Malfoy & Partner Investigations - Wie es begann

von Telda
GeschichteHumor, Krimi / P18
25.01.2017
06.02.2017
9
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31
Dieses Kapitel
24 Reviews
 
 
 
Hey zusammen^^

ich HASSE Plotpiranhas, ehrlich, tu ich wirklich^^ Der hier hat sich festgebissen, als ich ihn schon sicher im Käfig glaubte...
Nein, ich denke, es wird diesmal keine täglichen Uploads geben (können). Ich möchte dieses für mich neue Genre bewusst ausprobieren und da ich eine ziemliche Perfektionistin bin, muss alles logisch aufgebaut sein, sonst wird das nix^^
Bedanken will ich mich schon jetzt bei meiner Missy für den inspirierenden Ideenaustausch und bei Tazz für die geniale Hilfe^^

Für alle, die diese Geschichte durch Zufall entdeckt haben: Es empfiehlt sich, vorher die "Tagebücher eines Toten" zu lesen, weil sonst möglicherweise Verwirrung über ein paar Hintergründe auftreten könnten.
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Chefauror Kingsley Shacklebolt saß gähnend an seinem Schreibtisch. Die schwebende Uhr vor ihm zeigte elf Uhr an. Es war Freitagnacht und Kingsley hasste diese Schicht. Sie war absolut langweilig, weil sich anscheinend auch die Ganoven der magischen Welt auf das Wochenende vorbereiteten.

Er hob seine Tasse und schaute missmutig hinein. Der Kaffee war kalt und sowieso nur noch ein Schluck in der Tasse. Träge überlegte er, ob er sich noch einen neuen Kaffee brauen sollte. Die Schicht dauerte noch fünf Stunden. Seine letzten Berichte hatte er schon fertig und die Einsatzplanung für die nächsten Tage ebenfalls. Es gab momentan einfach nichts mehr zu tun für ihn.

Er nahm die Füße vom Schreibtisch, stemmte sich aus seinem Sessel und tappte hinüber in die kleine Kaffeeküche. Mit einem Schlenker seines Zauberstabes brachte er das Wasser zum Kochen, löffelte das Kaffeepulver in den Topf, gab Kardamom hinzu und ließ alles aufkochen. Die Muggel nannten das 'türkischen Kaffee', aber in seiner Familie wurde der Kaffee seit Generationen so gemacht. Durch ein Sieb goss er das schwarze Gebräu in seine Tasse und atmete genüsslich den Duft ein.

Er war kaum zurück an seinem Schreibtisch, da wurde seine Bürotür aufgerissen und der Diensthabende Auror steckte den Kopf ins Zimmer.

„Einbruch bei Zonko!“

„Gut, schick ein paar Leute hin.“

Kingsley wollte sich gerade wieder entspannen, als die Tür erneut aufgerissen wurde.

„Einbruch bei Florish&Blotts und sie haben Feuer gelegt.“

„Schick Dickens, Peterson, Hamish und Ingleton.“

In der nächsten halben Stunde wurden noch acht weitere Einbrüche und Überfälle gemeldet. Alle Auroren waren nun auf Tour. Schon nach dem zweiten Einbruch hatte Kingsley begonnen sich zu fragen, was hier los war. An einem Freitag spät abends passierte sonst für gewöhnlich gar nichts. Und jetzt betete er zu Merlin, dass nichts weiter mehr geschehen würde. Sogar sein Diensthabender war mit dem letzten Trupp unterwegs.

Kingsley orderte sofort ein paar Ministeriumseulen, die seine dienstfreien Männer und Frauen zusammenrufen würden. Aber bis die ersten eintreffen konnten, würde mindestens eine Stunde vergehen.

Da wurde seine Tür aufgerissen und der uralte Archivar der Mysteriumsabteilung stolperte vollkommen außer Atem herein.

„Eingebrochen...“, keuchte er, „...bei uns!“

Kingsley sprang auf, packte den armen Alten und stürmte mit ihm zum nächsten Kamin, um in die tiefen Keller des Ministeriums zu flohen.

In dem düsteren Flur angekommen, der zur Mysteriumsabteilung führte, schob Kingsley den zitternden Archivar hinter sich. Lautlos fluchte er in sich hinein, denn der Alte hatte kostbare Zeit damit verschwendet, den Fahrstuhl zu benutzen, zu dem der Weg hier unten ziemlich lang war. Und wirklich schnell zu laufen war dem alten Mann auch nicht mehr möglich.

Auf seinen fragenden Blick hin wies der Archivar in Richtung auf die Türen. Vorsichtig schob sich Kingsley mit gezogenem Zauberstab an der Wand entlang zu der Tür, auf die der Archivar zeigte. Sie stand sperrangelweit offen und dahinter war es stockdunkel.

Kingsley warf einen Lumos Maximus In den Raum und trat vorsichtig ein. Auf Tischen und Podesten, in Regalen und Vitrinen lagen hier die gesammelten Prophezeiungen aus Jahrhunderten. Und wie es schien, war kein lebendes Wesen außer ihm und dem Archivar mehr hier.

Das schien nun auch der Archivar zu bemerken. Er stürzte vorwärts und lief durch die langen Gänge zwischen den Regalen, um nachzusehen, ob etwas fehlte. Kingsley lief derweil langsamer durch die Reihen und suchte nach eventuellen Spuren. Doch er fand nichts Auffälliges.

Plötzlich hörte er den Archivar rufen und eilte dem Klang der Stimme nach. Ziemlich weit hinten, in einem Bereich, der, wie es schien, seit Jahrhunderten nicht mehr betreten worden war, stand der Archivar vor einem Gang und wies mit zitternder Hand auf ein leeres Podest.

„Dort lag sie. Die Prophezeiung der Fleur des Cartes von siebzehnhundertsechsundfünfzig!“ Der alte Mann war fassungslos.

Kingsley auch, aber aus anderen Gründen. Was wollte irgendjemand mit einer derartig alten Prophezeiung?

„Was besagte diese Prophezeiung?“

Störrisch schüttelte der Archivar den Kopf. „Das darf ich Ihnen nicht sagen!“

Kingsley stöhnte und knurrte dann: „Mann, ist Ihnen nicht klar, dass das wichtig ist? Warum sollte jemand eine Prophezeiung stehlen, wenn es nicht wegen des Inhalts ist?“

Ein wenig eingeschüchtert nickte der Alte, beharrte aber darauf, dass er den Inhalt der Prophezeiung nicht weitergeben dürfte.

Nun wurde Kingsley langsam sauer. „Sie haben mit Sicherheit Akten über die hier lagernden Prophezeiungen. Wo sind sie? Ich will sofort die Akte dieses Bereiches hier sehen!“ verlangte er.

Nur Minuten später hatte er einen dicken Wälzer vor sich liegen, in dem die Prophezeiungen nach Jahren eingetragen waren. Mit dem Finger glitt er an den Zahlenreihen entlang, bis er bei 1756 stehen blieb. Dort stand:

1756 : Fleur des Cartes  Dereinst wird heraufziehen eine Epoche der Zwietracht.
Krieg wird entzweien die magische Gemeinschaft der Hexen und Zauberer. Der Zwist wird enden, doch der Frieden ist trügerisch. Sieben Ernten der Mandragora werden vergehen, dann wird sich erheben der Verräter, der heraufbeschwören wird die Apokalypse der magischen Welt. Und er wird entstammen den Unwissenden.


Was für ein Blödsinn, dachte der pragmatische Chefauror bei sich.