Gelandet in der Welt der Pokémon

von -Mizuki
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
27.01.2017
30.06.2019
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Nourvaria City

Die beiden hatten mittlerweile das Pokémoncenter verlassen und mit voller Erstaunen saß Tsuyu bei dem Springbrunnen des kleinen Städtchens. Vorsichtig legte sie ihre Hand ins kühle Nass, was ihr sehr gut tat, da es in dieser Welt wohl gerade Hochsommer war, da es sehr heiß war.
„Du scheinst es wohl mit dem Wasser zu haben, was?“, stellte Serena fest und lächelte.
„Schon möglich.“, meinte Tsuyu nur schulterzuckend.
„Wieso bist du eigentlich so ungewöhnlich gekleidet?“, wollte die Braunhaarige von diesem Froschmädchen wissen.
Tsuyu sah ihr Gegenüber eine Weile lang an. Immerhin hatte sie ihre Heldenkleidung an, da sie gerade im Training steckte, kurz bevor sie hier landete. Ihr langärmliges Oberteil war in grün gehalten, das links und rechts je einen schwarzen-gelben Streifen durchzog. Ein wenig erinnerte das Oberteil auch an einen Strampler, da dieses bis zu den Oberschenkeln reichte. Darunter hatte sie noch eine enge und lange schwarze Hose, die mit zwei gelben je Bein überzogen war und ihre ‚Schuhe‘ erinnerten eher an die Schwimmfüße eines Frosches. Noch dazu trug sie beigefarbene Handschuhe und einen gleichfarbigen Gürtel.
„Ähm, ich war gerade im Training bevor ich hier landete.“, erklärte die Dunkelhaarige und hielt sich den Finger nachdenklich vor dem Mund, was ein ungewöhnlicher Tick von ihr war, genauso, wie ihre auffallende Haltung, die meist eher ‚bucklig‘ war und ihre Hände auch meist Kaninchenartig vor sich hielt.
„Kein Wunder, dass dir in dem langen Zeug hier warm wird. Immerhin haben wir 33 Grad und sind mitten im Sommer.“
„Ja, stimmt schon irgend-“ Tsuyu unterbrach sich selbst, als sie auf einmal von der Braunhaarigen mitgezerrt wurde. „Was hast du nun vor?“
„Wir werden zu der Boutique in Nouvaria City gehen.“, antwortete Serena.
„Und da lauft ihr immer von Ort zu Ort? Ganz ohne Auto und so?“, wollte Tsuyu wissen.
„Als Trainer schon, ja. Außerdem geht der Weg sogar wieder durch den Nourvaria-Wald.“
„Schon wieder durch diesen verwirrenden Wald?“, fragte Tsuyu verwirrt.
„Keine Sorge, ich kenn mich aus.“, lächelte die Braunhaarige gelassen.
„Und für paar Kleidungsstücke muss man echt erstmal durch einen Wald rennen?“, seufzte das Mädchen.
„Aquarellia ist ja auch nur eine sehr kleine Stadt, wie du gesehen hast, außerdem wäre ich sowieso gerne mit dir nach Nourvaria City gegangen, um dir die Stadt zu zeigen.“
„Wieso sind wir dann da nicht gleich hin?“
„Naja, wenn wir an Aquarellia näher dran waren?“, grinste Serena.
„Verstehe schon.“, gab die junge Asui letztendlich nach.

Als sie mitten im Wald waren, bemerkten sie dort einige Pokémon die hier herumstreunten, meist waren es Pokémon, die auch zu der Gegend passten. Da fragte sich Tsuyu, was ein Froschpokémon im Wald zu suchen hatte, woraufhin sie auch Serena darauf ansprach.
„Das war dann wohl eher Zufall, zudem Starterpokémon erst recht seltener einfach so herumrennen.“, erklärte das junge Mädchen.
„Verstehe.“, antwortete Tsuyu knapp.
Nicht nur Pokémon bemerkten die beiden Mädchen, sondern auch ein paar Trainer, wo einer von ihnen auf die beiden zukamen, kurz bevor sie am anderen Ende des Waldes ankamen.
„Lust auf einen Kampf?“, fragte der Schwarzhaarige.
„Gerade nicht, ich such mit meiner neuen Freundin nach neuer Kleidung, darum sind wir gerade auf dem Weg, bevor sie mir noch einen Hitzeschlag bekommt.“, lehnte Serena freundlich ab.
„Ach so, dann vielleicht ein anderes Mal.“, lächelte der Junge freundlich und ließ die zwei Mädchen weiterziehen.
Als sie den Wald verließen, gelangen sie auf Route 3, wo sie auch an einen kleinen Weiher vorbeiliefen. Daraufhin machte Pedro einen kleinen Satz und sprang in das Wasser hinein und zog Tsuyu mithilfe seiner langen Zunge mit hinein. Jedoch klammerte sich die schwarzgrünhaarige reflexartige an Serena, weshalb sie das Mädchen mit sich zog und letztendlich beide im Wasser landeten.
Die beiden sahen sich an, was Serena zum Lachen brachte, Tsuyu dagegen sah ihr Gegenüber nur verwirrt an.
„Oh man, du verhältst dich echt gleichgültig, wie machst du denn das?“, wollte Serena von ihr wissen.
„Weiß nicht?“, antwortete sie.
Pedro starrte die beiden an und sprang wieder aus dem Wasser. Am Ufer wartete der Kleine auf die Mädchen, die auch wieder aus dem Wasser kletterten und nun patschnass war, was aber Tsuyu sogar eher erleichterte, dass sie eine kleine Erfrischung bekam.
Auf einmal erschrak Tsuyu, als etwas auf ihrem Kopf landete.
„Taubsi.“, ertönte es auf ihren Kopf.
Serena fing an zu grinsen. „Es ist nur ein Flugpokémon namens Taubsi.“
„Verstehe.“, sagte die Schwarzgrünhaarige leise und bemerkte, wie der Vogel wieder davonflog, wodurch sie dieses Wesen auch zu Gesicht bekam.
„Wir sollten weiter.“
„Ja, du hast recht.“, meinte Asui.

Nach einer Weile kamen die Mädchen in der Stadt namens Nourvaria City an, worüber Tsuyu sehr froh war, dass sie endlich ihren Zielort erreichten. Trotz, dass Serena ein normales Menschenmädchen war, hatte sie unglaublich viel Power und Ausdauer und das obwohl es so heiß war. Aber Hitze war noch nie wirklich Tsuyus Stärke, da war ihr das kühle Nass allemal lieber.
Sofort nahm Serena ihre neugewonnene Freundin mit in die Boutique der Stadt und sah sich mit ihr nach Klamotten um. Doch Tsuyu interessierte sich kaum dafür, was Serena ziemlich wunderte.
„Hey, du bist doch ein Mädchen.“, meinte Serena zu ihr.
„Schon, aber meist trage ich nur meine Heldenkleidung und meine Schuluniform und nach dem Schulunterricht habe ich meine Jogginghose und mein T-Shirt und das reicht mir, Mode sah ich noch nie als sonderlich wichtig.“
„Du bist echt ungewöhnlich. Du hast eine sehr außergewöhnliche Haltung und läufst sogar so herum, ich frage mich wirklich, wer du genau bist.“, sagte Serena neugierig.
„Das hast du noch nicht gemerkt?“, fragte Tsuyu.
„Naja, ich weiß nur, dass du scheinbar irgendwelche Fähigkeiten hast, aber was für welche, das habe ich irgendwie noch nicht rausgefunden.“
„Ich schätze, das wirst du noch früh genug merken, so unauffällig ist das gar nicht.“
„Verstehe.“ Serena wandte sich wieder den Kleidungsstücken im Laden zu und suchte ein paar Teile für Tsuyu heraus und gab ihr diese auch zum Anprobieren, was nicht gerade wenig war.
„Das alles muss ich etwa mal anprobieren?“, wollte sie von der Braunhaarigen wissen, dessen Haare nicht mal ganz zur Schulter reichten.
Allgemein war sie recht mädchenhaft angezogen. Einen roten Hut, mit schwarzem Band, ein rosafarbenes und einfaches Kleid mit einer Schleife am Schlüsselbein, dazu eine rote kurzärmlige Weste, die bis über den Hintern reichte. Dann noch diese schwarzen Kniestrümpfe. Tsuyu fragte sich, ob ihr mit diesen nicht zu warm war, jedoch war sie wenigstens luftiger gekleidet, als sie selbst.

„Genau das ist es!“, meinte Serena, als Tsuyu mittlerweile das sechste Stück anprobiert hatte.
Die Blauäugige schob Tsuyu vor einem Spiegel, damit sie sich selbst sah.
Nun trug die junge Asui ein freundlich gelbes Top und eine kurze dunkelblaue Hose. Da sie keine offenen Schuhe wollte, hatte sich Serena für sie einfache weiße Turnschuhe ausgesucht, da die hellen Farben allgemein sehr gut zu der momentanen Jahreszeit passten und sie auch nicht so sehr die Hitze anzogen.
„Wie gefällt’s dir?“, wollte sie von dem Froschmädchen wissen.
„Ähm… weiß nicht?“ Tsuyu wusste nicht, was sie davon halten sollte, da sie sich eigentlich nie sonderlich dafür interessierte, weshalb sie sich auch mit dieser Kleidung zufriedengab. „Aber darin ist mir wenigstens nicht mehr so heiß.“
„Dann ist es gut.“ Serena holte noch schnell einen Rucksack, worin Tsuyu ihre andere Kleidung verstauen konnte. Daraufhin zahlte sie die Sachen.
„Ähm… warum überlässt du mir nicht die Zahlung?“
„Du wirst wohl kaum die Währung haben, wie wir sie haben.“, grinste die Braunhaarige.
„Stimmt schon…, dann lass ich mir etwas anderes einfallen, wie ich deine Hilfe und so wieder gut mache… danke“
„Ach, keine Ursache, mache ich doch gerne.“, lächelte Serena und ehe die zwei den Laden verließen, verabschiedete sie sich noch von der Verkäuferin.
Kaum waren sie draußen angekommen, rannte ein rothaariger junger Mann, der auch komplett rot gekleidet war, in Tsuyu hinein, woraufhin er sie anstarrte. Jedoch konnte sie seine Augen kaum bis gar nicht erkennen, da seine rote Sonnenbrille diese ziemlich gut verdeckte.
„Aus dem Weg!“, schrie der Mann genervt.
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Tsuyu: http://www.siliconera.com/wordpress/wp-content/uploads/2016/04/20160418_024334_thumb.png
Serena: http://www.drodd.com/images15/pokemon-serena11.jpg
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