Elfenlied - Bin ich wirklich das Monster?

von Chara999
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 Slash
OC (Own Character)
08.02.2017
08.02.2017
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Vergebene Hilfe

Als sich die schweren Metalltüren öffnen stürmte der junge Mann so schnell wie er konnte herein.
Ängstlich warf er einen Blick in Richtung Überwachungskameras, die er zwar ausgeschaltet hatte, doch trotzdem blieb eine gewisse Restangst, dass er jeden Moment bemerkt werden könnte.
Doch nichts kann ihn davon abhalten die Arme um das junge Mädchen zu schließen, das beinahe leblos in der Mitte des Raumes liegt.
Ruhig gestellt von Medikamenten und von Anstrengung kann er kaum glauben, dass sie das Monster ist, für das sie alle halten.
Mit Tränen in den Augen hebt er ihren Körper an, streicht die rot-pinken Haare aus ihrem Gesicht und bewegt seine Hand zu etwas anderem.
Etwas, das ihn schon faszinierte, seit er den Job hier angenommen hatte: Die Hörner.
Beeindruckend ragen sie aus ihrem Kopf heraus und erlangen seine Aufmerksamkeit.
Doch kurz bevor er sie berührt unterbricht er seine Bewegung.
Ertappt wie er ist zuckt er zusammen, als er ein leises Kichern hinter sich hört.
„Das würde ich an Ihrer Stelle nicht machen.“
Er fährt herum und schaut in das Gesicht seines Vorgesetzten, der ihn auf frischer Tat ertappt.
Der junge Mann will etwas sagen.
Es gibt so vieles, das er sagen will, doch er weiß nicht wo er beginnen soll.
„Das ist grausam!“, bringt er schließlich hervor.
Der andere kichert ein weiteres Mal, bevor er ein paar Schritte zurück weicht.
Das Mädchen in den Armen des verwirrten jungen Mannes beginnt die Augen zu öffnen.
„Sie sollten lieber Abstand nehmen. Sie wird Sie töten.“
Der am Boden sitzende dreht seinen Kopf nun wieder abrupt zu dem Mädchen, dem Diclonius.
„He.. Schon gut, ich bin hier um dir zu helfen.“, sagt er in beruhigendem Ton.
„Ich habe Sie gewarnt!“, mit diesem Worten verschwindet der Professor.
Er findet sich hinter der großen Glasscheibe wieder ein und beobachtet die beiden.
Schafschützen sind ebenfalls auf Position, um im Notfall einzugreifen.

Der junge richtet seine Aufmerksamkeit voll auf den Dicslonius. Schon seit einer Ewigkeit hatte er das vor. Er wollte ihr helfen und sie vor den grausamen Taten des Laborpersonals beschützen.
Eine Weile schauen sich die beiden in die Augen.
Es vergehen unzählige Sekunden, in den rein gar nichts geschieht.
Unwissend, dass sich in dem Kopf des jungen Diclonius ein Wortgefecht abspielt und dass die Seite, die ihm vertrauen will und seine Hilfe in Anspruch nehmen will, bereits dabei ist zu verlieren.
Der Moment scheint perfekt, da will er endlich etwas sagen.
Als er das Wort ergreift verteilt sich sein warmes Blut im ganzen Raum.

„Kein Mensch wird mir jemals helfen können.“
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