Regard

von Makeyon
KurzgeschichteHumor, Romanze / P18 Slash
Mahiru Shirota Sleepy Ash / Kuro
27.01.2017
27.01.2017
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Regard


Autoren-Kommentar:
Und ich sagte vor ein paar Tagen noch: „Ich kann mir nicht vostellen, dass bei denen was läuft.“
Äh ja.

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Es war Samstag früh und viel zu früh für einige Wesen, die gern mal ausschlafen wollten, wenn sie mal nicht mit in die Schule geschleppt wurden. Zwar konnte er auf dem Kopf seines Eves herumdösen, hatte aber dennoch einen leichten Schlaf, der vom Tageslicht und dem umliegenden Lärm zusätzlich gestört wurde.
Nun, wie zuvor erwähnt war heute ein Samstag. Keine Schule, keine Menschen, kein Lärm.
Fehlanzeige.
Der ach so viel zu aufgekratzte Hausherr musste natürlich staubsaugen.
An einem Samstag.
Die schwarze Katze seufzte genervt und verkroch sich tief unter den Kotatsu (Anm.: Tisch mit eingebauter Heizdecke), um den Krach etwas von den empfindlichen Ohren abzuschirmen.
Fehlanzeige.
Der Staubsauger wurde lauter.
Und lauter.
Plötzlich tauchte er wie ein gefräßiges Monster unter der Heizdecke auf und rammte das Fellknäuel von seinem Versteck hinfort, sodass es am anderen Ende wieder zum Vorschein kullerte.
Jegliche Beschwerden brachten nur im Moment nichts, da die Putzfrau durch ihre ohrenbetäubende Waffe taub auf den Ohren war. Was ein logischer Satz.
Mit gesträubtem Fell rannte die Katze davon, weit genug von der Lärmquelle entfernt, in der Hoffnung, das Monster würde sie nicht heimsuchen.
Nach einem gefühltem Jahrhundert wurde es endlich still in der Wohnung und er konnte ein wenig schlafen. Zusammengerollt auf dem weichen Bett seines Herrn schnurrte er vor sich hin und wurde erst dann wieder aus dem Traum von flauschigen Sesseln gerissen, als eine bekannte Stimme seinen Namen rief.
„Kuro! Runter von meinem Bett!“, wobei er das 'meinem' betonte. „Ich muss es frisch beziehen, es sei denn du willst in der Waschmaschine landen!“
Das nervte so sehr. Gequält langsam schob er sich vom Bett und stahl sich hinaus, zurück zum bereits erkalteten Kotatsu.
Er knipste die Heizdecke wieder an und bequemte sich darunter.
„Kuuroo!“
So anstrengend.
Der Fellball rührte sich keinen Millimeter. Keine fünf Sekunden später stapfte Herr Reinlich auch schon ins Wohnzimmer um sinnlos herumzustänkern.
„Hast du wieder Chips auf meinem Bett gefressen?! Du weißt dass ich Krümel hasse und machst es trotzdem- Komm raus wenn ich mit dir rede, ich weiß dass du dich versteckst!“
So verdammt anstrengend.
Konnte er nicht einmal Fünfe grade sein lassen? Zudem versteckte er sich nicht, er wollte nur seine Ruhe vor diesem Wirbelwind haben.
Fehlanzeige.
Die Decke lüftete sich und Mahirus Gesicht erschien, umrahmt vom grellen Tageslicht. Er hatte die verdammten Vorhänge aufgezogen.
„Vielleicht hast du vom letzten Mal einfach nicht richtig sauber gemacht. Lass mich zufrieden.“
Das schien dem Herrn absolut gegen den Strich zu gehen. Er riss die Katze am Schlafittchen aus ihrem warmen Schutzraum und schmiss ihr Aggressionen an den Kopf bis er rot und weiß im Gesicht wurde.
Konnte dieser Eve womöglich seine Tage bekommen?
„Ich machs nicht mehr okay? Wär's das dann? Es ist so anstrengend dir in diesem Ton zuzuhören.“
Wobei er gar nicht wirklich zugehört hatte.
Wutentbrannt schmiss der Hysteriker das Fellknäuel aufs Sofa und stapfte wieder zurück, hinterließ eine unsichtbare Wolke aus zornigem Qualm.


Es war einfach unmöglich. Wie oft hatte Mahiru diesem faulen Fresssack schon gesagt, dass er nicht in seinem Bett krümeln sollte? Es kam ihm beinahe so vor, als würde der Servamp ihm nie zuhören, oder viel schlimmer, ihm keinerlei Beachtung schenken. Es war ihm offenbar egal, wie ungern er Krümel im Bett hatte, er tat es einfach.
Irgendwo schmerzte es... irgendwo in seiner Herzgegend.
Was sollte denn dieses Verhalten? Ein bisschen Rücksichtnahme war doch kein Halsbruch.
Und so würden sich auch unnötiger Stress und Auseinandersetzungen vermeiden lassen.
Er hasste komplizierte Dinge.
Kurz saß er auf dem frisch bezogenen Bett und starrte ins Leere.
Sein Wecker tickte hörbar. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet ihm, dass er Tee machen könnte.
Kurz rieb er sich die Augen, die komischerweise feucht gewesen waren und erhob sich auf dem Weg in die Küche.
Die Vorgänge waren wieder zu.
Natürlich.
Kein Sonnenlicht für Mahiru heute.
Bevor er seinen untoten Mitbewohner anschnauzen konnte, hielt er inne und schaute zu der Menschengestalt des Katers, der auf dem Sofa saß und ihn aus der Dunkelheit mit seinen schimmernden roten Augen einfach nur anglotzte.
„Komm her.“
Nun befahl er ihm auch noch Dinge! Dieses rotzfreche Monster.
„Wieso? Ich wollte gerade Tee machen.“
„Der kann warten.“
War was Ernstes? Man konnte es Kuro so schlecht von den Augen ablesen, die durchgehend verpennt dreinsahen.
Er ging verdattert zum Sofa hinüber.
„Was?“
„Setz dich.“
Okay? Wollte er ihm was gestehen? Sich nochmals anständig entschuldigen?
Er nahm vorsichtig Platz und in dem Moment, in dem sein Rücken die Lehne berührte, hatte er plötzlich einen Arm um seine Schultern liegen.
„Du solltest dich mal ausruhen, so hysterisch, wie du die ganze Zeit drauf bist. Das hält ja keiner aus...“
Er starrte den Blauhaarigen verwundert an.
Ausruhen? Indem er den Arm um ihn legte?!
Mahiru wurde seltsam warm. Er bekam gerade Beachtung geschenkt, richtig? Richtig. Zwar wegen seiner berechtigten Reaktion auf ein rücksichtsloses Verhalten, aber besser wie nichts. Es machte ihn glücklich.
„Entschuldige. Ich hätte dich nicht anschreien sollen.“
Was zum?!
Wieso entschuldigte ER SELBST sich bei dem Biest, das sich hier wie Graf Koks aufführte und nur mal eben ein wenig... nett zu ihm war!?
„Kommt vor. Ich hätte nicht krümeln sollen.“
Er entschuldigte sich also doch noch?
Die große Hand streichelte seine Schulter. Ihm wurde noch wärmer.
„Ab jetzt nehm ich nur noch Pudding mit in dein Bett.“
Mahiru fuhr beinahe hoch, riss sich jedoch zusammen und grinste nur schief.
„Untersteh dich.“


Manchmal verstand Kuro diesen Menschen einfach nicht. Von jetzt auf nachher von der Furie zum Lämmchen. Fehlte nur noch, dass er zu heulen begann und ihm um den Hals fiel.
Das wäre so verdammt anstrengend.
Aber nach außen hin war der Eve simpel gestrickt. Gott sei Dank. Musste man sich darüber nicht den Kopf zerbrechen.
Als Kuro seine Schulter streichelte, konnte er spüren, wie der Puls des Braunhaarigen in die Höhe schoss. Und hatte er rötliche Wangen?
Irgendwie niedlich.
Wenn er doch immer so sein konnte...
...dann würde er jetzt nicht wie vom Pferd getreten in die Küche verschwinden und Tee kochen, als wäre es seine Bestimmung.
Kuro seufzte und machte sich auf der Couch lang.
Dann kam ihm wie aus dem Nichts eine Idee.
Das könnte funktionieren. Und es war so einfach.
Als der Hausherr mit dem Tee anbalanciert kam, schaltete der Blauhaarige die Glotze ein.
„Lass was zocken.“
Er erntete einen verwunderten Blick.
„Ich bin nicht gut, ich hab lange nicht mehr-“
„Du bist nur eingerostet. Komm, drei Runden. Der Verlierer muss dem Gewinner einen Gefallen tun.“


Einen Gefallen?
Erwartete dieser Faulpelz etwa, dass Mahiru ihm noch mehr hinterherräumte, bekochte, teure Spiele schenkte?!
Na der konnte was erleben! Zwar hatte er wenig Chancen gegen diesen Unmensch, der weitaus mehr Erfahrung hatte, da er andauernd an der Konsole hing wenn er mal nicht fraß oder schlief.
Doch Mahiru würde sein Bestes geben!

Einige Runden Schweißausbrüche und Gebrüll später warf er den Controller auf seinen Nebenmann und sprang wutentbrannt auf.
„Autsch, das Ding ist hart, weißt du das? Ich bekomm sicher nen blauen Fleck-“
„Mir doch egal! Ich geh duschen!“
Zornig stackste Mahiru gen Badezimmer und knallte die Tür hinter sich zu. Jetzt durfte er doch weiterhin Hausmädchen sein und konnte sich nicht mal einen Tag lang bekochen und verwöhnen lassen.
Moment.
Das klang falsch.
'Verwöhnen' im Sinne von... 'alles für den anderen tun' natürlich, was sonst?
Das klang genauso falsch.
Den heißen Kopf schüttelnd stellte er das lauwarme Wasser an.
Und stelle es noch kälter.


Kuro schwitzte nie, aber ihm war im Eifer des Gefechts dennoch relativ warm geworden.
Gemächlich zog er sein Shirt aus und warf sich auf Mahirus Bett.
Es roch gar nicht nach ihm, nachdem er es frisch bezogen hatte. Irgendwie schade. Er mochte seinen Geruch...

Ein Geräusch weckte ihn. Eine Tür. Der Saubermann hatte zu Ende geduscht und kam mit nur einem Handtuch um die Hüften bekleidet ins Zimmer. Die Katze sabberte beinahe und schloss schnell die Augen, um sich schlafend zu stellen.
Ohnehin knipste der Herr nun das grelle Deckenlicht an, um seine Textilien zusammen zu suchen.
Er konnte auch gerne nackt bleiben.
An- und ausziehen war doch sowieso viel zu anstrengend.
Die Matratze gab nach. Er linste mit einem halb geöffneten Auge in jene Richtung. In einem weißen T-Shirt und schwarzen, lockeren Shorts hockte er da und sah ihn an.
„Also, welchen Gefallen soll ich Euch tun, oh ehrwürdiger Sieger?~“
Man hörte die Ironie triefen.
Aber wenigstens war er nicht mehr sauer.
„Anderes Licht...“, murmelte die Katze gequält und vergrub das flauschige Gesicht im Kissen.
„Das ist alles?“
„Nein, das ist gegen Augenkrebs. Dein Deckenlicht tötet mich sonst noch... obwohl ich unsterblich bin...“
„Schon gut, schon gut.“
Er schaltete es aus und knipste ein kleineres, netteres Licht in der Ecke an.
Die Katze sah auf und blickte dem Eve, der nun abwartend vor dem Bett stand, in die Augen.
„Komm her. Und streichel mich.“


„O..kay...?“, fragte Mahiru verwirrt und sein Gesicht wurde erneut warm.
Er ließ sich neben der schwarzen Katze nieder und begann, ihr das Nackenfell zu kraulen. Als ob er nicht genug Streicheleinheiten von seinen Kollegen in der Schule bekam. Was sollte ihm das bringen?
Langsam nahm der Kater Menschengestalt an und sofort zog er seine Hand zurück. Er war halbnackt. Und er hatte einen äußerst definierten Rücken.
„Das ist alles?“, fragte der Brünette nochmals nach und musste fast schon lachen, würden ihn diese Augen nicht so plötzlich in ihren Bann ziehen.

„Mach weiter.“

Ihm schoss die Röte ins Gesicht und sein Inneres krampfte sich merkwürdig zusammem.
Wie die leichte Nervosität vor einer Klausur.
Vorsichtig senkte Mahiru seine Hand zum Nacken des Vampirs hinunter und begann mit leicht zittrigen Fingern darüber zu streichen.
Ein Raunen verließ die Kehle des anderen und er schloss die Augen. Er schien es zu genießen.
„Eh...okay so?“, fragte er vorsichtshalber nach und hielt kurz inne.

„Tiefer...“

Mahiru schluckte und wanderte mit seinen Augen nochmals über den muskulösen Rücken. Dann begann er in langsamen Kreisen über die Schulterblätter zu fahren. Die Haut war so glatt und warm. Ein wohliges Seufzen drang an seine Ohren. Kurz sah er zum Gesicht des Servamps, der die Augen noch immer geschlossen hatte.
Mutig strich er über den gesamten Rücken und massierte ein paar Stellen, an denen er Verspannungen vermutete.
Verspannungen bei dem entspanntesten Wesen der Welt, war klar.

„Du machst das gut...“, lobte er ihn mit kratziger Stimme und jagte ihm einen Schauer durch den Körper. Selten hatte das faule Stück ihm Komplimente gemacht, es erfüllte ihn nicht nur mit Stolz, sondern auch mit Glück. Er hatte diese Dankbarkeit so lange ersehnt. Diese Aufmerksamkeit...
Es war seltsam, aber es war gut.
Langsam drehte der Blauhaarige sich auf den Rücken und fixierte seinen Blick mit diesen schimmernden, roten Augen.
„Äh... ich...“, setzte Mahiru an, um die merkwürdige Situation in den Griff zu bekommen. „... ich- ich koch uns mal was. Du hast bestimmt Hunger."
Als er sich zum Gehen erhob, wurde er an seinem Handgelenk gepackt und wieder zurück aufs Bett gezogen.
„Du bist noch nicht fertig.“
Eine kurze Zeit lang starrte Mahiru sein Gegenüber an und spürte die Hitze in seinem Gesicht pulsieren. Kuro lag einfach nur da und sah ihn abwartend an.
Wo sollte er ihn bitte streicheln?! Sein Rücken war ja noch okay gewesen aber nun fühlte er sich von diesem Wesen extrem dabei beobachtet.
Vielleicht am Bauch? In Katzenform mochte er das auch.
Wie in Zeitlupe näherte sich seine Hand der ausgeprägten Muskulatur und zog die Linien mit seinen Fingern nach. Ihm war komisch. Die ganze Situation war komisch. Aber der Vampir schien das zu wollen. Seine Brust hob und senkte sich sichtbar und sein Atem ging regelmäßig, aber schneller als gewöhnlich.

„Tiefer...“

Das war das Stichwort zur Grenzüberschreitung.
Mahiru fror in seiner Bewegung ein und starrte das Untier an als wäre es ein rosa Drache.
Zeichnete sich da ein kleines Lächeln ab?
Er war unmöglich! Sowas Perverses von ihm zu verlangen...
Okay, Mahiru war in seinem Inneren auch nicht die Unschuld in Person, aber so direkt würde er niemals auf den Anderen zugehen. Das kam absolut nicht in die Tüte.
Bei seinem Gedankenwirrwarr bemerkte er kaum, wie Kuro die Hand hob und die seine ganz langsam gen Hosenbund schob.
Dabei grinste er, als wüsste er genau, dass ihm das unangenehm war.
Fieses Miststück.
...aber ein heißes Miststück.
Mahiru bewegte sich nicht, sondern ließ seine Hand in den Schritt des Anderen führen.
Durch den Stoff fühlte er deutlich die Größe des Servamps, welche mit seiner Berührung noch weiter anschwoll.


Kuro atmete hörbar schwer und biss sich auf die Lippe. Es kam so gut wie nie vor, dass er mal ungeduldig wurde, aber so zaghaft, wie dieser Eve vorging, trieb es ihn an seine Grenzen.
Dass sich der jungfräuliche Brünette nicht ganz wohl bei der Sache fühlte, stachelte ihn an, noch weiter zu gehen.
Er schob die zärtliche Hand beiseite und öffnete seine Hose. Dabei sah er dem Menschen in die dunklen, nervösen Augen.
Mit einem Kopfnicken in Richtung seines Schrittes bedeutete er ihm, was zu tun war. Man konnte sehen, wie schwer der Eve schluckte und seine volle Länge mit großen Augen betrachtete.
Langsam nahm Kuro dessen Hand und führte sie an seine Lippen. Großflächig leckte er über die Handinnenfläche und blickte dem Anderen dabei tief in die Augen. Er war so süß, so nervös und zittrig.
Er ließ die Hand los und beobachtete, wie sie zaghaft zu seinem besten Stück wanderte. Die braunen Augen waren weit aufgerissen und huschten unsicher zwischen ihm und seinem kleinen Freund hin und her.
„Stell dir einfach vor es wär deiner.“
Irrsinnig witzig, denn der Mensch hatte bei weitem nicht so viel in die Hose wie er.
Woher er das wusste?
Er mag zwar viel schlafen, aber ihm entging nichts. Sowas schon gar nicht.
Ein erregtes Geräusch verließ ihn, als die feuchte Hand ihn umfasste. Er spürte den Puls durch die Hand und schloss genießend die Augen, als sie sich langsam bewegte.


Mahiru wusste nicht wie ihm geschah, als er tatsächlich diesem Monster Einen runterholte. Gern wäre er schlichtweg in der Matratze versunken vor lauter Scham. Aber irgendwie heizte es ihn auch an...
Er hatte nicht selten von einer ähnlichen Situation geträumt... doch war ihm nach dem Erwachen von solcherlei feuchten Träumen immer sofort klar geworden, dass es nie passieren würde, da es dem Vampir in Realität viel zu anstrengend wäre.
Aber jetzt in diesem Moment...
Das war ein Traum, oder?
Das erregte Keuchen machte ihn wahnsinnig an. Wie der Größere da lag, die Augen halb geschlossen, der Mund geöffnet, sodass die Eckzähne leicht zum Vorschein kamen.
Er sah heiß aus...
Plötzlich hatte Mahiru eine Hand im Nacken, die seinen Kopf näher zu dem Gesicht des Anderen führte.
Er spürte den warmen Atem, bevor sich ein sanftes Paar Lippen auf seine eigenen legte.
Mahirus Herz setzte kurz aus, bevor es wie verrückt gegen seine Brust hämmerte.
Der spontane, innige Kuss setzte ihn endgültig Schachmatt und warf ihn dermaßen aus der Bahn, sodass er sich nur noch auf die Lippen des Anderen konzentrierte und vergaß, was er in der Hand hielt.
„Hey...weitermachen...“, hauchte er gegen seine Lippen und leckte mit der Zunge darüber.
Diesmal war es Mahiru, dem ein Geräusch entkam, für welches er sich augenblicklich schämte.
Zögerlich bewegte er die bebende Hand an der vollen Länge auf und ab, während er von den gierigen Lippen eingenommen wurde.
Er löste sich erst dann erschrocken, als eine Hand an seiner eigenen Hose nestelte.
Das unverschämte Biest zog ihm die Shorts fast ganz herunter und gab seine feuchte Erregung frei, die nervös pulsierte.
Sein Gegenüber hatte die Augen gesenkt und leckte sich bei Betrachten seiner goldenen Mitte die Lippen.
Schließlich packte er sanft zu und bewegte die Hand sofort in einem regelmäßigen Rhythmus.
Mahiru keuchte überrascht auf und zuckte zusammen, zog den hochroten Kopf ein und begann am ganzen Körper zu zittern.


Er war so wahnsinnig süß. Und er schmeckte auch so.
Kuro war von einer Welle der Lust mitgerissen und erfreute sich an den Reaktionen des hübschen kleinen Eves, der wohl nicht wusste, wie er mit alldem umgehen sollte. Aber das war ihm egal. Er genoss dieses Spiel im Moment mehr als vieles andere.
„Was ist los?“, fragte Kuro leise gegen die Lippen des viel zu aufgeregten Energiebündels. Er war wohl hoffnungslos überfordert.
Aber so unwiderstehlich. Und den Geruch, den sein erregter Körper verströmte...
„Vernachlässige mich nicht...“, flüsterte er und drängte sich dem kleineren entgegen.
Doch der wusste offensichtlich nicht, wie er vor lauter Erregung handeln sollte. Seine Hand zitterte wie verrückt und eine Mischung aus Stottern und Stöhnen verließ seine weichen Lippen.
„Mendokusai...“
Er schob die unsichere Hand weg und drehte den Eve auf den Rücken, begrub ihn unter sich und verschloss die Lippen mit einem intensiven Kuss. Den anderen schien das zu erleichtern und gleichzeitig noch mehr zu erregen. Die zierlichen Arme klammerten sich um seinen Rücken und seine Wirbelsäule war durchgedrückt, sodass sich die beiden Körper großflächig berührten. Es war anstrengend, aber viel zu angenehm um aufzuhören. Abgesehen davon gefiel es Kuro irgendwie, den Kleineren unter sich zu haben.
Er gehörte in diesem Moment nur ihm.


Mahiru stöhnte laut in den Kuss, als die heiße Zunge sich tief in seinen Rachen schob. Er rieb sich ungeduldig am Becken des Anderen und genoss dass Gefühl, fremde Haut und fremdes Gewicht auf sich zu spüren. Zuerst hatte er Angst, aber jetzt wollte er noch mehr. Womöglich hatte der Vampir ihn in seinen Bann gerissen, aber das machte ihm nichts aus. Er vertraute ihm.
Nur widerwillig ließ er von den heißen Lippen ab und fiel sofort in die Tiefe der roten Augen. Kuro sah wild aus und lächelte ihn lustvoll an, was ihm einen Schauer nach dem anderen durch den Körper jagte.
Ergeben drehte er den Kopf zur Seite und ließ den Anderen seinen Hals bearbeiten. Er gab ein Wimmern von sich, als die scharfen Zähne an seiner empfindlichen Haut entlangglitten.


Kuro musste sich in diesem Moment zusammenreißen, seinem ihm ausgelieferten Eve nicht die Zähne ins Fleisch zu bohren. Er wollte sonst ungern sein Blut trinken, aber in diesem Augenblick hatte ihn diese Gier im Griff und trieb ihn dazu, unübliche Dinge mit diesem Menschen tun zu wollen.
Wie von selbst bewegten sich seine Finger zum Mund des Anderen und schoben sich weit hinein, erkundeten das Innere und strichen über die weiche, nervöse Zunge. Es machte ihn an, wie der kleinere sich unter ihm wand und unbeholfen an seinen Fingern saugte.
Langsam zog er sie wieder heraus und führte sie zwischen die Schenkel des Eves, fand den Weg in seine Tiefe, wodurch er begann noch stärker zu zittern und sich noch enger an ihn zu klammern, mit heftig stockendem Atem und süßen Lauten.
Während er die Finger in ihm bewegte, hob er ein Bein des Menschen an und schob die Shorts daran fort. Selbiges mit dem anderen.
Nachdem er noch einmal vorgedrungen war, zog er die Hand wieder zurück und beugte sich über sein Opfer.
Er nahm sein vor Ungeduld pulsierendes Stück in die Hand und drückte es langsam in den Eingang.


Ein erschrockener Schrei verließ Mahirus Kehle, als die plötzliche Hitze ihn etwas schmerzhaft ausfüllte. Doch irgendwann gewöhnte sich sein Körper an dieses ungewöhnliche Gefühl und der Schmerz wich purer Lust. Er verlangte nach mehr.
„Ist...okay...bitte...beweg dich.“ Seine Stimme klang fast schon flehend.
Der Blauhaarige kam der Bitte sofort nach und drang tiefer in ihn ein, entlockte ihm ein lautes Stöhnen, welches ihm zwar peinlich war, er es jedoch nicht mehr zurückhalten konnte.
Das heiße Monster bewegte sich in einem angenehmen Rhythmus und gab dabei selbst erregte Laute von sich, zeigte die scharfen Zähne.
Bald erreichte ihn eine rauschende Welle an Glücksgefühlen und riss ihn mit sich, sodass er erleichtert aufschrie und sich zusammenkrampfte. Er kam großzügig auf sich selbst und warf den Kopf nach hinten.


Die feuchte und heiße Enge um ihn konnte Kuro auch nicht länger aushalten und er stieß noch einmal so tief in seinen Eve, dass er sich im Anschluss vollkommen in seinem Inneren ergoss.
Schwer atmend zog er sich zurück und ließ sich neben dem Anderen nieder.
„Ahh...das war viel zu anstrengend.“, keuchte er erschöpft. „Weck mich in drei Tagen oder so.“
Bevor er jedoch die Augen schließen konnte klatschte ihm eine feuchte Hand auf den Arm.
„Das kannst du vergessen! Ab in die Dusche!“
Kuro sah verschleiert zu dem weniger erschöpft als erwartet aussehenden Menschen und grinste beim Realisieren des Inhalts der Worte.
„Okay... ab in die Dusche.“ Er nahm seinen Eve an der Hand und verschwand mit ihm im Badezimmer.


Mahiru erwachte inmitten der Nacht und blickte auf den Wecker.
Es war überhaupt nicht mehr Nacht.
Die Vorhänge waren nur alle geschlossen.
Hinter sich hörte er ein tiefes, ruhiges Atmen. Und bemerkte jetzt erst, dass ein fremder Arm um seinen Körper geschlungen war.
Und dass er vollkommen nackt war.
Ihm wurde warm ums Herz und er schlief mit einem Lächeln auf den Lippen wieder ein.


Irgendwann weckte ihn Lärm aus dem Fernseher im Wohnzimmer.
Er streckte sich genüsslich und spürte jeden einzelnen Muskel schmerzen. An sich herabblickend bemerkte er, dass er T-Shirt und Shorts trug.
Kurz blinzelte er verwirrt.
Dann sah er nach hinten und stellte fest, dass er allein in seinem Bett war.
Nicht ernsthaft...
Er sprang auf und bereute es sofort. Seine Oberschenkel und insbesondere seine Hüfte schmerzten wie verrückt.
Er torkelte ins Wohnzimmer und entdeckte den Servamp wie immer auf der Couch, vor sich hinknuspernd und einen Controller in den Händen.
Als er ihn bemerkte sah er kurz auf.
„Morgen Sonnenschein. Du hast echt lang geschlafen... machst mir schon Konkurrenz.“
Mahiru war zutiefst verwirrt.
War wirklich alles nur wieder ein Traum gewesen? Und die Situation in Kuros Arm ein Weiterer?
Aber der Muskelkater...
„Kuro...du...also wir...?“
Es war ihm sofort peinlich, was er da vor sich hinstotterte.
„Wir was? Willst du nicht kochen? Ich hab verdammt Hunger.“
Okay.
Mahiru fuhr sich durch die Haare und schlurfte in die Küche. Mit einem Ansatz von Tränen in den Augen band er sich eine Schürze um und stellte sich an den Herd.
Träume waren bekanntlich Schäume.
Sowas sollte man einfach vergessen.
Auch wenn es sich so verdammt real angefühlt hatte.
Er hatte offenbar unterbewusst eine tiefe Sehnsucht nach dem Körperkontakt mit Kuro. Das war schon beinahe krankhaft.
Dass er jetzt leise heulen musste war das beste Indiz dafür.
Er wischte sich die Tränen mit einem Geschirrtuch weg und begann langsam damit, Gemüse zu schneiden.
In seinen Gedanken versunken bemerkte er kaum, wie jemand hinter ihn trat und einen Arm um ihn legte.
Warmer Atem und eine raue Stimme drangen an sein Ohr.

„Und... wo willst du es heute machen?“




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Finish ~

Ich hoffe es hat euch einigermaßen gefallen und war nicht allzu trashig oder seltsam.
Dat Makey musste nur mal Dampf ablassen hahah.
Bald wird auch wieder eine meiner längeren Werke weitergeführt, versprochen ;*

Bye bye *^*/~
Makeyon <3
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