Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm

GeschichteDrama, Romanze / P18
Florian David Fitz OC (Own Character)
01.02.2017
06.02.2020
25
66063
5
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Dieses Kapitel
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Hallo ihr Lieben,

Danke für die Favoeinträge und die tollen Reviews, ich freue mich über jede Einzelne wirklich sehr .

Um einem Kritikpunkt nachzukommen, wird es heute etwas heißer.

Also viel Spaß!!

LG V


Tag 2



Florian:
Wach!
Oder das was ich dafür halte, ich liege nicht in meinem Bett soviel ist klar, so langsam dämmert die letzte Nacht zurück in meine Gedanken. Die Autorin- Elisa. Eine sehr tolle Frau, wenn auch etwas schreckhaft, aber das hat mir ganz gut gefallen. Ich blinzele in das dämmrige Hotelzimmer und schaue nach links. Die Decke bedeckt nur ihre Hüfte, ihre leicht gebräunten Beine, der Rücken und eine Schulter schauen heraus.

Ich muss mich doch sehr über mich selbst wundern, die letzte Nacht ist jetzt nicht das was ich als Typisch Florian bezeichnen würde.
Moment mal kurz in mich hinein horchen- Öhm nöö keine Reue da. Ich muss lächeln. Wäre auch echt doof, wenn ich die letzten- ich schaue auf die Uhr- Fünfzehn Stunden bereuen würde.
Ich sehe ihr beim Schlafen zu, das heißt ich denke dass sie noch schläft. Ich würde ja jetzt gerne an sie heran rutschen, sie in den Arm nehmen, noch einmal an ihrer warmen Haut riechen, noch einmal ihre Lippen schmecken, aber wer weiß ob sie das will.
Sie wirkte auf mich nicht wie jemand der nicht ziemlich genau weiß was er will. Nicht dass sie mich in Boxershorts vor die Tür schiebt und die Tür hinter mir zuknallt, das wäre in keinem Hotel eine ideale Situation, aber hier im Hotel Bavaria, dem Hotel meiner Familie schon mal gar nicht. Viele der Stammkunden kommen seit Jahrzehnten hier her und kennen mich leider noch in Windeln.


Elisa:

Ich wache auf und sehe an die Wand, horche in den Raum hinein. Entweder atmet er sehr flach oder er ist nicht mehr da.
Ich weiß nicht mal, was mir lieber wäre. Was zum Teufel hat mich da gestern nur geritten? Ich frage mich, ob ich das alles gemacht hätte, wenn mir nicht schon sehr früh aufgefallen wäre, wer sich da zu mir gesetzt hatte. Hätte ich einen Wildfremden Mann nach Sehenswürdigkeiten gefragt oder hätte gar zugestimmt, dass er mir diese zeigt?
Mmh wer weiß, wenn er hübsch gewesen wäre und charmant, vielleicht. Ich bin nicht so der oberflächliche Typ, aber das ist eben das was als aller erstes auffällt, ist doch so. Letztlich werde ich diese Frage wohl nicht mehr eindeutig klären können. Das Kind ist nun in den Brunnen gefallen, oder besser Florian in mein Bett. Ich kann das Glucksen nicht unterdrücken und solte er noch sein, weiß er jetzt definitiv auch dass ich wach bin. Also, wenn ich mich nicht umdrehe werde ich es wohl nie erfahren.
Obwohl, wenn er jetzt weg wäre, fände ich das nicht so toll.


Ich drehe mich auf die andere Seite und finde mich unter dem Blick seiner grau-grünen Augen und einem Lächeln wieder. Er hat mich beim Schlafen beobachtet. Ich lächele.

„Hi“ Ich bin plötzlich schüchtern, ich weiß echt nicht, was ich fühlen soll oder überhaupt fühle. Ich müsste mal in Ruhe in mich hinein horchen, aber das kann ich nur, wenn ich allein bin und nicht unter diesem Blick, mit dem er mich bedenkt. Er lehnt sich zu mir hinüber und küsst mich sanft.

„Na, hast du gut geschlafen?“ Ich nicke.
„Du auch, hoffe ich.“ Wir sehen uns in die Augen, irgendwann weiche ich seinem Blick aus.
„Ja habe ich. Und was hast du für heute im Sinn?“
„Erstmal duschen“ Ich grinse, stehe auf und verschwinde im Bad. Seinen Blick kann ich quasi auf meinem Rücken spüren, aber ich kann mich mit meiner plötzlich aufgetretenen Unsicherheit nicht länger unter seinem Blick winden, ohne irgendwas peinliches zu sagen oder zu machen, obwohl, ob der Abgang jetzt die Glanzleistung war, ist auch fraglich.
Das heiße Wasser läuft über meinen Körper und wäscht den gestrigen Tag und seinen Geruch von mir runter. Schade eigentlich.

Als ich aus der Dusche trete, schlinge ich ein Handtuch um mich und in der selben Sekunde, in der ich es vor meinen Brüsten zustecke, klopft es an der Tür und er tritt ein, ohne auf meine Antwort zu warten.

Er Lacht
„Meine Güte, bist du gar gekocht?“ Ich grinse ihn an und nicke, ja meine Haut ist leicht rot. Er zieht seine Retroshorts vor mir aus und ich kann nicht anders und sehe an ihm hinab. In seiner Mitte bleibt mein Blick hängen. Zum Glück bin ich noch rot vom Duschen. Ich frage mich wirklich wo diese schüchterne Seite von mir so plötzlich herkommt. Weg damit, passt nicht zu mir. Andererseits passen die letzten Stundne auch nicht zu mir- verkehrte Welt.

Also sehe ich ihm fest in die Augen, griemele etwas vor mich hin und öffne langsam mein Handtuch. Seine Mundwinkel zucken, ich muss lachen, genau das versucht er sich zu verkneifen. Ich lasse es schließlich ganz fallen und trete auf ihn zu. Nur einige Zentimeter vor ihm bleibe ich stehen. Wir berühren uns kaum.

Im nächsten Moment werde ich an die Wand in der Dusche gedrückt und seine Zunge erobert meinen Mund. Das Wasser rauscht wieder über unsere Körper. Ich versuche ihn noch näher an mich heran zu ziehen, aber seine nasse Haut bietet einfach keinen Halt.

Er ist kalt im Gegensatz zu mir. Das und seine Zähne an meinem Hals jagen mir eine Gänsehaut über den Körper.
„Ist dir kalt“ fragt er mich mit belegter Stimme und lacht in einer derart tiefen Tonlage, dass sich die nächste Gänsehaut auf den Weg macht. „Ich bin nicht so Temperaturresistent, wie du“ und wieder dieses Lachen. Herr Gott der Typ macht mich wahnsinnig. Was zugegebenermaßen auch daran liegen könnte, dass ich gestern das erste Mal seit zwei Jahren einen Schwanz in mir hatte. Mit nem Typen dran, der auch damit umgehen konnte.

„Halt die Klappe“ sage ich mit einem Lachen und küsse ihn nocheinmal verlangend, dann schiebe ich ihn von mir. In drei Stunden sitze ich wieder im Flugzeug, ich habe das Bedürfnis noch ein paar Bilder mit nach Hause zu nehmen. Er sieht mich fragend an und ich grinse ihm entgegen. Er macht Anstalten die Distanz zwischen uns zu überwinden aber ich drücke ihm nur Kopfschüttelnd das Duschgel des Hotels in die Hand.

Die Fragezeichen in seinen Augen werden größer. Ich lehne mich ihm gegenüber mit dem Rücken an die Wand, stelle eine Fußsohle daran ab und sehe ihn mit diesem verdammten Dauergrinsen, dass ich nicht loswerde, herausfordernd an.

„Müffele ich etwa?“ fragt er sarkastisch und ich weiß dass er die Antwort darauf kennt. Ich schüttele sacht den Kopf
„Nein, du riechst sogar verdammt gut aber so ein paar Bilder im Kopf....für später, können ja nicht schaden“ Sein Mund klappt auf aber er erholt sich recht schnell von seiner Überraschung und ein südlicher Blick zeigt mir dass die Vorstellung ihn nicht unbedingt kalt lässt. Ich muss grinsen. Ja genauso geht es mir auch. Er folgt meinem Blick. Dann schaut er sich um und schaut auf das was in seiner anderen Hand, scheinbar die ganze Zeit war, ein Kondom. Ich strecke die Hand aus und er übergibt es mir mit einem ferchen Grinsen auf beiden Seiten. Ich lege es beiseite.

Er wäscht sich zuerst die Haare, legt den Kopf in den Nacken und entblöst so seinen Adamsapfel, ich schlucke trocken, mein Körper ist ein elender Verräter, meine Nippel ziehen sich bei dem Anblick zusammen und ich spüre ein genüssliches Ziehen in meinem Unetrleib. Ich sollte vorher überlegen, was gewisse Dinge mit mir anstellen, denn ich würde ihn gerade so gerne anfassen und seinem Hals meine Aufmersamkeit schenken.

Ich sehe ihm dabei zu, wie er sich den Oberkörper wäscht und er sieht mir dabei die gesamte Zeit in die Augen, er hat das Spiel offenbar verstanden und speilt es leider genau so gut wie ich, wenn nicht sogar besser.

Dann gleitet seine eingeseifte Hand zwischen seine Beine, seine langen Finger greifen fest eine Erektion und er beginnt sich zu massieren. Ich versuche gar nicht mehr seinem Blick stand zu halten sondern gucke unverholen dabei zu was seine Hand da anstellt. Das Verlangen danach ihn zu berühren, ist so stark, dass es mir bis in die Fingerspitzen zieht. Ich sehe kurz wieder zu ihm hoch, seine Augen sind halb geschlossen, seine Lippen leicht geöffnet, Wassertropfen und etwas Schaum in seinem Bart.

Unwillkürlich reibe ich meine Schenkel aneinander und bemerke dass er mir dabei zusieht. Er beißt sich auf die Lippe und sein leises Stöhnen verhallt an den Wänden der Dusche.

Von der Ablage neben mir schnappe ich mir das Kondom und überwinde die Distanz zwischen uns. Mit etwas Geschick greife ihm mit der gleichen Hand in die Haare und ziehe ihn zu mir herunter, unsere Zungen finden sich, bevor unsere Lippen sich berühren. Die andere Hand lege ich auf Seine. Aber er schiebt sie beiseite, greift stattdessen an meinen Hintern und hebt mich hoch, was sich einfacher gestaltet als ich dachte, weil ich inzwischen fast trocken bin, jedenfalls meine Haut. Meine Arme schlinge ich um seinen Hals und küsse ihn weiter leidenschaftlich. Er trägt mich ins Schlafzimmer und legt mich aufdem Bett ab, ohne die Verbindung unserer Lippen zu trennen.

Dann richtet er sich auf, verreibt den klaren Tropfen auf seiner Eichel und während er sich das Kondom überrollt, starrt er mich regelrecht an, erregt, fast schon lüstern. Ich hätte nie gedacht dass es mir gefallen könnte, wenn ein quasi Fremder mich so ansieht.

Er hebt eines meiner Beine an und küsst mich auf den Innenknöchel, ich atme tief ein. Ein zweiter Kuss aud die selbe Stelle, ein leichtes Kratzen seines Bartes, ein kaum sichtbares Lächeln und ein Blick seiner grau-grünen Augen, direkt in meine und ich winde mich auf der Matratze. Er fasst in meine Kniekehlen und zieht mich ganz dicht an die Bettkannte, reibt sich an mir und dringt mit einem einzigen kräftigen Stoß in mich ein. Mir entweicht ein Stöhnen. Ich sehe ihn an, er hat die Augen geschlossen und die Lippen aufeinander gepresst. Er bietet einen so geilen Anblick.

Ich strecke die Hand aus und fahre den Streifen aus Härchen unter seinem Bauchnabel nach. Er öffnet die Augen und sieht auf meine Hand und wahrscheinlich auch auf unsere Verbindung, denn dieses Mal ist er es der stöhnt. Ich sehe ihm dabei zu, wie er einen gleichmäßigen Rhythmus aufnimmt und mir wird umso bewusster dass das hier nur Sex ist, denn sonst mag ich es mit mehr Körperkontakt aber jetzt vermisse ich nichts.

Einige Zeit später liegt er halb auf und halb neben mir, leider aber nicht mehr in mir, ich mochte das Gefühl. Jetzt bin ich wieder allein, obwohl er ja faktisch noch da ist.
Aber ich merke, wie ich mich innerlich distanziere. Ich habe sonst nie One Night Stands weil ich das bisher emotional nie auf die Kette bekommen habe, aber gerade im Moment ist es ok. Vielleicht auch weil gerade so viel anderes in meinem Leben los ist.

Unser Atem beruhigt sich nur langsam und ich spüre seine warmen Lippen an meiner Schulter. Ich streicele, seinen Arm der über meinem Bauch liegt, zupfe an den Haaren dran und versuche noch einen Moment meinen Kopf wieder auszuschalten, weil ich mir keine Gedanken sarüber machen will, ob kuscheln danach ok ist. Kopf sus klappt aber einfach nicht und so begnüge ich mich damit mir einzureden, dass alles was sich gut anfühlt in Ordnung ist ohne es zu zerdenken.



Florian:

Ich wache auf, da war ich wohl kurz weg. Ein Bein ist noch zwischen ihren Beinen, ein Arm liegt noch auf ihr und sie zubbelt an meinen Haaren herum. Ich drehe den Kopf, sie hat die Augen geschlossen und atmet ganz ruhig, schlafen wird sie wohl nicht.

Sie öffnet die Augen und sieht mich an, abwartend, regungslos.
„Hi“ sage ich und lächele sie an
„Naaa“ sagt sie etwas gedehnt aber mit einem Lächeln, das man sowohl sehen, als auch hören kann.

Ich drücke ihr einen Kuss auf die Lippen, den sie kurz erwidert, was mir aber gerade nicht reicht, ich möchte mehr davon, also stupse ich mit der Zunge gegen ihre Lippen, sie kommt mir entgegen und wir vertiefen die Kuss noch etwas.

Irgendwann vedreht sie sich umständlcih schielt auf die Uhr und versucht sich unter mir heraus zu winden.

„Ich muss zum Flughafen.“ Sie setzt sich auf schiebt mein Bein lachend von sich weg. Dann steht sie auf, wirft mir noch ein Lächeln über die Schulter zu, kramt im Kleiderschrank und veschwindet im Bad. Dieses Mal bleibe ich wo ich bin, ich will sicher nicht Schuld sein, dass sie ihren Flug verpasst auch wenn ich grundsätzlich nichts dagegen hätte mit ihr den Sonntag im Bett zu verbringen.

Die Tür geht nocheinmal auf, ein Arm wird hinaus gestreckt. An ihrem Finger baumelt meine Boxershorts.
„Ich dachte, die brauchst du vielleicht“ Lacht sie.
„Och“ antworte ich unschuldig, kann mir aber ein Grinsen nicht verkneifen, sie lacht laut auf, lässt das schwarze Stück Stoff fallen und schließt die Türe wieder.

Ich ziehe mich auch an und krame dann mein Handy aus meiner Jacke.

Bist du im Hotel? Schreibe ich meiner Schwester eine Whats app Nachricht
Ja, hätte aber Zeit, Frühstück?
Ja so in ner halben Stunde gerne, könntest du bitte ein Croissant und einen Cappuccino auf Zimmer 88 schicken? Zeitnah?
Ja subito! Aber ich verlange die Erklärung später! Ein Zwinkersmiley dahinter.
Ehrensache!! bis später!

Fünf Minuten später klopft es an der Tür. Die Badezimmertür öffnet sich.
„Hat es geklopft“ fragt sie während ich schon die Türklinke in der Hand hab.
„Ja ich mache auf“
„Ok danke“ in dem Moment, in dem der junge Mann mit dem Wägelchen hereinfährt tritt sie in einer engen Jeans und einem Top mit Wildblumenmuster aus dem Badezimmer. Ihre blonden Haare zu einem interessant aussehenden Zopf geflochten. Erinnert mich alles ein bisschen an diese Hippiemode, die gerade in Mode kommt. Boho oder so ähnlich, steht ihr sehr gut.
„Hallo Herr Fitz, Guten Morgen die Dame, ihre Bestellung“ Ich drücke dem Jungen einen fünf Euro Schein in die Hand und er geht Richtung Tür. Im Türrahmen dreht er sich nocheinmal um.
„Dankeschön, ich wünsche einen schönen Sonntag“ und wir antworten gleichzeitig
„Danke, gleichfalls“ wir sehen uns an und grinsen. Sie zuckt die Schultern und hebt die Haube von ihrem Croissant.
„Oh dankeschön, das ist aber aufmerksam von dir! Aber was ist mit dir?“
„Meine Schwester hat eben geschrieben, ich treffe mich gleich mit ihr zum Frühstück.“ Sie lächelt.
„Ach schön, da wünsche ich dir ganz viel Spaß“ Sie meint das ernst das kann man sehen.

Mit der Tasse in der einen und dem Croissant in der anderen Hand, steigt sie geschickt in Petrolfarbene Highheels, die sie mir fast auf Augenhöhe bringen. Ich mochte ihren Körper ja auch so schon, aber in den hohen Schuhen wirkt sie noch ein bisschen verführerischer und mir wird wieder bewusst, selbst wenn sie sich überreden ließe hätte sie keine Zeit mehr.


***tbc***
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