Days of Doom

von Sarina
GeschichteAllgemein / P16 Slash
Clark Kent Cloe Sullivan Lex Luthor Lionel Luthor Lois Lane Martha Kent
29.01.2017
31.10.2019
48
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4
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Heute ist es nun also soweit! Voller Stolz poste ich meine Story "Days of Doom". Hierbei handelt es sich um die Fortsetzung meiner Story "Until Explosion". Wer diese FF nicht gelesen hat, kann "Days of Doom" unbesorgt mitverfolgen. Die Ereignisse werden aufgegriffen und man muss sie nicht gelesen haben!

"Days of Doom" trug lange Zeit den Arbeitstitel "After Explosion". Das nur kurz als Info. Ich habe mir sehr lange Gedanken gemacht, bis ich dann einen passenden Titel gefunden hatte und mit diesem zu 100 % zufrieden war!

Ich bin sehr froh, mich an die Fortsetzung gewagt zu haben. Anfangs konnte ich mir nicht so recht vorstellen, wie ich meine Ideen passend umsetzen sollte.
Die Story ist noch nicht fertig und somit immer noch im Entstehen. Allerdings ist sie ordentlich angewachsen. Im Moment sind knapp über 80 Seiten zusammen gekommen und es werden auf jeden Fall noch mehr werden.
Ich hoffe, ihr habt Lust und bringt auch ein wenig Ausdauer mit. Was ihr außerdem braucht, sind neben Taschentüchern (ihr werdet lachen und vielleicht auch weinen), starke Nerven!

Für diese Story gelten folgende Vorgaben, an welche ich mich gehalten habe: prickelnd und actionreich.
Zudem kommen diese 6 Wörter darin vor: Haaransatz, Wolkenbruch, Einbaumöbel, Kursteilnehmer, Kirschblüte und Daumennagel.
An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei drei treuen und tollen Lesern bedanken, welche diese Wörter festgelegt haben: Anna, Ursula und Esther!
Dank euch und euren überaus kreativen Wortvorgaben, habe ich "Days of Doom" noch ein wenig mehr "aufpeppen" können. ;)

Jetzt wird es Zeit für das erste Kapitel! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!
Ach ja: wer Rechtschreibfehler findet, darf sie wie immer, behalten! ;)


Wettlauf gegen die Zeit

Der junge Mann hatte das Gefühl, schon stundenlang unterwegs zu sein. Die anfängliche Euphorie und das Jagdfieber, welche in ihm gewesen und ihn angetrieben hatten, waren längst verschwunden. Nun war die Ungeduld sein ständiger Begleiter, denn er konnte es nicht abwarten, endlich sein Ziel zu erreichen. Ihm war von vorneherein klar gewesen, dass er nicht sofort mit der Nase auf den Zielort stoßen würde. Doch sein jugendlicher Enthusiasmus hatte ihn angetrieben und ihn jegliche Bedenken zur Seite schieben lassen.
Deshalb war er ein wenig unvorbereitet aufgebrochen. Einzig seine Kleidung entsprach einigermaßen den Gegebenheiten. Daran Ausrüstungsgegenstände mitzunehmen, hatte er jedoch nicht gedacht.
Im Nachhinein schalt er sich für seine Unvorsichtigkeit. Er hätte sein Vorhaben viel besser und gründlicher planen müssen, statt sich auf die erstbeste Spur zu stürzen und dieser nachzugehen. Das sah er jetzt ein. Allerdings war ihm der Hinweis als so vielversprechend erschienen, dass er darüber alles vergessen hatte.
Er stieß ein leises Seufzen aus. Er hoffte nur, dass sein Vorgesetzter niemals erfahren würde, wie blauäugig er sich verhalten hatte. Denn wenn sein Verhalten bekannt wurde, konnte er sich des Gespötts seiner Kollegen sicher sein.
Ein zweiter Seufzer folgte dem ersten. Unschlüssig geworden, musterte er seine Umgebung. Wenn er jetzt umkehrte und alles auf sich beruhen ließ, würde niemand von der Angelegenheit erfahren. Er hatte niemanden ins Vertrauen gezogen, damit ihm keiner der anderen zuvorkommen konnte. Sein letztes Mitwirken bei einer wichtigen Angelegenheit, hatte ihm nicht nur ein höheres Ansehen, sondern auch einen zusätzlichen Bonus beschert. Eine Beförderung stand ihm kurz bevor und er hatte vor, auf der Karriereleiter noch schneller voranzukommen, als alle anderen.
Einzig der Gedanke, ob sein Informant die Informationen nicht noch mit jemand geteilt hatte, zügelte seinen Enthusiasmus ein wenig. Der Kerl war zwar ein bisschen zwielichtig, hatte sich bislang jedoch ihm gegenüber immer loyal verhalten. Wenn er aber erkannt hatte, was für eine gewichtige Information er hatte, konnte er auf die Idee gekommen sein, sie noch jemandem zukommen zu lassen.
Dieses Wissen bestärkte den jungen Mann in seinem Vorhaben, jetzt nicht aufzugeben.
Seinem Gefühl nach, war er auf der richtigen Spur. Er musste sein Ziel nur noch ausfindig machen.

Aufmerksam ließ er seinen Blick von einem Baum zum anderen wandern. Seine unmittelbare Umgebung gab ihm jedoch nicht den geringsten Hinweis, in welche Richtung er sich wenden musste.
Seufzend ergab er sich schließlich seinem Schicksal und ging einfach darauf los. Da er ohnehin die Orientierung verloren hatte, war ein Weg so gut wie der andere. Er hätte ohnehin nicht sagen können, ob er sich dem Ziel näherte oder nur erneut im Kreis lief. Er war nun mal kein Naturfreund, sondern in der Großstadt groß geworden. Dort kannte er sich aus. Das war sein Metier. Hier draußen kam er sich klein und verloren vor.
Leise ächzend zwängte er sich durch ein Gestrüpp, welches den kaum sichtbaren Trampelpfad, welchen er am Boden auszumachen glaubte, versperrte. Ob dies wirklich der richtige Weg sein konnte? Zweifelnd suchte er den mit Moos bewachsenen Boden nach irgendwelchen Spuren ab. Erkennen konnte er nicht viel, denn obwohl die Sonne hoch am Himmel stand, drangen ihre Strahlen nur mühsam, durch die dicht bewachsenen Baumkronen. Hier unten bei den Wurzeln kam nicht mehr viel von dem Licht an.
Der junge Mann war schon mehr als einmal, über eine der zahlreichen Wurzeln gestolpert. Das war jedoch nur eine der Unannehmlichkeiten, denen er sich in dieser Umgebung ausgesetzt sah.
Mehr als einmal hatte sich seine Kleidung in den Ästen eines Dickichts verfangen und es war ihm nur mit Mühe gelungen, sich daraus zu befreien.
Bei einer dieser Aktionen hatte er auch seine Armbanduhr verloren. Das hatte er allerdings erst einige Zeit später bemerkt. An und für sich spielte es auch keine große Rolle, ob er die genaue Uhrzeit kannte, oder nicht.
Erfahrene Scouts hätten unzweifelhaft am Stand der Sonne ablesen können, wie spät es war. Da er in diesen Dingen nicht bewandert war, hatte er den Verlust achselzuckend abgetan. Dieser Tag hatte ihm bereits so viel abverlangt, dass er sich darüber nicht mehr aufregen konnte.
Nach wie vor war es ihm wichtig, sein Ziel endlich ausfindig zu machen. Er war fest davon überzeugt, dass sich die bis dahin erlebten Strapazen, lohnen würden.
Doch je mehr Zeit verstrich, umso mehr wuchs in ihm die Befürchtung, dass er die Nacht wohl im Wald würde verbringen müssen. Nach wie vor schien er seinem Ziel keinen Schritt näher gekommen zu sein. Der Wald verbarg das Objekt seiner Begierde gut vor ihm und langsam begannen erste Zweifel in dem jungen Mann wach zu werden. Denn je länger er sich an diesem Ort aufhielt, desto wahrscheinlicher erschien es ihm, dass er hier nicht fündig werden würde.

Knackend zerbrach ein Ast unter seinem Fuß. Das Geräusch mutete fast laut an, in dieser sonst so stillen und friedlichen Umgebung. Einzig der Gesang von Vögeln, hatte seinen Weg durch den Wald begleitet.
Er blickte kurz auf, nur um im nächsten Moment wie erstarrt stehen zu bleiben. Fassungslos starrte er zwischen den Baumstämmen hindurch und auf das Gebäude, welches in unmittelbarer Nähe zu erkennen war. Ein paar Sekunden lang glaubte er, seine Augen würden ihm einen Streich spielen und ihm das herbeigesehnte Objekt nur vorgaukeln.
Schnell zwinkerte er ein paar Mal und richtete dann seinen Blick nach vorne. Ein Strahlen zeigte sich auf seinem Gesicht, als das Gebäude nach wie vor zu erkennen war. Er hatte sich also nicht getäuscht!
Freude durchströmte ihn und er musste sehr an sich halten, um nicht lauthals zu jubeln. Seinen Blick fest auf sein Ziel gerichtet, bewegte er sich wie in Trance auf dieses zu. Je näher er kam, umso mehr Details wurden von dem Gebäude sichtbar. Das Mauerwerk war fast vollständig von Efeu bewachsen. Nur an wenigen Stellen schimmerte die Fassade durch.
Ihm war klar, dass er großes Glück gehabt hatte, auf das Bauwerk aufmerksam geworden zu sein. So versteckt wie es in diesem Waldstück lag, mochte das nicht vielen vor ihm gelungen sein. Dem Besitzer war offensichtlich nicht daran gelegen, Besuch zu erhalten und wenn, dann nur von Personen, die eine genaue Wegbeschreibung erhalten haben. Somit grenzte es an ein Wunder, dass er es tatsächlich entdeckt hatte.

„Erwischt!“

Erst als die Stimme hinter ihm erklang, schoss ihm der Gedanke durch den Kopf, dass er sich dem Ziel zu vorschnell genähert hatte. Es mochte zwar wenig wahrscheinlich sein, dass sich Leute hierher verirrten und auf das Gebäude stießen. Doch die Möglichkeit bestand natürlich. Völlig gedankenlos hatte er übersehen, dass auf dem Gelände Sicherheitseinrichtungen installiert waren, die einen stillen Alarm auslösten.
Der junge Mann zuckte erschrocken zusammen. Automatisch drehte sein Körper sich, um sich der hinter ihm stehenden Person, zuzuwenden.
Seine Bewegung erfolgte für die andere Person wohl zu überraschend. Denn er bekam gerade noch mit, dass diese eine Pistole in Händen hielt, dessen Lauf auf ihn gerichtet war. Im nächsten Augenblick erklang ein lauter Knall. Ein stechender Schmerz durchzuckte ihn, als die Kugel in seinen Körper einschlug.

***

Jonathan Kent saß am Küchentisch und hielt eine aufgeschlagene Zeitung in Händen. Doch statt sich mit den Artikeln zu beschäftigen, blickte er mit leichter Belustigung, seit geraumer Zeit zu seiner Frau. Diese stand nur wenige Schritte entfernt in der Küche, vor sich eine gut befüllte Schüssel auf der Arbeitsfläche. Statt wie sonst üblich, die Zutaten miteinander zu vermengen, sah Martha zum Fenster hinaus. Hin und wieder wanderte ihr Blick auch zur Uhr hin, wenngleich jedes Mal erst wenige Minuten verstrichen waren.
„Die Kekse backen sich nicht von alleine.“, konnte sich Jonathan eine Bemerkung schließlich nicht mehr verkneifen.
Das Mittagessen lag noch nicht lange zurück und er wusste, dass die Kekse für den Nachmittagstee gedacht waren. Aber wenn das so weiter ging, würde es das Gebäck erst als Nachtisch zum Abendessen geben.
„In der Dose sind noch Kekse.“, lautete Marthas, leicht geistesabwesende, Antwort.
Auf Jonathans Gesicht zeichnete sich Verblüffung ab, welche jedoch schnell Verständnis wich. Er war lange genug mit Martha verheiratet, um zu verstehen, was in ihr vorging. Im Moment war sie ein wenig angespannt, da sie sich Sorgen machte.
Jonathan erhob sich von seinem Platz, ging die wenigen Schritte und kam hinter Martha zum Stehen. Behutsam, um sie nicht zu erschrecken, legte er seiner Frau die Arme auf die Schultern. Mit einem leisen Seufzen lehnte Martha sich zurück und an ihren Mann an.
„Müsste sie nicht längst zurück sein?“, stellte sie die Frage, die ihr auf der Seele lastete.
Unwillkürlich wanderte Jonathans Blick zur Standuhr hinüber und überprüfte nun selbst die Zeit. Einige Stunden waren bereits verstrichen und insgeheim gab er Martha Recht, dass sie sich um den Verbleib ihres Gastes sorgte. Offen zugeben konnte er dies aber nicht, denn das hätte nur dazu geführt, dass sich Marthas Besorgnis noch verstärkte.
„Sie wird die Zeit einfach vergessen haben!“, vermutete er. Leider klang seine Stimme nicht so sicher, wie er gerne gewesen wäre. Denn ganz konnte er Marthas Bedenken nicht von der Hand weisen.
„Ich könnte Clark anrufen.“, meinte Martha, die schon länger mit dem Gedanken spielte. Entweder verfügten Clark und Lex über mehr Informationen und wenn nicht, dann konnte entweder Clark den Aufenthaltsort schnell ausfindig machen oder Lex Erkundigungen einholen.
„Erinnerst du dich noch, als wir jung waren? Da waren wir so ineinander verliebt, dass wir auch nur noch für einander Augen hatten und alles andere um uns herum vergessen haben!“, rief Jonathan Martha die Zeit, in welcher sie noch nicht lange zusammen gewesen waren, ins Gedächtnis zurück.

Zufrieden nahm er wahr, wie sich der Körper seiner Frau deutlich zu entspannen begann.
„Damals hast du mein Herz im Sturm erobert!“, wusste Martha zu berichten, während sich auf ihrem Gesicht eine Weichheit zeigte, die sie um Jahre jünger wirken ließ.
„Das musste ich, damit dich mir keiner wegschnappt!“, gab Jonathan offen zu. Damals hatten sie an der Uni von Metropolis denselben Kurs belegt und unter all den anderen Kursteilnehmern, war sie ihm sofort aufgefallen. Martha hatte ihn von Anfang an fasziniert und ihm war schnell klar geworden, dass nur sie für ihn in Frage kam.
Stolz blickte er auf sie hinunter und drückte ihr dann spontan einen Kuss auf den Scheitel. Er liebte Martha so wie sie war und war froh, sie an seiner Seite zu wissen.
Martha löste sich sanft von ihrem Mann, um sich zu ihm umdrehen zu können. Ihr Gesicht wirkte entspannt und glücklich, was Jonathan verriet, dass es ihm gelungen war, sie von ihren Sorgen abzulenken.
Ein schelmischer Ausdruck zeigte sich auf Jonathans Gesicht, als ihm in diesen Moment eine Idee kam. Er brachte seinen Kopf ganz nahe an Marthas Ohr heran, um ihr dann leise Worte zuzuraunen.
Marthas Wangen überzog eine sanfte Röte und ein Funkeln zeigte sich in ihren Augen.
„Jonathan Kent, du bist ja nach wie vor ein schlimmer Junge!“, brachte sie ein wenig atemlos hervor.
Jonathan kommentierte die Aussage seiner Frau nonverbal, mit einem frechen Grinsen. Wenn sie schon einmal sturmfreie Bude hatten, dann konnten sie diese Zeit auch nutzen. Er würde schon dafür sorgen, dass Martha in den nächsten Minuten ausreichend abgelenkt war und nicht dazu kam, sich weiterhin Sorgen zu machen.
Auch wenn sein Vorschlag überraschend gekommen war, er konnte ihr deutlich ansehen, dass sie der Idee gegenüber nicht abgeneigt war. Auch wenn es ihm schwerfiel, übte er sich in Geduld, da er Martha nicht bedrängen wollte.
Das Lächeln auf seinem Gesicht vertiefte sich, als Martha sich im nächsten Moment einen Ruck gab. Ihre Finger streckten sich nach seinem Hemd aus, um daran den ersten Knopf zu öffnen. Jonathan hielt still, wenngleich er sich am liebsten vor lauter Ungeduld das Hemd vom Leib gerissen hätte. Doch dann war es endlich geschafft und mit dem geöffneten Hemd fielen auch alle Hemmungen von ihnen ab. Beide gaben sich einander und ihrer Leidenschaft hin.
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