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Tenebra et Lux (Dunkelheit und Licht)

GeschichteAbenteuer, Humor / P12
25.01.2017
29.01.2017
8
15.465
 
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25.01.2017 2.377
 
Vorwort:
Der Originalort der Geschichte

Von all den Charakteren gehört nur Rummskugel mir. Die anderen Charaktere durfte ich mir mit Genehmigungen ausleihen und habe versucht sie hier so dar zu stellen, wie ich sie wahrnehme.
Perlchen auf TFM hat im Forum die Beta übernommen und dafür bin ich ihr besonders dankbar. Leider kann es immer sein, dass kleine Fehler übersehen worden sind.  Wäre schön, wenn ihr mich per PN dann darauf hinweisen könntet.

Transformice ist ein Browser-Flashgame, welches auch in Steam kostenlos zu finden ist. Ein MMO-Game mit lauter Idioten. Alle jene Charaktere hier gibt es in diesem Spiel. Wäre schön, wenn wir uns dort vielleicht mal sehen. So Ende mit der Werbung.
Natürlich freue ich mich über Kritik positiver und konstruktiver Natur.

FanArt von Tigerless. Auf deviant Art unter Samael-Arts zu finden
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Es war eine dieser düsteren Vollmondnächte. Regelrecht blutig hing dieser am Himmel und verteilte seinen unheimlichen Schein auf der Welt. Auf einer Wiese, in kleinen Höhlen oder gar auf Bäumen schliefen die Menschen, welche Mäuse verehrten, und vereinzeltes Schnarchen war zu vernehmen. Der Nebel waberte über den Grund und verdeckte beinahe, aber nur beinahe die schlanken Gestalten. Sie schienen komplett aus Dunkelheit zu bestehen und kaum eine feste Form zu haben. Lautlos schritten sie über den Boden, verschluckten das Licht um sich herum und in ihrer Nähe fühlte man nur noch nackte Angst und Hoffnungslosigkeit. Jegliche Freude schien von ihnen eingesaugt zu werden und als diese die ersten Behausungen passierten, waren die ersten geweiteten Augen zu sehen. Ehe diese Menschen reagieren konnten, waren sie verschwunden, von den Schatten verschluckt worden. Die Überfälle häuften sich, mehr und mehr Menschen, besonders die Kinder verschwanden und mittlerweile mussten die Moderatoren Sweetphoenix, Archaeron und Mrslouzifer handeln, wenn sie keine revoltierenden Gruppen haben wollten.

Und hier wird unsere Geschichte starten. Eine Geschichte voller Drama, Angst, Unsicherheit, Freundschaft, aber auch Dummheit. Eine Geschichte einer Gruppe, die an ihre Grenzen gehen muss, um für ihre Freunde da zu sein. Ein Kampf gegen die Dunkelheit wird entbrennen, wobei sich die Helden in der Geschichte nicht einmal wirklich sicher sind, ob sie denn der guten Seite angehören. Und ob die gute Seite nicht einfach eine Illusion ist. Gibt es überhaupt Schwarz und Weiß? Oder beinhaltet die Wahrheit Grau? Seht selbst und entscheidet dann.

Der Tag, den wir heute betrachten, gaukelte der Gruppe vor, dass er wunderschön werden würde. Die Sonne stand hoch und hell am Himmel, schickte ihre weiten Strahlen über die Welt. Nur federleichte Wolken hingen am hellblauen Himmel und nahmen allerhand Formen an. Ein Paradies für Träumer.
Hier begegnen wir zum ersten Mal unseren Protagonisten und werden sie eine Weile begleiten. Tigerless, Tiggah genannt, und Keema standen gemeinsam an einer Klippe und spuckten nach unten. Sie wollten herausfinden, wie doll sie spucken mussten, damit man die Kirschkerne am Grund aufkommen hören konnte. Rummskugel stand an einen Baum gelehnt und sah Perlchen zu, die vereinzelte Blümchen in Jaces Haaren befestigen wollte. Ein Lächeln zierte ihre Gesichter. Alles war idyllisch. Aber nur beinahe.

Am besten macht ihr euch kurz mit den Charakteren vertraut. Tiggah, oder weniger bekannt als Hero Trash, ist der größte Möchtegernheld den es gibt. Gibt es irgendwo Not, Ärger oder sonst irgendein Unheil und er bekommt Wind davon, eilt er zum Geschehen ohne sich vorher Gedanken darum zu machen. Er besitzt zwar ein großes Herz, aber dafür scheinbar ein umso kleineres Gehirn. Tiggah ist in der Gruppe derjenige, der mit seiner lustigen offenen Art besticht, auch wenn er dabei manchmal wirklich nerven kann. Zum Glück hat er Jace an seiner Seite, die er als kleines Mädchen aufgefunden hatte und unter seine Fittiche nahm. Sie lernte schnell und genau so schnell wuchs sie auch. Als Größte in der Gruppe fühlt sie sich auch aufgrund ihrer Kampffertigkeiten dazu verpflichtet diese zu beschützen. Besonders Tiggah, dem sie enorm dankbar ist, rettet sie oft, aber auch Perlu, die es ihr aufgrund ihrer geringen Größe und ihrer Art angetan hatte, hilft sie dabei besonders. Jedoch muss Jace aufpassen, dass sie Tiggah nicht allzu sehr bemuttert. Dieser fühlt sich dann oft entmündigt und auf Streit ist Jace nicht unbedingt aus. Jace ist für die Ernsthaftigkeit in der Gruppe zuständig. Sie redet von allen am wenigsten, doch erhebt sie das Wort, sofern es notwendig sein sollte. Sie kämpft mit einem großen Breitschwert. Tiggah und Jace beherrschen keine Magie in ihrer Schamanenform, abgesehen davon, dass Tiggah sich zwar an der Magie versucht, dabei aber immer nur misslungene gefährliche Dinge beschwört. Ob dies nützlich ist, ist äußerst fraglich.
Perlu ist die Kleinste in der Gruppe, dafür aber nicht minder so wichtig. Sie beherrscht eine seltene Form der Heilmagie. Mittels Blutmagie, wobei ihr eigenes Blut besonders wirkt, kann sie leichte bis mittelgrobe Verletzungen komplett heilen. Natürlich versucht sie auch alles, dass es nicht so weit kommt, doch nicht immer ist dies möglich. Sie kämpft mit Pfeil und Bogen, daher hält sie sich in Kämpfen zurück und hält ihren Freunden auf diesem Wege den Rücken frei. Da Jace in einem Kampf meist die erste ist, die sich hineinstürzt, hat Perlu sich auf den Fernkampf spezialisiert. Keema ist in der Gruppe derjenige, der oft denkt, er habe da nichts zu suchen. Besonders Tiggah und Rumms wirken ihm manchmal zu bekloppt, wobei er aber sehr oft an dem Schabernack beteiligt ist. Kämpfen blickt er zwiegespalten entgegen. Er besitzt zwar eine Nahkampfwaffe, einen Dolch, aber von Nahkämpfen hält er sich fern. Am liebsten setzt er seine Illusionsmagie ein und verwirrt so die Gegner oder lenkt sie einfach ab. Keema redet sich manchmal gerne ein, dass er der einzig Normale in der Truppe sei. Rumms dagegen ist von Grund auf wahnsinnig. So könnte man argumentieren. Bei jedem Schabernack scheint sie dabei zu sein, besonders dabei ärgert sie aber auch unschuldige, nichtsahnende Menschen. Kommt es jedoch darauf an, kann sie sehr misstrauisch und ernst sein, weswegen Perlu oft zu ihr hält. Sie geht davon aus, dass Rumms nicht total bekloppt ist. In einem Kampf kommt es oft zu brenzligen Situationen, da Tiggah sich in Gefahr begibt, Jace ihn zu retten versucht und Rumms mit ihrem Dolch und ihrer Kampfmagie wild drauflos prescht. Ohne regelrechte Rücksicht auf Verluste kämpft sie um alles. Dabei verletzt sie sich aber auch oft.
Nun aber genug der langen Worte der Vorstellung. Wir werden die Truppe schon näher kennenlernen, keine Sorge. Die wichtigsten Dinge wurden euch hier eben mitgeteilt, nun kehren wir zurück zum Ort des Geschehens und seid stets wachsam.

Ein Schatten überragte nun Jace und Perlu. Rumms dagegen blickte in ein ernstes Gesicht und schrak zusammen. Vor ihnen stand einer der berühmt berüchtigten Moderatoren, Archaeron. Komplett ernst blickte er auf die drei hinab, wobei sein Blick dann langsam zu den beiden Männern Keema und Tiggah glitt. Dann erhob er die Stimme: „Es wird nach euch verlangt.“ Sofort war Tiggah hellhörig angerannt gekommen und sagte laut grinsend: „Warum denn? Bekommen wir jetzt eine Belohnung, weil wir immer so hilfreich sind?“ Rumms sah ihn skeptisch an und murmelte: „Wohl eher werden die uns wegsperren. So viel wie wir schon zerstört haben!“ Mit großen Augen sagte Perlu regelrecht hilflos: „Das würde Lou niemals machen. Höchstens sperren sie euch drei weg.“ Vorwurfsvoll sah die Kleinste der Gruppe auf Tiggah, Keema und dann regelrecht entschuldigend zu Rumms. Wenn die Gruppe meist im Dienste der Moderatoren unterwegs war, gab es oft eine Schneise der Zerstörung. Meist lag dies daran, dass Tiggah sich unbedacht in Gefahr begeben hatte, Rummskugel ihm mit Keema zu Hilfe geeilt war und dann ein Kampf entbrannt war. Diese Hilfe sah meist so aus, dass Keema nicht nur die Feinde, sondern oft auch die Gruppe mit seinen Illusionszaubern verwirrte und Rummskugel sich so in die magischen Angriffe hineinsteigerte, dass am Ende immer etwas explodierte. Perlu sorgte dann dafür, dass keiner schwerverletzt daraus hervorging und Jace übernahm die Rettung. Natürlich lief es nicht immer so, aber es kam häufiger vor, dass es Verletzungen gab.

Keema grinste Perlu breit an und sagte: „Nicht mal uns würde Lou verbannen, immerhin steht sie total auf mich.“ Mit verdrehten Augen sahen Rumms und Tiggah zu ihm und prusteten dann einheitlich los. Archaeron hatte dies kurz beobachtet, ehe er sich umdrehte und davon schritt. Er drehte sich noch einmal um und rief: „Folgt mir am besten jetzt.“ Sofort lieferten sich Keema, Rumms und Tiggah ein Wettrennen. Jace und Perlu liefen gemächlicher, aber genau so neugierig hinterher. Sie legten nicht viel Weg zurück, Archaeron hatte sie nur zum Dorfplatz gebracht. Am Brunnen saßen gemeinsam Lou und Sweetl. Lou sah der Gruppe neugierig, teils auch nervös entgegen, während Sweetl komplett desinteressiert eine Banane schälte.
Perlu lächelte Lou und Sweetl sofort breit an, Jace schenkte beiden ein Nicken und Tiggah grölte: „Hi, wobei können wir euch denn helfen?“ Rumms sah ihnen skeptisch entgegen, ihre Augenbrauen bildeten eine steile Falte. Keema zwinkerte Lou seiner Meinung nach verführerisch zu. Diese sagte nun: „Schön, dass ihr gekommen seid. Wie ihr festgestellt habt, sind leider Entführungen von statten gegangen und wir sind nun wirklich gezwungen zu handeln. Wir können froh sein, dass wir uns noch hier befinden.“ Ermahnend warf sie Tiggah und Keema einen Blick zu. Sie war der Meinung, dass diese Beiden die Gefahr nicht richtig einzuschätzen wussten. Sie seufzte kurz, dann sprach sie weiter: „Das Schlimmste jedoch ist, dass es sich bei den Entführten um Kinder handelt. Wir waren bei den Admins, welche uns aufgaben, dass wir talentierte Personen losschicken sollten.“ Sie fixierte jeden Einzelnen der Gruppe, wobei Tiggah grinste: „Tja, ich finde schon, dass wir talentiert sind. Mehr oder weniger.“ Perlu schüttelte ratlos den Kopf und sah irritiert zu Jace. Wie hielt sie ihn immer nur so lange aus? Immerhin kannten sich die beiden schon ziemlich lange, das wusste jeder. „Daher möchten wir euch bitten, die Kinder zurück zu bringen. UNVERSEHRT, sofern das möglich ist.“ Ihr Stimme donnerte bei dem letzten Satz und die Gruppe zuckte gemeinschaftlich zusammen. Manchmal vergaß man oft, wozu die Mods eigentlich in der Lage waren.

Rumms fragte mit ernster Stimme: „Und wo bitte sollen wir nach den Kindern suchen? Sollen wir hier jeden Stein umdrehen? Vielleicht versteckt Sweetl sie ja auch in den Bananenschalen.“ Ein böser Blick strafte Rumms, welche aber nur die Augenbraue hob. Sie fand ihre Frage besonders berechtigt. Warum sollten ausgerechnet sie die Hilfe sein? Lou sah kurz Sweetl an, die aber keinerlei Anstalten machte, die Gruppe überhaupt zu bemerken, und sie antwortete: „Das könntet ihr gerne machen, wenn es hilft. Ihr könntet uns aber auch zuhören. Die Gestalten, die die Kinder entführt haben, bestanden aus purem Schatten, aus reinster Dunkelheit. Uns ist zu Ohren gekommen, dass diese Zauberkunst besonders im Norden zu finden ist. In der Nähe des Frostwaldes. Ihr müsst die Kinder natürlich nicht komplett allein befreien, es reicht schon, wenn ihr uns genau sagen könntet, wo sie sich befinden und wer hinter diesen Schattenwesen steckt.“ Kurz herrschte Stille, jeder machte sich seine Gedanken, mehr oder weniger. Tiggah sagte dann überzeugt: „Hero Trash meldet sich hiermit offiziell zum Dienste. Das wird schon machbar sein.“ Er vergrub seine Hand in seinem Haar und durchwuschelte es noch mehr als sonst. Jace nickte ihm zu und sicherte mit fester Stimme ihre Unterstützung zu. Perlu, die Jace sorgenvoll betrachtete, bot auch ihre Unterstützung an und sah dann hilfesuchend Rumms an. Sie wusste um ihre magischen Kampffähigkeiten und wollte nicht, dass Jace alles alleine übernahm. Langsam nickte Rumms. Einzig Keema schien sich kaum dafür zu interessieren. Tiggah jedoch grinste ihn an und reichte ihm die Hand: „Komm schon, Keems. Mach's für die Truppe!“ Keema betrachtete kritisch Tiggahs Hand ehe er frech hineinspuckte und sagte: „Gut, ich bin dabei. Aber ich übernehm nicht die Drecksarbeit.“ Angeekelt sah Tiggah auf seine Hand und versuchte diese nun bei Rumms am Rock abzuwischen, welche ihm aber geschickt auswich und ihm einen drohenden Blick zuwarf. Jace hielt Tiggah ein sauberes Tuch hin, welcher dann damit seine Hand reinigte.

Archaeron und Lou hatten das Treiben zunehmend misstrauisch beobachtet. Wollten sie wirklich die Zukunft der Kinder in deren Hände legen? Hatten sie denn überhaupt eine andere Wahl? Lou fasste sich als erstes und zog sich ihre Halskette über den Kopf. An ihr hing ein kleiner, beinahe durchsichtig schimmernder Stein, welchen sie nun in Perlus Hände legte. „Solltet ihr die Kinder gefunden haben, wichtige Informationen haben oder in Not stecken, so kann Perlchen uns mit dem Stein hier benachrichtigen. Sie muss ihn fest in die Hände nehmen und in Gedanken eine Nachricht formulieren.“ Prompt probierte Perlu dies und Lou lächelte sie dann an. „Ja, genau so. Ihr könnt uns somit auch einfach Botschaften übermitteln.“
Nun meldete sich Rumms noch einmal zu Wort: „Warum sucht ihr nicht nach diesen Kindern? Immerhin seid ihr doch so mächtig.“ Sie hatte dies regelrecht spöttisch und ablehnend ausgesprochen. Rummskugel hatte keine Probleme mit den Moderatoren an sich, sondern einzig mit Autoritäten. Archaeron sagte leise: „Wir wurden damit beauftragt dafür zu sorgen, dass nicht noch mehr Entführungen stattfinden. Die Helfer Notearl und Nachtfell werden uns dabei behilflich sein. Daher sind wir komplett eingebunden.“ Rumms nickte langsam, jedoch mit misstrauischem Blick. Tiggah wollte den drei Moderatoren noch einen High Five geben, wurde jedoch unsanft von Keema mitgeschliffen und die Gruppe teilte sich für eine Stunde auf. Ein jeder schritt in seinen Wohnbereich und sammelte die wichtigsten Utensilien zusammen. Sie brauchten immerhin etwas Proviant, Waffen oder gar Verbandsmaterial.

Als die Stunde vorüber war, sah sich die Truppe kurz ratlos an, ehe Tiggah den ersten Schritt machte und pathetisch verkündete: „So mögen wir jetzt die Kinder retten. Das wird doch ein Kinderspiel!“ Eine Antwort erübrigte sich, denn alle wollten noch vor dem Abend eventuell die nächste Menschenansammlung gefunden haben. Unterwegs tratschte die Gruppe. Tiggah und Keema schritten voran, boxten sich gegenseitig. Rumms folgte den beiden, beobachtete aber vermehrt die Umwelt. Ab und an mischte sie sich aber in das Gespräch ein oder drehte sich zu Perlu um und erzählte ihr irgendwelche belanglosen Dinge. Die Nachhut bildeten Perlu und Jace, wobei Jace besonders Tiggah im Blick behielt. Sie wusste ganz genau, wie schnell er sich in Gefahr begab. Perlu und Jace sprachen nicht viel, jedoch war es kein unangenehmes Schweigen. Als die Sonne unterging hatte die Gruppe den Hügel passiert und ihre Silhouetten waren nur noch zu erahnen. Dort wo schon Dunkelheit herrschte, manifestierten sich grimmig aussehende dunkle Gestalten, welche über den Boden waberten und der Gruppe folgten.
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