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Es tut weh

GeschichteSchmerz/Trost, Tragödie / P16
Chiaki Nagoya Marron Kusakabe Miyako Toudaiji Noyn Claude Yamato Minazuki
31.01.2017
28.02.2017
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31.01.2017 808
 
„Maron … Maron … Maron … Maron …“ ,sagte Miyako leicht genervt und klopfte immer wieder an die Wohnungstüre ihrer besten Freundin. Da ging diese auf und das gerufenen Mädchen kam heraus und antwortete leicht genervt: „Ich bin ja schon da. Was hast du denn heute?“
„Immerhin haben wir in der ersten Stunde eine Mathearbeit und ich will in der Klasse noch kurz meine Notizen durchlesen.“ ,antwortete Miyako zu ihrer besten Freundin.
„Hast du das denn nicht gestern gemacht?“
„Natürlich. Immerhin muss ich gut abschneiden dass ich auf der Polizeischule angenommen werde.“
„Ich glaube da brauchst du mehr als nur Köpfchen.“ ,gab Maron neckisch zurück und grinste. Da streckte ihre beste Freundin ihr die Zunge raus und verschränkte die Arme. Beide stiegen in den Lift und Maron drückte die Zahl null als sich die Lifttür schon schloss.
„Bist du jetzt beleidigt?“ ,fragte Maron vorsichtig.
„Findest du etwa ich bin zu schwach? Du vergisst dass jeden Abend ins Fitnesscenter gehe um Muskeln aufzubauen.“
„Hoffentlich wirst du dann nicht zu so einer Bodybuilderin. Das ist dann nämlich nicht mehr schön.“
Miyako sah Maron wieder etwas genervt an als beide unten angekommen waren und aus dem Lift gingen. Noch immer hatte Miyako die Arme verschränkt und sah in die andere Richtung. Maron musste lächeln als sie neben ihrer besten Freundin her ging. Nach einer weile stupste sie Miyako kurz an und sagte: „Es tut mir leid.“
„Und was genau?“
„Einfach alles was dich gekränkt hat. Natürlich bist du stark und du siehst gut aus. Außerdem bist du klug und schaffst die Mathearbeit mit links.“
„Warum bist du nur immer so nett? Ich war ohne Grund beleidigt auf dich und du entschuldigst dich? Ach Maron, sei mal etwas fieser.“
Da musste die braunhaarige wieder etwas lachen und schüttelte nur den Kopf. Miyako sah sie verwundert an als sie nur ein ‚So bin ich eben‘ als Antwort bekam. Aber das wusste sie. Maron war ein Mädchen mit so gutem Herzen, dass ihre beste Freundin Angst hatte, dass dieses gute Herz irgendwann ausgenutzt wird. Beide Mädchen gingen noch ein Stück als sie schon durch das große Schultor gingen. Da kam ihnen auch schon Yamato entgegen und sagte gut gelaunt: „Hallo ihr zwei. Wie geht’s euch?“
„Guten Morgen Yamato. Danke etwas nervös aber gut. Hast du für Mathe gelernt?“ ,fragte Maron freundlich.
„Ja natürlich. Immerhin soll die Arbeit heute fünf Seiten haben.“
„Fünf Seiten?“ ,entfuhr es Miyako laut und schon war ihr Blick geschockt.
„Keine Sorge Miyako. Wir schaffen das schon.“ ,gab Maron zurück und hielt ihre beste Freundin davon ab wieder abzuhauen.
Yamato musste kurz grinsen als er noch sagte: „Ach ja, heute kommt ein neuer Schüler zu uns. Ich habe vorhin Fr. Palkaramao mit dem Direkter reden hören dass in unserer Klasse noch ein Platz frei wäre und sie gerne einen neuen Schüler aufnimmt. Ich bin schon ganz gespannt. Aber bis jetzt ist mir noch kein neuer aufgefallen.“
„Du kennst alle Schüler dieser Schule?“ ,fragte Maron nur leicht verwundert.
„Naja, Gesichter konnte ich mir schon immer gut merken. Aber mit Namen kenne ich natürlich nicht alle.“
„Du bist seltsam Brille.“ ,gab Miyako zurück.
„Nenn mich nicht immer so.“ ,gab er nun genervt zurück und schon betraten alle drei die Schule. Yamato erzählte noch ein wenig was er so erfahren konnte während sie gleich über die Stufen in den ersten Stock gingen. Vor der Klasse angekommen, öffnete Yamato schon die Klassentür als Maron am Ende des Ganges jemanden stehen sah.
„Geht schon mal rein. Ich komme sofort nach.“
„Wenn du noch auf die Toilette musst, beeil dich. Du weißt wie über pünktlich Fr. Palkaramao ist.“ ,gab Miyako zurück und verschwand schon in der Klasse.
Maron ging nun den Gang entlang und blieb vor einem Jungen stehen. Wer war das? Sein Blick war irgendwie so verloren und dennoch sah er so aus als würde er auf jemanden warten. Als sie vor ihm stehen blieb fragte sie: „Wer bist du?“
Kaum hatte sein Blick ihren erreicht spürte sie einen Stich in ihrem Herzen. Ein Stich der ihr irgendwie sagte dass sie es bereuen würde ihn angesprochen zu haben. Und dennoch verlor sie sich in seinen braunen Augen und konnte den Blick einfach nicht mehr abwenden. Am liebsten würde sie ihn berühren aber sie kannte ihn doch nicht und was würde er dann von ihr denken? Er lächelte nur.
„Wer … Wer bist du?“ ,wiederholte sie ihre Frage.
Plötzlich machte er einen Schritt auf sie zu, legte eine Hand an ihre Taille und fuhr gleich weiter auf ihren Rücken und drückte sie fest an sich. Maron hielt mit einer Hand den Gurt ihrer Umhängetasche fest und die andere legte sie reflexartig auf seine Brust. Was passierte hier gerade? War das alles nur ein Traum und sie würde gleich aufwachen oder war es wirklich real? Da kam er mit seinen Lippen immer näher zu ihren und schloss langsam seine Augen.
 
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