Bromance

von Insaneee
KurzgeschichteHumor, Freundschaft / P12
10.02.2017
10.02.2017
1
2427
1
Alle
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
 
Das Team von Hakone waren nun endlich mit ihrem Training fertig. Da Arakita noch genug Zeit hatte, konnte er heute mit einer ganz bestimmten Person etwas unternehmen. Er musste sich nur noch fertig machen und dann wäre er soweit. Als er gerade das Gebäude mit seinem Rad verlassen wollte, fing sein Handy anzuklingeln, da er eine Nachricht bekam. Er nahm sein Handy in die Hand und wurde plötzlich angesprochen.
„Hey, Arakita. Dein Handy hat heute schon den ganzen Tag geklingelt. Hast du etwa endlich eine Freundin gefunden?“, fragte Toudou, der hinter ihm stand und grinste.
„Ha?! Wovon redest du?! Ich treffe mich nur mit jemandem...“, murmelte er wie immer genervt.
„Ach ja? Wie sieht sie denn aus? Du machst mich gerade sehr neugierig!“, blieb er hartnäckig.
„Sei ruhig! Es ist weder ein Mädchen, noch ein Date! Ich treffe mich nur mit einem Kumpel, Idiot!“, meckerte Arakita und fuhr schnell davon.
„Awww, schade... Aber na ja, es kommt selten vor, dass  er sich überhaupt mit jemandem trifft, also kann man das auch als Wunder bezeichnen...“
Derjenige, der ihm die Nachricht geschrieben hatte und mit dem er sich heute treffen wollte, war nichts weiter als Onoda. Seit die beiden sich in der Inter-High kennenlernten, freundeten die sich schnell an, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein konnten und Onoda anfangs gar nicht mit ihm zurecht kam. Doch seitdem die Inter-High vorbei war, schrieben sie öfter miteinander und hatten heute beschlossen, sich endlich wieder zu treffen, da es schon eine Weile her war. Denn Onoda konnte Arakita tatsächlich dazu überreden, mit ihm nach Akiba zu fahren. Eigentlich hatte er dazu nicht besonders Lust, aber da er sowieso mit seinem Rennrad fuhr, konnte er schlecht nein sagen.
„Da bist du ja, Arakita-san!“, rief Onoda fröhlich und winkte ihm zu.
„Hey, Onoda-chan! Tut mir leid, falls du lange auf mich warten musstest... Ähm... Nichts für ungut, aber... Wieso fährst du mit einem Omafahrrad?“, fragte er verwirrt.
„Oh... Na ja, bevor ich anfing Rennrad zu fahren, fuhr ich immer damit und bin es noch zu sehr gewohnt. Außerdem ist mein Rennrad noch bei der Werkstatt von Kanzaki-san, da sie wohl eine Überraschung für mich haben“, erklärte er.
„Verstehe... Aber du weißt schon, dass du damit umso länger brauchst, bis du in Akiba da bist...“
Doch Onoda machte dies natürlich nichts aus und Arakita wusste noch gar nicht, dass er damit dennoch schnell fahren konnte.
„Ich kann es kaum erwarten, wenn wir da sind! Es gibt immerhin neues Merchandise von Love Hime! Kennst du denn Love Hime, Arakita-san?“, fragte Onoda und stieg in seinem Fahrrad ein.
„Äh... Nein, wie ich bereits schon sagte... Ich habe mit Animes nie was am Hut und wenn ich Fernsehen schaue, dann eher was über Sport“, antwortete Arakita.
„Oh, das ist schade, aber ich kann dir Love Hime auf jeden Fall empfehlen! Weißt du, anfangs konnte ich mit niemandem über Animes reden und wollte eigentlich in dem Anime Club, nur weil ich eh keine Mitglieder finden konnte, bin ich dann doch noch dem Fahrrad Club beigetreten und dafür konnte ich zum Beispiel Imaizumi damit anstecken! Wir beide unterhalten uns immer wieder über die neuesten Folgen und waren bereits auf Conventions! Die anderen Mitglieder schauen es zwar nicht unbedingt, aber dafür haben wir oft das Opening zusammen gesungen, das gibt uns immer Kraft!“, redete Onoda wie ein Wasserfall.
Arakita bekam gerade mal nur die Hälfte mit und war einfach nur fassungslos, wie er besessen er scheinbar davon war. Genau deswegen konnte er mit Animes nichts anfangen, da er die sogenannten „Otakus“ abschreckend fand. Irgendwie bereute er es gerade, dass er mit ihm nach Akiba fahren wollte, allerdings wollte er es nun ungern absagen, da er sich bereits schon so sehr freute und lange brauchte, um ihn dazu zu überreden.
„Also dann... Fahren wir los nach Akiba...“, sagte Arakita unmotiviert.
„Jaaaa, ich hoffe, dass es dir dort gefallen wird und das wir eine Menge Spaß haben werden!“, rief die Brillenschlange überglücklich und fuhr schon einmal los.
Dies überraschte den All-Rounder sehr, da er sofort bemerkte, wie schnell damit fuhr.
‚Was? Das ist doch unmöglich... Wie kann er mit diesem Omarad so schnell fahren? Ich fand es schon damals schlimm genug, dass mich Fuku-chan überholen konnte, aber das übertrifft alles... Auch wenn ich es nicht gerne zugebe, aber der kleine Junge hat schon das Talent dafür...‘, war der Schwarzhaarige in Gedanken, während er langsam los fuhr.
Onoda hatte sich bereits gewundert, wo er blieb und drehte sich leicht um.
„I-Ist alles in Ordnung, Arakita-san?“, rief er besorgt. Dadurch riss er Arakita aus seinen Gedanken und er versuchte ihn zu überholen.
„Alles ist gut, keine Angst!“
„Das freut mich zu hören und ich habe eine Idee... Ich könnte dir ja die Lyrics von dem Love Hime Opening beibringen! Dadurch macht die Fahrt dahin umso mehr Spaß und die Zeit vergeht auch schneller! Es ist gar nicht so schwer, der Anfang geht so: Lovely chance pettanko-chan~ Lovely chance pettanko-chan~“, fing er tatsächlich anzusingen.
Damit hatte Arakita überhaupt nicht gerechnet und hatte dazu so oder so keine Lust, da er seiner Meinung nach nicht singen konnte. Onoda sang immer noch weiter, während andere Leute sie dabei anschauten.
„Ist das nicht ein Anime Opening? Wer würde das so laut singen, also mir wäre es peinlich...“, flüsterte ein Junge zu seinen Freunden.
Aber Arakita ging es nicht anders und wurde leicht rot im Gesicht, weil er sich sehr für ihn schämte.
„Könntest du damit aufhö-“ „Komm schon, Arakita-san! Sing bitte wenigsten bei dem Refrain mit, weil es das Highlight dieses Openings ist: Hime Hime Hime~ Suki suki daisuki~“, unterbrach ihn der Anime-Fan und sang einfach weiter.
Der Bepsi-Liebhaber seuftze und schüttelte entsetzt seinen Kopf. Der Übeltäter wollte mit dem singen nicht mehr aufhören und er musste zugeben, dass er sich schon etwas den Text dadurch merken konnte, doch mitsingen kam für ihn erst gar nicht in Frage.
Arakita versuchte es einfach den restlichen Weg auszuhalten und hoffte, dass er später das Lied nicht mehr singen würde. In Akiba konnte man genug Anime Songs hören und das reichte ihm vollkommen aus. Zum Glück dauerte es nicht mehr lange, da Akiba nicht mehr weit entfernt war.
„Bald haben wir geschafft...“, seufzte Arakita erleichtert und bekam nun selbst eine Idee: „Hey, Onoda-chan, wie wäre es damit? Ich habe gemerkt, dass du mit diesem Omafahrrad sehr schnell fahren kannst. Derjenige, der zuerst dort ist, darf sich für den heutigen Tag alles ausgeben lassen. Was sagst du dazu?“
Onoda wurde ziemlich blass im Gesicht, da es ihm sehr an den Tag erinnerte, als Imaizumi mit ihm das erste Mal antreten wollte. Er war sich nicht sicher, ob er gegen Arakita gewinnen könnte und er hatte Angst, dass er zu viel haben wollte und sich dann kein Merchandise mehr leisten konnte.
„Äh ja, ich meinte nei-“ „Das war ein ja! Dann los geht’s, die Wette gilt ab jetzt!“, brüllte Arakita wie üblich und gab Vollgas.
Onoda konnte es nicht fassen, dass er sich aus Versehen versprochen hatte und die Wette nun anfing. Also blieb ihm nichts anderes übrig und er musste wohl oder übel gegen ihn gewinnen.
‚Die Wette war nicht ernst gemeint, ich möchte nur sehen, ob er mit seinem Omafahrrad gegen mich gewinnen könnte. Schließlich will ich mir da nicht unbedingt was kaufen und wenn dann nur was zu trinken oder essen. Ich bin mal gespannt, ob Onoda-chan mithalten könnte, aber bis jetzt sieht es nicht danach aus, also brauche ich mir keine Sorgen zu machen!‘
Jedoch vergaß Arakita, dass man ihn nicht unterschätzen sollte, immerhin tat er es in der Inter-High genauso und wurde am Ende unerwartet überrascht.
‚Ich darf nicht gegen ihn verlieren... Ich habe nicht umsonst mein Geld dafür gespart! Denn ich brauche die neuen Figuren von Kotori und die Soundtracks darf ich auch nicht vergessen! Sonst wird Imaizumi alles schon haben und damit angeben, während ich warten muss, bis ich wieder genug Geld habe... Nein! Das lasse ich nicht zu!‘
Arakita war sich nun sicher, dass er gewinnen würde, aber er bemerkte, dass Onoda immer näher kam und seine Beine fühlten sich in dem Moment schlapp an.
„Oh nein, das sieht nicht gut aus...“, zweifelte er.
„Hime... HIME HIME~ SUKI SUKI DAISUKI!“, sang Onoda immer lauter und schaffte es in der letzten Sekunde ihn zu überholen beziehungsweise das Ziel als erstes zu erreichen.
Auch wenn Onoda sehr verschwitzt und erschöpft war, freute er sich darüber und musste erst einmal realisieren, dass er es mal wieder geschafft hatte, mit seinem Omafahrrad zu gewinnen. Arakita fiel aus seinem Rennrad runter und seine Landung sah sehr schmerzhaft aus. Er konnte es nicht anders, weil er in diesem Moment total unter Schock stand und die Welt nicht mehr verstand.
„Von wegen Rennräder sind schnell... Du hast mich angelogen, Fuku-chan...“, zickte er, während er da lag.
„Oh je, Arakita-san! G-Geht es dir gut, hast du dich verletzt?“, lief er sofort zu ihm und versuchte ihm hoch zu helfen.
„Wie hast du das nur geschafft?! Das ist doch unmöglich!“, motze der Verlierer und Onoda bekam wieder wie damals Angst vor ihm.
„Tut mir leid, tut mir leid, tut mir leid, tut mir leid!“, verbeugte er sich mehrmals vor ihm.
„Ha? Wieso entschuldigst du dich? Ein Sieger sollte sich nicht dafür entschuldigen...“
„St-Stimmt du hast Recht, tut mir echt leid...“
„Du entschuldigst dich immer noch... Egal, vergessen wir es einfach... Ich möchte trotzdem wissen, wie du es geschafft hast, ich meine... Das ist einfach unmöglich!“
Onoda musste kurz nachdenken, weil er sich selbst nicht sicher war, wie er es diesmal schaffte.
„Ich denke, weil mein Lieblingsanime meine Motivation war... Wie ich bereits schon sagte, dieses Lied gibt mir Kraft, es hat mir ganz besonders in der Inter-High geholfen, vielleicht hätte ich dadurch die Inter-High nicht gewonnen. Und ja, es macht einfach total Spaß mit den anderen das Opening zu singen! Deswegen wollte ich gerne mit dir das Lied zusammen singen...“
„Ich kann mir nicht vorstellen, dass man wegen irgendeinem Anime Opening Motivation bekommen kann oder damit sogar gewinnen kann... Ich halte das einfach für Quatsch, aber gut, wie du meinst... Also hast du die Wette gewonnen und ich gebe dir heute ALLES aus... Wirklich alles, weil ich beeindruckt bin und sowas sage ich selten zu anderen Leuten, also fühl dich gefälligst geehrt!“
Der Angesprochene nickte daraufhin ängstlich und war gleichzeitig geschmeichelt, da es bei Arakita wirklich sehr selten der Fall war. Eigentlich nahm er die Wette nicht ernst, aber er fand, dass Onoda es nach der Aktion doch noch verdient hatte. Aber kaum betraten sie ein Geschäft, bereute er es wieder, weil sein Geldbeutel immer leerer wurde.
„Wuaaas? Es gibt auch noch neue Sammelkarten? Wieso wusste ich davon nichts? Die muss ich auf jeden Fall auch haben!“
Also musste Arakita noch mehr Geld ausgeben, obwohl er sich eigentlich dagegen weigern könnte, aber aus irgendeinem Grund wollte er nicht so gemein zu ihm sein. Natürlich schaffte er es nicht jedesmal, doch er merkte selbst, dass er zu ihm freundlicher wurde, als zu anderen.
„Oh, ich sehe gerade, dass eine Karte sehr selten ist, das heißt ich muss mir mehrere Packungen kaufen...“, fiel Onoda auf einmal ein.
„Ha?! Noch mehr?! Bist du wahnsinnig?! Ich bin schon pleite!“, verlor Arakita wieder seine Kontrolle.
Der Love Hime-Fanboy sah sehr traurig aus und ihm kamen sogar etwas die Tränen. Bei diesem Anblick bekam er ein wenig Mitleid.
„Schon gut, Arakita-san... Ich habe es übertrieben... Die Wette muss nicht mehr gültig sein, ich habe schließlich auch Geld dabei... Hoffentlich bekomme ich die seltene Karte, ich will sie unbedingt haben-“ „Ach was, i-ich kaufe sie dir doch...“, unterbrach ihn Arakita und schnappte sich paar Päckchen, worauf Onoda anfing, zu strahlen.
Nur leider schafften sie es nicht, die seltene Karte zu bekommen und er hatte gar kein Geld mehr. Onoda hatte nun die selben Karten mehrmals und Arakita bereute es erneut, was er getan hatte. Scheinbar war sein trauriger Gesichtsausdruck Schuld, warum er das alles für ihn tat.
„Tut mir wirklich leid, dass du nun wegen mir kein Geld mehr hast... Weißt du was? Als Dankeschön gebe ich dir nun etwas aus, weil du sicher Hunger hast und ich schenke dir die Karten, die ich mehrmals habe“, machte Onoda einen Vorschlag.
Mit dem ausgeben war Arakita auf jeden Fall einverstanden, die Karten brauchte er zwar nicht und schaute sich diese erst gar nicht an, aber er nahm sie trotzdem einfach mal an. Die beiden beschlossen zu einem Fast Food Laden zu gehen, obwohl Onoda lieber zu dem Love Hime Maid-Café gehen wollte, der vor kurzem eröffnet wurde. Arakita saß schon mal auf einem Platz und wartete ungeduldig auf seine Bestellung, da sein Magen mit dem knurren anfing.
„Da bin ich wieder. Ich hoffe, ich habe das Richtige bestellt.“
Er stellte das Tablett ab, allerdings bemerkte er nicht, dass sein Kumpel schon wieder sehr wütend wurde.
„Ich. Habe. Dir. Gesagt. Dass. Ich. Bepsi. Möchte. Und. Keine. VERDAMMTE. Coca. Cola!“, schrie derjenige und Onoda zuckte zusammen, sodass er die Getränke auskippte.
„E-E-ENTSCHULDIGUNG! Ich kann die beiden nie unterscheiden...“, gestand er und musste jammern.
„Die beiden haben sehr wohl einen Unterschied! Bist du trotz deiner Brille blind, oder was?!“
Die beiden Jungs bekamen zum Glück neue Getränke und Arakita wurde wieder ruhig, nachdem er seine Bepsi trinken konnte. Allerdings kam sein schlechtes Gewissen zurück, weil er mal wieder seine Kontrolle verlor. Er wollte das irgendwie gut machen, nur es fiel ihm schwer das zu sagen.
„Sorry, dass ich gerade schon wieder laut wurde... Aber ich habe eine Idee... Falls du morgen Zeit haben solltest, können wir gerne......“
Der Sportler konnte den Rest nicht sagen, weil es ihm sehr peinlich war und er Angst hatte, dass er seine Entscheidung bereuen könnte.
„Wir können gerne was...?“, fragte Onoda zurückhaltend.
„...Love Hime schauen...“, sagte er es endlich und schlürfte sein Getränk sehr laut.
„Waaas? Das würdest du wirklich tun? Na klar gerne, ich habe morgen Zeit! Wenn du möchtest, kannst du mich besuchen kommen! Wir können alle Folgen schauen, da ich mir sowieso alle Folgen wieder anschauen wollte!“
Der „Otaku“ redete mal wieder wie ein Wasserfall und Arakita dachte sich, dass er vielleicht wirklich den Anime eine Chance geben sollte. Denn er fand Kotori schon irgendwo niedlich. Außerdem war es trotz allem sehr spaßig mit ihm und er wollte ihn gerne öfters treffen, bevor seine Hakogaku Zeit vorbei sein wird.
Nachdem sie fertig waren, fuhren sie in Ruhe nachhause und es herrschte Stille zwischen den beiden.
Diese Ruhe fand Arakita etwas unangenehm und er tat etwas ganz unerwartetes: „Hime hime hime... Suki suki daisuki-“ Er hielt sich sofort den Mund zu und Onoda sah ihn vorerst schockiert an, doch dann strahlte er natürlich. Scheinbar konnte er wirklich jede Person mit Love Hime anstecken, egal wer es auch war.
Review schreiben