und seitdem trug eben der Schwarzhaarige die Glücksbringer.

Takao hatte zwar den leisen Verdacht, dass die Gegenstände seitdem immer ein bisschen größer und schwerer waren als nötig, aber immerhin war der Größere dadurch gezwungen immer an seiner Seite zu bleiben und darüber würde der Tengu sich sicherlich nicht beschweren! Es war ohnehin seltsam, dass der Priester ihn so widerstandslos an seiner Seite duldete – natürlich beschwerte er sich dennoch, aber er hatte zumindest nicht noch einmal versucht ihn umzubringen! Vielleicht hatte Kuroko ja Recht gehabt, als er davon gesprochen hatte, dass Takao Midorima etwas bedeute?

Nun ja, wenn er sich den missmutigen Blick des Anderen so ansah vermutlich nicht.

Plötzlich wandte sich der Grünhaarige an ihn:

„Hast du eigentlich schon die ganze Anlage gesehen?“

Überrascht schüttelte Takao den Kopf. Zwar stimmte das nicht ganz, denn mit seinem Falkenauge hatte er einen Großteil der Schreinanlage erkundet, aber es war immer etwas Anderes es direkt zu sehen. Midorima richtete seine Brille.

„Dann komm! Ich zeige sie dir.“

Ein Grinsen breitete sich auf dem Gesicht des Kleineren aus.

„Awww~ Das ist echt lieb von dir, Shin-chan~“

Ein leichter Rotschimmer legte sich auf die Wangen des Größeren.

„Halt den Mund, Takao! Ich habe nur keine Lust mir irgendwann dein Gejammer anzuhören, weil du dich verlaufen hast, nanodayo!“

Er zuckte zusammen als Takao nach seiner Hand griff und wandte sich verärgert zu ihm um, aber seine Beschwerde blieb ihm im Hals stecken, als er das warmherzige, vertrauensvolle Lächeln des Kleineren sah. Mit zusammengekniffenen Lippen drehte er sich wieder nach vorne und begann wortlos mit seiner Führung.

Was sollte er auch dazu sagen? Dass sie keine Freunde waren und der Tengu sich bloß nichts auf diese Führung einbilden sollte? Zu jedem anderen Zeitpunkt hätte er das wohl von sich gegeben, aber erstens war er sich diesbezüglich selbst nicht mehr so ganz sicher und zweitens weckte dieses gottverdammte Lächeln einen Beschützerinstinkt in ihm, den er das letzte Mal bei seiner kleinen Schwester verspürt und seitdem totgeglaubt hatte.

Wann hatte sich dieser nervige, kleine Bastard so weit in sein Herz geschlichen? Eigentlich hatte Midorima geglaubt dieses vor sämtlichen Einflüssen verschlossen zu haben, damit seine Emotionen nicht seine Fähigkeiten beeinflussten, aber irgendwie hatte Takao sich durch die Barriere geschlichen.

Ihm entkam ein lautloser Seufzer und den Kleineren mit sich ziehend begann er diesem den Aufbau der Anlage zu erklären, wobei er sich immer wieder umwandte, um sicherzugehen, dass der Andere auch alles verstanden hatte.

~ ~ ~


„Also, Kagamin, morgen Abend. Und sei ja nicht zu spät!“

Der Rothaarige nickte geschlagen. Wer hatte denn auch ahnen können, dass Momoi plötzlich anfangen würde zu weinen?

Diese Frau konnte einen wirklich in den Wahnsinn treiben, da hatte Imayoshi gar nicht mal so Unrecht gehabt… Wieso machte er den ganzen Unsinn nochmal mit? Ach ja, weil Kuroko sauer wurde, wenn man seine Freunde zum Weinen brachte und die junge Priesterin das schamlos ausnutzte. Denn der blauhaarige Kitsune war niemand, den Kagami sich zum Feind machen wollte. Der Kleine konnte rachsüchtiger sein als Akashi!

„Ist gut…“, murmelte er halbherzig und widmete sich wieder seiner Schale mit Reis.

Die Pinkhaarige lächelte auch wenn ihre Augen immer noch ein wenig rot waren.

„Ich schwöre hoch und heilig es ab jetzt besser zu machen!“

Kagami verschluckte sich und begann zu husten. Der Tod durch An-Einem-Reiskorn-Ersticken erschien ihm plötzlich gar nicht mehr so schrecklich.

~ ~ ~


Midorima hatte sich auf dem hölzernen Boden des Ganges niedergelassen, der direkt am Wasser eines kleinen Teiches vorbeilief. Seine Augen waren geschlossen während er ruhig ein- und ausatmete, um die friedliche Atmosphäre in sich aufzunehmen. Erneut kam Takao nicht umhin zu staunen wie schön der Größere manchmal aussah und welche Harmonie er ausstrahlen konnte – besonders im Zusammenhang mit dieser Umgebung. Es sah aus als habe der Grünhaarige schon immer genau hierhergehört, an den Rand dieses Teiches. Fast hatte man das Gefühl in einer Malerei zu stehen.

Der Kleinere ließ sich neben ihn sinken und lehnte seinen Kopf an dessen Schulter.

Als er Takaos Gewicht an seiner Seite spürte öffnete der Grünhaarige die Augen wieder. Auch das war neu, dass es ihm nichts ausmachte, dass ihm jemand so nahe war. Normalerweise war er jemand, der Körperkontakt mit Anderen nach Möglichkeit mied – seine Heilertätigkeit bildete dabei natürlich eine Ausnahme – aber bei dem kleinen Tengu hatte er erstaunlicherweise nichts dagegen.

Eine Weile saßen sie einfach nur so da und sahen den Koi-Karpfen im Teich zu wie diese ihre Runden durch das Wasser drehten. Die Ruhe, die Midorima in diesem Moment durchflutete, machte alle den Ärger wett, den er in den vergangenen Wochen mit dem Tengu gehabt hatte. Eigentlich hatte er nicht erwartet, dass dieser wirklich in der Lage war still zu sein, aber irgendwie wog dieser Moment dadurch auch wesentlich schwerer.

„Du kannst manchmal wirklich unausstehlich sein, aber ich mag dich eigentlich doch ganz gerne, Shin-chan.“, murmelte Takao leise während er auf das Wasser starrte.

Midorimas Mundwinkel hoben sich im Anflug eines Lächelns.

„Was ist eigentlich dein Sternzeichen, Takao?“
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