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Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
14
Alle Kapitel
48 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
21.04.2017 897
 
Und das nächste Kapitel. Das ist wirklich kurz geworden, aber mehr passte meiner Meinung nach nicht so recht. Dennoch mag ich es eigentlich ganz gerne :)
Viel Spaß beim Lesen!

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Kapitel 10

Mit einem lautlosen Seufzer ließ Kuroko sich gegen Akashi sinken, sodass sie nun Rücken an Rücken saßen. Ein Lächeln breitete sich auf dem Gesicht des Rothaarigen aus und er drehte sich ein wenig, um dem Jüngeren durch die hellblauen Haare zu fahren, die wie jeden Morgen auf erstaunliche Art und Weise abstanden.

„Ruhe ist etwas Wundervolles, nicht wahr?“

Die Stimme des Priesters war sanfter als sonst, um besagte Ruhe nicht zu stören. Der Kitsune hatte die Augen geschlossen und nickte bestätigend.

Tatsächlich war es jetzt, wo Momoi mit Kagami verschwunden war, um ihn für sein Date fertig zu machen, sehr viel stiller als zuvor. Gerade weil der rothaarige Krieger zwar sein Schicksal akzeptiert hatte, sich der Priesterin jedoch trotzdem nicht kampflos ausliefern wollte. Damit führte natürlich mal wieder eins zum anderen und zwischen den Beiden hatte sich ein hitziges Wortgefecht entwickelt. Geendet hatte dieses erst als Akashi sie höflichst gebeten hatte, ihre Auseinandersetzung zu verlagern.

Jetzt war wieder Ruhe eingekehrt und die einzigen Geräusche waren das Zwitschern von Vögeln draußen vor dem Schrein, der leise Atem von Kuroko und Akashi und das leichte Klacken, wenn letzterer einen Shogi-Stein umsetzte. All das zusammen mit dem vertrauten Gefühl eine geliebte Person neben sich zu haben sorgte für eine angenehme Atmosphäre der Geborgenheit und des Friedens, die den Kitsune fast schon schläfrig machten.

Sollte er jetzt einschlafen so war das nicht schlimm, denn er vertraute dem Priester. Es war schön einer Person so viel Vertrauen entgegenbringen zu können. Zwar genoss auch Kagami das vollste Vertrauen des Blauhaarigen, jedoch gab es Dinge, bei denen man sich auf die Inkompetenz des Kriegers verlassen konnte. Mit Akashi war das eine ganz andere Sache. Kuroko war noch nie jemandem begegnet, der auf so vielen Gebieten so unglaublich fähig war! Was auch immer man für ein Problem hatte, man konnte sich sicher sein, dass der junge Priester es mit Perfektion zu meistern wusste.

Das war etwas, was sich nie geändert hatte – nur Kagami hatte es einmal geschafft den Anderen zu verunsichern, aber der Andere Akashi war auch niemand, mit dem Kuroko sich hatte wirklich anfreunden können. Der normale Akashi war ihm lieber! Schon allein deshalb, weil er nicht ständig Leute angriff, die es wagten ihm zu widersprechen. Zwar war es auch so schwierig mit dem Priester zu diskutieren, aber solange man sinnvolle Argumente vorbringen konnte lief man wenigstens nicht Gefahr mit scharfen Gegenständen beworfen zu werden. Auch wenn man dem Anderen zugestehen musste, dass er eine unglaubliche Treffergenauigkeit besaß – was jedoch für das Opfer ebenjener nicht sonderlich vorteilhaft war.

Mit einem Seufzen kuschelte sich der Kitsune noch näher an seinen Freund. Er hatte diese friedvollen Momente sehr oft missen müssen, seit sich der Schrein immer mehr mit Leben gefüllt hatte. Zwar war er froh darüber, dass die meisten Differenzen zwischen den Bewohnern inzwischen der Geschichte angehörten und dass nicht mehr gähnende Leere herrschte wie zu der Zeit, als er diesen Schrein das erste Mal betreten hatte, jedoch hielt ihn das nicht davon ab diese seltenen Momente der Ruhe zu genießen.

Auch Akashi liebte die Minuten, in denen er mit Tetsuya allein war. Der Kleinere war ein unglaublich angenehmer Gefährte und sie kannten sich nun schon so lange, dass der Rothaarige ab und zu meinte seine Gedanken lesen zu können. Es war viel passiert in den letzten Jahren, doch der Blauhaarige war ihm immer treu geblieben und hatte sein Möglichstes gegeben ihn zu unterstützen. Nicht nur, dass er ein talentierter Beobachter war, er hatte auch die erstaunliche Fähigkeit alle um sich herum zur Ruhe zu bringen und die Wogen zu glätten ohne wirklich einzuschreiten. Zwar war er vermutlich was die Kampffähigkeiten anging der schwächste Bewohner des Schreins, doch zugleich dessen wichtigster, wenn es darum ging alles zusammenzuhalten. Selbst Akashi hatte nicht so einen großen Einfluss auf die Emotionen um sich herum.

Der Rothaarige ließ sein Shogi-Brett Shogi-Brett sein und wandte sich nun vollends dem Kitsune zu, um ihn in die Arme zu schließen und ihm einen sanften Kuss auf die blauen Haare zu geben.

~ ~ ~


Bei Kagami und Momoi war es mit der Harmonie nicht weit her. Zwar hatte sie ihn endlich so weit bekommen, dass er sich von ihr in einen Kimono stecken ließ auch wenn er sich fragte wozu der ganze Schnickschnack nötig war, jedoch war er immer noch nicht bereit sich wie eine Anziehpuppe alles gefallen zu lassen.

„Hör zu, ich werde zu diesem verdammten Date gehen, aber ich lasse mich bestimmt nicht mit irgendeinem Kerl verkuppeln nur, weil du der Meinung bist, dass ich das nötig hätte!“

Wenn er wütend war hatte der Krieger wirklich Ähnlichkeit mit einem Tiger, stellte Momoi fest, aber sie war bereits ihr ganzes Leben lang mit Aomine befreundet. Ein kleines, fauchendes Kätzchen konnte sie nicht mehr einschüchtern. Ganz im Gegenteil fand sie Kagami so eigentlich recht niedlich…

Mit einem Kichern wuschelte sie ihm durch die roten Haare.

„Schon okay, Kagamin, wir finden schon jemanden für dich!“


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So und ein Nachwort gibt's heute auch, denn an dieses Kapitel schließt sich das erste Kapitel von Blind Date an. Wen es interessiert, mit wem Momoi Kagami denn so zu verkuppeln versucht, sollte da vielleicht mal reinschauen. Es würde mich sehr freuen :)
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