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Marshmallow Heaven

von Rosalie18
Kurzbeschreibung
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Div
30.01.2017
17.03.2021
58
88.324
12
Alle Kapitel
60 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
11.02.2017 1.411
 
Willkommen zu meinem Ersatzbeitrag zum Wichteln Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind von Amaineko.

Der OneShot ist ungebetat!

Liebe tears into wine,
ich hoffe mein Ersatzbeitrag gefällt dir und ich konnte dir eine Freude damit machen. Über Narzissa wollte ich eh schon mal etwas schreiben und daher hatte ich auch viel Spaß beim schreiben dieses OS. Zudem Pairing was ich genommen habe, wollte ich längst auch mal etwas schreiben. So habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.^^

Ich wünsche Dir und allen anderen, die ihn lesen werden viel Spaß!




The dark side of the moon


I watched the world float to the dark side of the moon; after all I knew, it had to be something to do with you


Narzissa wusste, dass sie viel zu spät dran war. Wie unvorsichtig, gerade in einer Vollmondnacht. Aber sie hatte einfach nicht auf die Uhr geachtet und so viel zu viel Zeit bei der Auswahl neuer Kleidung verbracht, aber die Ausbeute war super. Dennoch war ihr etwas mulmig zu Mute, als sie sich auf den Heimweg von Hogsmeade zurück nach Hogwarts machte. Die Geräusche nahm sie viel intensiver war, als das sonst der Fall war. Jedes  Knacken ließ sie zusammen fahren. Auch wenn sie eigentlich keine ängstliche Person war, empfand sie die Situation, in die sie selber gebracht hatte, als äußert befremdlich. Und so wünschte sich Narzissa, sie wäre schon in Hogwarts – in den sicheren Gemäuern. Ihr Gehirn begann sich die unterschiedlichsten Horrorfantasien vorzustellen und sie ängstiges noch mehr. Jeden Moment konnte jemand oder etwas aus den Büchen springen, sie verletzten oder gar töten. Oder noch schlimmer - vergewaltigen. Diese Vorstellung ließ ihr einen Schauer über den Rücken laufen. Wie von selbst beschleunigte sie ihre Schritte. Ihr Herz pochte heftig in ihrer Brust.

Wieso war sie nicht über ihren verdammten Schatten gesprungen und hatte sich mit James ausgesprochen und versöhnt? – Richtig, ihr verdammter Stolz hatte ihr wieder einmal im Weg gestanden. Eine Frau bleibt hart und wirft ihren Stolz niemals über den Weg, wenn sie sich im Recht sieht, drangen die Worte ihrer Großmutter in ihr Gedächtnis. So ein Schwachsinn. Was nutzte ihr ihr Stolz, wenn sie in ihrer Unvernunft nicht vor Einbruch der Nacht ins Schloss zurückgekehrt war? Rein gar nichts. Verflucht, dachte sie.

Ihr Streit war eigentlich wegen einer Lappalie gewesen. Narzissa hatte sich geärgert, dass er mal wieder zu spät, wegen seiner dilettantischen Freunde, zu ihrer Verabredung gekommen war. Sie hasste es zu warten. Immerhin war sie keine Frau, die man warten lassen sollte. Das hatte sie James auch spüren lassen und so hatte er sie auch heute nicht nach Hogsmeade begleitet, sondern war mit seinem Gefolge im Schluss geblieben. Sie wünschte, sie hätte nicht so ein Drama daraus gemacht und überreagiert. Das bereute Zissa gerade ziemlich heftig.

Nur noch gut fünfhundert Meter, dann würde sie die schützenden Ländereien von Hogwarts erreichen und sie war gerettet. Ein ungutes Gefühl beschlich sie. Die feinen Härchen in ihrem Nacken stellten sie auf und eine Gänsehaut breitete sich auf ihrem Körper aus. Angst wurde durch ihre Venen gepumpt. Noch einmal beschleunigte sie ihre Schritte. Sie umklammerte ihren Zauberstab und ging im Kopf alle wichtigen Zaubersprüche zur Verteidigung durch. Doch irgendwie herrschte in ihrem Kopf nur Leere. Sie konnte sich einfach nicht daran erinnern. Wenn jetzt ein Angriff erfolgen würde, wäre sie schutzlos und ihrem Angreifer ausgeliefert.

James, dachte sie sehnsüchtig. Sie wollte sich nur in seine Arme flüchten und seinen Schutz genießen.

Plötzlich hörte sie ein Knurren hinter sich. Panik ergriff sie. Narzissa wusste sofort, dass sie sich in großer Gefahr befand. Todesangst erfasste sie. Ihre Augen suchten in der Nacht nach dem Verursacher des Knurrens. Doch sie konnte nichts entdecken, dennoch wusste sie, dass etwas in ihrer Nähe war und sie beobachte. Im richtigen Moment würde das Wesen – mit größter Sicherheit ein Werwolf – zu schlagen. Von Kindheit an hätte sie Panik vor diesen Geschöpfen gehabt und war niemals in einer Vollmondnacht draußen gewesen – bis heute. Welch Ironie. Sollte ein Werwolf ihr Leben beenden? So wie es aussah, standen die Chancen sehr gut. Der Tod war aber die besser Alternativ, als sich selbst bei jedem Vollmond in eine dieser blutrünstigen Kreaturen zu verwandeln.  Ihr schönes Leben, wie sie kannte, wäre auf einen Schlag vorbei.

Ein erneutes Knurren durchfuhr die Nacht. Sie zuckte zusammen und erschauerte. Dann trat der Werwolf aus dem Schatten eines Baumes und blickte sie mit seinen kalten, glühenden Augen an. Er bleckte seine Zähne und fixierte sie. Narzissa erstarrte. Sie wusste, dass sie keine Chance, vielleicht eine einprozentige, hatte. Wenn überhaupt. Auch war ihr klar, dass sie mit größter Wahrscheinlichkeit nur eine Chance bekommen würde den Avada Kedavra  anzuwenden. Sie musste ihre Angst überwinden und auf der Hut sein. Der Werwolf knurrte und kam einen weiteren Schritt auf sie zu. Narzissa kämpfte den Drang wegzulaufen nieder. Das wäre das vollkommen falsche. Nein, sie musste stark sein. Ihre Gedanken waren ganz alleine bei James.

„Hallo schöne Frau“, grinste James und zwinkerte Narzissa zu, diese errötete. Sie ertappte sich schon länger dabei, dass immer öfter an ihn dachte und sich vorstellte, wie es wäre mit ihm zusammen zu sein. Ihre Eltern würden dieser Verbindung zwar nie zustimmen, aber das wäre ihr egal. „Ich würde gerne den Samstag mit dir verbringen. Ich habe an ein Picknick am See gedacht.“ Narzissas Herz machten einen Freudensprung und sie sagte natürlich zu.

Ihr erstes Date lag nun fast ein Jahr zurück und genau an bei diesem Picknick waren sie zusammen kommen. Sollte sie wirklich ihren ersten Jahrestag nicht mehr erleben? Sie wollte nicht sterben! Noch nicht. Sie war doch noch so jung und das Leben lag noch vor ihr.

Nur noch einen Schritt war der Werwolf von ihr entfernt. Jetzt oder nie, dachte sie, zückte ihren Zauberstab und richtete ihn auf die Kreatur. „Avada Kedavra“, rief sie, doch der Werwolf war schneller, sprang zur Seite und im nächsten Moment griff er sie an. Als sie nun zur Seite hechtete, verlor sie ihren Zauberstab. Ein furchterregendes Knurren erfolgte und zeigte Narzissa, dass er nun Ernst machen würde. Sie schloss mit ihrem Leben ab. Sollte sie wiedererwartend überleben, würde sie vor ihren Eltern und aller Welt zu James stehen. Egal was ihre Familie dazu sagte und etwaige Konsequenzen waren ihr egal. Sie liebte James Potter und wollte ihr Leben mit ihm verbringen.  

„Ich liebe dich, James“, flüsterte sie und schloss ihre Augen und mit ihrem Leben in diesem Moment ab. Ihr Herz rastete. Gleich würde es vorbei sein. Ihr Leben hatte sie auf Grund ihres eigenen Fehlers verwirkt. „James…“

Avada Kedavra“, hallte es plötzlich durch die Nacht. Sie erkannte die Stimme. James. Narzissa öffnete ihre Augen und da stand er – ihr Held. Er hatte sie gerettet. Sie löste sich auf ihrer Starre, lief auf ihn zu und warf sich in seine Arme. James hielt sie ganz fest in seinen Armen, streichelte ihr beruhigend über den Rücken und flüsterte sanfte Worte.

„Ich hatte wahnsinnige Angst um dich, als du bei Anbruch der Dunkelheit noch nicht im Schloss warst, Zissa. Jage mir niemals wieder solche eine Angst ein“, sagte er mit brüchiger Stimme.

„Es tut mir leid, auch unser Streit. Ich habe die Zeit verbummelt, ich weiß wie dumm das von mir war… Ich hatte schon mit meinem Leben abgeschlossen…“, wisperte sie. James löste sich soweit aus der Umarmung, dass er ihr in die Augen sehen konnte. „Woher wusstest du, dass ich in Gefahr bin?“

Er drückte ihr einen Kuss auf die Lippen. „Ich hatte plötzlich ein ungutes Gefühl und habe gespürt, dass du in Gefahr bist“, beantwortete er ihre Frage.

„Ich liebe dich, James.“

„Ich liebe dich auch, Zissa. Komm lass uns gehen.“ Nichts lieber wollte Narzissa. Aber einen kleinen sanften Kuss stahl sie sich noch und dann gingen sie Hand in Hand zurück ins schützende Schloss.


E N D E


***



User:  tears into wine
Wunschtierwesen: Werwolf
Ersatzwunschtierwesen:   Zentaur oder Wassermenschen
Protagonist: Narzissa Black(/Malfoy)
Ersatzprotagonist: Sirius Black
Setting: am liebsten in der Rumtreiberzeit; ansonsten auch gerne ein anderer Zeitpunkt in Verbindung mit der Todesser-Sache
Prompt:  I watched the world float to the dark side of the moon; after all I knew, it had to be something to do with you.
Ersatzprompt: 5 einzubauende Stichworte – Arroganz, Versuchung, spielerisch, Nähe, Furcht
Maximales Rating: Egal, ich bin jedenfalls ü18 und für alles offen.
Sonstiges: Bitte verschont mich weitestgehend mit Bellatrix x Rodolphus und Narzissa x Lucius. Andere Pairings sind gern gesehen, sowohl Slash als auch Femslash als auch Het, es darf aber auch ohne Pairing sein. :)
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