Das Leben geht weiter

von ZMistress
KurzgeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P12
OC (Own Character)
25.01.2017
25.01.2017
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AN: Wie in der Kurzbeschreibung gesagt, ist diese Geschichte im Rahmen eines Art Trade mit tasshina (Tasshina auf Tumblr bzw. Berylunee auf deviantArt) entstanden. Tallis ist ihr OC und wird hier natürlich mit ihrer Genehmigung und auf ihren Wunsch hin verwendet.


Das Leben Geht Weiter

Sie würde ihn umbringen!

Was hatte er sich nur dabei gedacht? Ja, gut, eigentlich hatte er das wohl genauso wenig geplant wie sie, aber auf irgendjemanden musste sie ja wütend sein und er bot sich da so praktisch an.

Tallis umklammerte die Kloschüssel fester und würgte wieder.

Es war einfach nur unfair!

Wieso bestand sein Anteil in dieser ganzen Fortpflanzungssache in einem Orgasmus und ihrer in… Da kam das Frühstück auf Stippvisite.

Verdammt! Dabei war das einer der besten Kuchen in Frau Zinkels Konditorei gewesen. Normalerweise wäre es auch Tallis selbst gewesen, die für dieses Gebäck zuständig gewesen wäre, aber seit die Medibots bei einer Untersuchung festgestellt hatten, dass sie nicht unter einer kurzen Magenerkrankung litt, hatte ihre Chefin darauf bestanden, dass sie bis auf weiteres zu Hause blieb und sich schonte.

Tallis rollte mit den Augen. Es konnte ja nicht angehen, dass dem Nachkommen eines Ältesten etwas zustieß. Aber was sie nun mit der ganzen Zeit anfangen sollte, das war Frau Zinkel wohl anscheinend egal.

Die Vorstellung neun Monate mit der Toilette zu kuscheln machte sie jedenfalls nicht sehr enthusiastisch.

Sie würgte noch einmal, doch hatte sie eh schon ihren gesamten Mageninhalt den Porzellangöttern geopfert. Dennoch war die Bewegung heftig genug um die Kloschüssel erzittern zu lassen.

Moment. Das war gar nicht von ihr ausgegangen.

Da. Wieder ging ein Zittern durch den Raum.

Tallis erhob sich unsicher. Konnte sie sich das eingebildet haben? Nein, so schlecht, dass sie halluzinierte ging es ihr nun doch nicht.

Ein Ruck ging durch den Boden und sie musste einen Schritt zur Seite machen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Was war das? Erbeben konnte es auf Elysium ja nicht geben.

Sie wankte zum kleinen Fenster hinüber und versuchte zu sehen ob sie etwas erkennen konnte, was die Erschütterungen verursacht haben konnte.

Einen Moment sah alles völlig normal aus. Einzig ein paar Passanten konnte sie ausmachen, die sich ebenso verwirrt wie sie umsahen.

Dann kippte der Himmel ein Stück zur Seite und sie begriff.

„Nein“, stöhnte sie. „Oh, nein, nein, nein.“

Sie waren noch nicht so weit. Zwar hatten die Ältesten in den letzten Wochen Sondersitzungen ohne Ende gehabt, was sie alle ziemlich ausgelaugt hatte, waren sie doch so viel Arbeit nicht gewohnt. Doch soweit Tallis es mitbekommen hatte, waren die Pläne Elysium zu evakuieren und die Station dann auf Deponia notwassern zu lassen, noch nicht ausgereift genug, um in die Tat umgesetzt werden zu können.

Aber alle waren davon ausgegangen, dass es noch Wochen oder Monate dauern würde, bis Elysiums Energiereserven zu erschöpft wären, um sich noch länger am Himmel halten zu können.

Sie hatten sich geirrt.

Sie spürte wie sich die Angst wie Eisklumpen in ihre Magengrube bemerkbar machte. Sie musste zu Quatre, ihm helfen, irgendetwas tun!

Sie wollte nicht einmal daran denken, dass ihm etwas zustoßen könnte. Und erst recht nicht… Unwillkürlich strich sie sich mit der Hand über den Unterleib, dann setzte sie sich in Bewegung.

Sie kam nicht weit. Kaum dass sie die Tür zum Flur erreicht hatte, ging wieder ein Rumpeln durch die gesamte Station und der Boden begann sich so sehr zu neigen, dass sie zurückstolperte und nur mit Mühe den Türrahmen zu fassen bekam.

Es hatte keinen Sinn. Sie würde es nie bis zu den Fahrstühlen schaffen und selbst wenn sie wider Erwarten durch die Wohnung kam ohne von Möbeln zerquetscht zu werden, würde wahrscheinlich jeden Moment die Energieversorgung zusammenbrechen. Für den Moment war es wohl am besten zu bleiben wo sie war und sich so gut es ging auf den Absturz einzustellen.

Kaum hatte sie das zu Ende gedacht, verlor sie auch schon den Boden unter den Füßen. Die Schwerkraftgeneratoren, die Elysium aufrecht hielten und dafür sorgten, dass an Bord der Station niemand davonschwebte, hatten ihren Dienst versagt.

Tallis klammerte sich fester an den Türrahmen, dann schaffte sie es, sich umzudrehen, so dass sie das glatt lackierte Holz im Rücken hatte und sich mit den Füßen an der anderen Seite abstützen konnte. Solange sie ihre Körperspannung aufrechterhielt, war sie nun recht fest in der Tür eingekeilt.

Von draußen konnte sie Schreie hören, aber sie versuchte verzweifelt, nicht darüber nachzudenken, wie es dort aussehen mochte. Sie musste sich auf sich selbst konzentrieren, wenn sie überleben wollte. Helfen konnte sie ja ohnehin nicht.

Die Arbeit in der Konditorei hatte ihre zumindest zu ein bisschen mehr Muskelmasse als einem Durchschnittselysianer verholfen, aber sie wusste nicht ob es reichen würde.

Noch immer konnte sie normal atmen, was wohl hieß, dass das Kraftfeld um Elysium noch hielt. Zwar war sie sich nicht sicher, wie weit die Station bereits in die Atmosphäre abgesackt war, aber ohne das Kraftfeld, das sonst Luft und Wärme davor bewahrte im All verloren zu gehen, hätte die Hitze beim Eintritt in die Atmosphäre Elysium wohl noch stärker zugesetzt.

Ihre Muskeln begannen zu zittern als sich der Boden so sehr neigte, dass sie kaum mehr sagen konnte wo oben und wo unten war. Draußen ertönte ein anhaltendes Heulen als das Kraftfeld nun doch endlich verpuffte und der Fahrtwind (oder eher Fallwind) ungehindert durch die Stadt jagte und sich an jedem Türmchen und jeder Balustrade verfing.

Sie verwendete all ihre Willenskraft darauf, nicht ihren Halt zu verlieren, aber ihre Beine schmerzten so sehr, dass sie den Aufprall beinahe herbeisehnte.

Und dann war es vorbei. Mit einem ohrenbetäubenden Krachen kam die Station zum Stehen. Tallis wurde aus ihrer ohnehin wackelig geworden Stellung geschleudert und stürzte zurück ins Badezimmer. Sie war noch geistesgegenwärtig genug, sich zusammenzurollen, und hatte das Glück auf dem Duschvorleger, den sie immer als viel zu flauschig und dick empfunden hatte, zu landen.

Bröckchen von Putz rieselten auf sie herab und als Tallis den Kopf hob traf sie ihre eigene Zahnbürste, die anscheinend mit dem Herunterfallen auf diesen Augenblick gewartet hatte, zwischen die Augen.

„Verdammte Scheiße!“ Es war das angemessenste, was ihr einfiel.

~~~

Es hatte lange gedauert aus den Ruinen ihrer Wohnung zu klettern. Und noch länger bis sie einen Weg in die oberen Ebenen gefunden hatte. Natürlich waren die Aufzüge nicht länger zu gebrauchen, aber wenigstens war die Zerstörung in den unteren Ebenen am schlimmsten – die Schleusen und der Computerkern waren beim Aufprall völlig zerschmettert worden.

Dagegen war die Spitze Elysiums, in der sich der Raum befand, wo der Ältestenrat regelmäßig tagte, von der Knautschzone so weit weg, dass sie von außen beinahe unberührt wirkte.

Aber als Tallis sich endlich durch die Lüftungsschächte gezwängt hatte, bot sich ihr im Innern ein Bild der Verwüstung. Als die Station bei ihrem Absturz hin und her geschwungen war, hatte dieser Ausläufer die stärksten Bewegungen zu verzeichnen. Nichts, was nicht fest mit den Wänden verbunden war, hatte der Fliehkraft viel entgegenzusetzen gehabt. Das galt für sämtliche Möbel und Dekoration, sowie auch für das Bällebad. Aber es galt auch für die Menschen.

Trois hatte es nicht geschafft. Auch Deux lag reglos in den Trümmern, doch sah sie Un wie er sich um seinen Mitältesten bemühte und hoffte, dass seine Hilfe nicht zu spät kam.

Denn sie konnte nicht bei ihnen bleiben. Nicht bevor sie ihn gefunden hatte.

Und dann sah sie ihn endlich.

„Quatre!“

Er hob schwach den Kopf und ihr Herz drohte auszusetzten. Die rechte Seite seines Gesichts war dunkel von Blut, was gegen den weißen Staub, der sein zerrissenes Äußeres bedeckte, besonders hervorstach. Sie wusste nicht wie schlimm es war und als sie neben ihm auf die Knie sank, verschwamm ihr Blick vor Tränen.

Ärgerlich wischte sie sich über die Augen. Das konnte sie im Moment nun wirklich nicht gebrauchen.

„Tallis.“ Sie hatte ihn noch nie so schwach klingen hören. „Du lebst. Ich habe… solche Sorgen…“

Den Rest konnte sie nicht verstehen, aber es spielte keine Rolle. Er lebte. Sie lebte. Das war das wichtigste.

Sie griff nach seiner Schulter und versuchte ihm aufzuhelfen. Doch erst jetzt von nahem konnte sie erkennen, dass ein Holzsplitter ihm das rechte Auge zerstört hatte.

~~~

„Du willst, dass ich ein Stinktier esse?“

Quatre klang so müde und unenthusiastisch, dass Tallis ihm das blöde Vieh am liebsten an die Augenklappe geklatscht hätte. Wusste er überhaupt wie schwer es gewesen war, etwas zu erjagen? Noch dazu so ein wuseliges kleines Tier? Das sie beinahe mit seinem Stinksaft erwischt hätte? Wusste er das?

„Nein“, gab sie zurück. „Wir können auch den Fasan zubereiten, den du erlegt hast.“

Aber auch das Gestichel ließ ihn kaum reagieren. Er seufzte nur und versuchte sich zu erheben.

Es waren nun vier Wochen seit dem Absturz vergangen und er humpelte noch immer. Auch der Verlust seines Auges machte ihm ziemlich zu schaffen. Doch den größten Schaden hatte wohl sein Gemüt genommen.

Sie hatten eine erste Notunterkunft in einer Halle gefunden, die zu errichten der Organon Wochen vor dem Absturz wieder auf den Planeten geschickt worden war. Es war ja nicht so, dass sie nicht mit dem Desaster gerechnet hatten. Nur den Zeitpunkt vorauszusehen hatte nicht so funktioniert wie geplant. Aber für Quatre schien das einfach nicht gut genug zu sein.

Egal wie oft Tallis ihm versicherte, dass sie getan hatten, was sie konnten, er hörte nicht auf sich Vorwürfe wegen der vielen Toten zu machen. Dass die Ältesten selbst nicht geflohen, sondern ebenfalls unter den Opfern waren, machte es auch nicht besser für ihn.

Trois hatte ihn als jungen Mann unter seine Fittiche genommen, hatte ihm als sein Mentor geholfen, als er in den Ältestenrat berufen wurde. Und nun gab es ihn nicht mehr.

Deux war ein guter Freund gewesen, dessen Tierliebe und sanfte Art ihn zu angenehmer Gesellschaft gemacht hatte. Doch seit dem Absturz hatte er kein Wort mehr gesprochen und schien unter einer Art Schock zu stehen. Tallis wusste nicht ob er sich je wieder erholen würde.

Einzig Un war noch auf den Beinen und hatte den Großteil der Koordinierungsarbeiten für die überlebenden Elysianer und den Organon übernommen. Doch da Quatre immer antriebsloser wurde, machte er einen mehr und mehr überforderten Eindruck.

Tallis seufzte und machte sich auf den Weg in ihr Zimmer, das zwar in Anbetracht ihres Status etwas größer war als das der meisten anderen und über eine Art Kochnische verfügte, aber gegen ihr Apartment auf Elysium dermaßen erbärmlich war, dass sie es vermied darüber nachzudenken. Sie glaubte nicht, dass sie es sonst ertragen konnte, so viel verloren zu haben.

Sie ließ das Stinktier auf den klapprigen Schrank nahe der Spüle fallen und suchte nach einem Messer als eine Welle der Übelkeit sie überrollte. Perfektes Timing.

Sie hatte gehofft, wenigstens noch einen Happen zu sich nehmen zu können, bevor ihre Hormone ihr einen Strich durch die Rechnung machten, aber wie es aussah, war es wohl besser das Kochen noch etwas zu verschieben.

Sie seufzte. Auf der einen Seite war sie sich recht sicher, dass die hartnäckige Übelkeit bedeutete, dass ihr Nachwuchs den Absturz überstanden hatte und sie war wirklich dankbar dafür. Andererseits hatte die Kombination aus Schwangerschaftsübelkeit und den „interessanten“ Gerüchen, die Deponia so bereit hielt, dafür gesorgt, dass sie nicht ein einziges Gramm zugenommen hatte. Im Gegenteil sie war sogar noch dünner als zuvor. Und über die medizinische Versorgung mitten im Müll wollte sie lieber auch nicht nachdenken

Aber wenn sie nicht stark blieb, wer sollte es dann?

~~~

„Er schläft endlich.“

Tallis sah auf und registrierte verwundert das stolze Lächeln in Quatres Gesicht. Sie hatte ihn lange nicht mehr so lächeln gesehen.

Offen gesagt hatte sie selbst auch lange nicht mehr so gelächelt. Selbst als ihr der Doctor den kleinen Mercurio in die Arme gelegt hatte, war ihr mehr als alles andere nach Weinen zumute.

Sie konnte einfach nicht mehr. Sie hatte monatelang durchgehalten, während Quatre von Traurigkeit und Selbstvorwürfen gequält immer stiller geworden war. Dann waren die Konflikte zwischen Deponianern und dem Teil der Elysianer, der noch immer meinte von Natur aus mehr zu verdienen als die Schrottplanetbewohner, so ausgeufert, dass sie sicherheitshalber ihre Notunterkunft verlassen und waren ziellos über den Planeten gewandert.

Ihre letzte Kraft hatte sie in die Geburt Mercurios gelegt.

Bald würde der Winter kommen und sie wünschte sich nur noch, dass ihr jemand erlaubte, einfach aufzugeben.

Aber nun lächelte Quatre wieder und sie konnte kaum begreifen weshalb.

Er setzte sich vorsichtig auf die Kante der abgewetzten Couch, auf der sie seit ein paar Tagen schlafen durfte. Eine alte Deponianerin hatte ihnen vorübergehend Zuflucht gewährt, doch wussten sie nicht wie lange sie bleiben konnten.

Dennoch war es wenigstens ein schwacher Trost ein wenig Schlaf nachholen zu dürfen.

„Wir machen uns gut, denke ich“, flüsterte Quatre vorsichtig um nicht das Baby in seinen Armen wieder aufzuwecken.

Gut?! Tallis musste sich ganz furchtbar anstrengen ihn nicht anzuschreien und so alle Ruhe wieder zunichte zu machen. Aber ihr Gesichtsausdruck musste ihm genug verraten haben, denn seine Miene wurde ganz verlegen als er weitersprach.

„Ich weiß, dass ich in den letzten Monaten keine so große Hilfe war. Aber du hast mir bewiesen, wie viel man schaffen kann, wenn man nicht aufgibt. Und auch wenn alles düster aussieht, denk doch nur daran was wir schon überstanden haben.“

Sie schnaubte, doch er ließ sich nicht aufhalten. „Nach dem Absturz konnte ich nur daran denken, wie viele Menschen ich im Stich gelassen habe, weil ich die Gefahr nicht ernst genug genommen habe.“

Tallis wollte protestieren, aber sie hatte ihm schon so oft gesagt, dass das Ganze nicht seine Schuld war und sie getan hatten, was sie konnten. Langsam konnte sie das Thema nicht mehr ertragen.

Als habe er ihre Gedanken gelesen, nickte er nur. „Das habe ich jedenfalls damals gedacht. Alles sah so ausweglos aus und ich habe ständig damit gerechnet, dass es uns auch noch erwischt.“ Seine Stimme wurde noch leiser. „Und ich dachte, dass das auch in Ordnung war, weil so viele gestorben sind. Warum sollte es gerade uns besser gehen? Aber dann haben wir überlebt. Noch einen Tag und noch einen… Und ich fing an darüber nachzudenken, dass dies vielleicht doch nicht unser Ende ist. Und dass es unfair gegenüber den Toten wäre, einfach aufzugeben, weil sie diese Wahl gar nicht mehr haben.“

Er sah sie an und in seinen Augen schimmerten Tränen, doch er lächelte wieder dieses stolze Lächeln. „Und dann kam Mercurio und ich dachte, wenn wir das geschafft haben, was können wir dann nicht schaffen?“

Das war so viel Kitsch auf einmal, dass Tallis nicht wusste ob sie ihm eine runterhauen oder ihn küssen sollte. Sie atmete tief durch und sagte dann: „In Ordnung. Wenn du mir versprechen kannst, dass alles wieder gut wird und wir glücklich und zufrieden sein werden, dann bin ich bereit das auch zu glauben.“

Er grinste schief. „Ich liebe dich.“

„Das ist schön, aber nicht das, was ich hören wollte.“

Er gluckste leise und balancierte Mercurio auf seinem Schoß, so dass er einen Arm frei hatte, den er um sie legte. „Weißt du, als ich ein Kind war und die Evakuierung Deponias geplant wurde, kam einmal ein Mann zu Besuch. Ich erinnere mich nur sehr dunkel daran, aber er war wohl ein hohes Tier und hatte viel mit der Planung zum Bau Elysiums zu tun. Jedenfalls war er recht traurig, dass nur so wenige nach Elysium gerettet werden konnten, aber er sagte, dass es trotzdem wichtig war, wenigstens ein paar zu retten. Denn solange es Leben gibt, gibt es auch Hoffnung.“

Gegen ihren Willen stahl sich ein schwaches Lächeln auf ihre Lippen. „Was ist aus ihm geworden?“

„Ich weiß es nicht. Es ist so lange her und ich war wirklich noch klein. Aber immerhin habe ich mir gemerkt, was er gesagt hat. Und ich glaube, dass er recht hatte.“

Sie seufzte wieder, aber dieses Mal war es nicht ein Laut der Traurigkeit, sondern ein Zeichen ihrer Erschöpfung. „Dann kämpfen wir halt weiter. Aber morgen“, murmelte sie müde und strich Mercurio vorsichtig die Wange, bevor sie sich in die ausgefransten Decken wickelte.

Quatre nickte. „Ja. Auf ein neues Morgen.“
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