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Wieso es lustig ist, mit ... zu diskutieren

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
10.02.2017
10.04.2017
7
4.753
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Dieses Kapitel
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22.03.2017 605
 
Veganer sind lustig. Ich mag sie irgendwie. Ich diskutiere auch gerne mit ihnen, besonders gerne, wenn zu ihrem Veganismus auch noch die Straight-Edge Einstellung dazu kommt. Dann wird es richtig lustig. Straight Edge kommt aus den USA und ist eine Ströhmung innerhalb des Hardcore-Punk, findet aber auch im Metalcore Verbreitung. Hierbei raucht man nicht, nimmt keine Drogen, teilweise nichteinmal Koffein zu sich und trinkt auch nicht. Hier wurde aus einer Not eine Tugend gemacht, da nämlich in einem Club auch minderjährige durften, dort aber immer ein X auf den Handrücken gemalt bekamen, damit die Barkeeper wussten, dass dieser Gast keinen Alkohol bekommen durfte.
Aber zurück zu den Veganern, sie vertreten ihren Lebensstil fast religiös. Wer Fleisch isst, der ist ein ungläubiger und den gilt es zu bekehren. Jedenfalls sehen die meisten es so. Vor anderen (und vielleicht auch sich selbst) rechtfertigen sie es mit drei beliebten Begründungen:
1. Das Tierwohl:
Natürlich ist Massentierhaltung ein Übel, aber es gibt sie nuneinmal. Sie wollen damit nichts zu tun haben, aber statt dann Biobauern zu unterstützen, lehnen sie gleich alle tierischen Produkte ab. Eines muss man ihnen lassen, wenn sie eines sind, dann konsequent. Aber durch ihren Verzicht wird nichts besser. Es wird weiter Produziert und Produziert und was nicht verkauft wird, das landet im Müll. so ist es nuneinmal.
Außerdem, ist es nicht viel besser die unglücklichen Tiere zu essen, damit sie von ihrem Leid erlöst werden? Ich meine es ist doch wirklich fies die glücklichen Tiere zu töten und zu essen.
2. Die Nahrungsknappheit in anderen Erdteilen:
Hier rechnen sie gerne vor, wie viel Futtergetreide die Tiere verbrauchen um ein Kilo Fleisch am Schlachttag am Körper zu haben. Dabei ist das unnötig. Es liegt an der Verteilung, nicht an der Art der Nahrungsgewinnung. Mit der Weltweiten Nahrungsproduktion könnte man jeden Menschen mit fünfhundert Kilokalorien mehr ernähren, als er eigentlich durchschnittlich benötigen würde.
Also hört auf in der Gegend herumzumoralisieren und gebt das überflüssige Geld, dass ihr für überteuerte Fleischimmitate ausgebt lieber an Hilfsorganisationen oder so. damit tut ihr mehr.
3. Die Gesundheit:
Hiermit argumentieren besonders gerne die Straight Edge Veganer
Es ist eine Tatsache, dass euch einige Stoffe fehlen. Auch kann nicht jeder genug Zeit in der Sonne verbringen, sie scheint ja auch nicht immer und jeden Tag, um das benötigte Vitamin D zu bilden. Genauso ist es aber eine Tatsache, dass es nicht wirklich gesund ist, sich jeden Tag ein Steak reinzufahren. Da habt ihr recht, keine Frage. Aber wer zum Geier seid ihr, dass ihr anderen Leuten das Leben vorschreiben wollt. Euch schadet es ja nicht, wenn ich mir ein Steak gönne. Was anderes ist es mit dem Rauchen, da sollte man natürlich Rücksicht aufeinander nehmen, aber mir ist das Phänomen des Passiv-Fleischkonsums unbekannt. Ich kenne nur den Passiv-Gemüsekonsum, mit dem man seinen Fleischkonsum erklären kann: Tier isst Pflanze, Mensch isst Tier, ergo, Mensch isst Pflanze.
Ich bin zwar kein Anhänger des Herren Freud, aber er sagte:
Wer Trinken, Rauchen und Sex aufgibt, lebt auch nicht länger. Es kommt ihm nur so vor.
Das gleiche gilt für das Fleisch. Was bringt es mir, wenn ich hundert Jahre alt werde, ohne gelebt z haben? Nein, Alkohol, Tabak und Fleisch bedingen kein erfülltes Leben, aber meines machen sie um einiges angenehmer. Wenn euch nichts fehlt, dann lasst es.
Bei ihnen kann man die aberwitzigsten Argumente anwenden, da sie sich selbst solcher bedienen. Ihnen fehlt nichts? Wieso essen sie dann irgendeine Eiweißpampe, die wie Fleisch schmecken und aussehen soll, dabei aber häufig die Konsistenz von Knetmasse hat? Ich baue mir doch aus Hackfleisch keinen Kohlkopf und koche mir daraus dann ne Suppe.
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