"abf" - dieses seltsame Wort

GedichtAllgemein / P6
05.02.2017
05.02.2017
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Du hast gesagt, dir geht es schlecht,
du brauchst deine Ruhe, und das mit Recht.

Doch bist du doch der, der immer von „abf“s spricht,
und „Freunde fürs Leben“ und ohne mich bricht.
Doch geht’s dir schlecht, lässt du mich zurück,
Lässt mich allein, gehst mit meinem Glück.

Hängst dich an andere zum froh-werden dran,
obwohl ich alles mache, was ich kann
     um gut für dich zu sein.

Fühle mich ständig so klein.
     Und dann lässt du mich allein.

„abf“, ja, du mich auch.
Ich halt mir vor Lachen noch immer den Bauch.

„Mir geht es schlecht“, „ich brauch das jetzt“
- wie ich von a nach b für dich hetz.
Durch jedes Gefühl und jede Funktion     
     wird mir das irgendwann jemand belohnen?

„Freunde sind füreinander da“
Und, Gott, verdammt, ich versuche es ja!
Doch ist das ‘ne einseitige Geschichte,
betrachte es doch mal in meinem Lichte!

„Ich brauch dich jetzt“ und „lass mich in Ruh“
Ja, ich brauch dich auch, ich dumme Kuh!
Ich lern nicht draus.
Und streckst du verzweifelt den Arm wieder aus,
so komm ich gerannt.
Wieder an deine Seite
bin was du brauchst, doch du bist ne Pleite
     für mich.

Denn es kommt nichts zurück,
Schenk dir mein Glück
Behalt nichts für mich und mein Leben,
wer kann mir das Glück denn geben?

Du nimmst es und gehst. Und hast du’s verbraucht,
schlägst du wieder bittend hier auf
Weil „wir sind doch Freunde“, „sowas tut man doch“.
Ja, nur zu, stoß mich ins Loch
und allein bleib ich drin, denn
du hast wieder anderes im Sinn.

Doch wunder dich nicht
wenn Freundschaft bricht
weil nur einer hier gibt und der andere nur nimmt.

Ich weiß nicht mehr weiter,
du bist wie ein Kind!

Weißt du denn nicht, was Freunde sind?
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