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Tree of Time

KurzgeschichteDrama, Familie / P12 / Gen
Handy Hefti Papa Schlumpf Schlumpfine
28.01.2017
28.01.2017
5
6.015
 
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28.01.2017 936
 
„Wo bleibt er denn?“ fragte Schlaubi ungeduldig und sah abwartend auf Papa Schlumpfs Haus, in dem Hefty vor zehn Minuten verschwunden war. Die anderen zuckten nur mit den Schultern.
„Wahrscheinlich noch aufräumen, es hat immerhin ziemlich gescheppert.“ meinte Beauty teilnahmslos und betrachtete sich eitel in seinem heiligen Spiegel. Schlumpfine verstand die Jungs nicht und konnte nicht mehr ewig hier rumstehen, sie beschloss Hefty helfen zu gehen, wird ja wohl nicht alles kaputt sein. Als sie gerade los gehen wollte, hielt Schlaubi sie zurück.
„Was denn Schlaubi!?“ begegnete sie ihm leicht genervt.
Schlaubi sagte nichts, er zeigte nur auf Papa Schlumpf, der gerade aus dem Wald kam und auf dem Weg zu seinem Haus war. Er wollte für ein paar Stunden zu Homnibus, aber waren die Stunden echt schon rum? Schlumpfine erschrak leicht und reagierte sofort. Sie lief auf ihn zu und rief lautstark seinen Namen mit der Hoffnung, dass Hefty es womöglich hören würde, doch dieser war in Gedanken vertieft. Die anderen Schlümpfe waren zuerst noch gelähmt von der stürmischen Reaktion von Schlumpfine, doch nach einigen Sekunden liefen sie ihr hinterher. Papa Schlumpf, der gerade so überfallen wurde, winkte seinen kleinen Schlümpfen zu.
„Schlumpfine! Schön wieder Zuhause zu sein!“ sagte er freudestrahlend.
„Wir haben dich schon vermisst!“ entgegnete sie.
„Ja, da hat sie Recht!“ kam es zustimmend von Handy.
„Toll, dass du wieder hier bist, Papa Schlumpf.“ meinte dann auch Clumsy und die anderen Schlümpfe nickten hektisch und strahlten verkrampft bis über die Ohren.
Sie hatten sich um ihn versammelt, dass er auch gar nicht weiterlaufen konnte.
Er sah seine Schlümpfe misstrauisch an.
„Was habt ihr angestellt?“ fragte er.
„Wie angestellt..wir? Wir haben nur Volleyball gespielt und wir waren gerade am gewinnen als Handy den Ball ausversehen in dein-“
„Also was Schlaubi eigentlich sagen wollte..,“ unterbrach Schlumpfine ihn und er erntete von den anderen böse Blicke, wobei er ihnen nur entschuldigend zulächelte, „..Handy kann den Ball gut in das gegnerische Feld schlagen.“ dachte sie sich schnell aus, was aber auch nicht gelogen war.
Papa Schlumpf war das Versteckspiel langsam leid und versuchte in Richtung Haus zu gelangen.
Die anderen Schlümpfe sahen sich alarmiert an und versuchten ihn irgendwie aufzuhalten. Er hörte nicht hin, er war müde und wollte diese Spielerei ein für alle mal aufklären und sich dann gemütlich in sein Bett legen und ein Nickerchen machen.
„Warte Papa Schlumpf!“
„Wie war es denn bei Homnibus?“
„Ja, wie geht es ihm denn?“
„Willst du dir mal meine Steinsammlung ansehen?“
Alle starrten Clumsy ungläubig an.
„Was denn?“ fragte er unschuldig.
Die Schlümpfe ignorierten ihn und hielten die Luft an als sie sahen, dass Papa Schlumpf gerade ins Haus ging. Er erwartete das komplette Chaos, doch war überrascht als er Hefty sah.
„Hefty, was machst du denn hier?“ fragte er irritiert.
Hefty, der genauso überrascht war Papa Schlumpf zu sehen, ließ vor Schreck das Fotoalbum fallen und als Papa Schlumpf es identifizierte lief es ihm kalt den Rücken herunter.
Schnell griff er sich das Album und sah ihn eindringlich an. Hefty wusste nicht was gerade geschah und schaute ihn noch immer mit weit geöffneten Augen an.
„Wie viel hast du gesehen!?“ drang er ihn. Hefty war jetzt noch verwirrter als vorher, was geht hier ab?
„Ähm..ich, also..“ stotterte er vor sich hin.
„Hefty Schlumpf! Sag mir wie viel du gesehen hast!“ forderte er ihn lautstark auf und verzog dabei keine einzige Mine. Es konnte einem Angst einjagen, er hatte ihn noch nie so gesehen.
„Nicht viel! Nur die ersten paar Seiten!“ verteidigte er sich und hob abwehrend seine Hände.
Papa Schlumpf sagte nichts. Er sah auf das Album und dann wieder zu Hefty. Diesmal war sein Blick weicher, er dachte nach, aber Hefty wusste noch immer nicht, was das alles zu bedeuten hatte und wieso ist es so schlimm, dass er das Fotoalbum gesehen hatte? Langsam wandte sich Papa Schlumpf von ihm ab und legte das Album auf seinen Tisch.
Natürlich ließ es sich Hefty nicht nehmen nachzufragen, schließlich gehörte Angst nicht in seine Gefühlsschublade, überlegt handeln allerdings auch nicht.
„Wer war die Frau auf den Fotos?“ fragte er neugierig.
Papa Schlumpf lief es wiedermal kalt den Rücken herunter auf diese Frage. Er antworte nicht und lief Richtung Bett.
„Ich bin müde Hefty, schließt du bitte die Tür hinter dir?“ brachte er noch hinaus.
Und nun war der Punkt an dem Hefty so verwirrt war, wie er es noch nie war. Was sollte das alles?
Mit einem Kopf voller Fragen sah er ihn noch einmal an und ging dann hinaus, wo die anderen Schlümpfe auf ihn warteten.
„Hefty! War Papa Schlumpf sehr sauer?“
„Was hast du so lange gemacht?“
„Erzähl schon!“
Hefty, völlig überfordert musste sich erst mal sammeln.  
„Ganz ruhig, eins nach dem anderen.“ versuchte er seine Freunde zu beruhigen.
Nun waren alle still und warteten auf seine Antwort.
Er hatte sich entschieden ihnen erst einmal nichts davon zu erzählen und tischte ihnen irgendeine Lüge auf. Sie glaubten ihm, was sollten sie auch anderes tun? Das Interesse verlor sich auch schnell und sie gingen wieder ihren Aufgaben nach. Nur zwei Schlümpfe standen noch abwartend vor ihm und fragten sich, wann er denn mit der Wahrheit rausrücken würde.
„Was?“ fragte Hefty an die beiden gerichtet und lief an ihnen vorbei.
„Es ist ja okay, wenn du es den anderen nicht sagen willst, aber uns? Komm schon Hefty!“ hielt Handy seinen besten Freund auf. Schlumpfine stellte sich neben ihn und schaute ihn eindringlich an. Hefty rollte die Augen und atmete aus.
„Na schön, aber nicht hier.“ befahl er und die beiden nickten synchron. Er ging voran in Richtung seines Hauses und sie folgten ihm.
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