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Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 Slash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
12
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47 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
11.02.2017 1.551
 
So, das wird meine erste längere Story zu Kuroko no Basket, die dadurch auch mehrere Pairings enthält. Die Idee trage ich schon eine Weile mit mir herum und ich hoffe, dass ich zu regelmäßigen Uploads komme.
Über Kommentare würde ich mich sehr freuen.

Titel: Spirit Chaos

Kurzbeschreibung:
Während Priester Midorima von dem Tengu Takao zur Weißglut getrieben wird und Krieger Aomine sich von dem anhänglichen Kitsune Kise verfolgt sieht, bilden die beiden Tengu Murasakibara und Himuro ein gutes Duo.
Priester Akashi sowie Kitsune Kuroko beobachten die Irrungen und Wirrungen der drei ungleichen Paare und sind sich dabei einig: Zum Glück sind sie nur Beobachter in dem ganzen Chaos.

Pairings:  Takao x Midorima // Kise x Aomine // Himuro x Murasakibara // andeutungsweise Akashi x Kuroko

Disclaimer: Bis auf den Plot gehört leider nix mir und Geld bekomme ich leider auch nicht dafür.

Und jetzt: Viel Spaß beim Lesen!
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Kapitel 1

„Weißt du, Tetsuya, diese Beiden fand ich immer schon am Interessantesten.“
Nach kurzem Überlegen platzierte Akashi seinen Shogi-Stein auf dem Spielbrett. Leicht irritiert wandte sein Gesprächspartner sich ihm zu. Bis eben hatte er noch seinen Blick über die Szenerie vor dem Schrein schweifen lassen, doch jetzt galt die ungeteilte Aufmerksamkeit des jungen Kitsune dem Älteren.
„Welche Beiden meinst du, Akashi-kun?“
Kuroko Tetsuyas Fuchsschwanz zuckte unruhig hin und her – wie immer, wenn er versuchte aus etwas schlau zu werden. Bis auf diese schlechte Angewohnheit und die aufmerksam aufgestellten Ohren verriet nichts seine Gefühlslage. Eine Fähigkeit, die der Andere sehr an ihm schätzte.
Mit einem Lächeln drehte der rothaarige Shogi-Spieler sich zu dem Blauhaarigen um.
„Shintaro und Kazunari. Es ist ausgesprochen interessant, dass sie sich trotz ihrer gravierenden charakterlichen Unterschiede so gut verstehen.“

„Redet ihr über Midorima und Takao?“
Gähnend betrat ein weiterer junger Mann den Raum. Auch er hatte rote Haare, doch waren seine von einem wesentlich dunkleren Farbton als Akashis. Zudem war er muskulöser und trug statt des tadellos weißen Priestergewands eine weite, braune Stoffhose sowie eine offene schwarze Weste.
„Guten Morgen, Kagami-kun.“
Kuroko lächelte den Krieger an, dem man momentan seinen Beruf nicht im Mindesten ansah. Aber aus Erfahrung wusste er, dass Kagami Taiga vor einem ordentlichen Frühstück zu nichts zu gebrauchen war.
„Was ist denn an dem Horoskop-Freak und seinem geflügelten Anhängsel so interessant?“, fragte der Neuankömmling, während er sich auf die Suche nach etwas Essbarem begab.
„Habt ihr etwa Geheimnisse vor mir?“
Eine schmollende Stimme kündigte die einzige weibliche Bewohnerin des Schreins an und mit einem Lächeln wurde sie von den bereits Anwesenden begrüßt.
„Keine Geheimnisse, Satsuki. Tetsuya und ich haben uns nur über Shintaro und Kazunari unterhalten.“
Enthusiastisch sprang das Mädchen auf Akashi und Kuroko zu und ließ sich neben Letzterem nieder.
„Ich will alles wissen!“
Auch Kagami gesellte sich mit einem gewaltigen Berg von Lebensmitteln zu ihnen.

~ ~ ~


Midorima Shintaro überprüfte noch ein letztes Mal seine Vorbereitungen: die Finger seiner linken Hand waren wie jeden Tag sauber mit Tape umwickelt, im Horoskop hatte er zwar nur den fünften Platz eingenommen, doch er führte seinen heutigen Glücksbringer, eine Rabenfeder, in der Tasche seines Gewandes mit sich. Es sollte also nichts schiefgehen. Er richtete seine Brille und schloss kurz konzentriert die Augen. Das morgendliche Training war das Wichtigste für den Grünhaarigen, denn wann sonst bekam er die Gelegenheit sich so voll und ganz zu konzentrieren, ohne dass ständig irgendein anderer unfähiger Priester oder gar ein Yokai dazwischenfunkte?
Zwar hatte der junge Mann seine Ausbildung zum Priester gerade erst abgeschlossen, doch gab es nur wenige, die sich auf seinem Level bewegten. Er hatte sich den Ruf eines Wunderkindes eingehandelt, doch darauf gab er nichts. Er würde sich sicher nicht auf einem Titel ausruhen! Schon gar nicht solange Akashi obwohl jünger noch immer um Längen besser war als er. Zwar bewunderte er den Rothaarigen für seine Leistungen und sie waren so etwas wie Freunde, dennoch konnte Midorima nicht anders als in ihm einen Rivalen zu sehen und sein Ziel war, ihn wenigstens einmal zu übertrumpfen.
Der junge Priester visierte die Kerzen auf dem Tisch vor sich an, während er das Tape von seinen Fingern entfernte. Feuermagie war immer noch eine große Herausforderung für ihn – kein Wunder schließlich war er als Krebs ein Wasserzeichen und hatte mit Feuer als gegensätzlichem Element starke Probleme. Aber wenn er Akashi schlagen wollte, musste er auch diese Hürde überwinden! Konzentriert atmete er langsam ein und aus, fokussierte die Energie um sich herum und aus sich heraus auf die Fingerspitzen seiner linken Hand und machte sich bereit, diese auf die Kerzen zu richten, um deren Dochte zu entfachen – als ihm jemand ins rechte Ohr pustete.

Midorima zuckte zusammen, verlor den Fokus und entzündete statt der Kerzen den Tisch, auf dem diese standen. Mit einer geübten Handbewegung ließ er einen Luftstoß durch das Zimmer fegen und löschte somit das Feuer ehe es größeren Schaden anrichten konnte. Dann drehte er sich verärgert zu dem Störenfried um, der ihn gerade so unsanft aus der Konzentration gerissen hatte.
Ein schelmisch grinsender Tengu schwebte hinter ihm ein paar Zentimeter über dem Boden, wobei seine schwarzen Krähenflügel unablässig in Bewegung waren. Als der Grünhaarige ihn mit einem wütenden Blick bedachte, kicherte der Dämon leise und beugte sich zu dem Anderen vor.
„Machst du eigentlich auch noch was Anderes als trainieren? Das muss doch total langweilig sein!“
Er ließ sich nicht anmerken, dass er doch ein bisschen eingeschüchtert war. Der Priester war ohnehin schon etwa zwanzig Zentimeter größer als er und wenn er noch diese beeindruckende Aura der Wut verströmte, erschien er gleich noch größer. Aber eigentlich war es genau das, was der Tengu am liebsten mochte: das Spiel mit der Gefahr – und offensichtlich hatte er in dem grünhaarigen Priester den perfekten Spielgefährten gefunden. Sein Grinsen wurde breiter.

Midorima ignorierte gekonnt die Frage und hoffte diesen Tengu schnell wieder loszuwerden, damit er sich weiter seinem Training widmen konnte. Normalerweise reichte dafür ein wütender Blick seinerseits aus, aber dieser Dämon schien besonders hartnäckig zu sein. Nun gut, wenn er sich so bereitwillig als Übungsziel für den Priester anbot, so würde dieser sich nicht beschweren.
Mit leicht zusammengekniffenen Augen visierte er den geflügelten Störenfried an und schickte eine Reihe von kleinen Funken auf ihn zu. Sehr zu seinem Leidwesen schien dieser seine Absicht jedoch geahnt zu haben und brachte sich mit schnellen Flügelschlägen in Sicherheit. Jedoch verschwand er nicht wie Midorima gehofft hatte, sondern bedachte ihn aus einiger Entfernung mit einem herausfordernden Lächeln.
„Versuchst du etwa, einen Tengu mit solchen Kinderspielchen zu erwischen?“
Der schwarzhaarige Dämon begann zu lachen. Es war ohnehin schon eine Herausforderung einem Yokai seiner Art in Sachen Geschwindigkeit das Wasser zu reichen, aber entweder unterschätzte der Priester ihn ganz gewaltig oder er überschätzte seine eigenen Fähigkeiten. Auf jeden Fall machte es eine Menge Spaß den Grünhaarigen zu reizen!
Dass er wohl eine Grenze überschritten hatte, merkte er erst als es bereits zu spät war.

Midorima hatte sich still immer weiter in seine Wut hineingesteigert und sich so darangemacht, den Dämon ein für alle Mal loszuwerden. Während dieser also lachte und sich dabei offensichtlich nicht im Geringsten für seine Umgebung interessierte, kanalisierte sich immer mehr und mehr Wut in Form von Energie in den geballten Fäusten des Grünhaarigen. Eigentlich war er kein Mensch, der sich leicht aus dem Konzept bringen ließ, aber dieser Tengu gehörte zu den Personen, die er am Wenigsten ausstehen konnte!
Der junge Priester war zwar vielleicht nicht sonderlich gut im Umgang mit Feuer, aber dafür waren seine Fähigkeiten in der Wasser- und Eismagie umso besser. Wen störte das schon, wenn es einen nervigen Dämon weniger gab auf der Welt? Und vielleicht hatte der ja sogar Glück und kam mit einem gebrochenen Flügel davon, wer wusste das schon? Dann würde er sich wenigstens nicht mehr hier blicken lassen!

Doch noch bevor der gewaltige Eisblitz den Tengu traf, wurde er von unerwarteter Hand mitten in der Luft gestoppt.
„Was denkst du, was du da gerade tust, Shintaro?“
Dieser zuckte unmerklich zusammen und richtete seinen Blick auf den Neuankömmling.
Akashi hatte zwar keine besonders eindrucksvolle Statur, er war etwa zwanzig Zentimeter kleiner als der Grünhaarige und relativ zierlich gebaut, aber dennoch schaffte er es mit seiner unglaublichen Präsenz ohne Probleme, einen Größeren niederzustarren. Er war niemand, mit dem man sich ohne Konsequenzen anlegte, aber Midorimas Wut war noch nicht so weit abgeklungen, dass er sich hier belehren lassen würde.
„Ich hatte vor ihm eine Lektion zu erteilen.“, meinte er daher mit aller Kälte in der Stimme, die er momentan aufbringen konnte.
Akashi hob eine Augenbraue.
„Shintaro, du solltest deine Kräfte nicht ohne einen triftigen Grund einsetzen. Was auch immer er getan hat kann nicht so schlimm gewesen sein, dass du solche Register ziehen müsstest. Lass dich nicht von deinen Emotionen kontrollieren!“
Der Blick aus den heterochromen Augen war erstaunlich sanft und verständnisvoll, zeigte aber dennoch, dass Akashi Widerspruch nicht akzeptieren würde. Mit einem Seufzen fügte sich Midorima seinem Schicksal. Das Training konnte er für heute ohnehin vergessen, seine Konzentration und die nötige Ruhe waren dahin. Mit einem beleidigten Schnauben drehte er sich um und stolzierte aus dem Raum.
Mit einem Lächeln wandte sich Akashi dem fassungslosen Tengu zu.
„Du solltest Shintaro gegenüber nicht so unvorsichtig sein. Er lässt sich zu sehr von seiner Wut kontrollieren und seine Magie ist wesentlich kraftvoller als sein Alter es vermuten lässt. Du hattest Glück, dass ich in der Nähe war.“
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