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Blut & Liebe

von Xhexania
Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Agron OC (Own Character) Spartacus
25.01.2017
12.10.2021
19
23.975
4
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18 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
13.05.2018 1.487
 
Die schwüle Hitze des Tages brennt auf alles nieder und macht die Arbeit noch viel anstrengender. Naya wischt über ihre Stirn und stellt das Gemüse in der Küche ab:"Samos? Wo sollen die Sachen hin? Brauchst du Hilfe beim Kochen?" fragt sie und setzt ein Lächeln auf, um den alten Mann zu unterstützen. Dieser aber schüttelt nur den Kopf und schneidet weiter:"nein, dass reicht erstmal. Die Herrschaften sind sowieso bei den Spielen und werden erst später erscheinen um zu speisen. Der hässliche Vogel war vorhin hier und hat gesagt du sollst dich noch um die Kräuter und Verbände kümmern. danach kannst du dir etwas Ruhe gönnen, dass machen die anderen Sklaven auch." Sie nickt steckt ihr kleines Messer weg und nimmt ein nasses Tuch, um den Dreck etwas von ihrem Körper zu wischen, dann stapft sie in den Behandlungsraum. "Schau dir das hübsche Ding an..." lacht ein Mann der Wache auf und haut seinen Kameraden an, dieser aber winkt nur ab:"Lass das mal lieber! Die ist nur für die Gladiatoren du weißt schon." genervt verdreht sie die Augen und spürt die gierigen Blicke in ihrem Rücken, was sie anekelt. Der Mann meint:"Aber die Kämpfer sind ja nicht da, also darf ich doch auch mal oder?"

In der Arena sind seit dem Morgen die Spiele im Gang und die Massen von Menschen brüllen begeistert zur sich bietenden Show der Gladiatoren, die ihren Gegner das Leben nehmen. Fast jeder der Stadt ist dort und will sich das nicht entgehen lassen, während die Herren der Kämpfer in ihren bequemen Sesseln sitzen und ihren Wein genießen. "Was für ein unglaubliches Spektakel!" lachen sie und ergötzen sich an dem Tod der immer und immer wieder auf dem Sand eintritt.

"Wie geht es Spartacus?" fragt sie an Mira gerichtet, die seit Stunden an dem Bett des in Wahn verfallenen Kämpfers wartet und nun überrascht aufschaut:"Naya! Ich... ich weiß es nicht! Bisher zeigt er kaum Veränderung." sie beugt sich über ihn und seufzt, vor einiger Zeit ging es ihm noch gut.... naja, bis zu dem Abend als er gegen sie und später gegen seinen besten Freund antrat. Varro ist tot und das durch seine Hand. Sie nimmt Mira in den Arm und schaut sich dann um, schnell greift sie zu einigen Sachen und beginnt etwas zusammen zu mischen. "Was tust du?" fragt Mira und tritt neben sie, doch sie legt nur einen Finger auf ihre Lippen und zischt:"Verrat es niemanden! Hier!" Sie drückt ihr die Schüssel in die Hand deutet auf den Kämpfer:"Wenn du kannst koch es auf bis es flüssig ist und gib es ihm dann, er wird nicht zu sehr krampfen dadurch." dann aber verschwindet sie wieder und huscht durch die Flure wie eine Tote.

Nun wird der Sand des kleinen Ludos aufgewirbelt und sie beginnt erneut den Tanz der Klinge. Sie setzt einen Fuß vor den anderen, überlässt die Kontrolle komplett dem Schwert in ihrer Hand und sieht den Kampf von Sppartacus wieder vor sich und wie sie die Fehler nicht noch einmal begeht. Mit einem mal springt sie und dreht sich komplett in der Luft, während sie unter sich nur den großen Arenagott sieht und versetzt ihm einen tödlichen Schlag dabei, doch dann steht sie wieder auf der Erde und sieht vor sich nur den Trainingsbalken der genauso unnachgiebig ist wie der Mann den sie sich als Ziel gesetzt hat zu besiegen. "Wie es scheint unterschätzt man dich wohl." ertönt eine laute kraftvolle Stimme aus dem Schatten.

"Drago...?" überrascht schaut sie den großen Mann an, der langsam auf den Platz tritt, die Arme hinter seinem Rücken verschränkt und einen interessierten Blick in den Augen:"Ich habe also den Eindringling gefunden. Jemand der versucht im Schatten auf unserem Sand zu kämpfen... das es aber ausgerechnet du bist hätte ich nicht gedacht." Sie stellt sich gerader hin und atmet durch:"Was willst du nun dagegen tun?" Ihr Herz schlägt schneller und sie lässt ihn nicht aus den Augen, dieser Mann schüchtert sie ein und sie kann nicht vorhersagen zu was er im Stande ist. Naya hört nur die Peitschenschläge, die ohne Gnade auf Kämpfer und den Boden einwirken. "Dagegen kann ich nicht viel machen, außer ich berichte es unserem Dominus, aber was würde mir das nützen? Wie es scheint bist du ziemlich begabt." meint er und hat den Kopf gehoben um den Himmel für einen Moment zu betrachten, dann aber greift er zu einem rumliegenden  Schwert. Mit einer Hand wirft er es hoch und fängt es wieder auf:"Die Arena würde sich sicher freuen zu sehen wie eine Frau Blut fließen lässt nicht?" Die junge Frau schluckt verschmitzt und zuckt mit den Schultern, der Gedanke auch noch in einer Arena zu stehen reizt sie, doch einfach so jemanden das Leben zu nehmen um die Massen zu unterhalten? Das schreckt sie eher ab.

Er lächelt und packt ihre Hand, stößt sie mit dem Schwert nach vorn und flüstert:"Du musst zuschlagen. Mit Kraft! Ohne zu Zögern! Du bist eine gute Kämpferin, aber zu zaghaft, du hast angst...", "ich habe schon getötet!" fällt sie ihm ins Wort und beißt die Zähne aufeinander. Drago blinzelt , dann aber antwortet er:"Ich wollte nicht sagen das du das nicht könntest, nur deine Angriffe sind zu schwach. Deine Klinge würde einen Mann wie mich nicht ordentlich verletzen und du würdest deine Gegner nur unnötig leiden lassen oder gibst ihm die Chance dich doch noch zu töten!" seine Worte sind scharf und von Druck begleitet, denn er weiß genau wovon er redet. Naya denkt an ihre Familie, an das Feuer und die Schreie... sie will das nicht nochmal! Noch einmal wird sie ihnen nicht die Macht geben jemanden zu verletzen der ihr wichtig ist und sie tatenlos zusehen lassen. Tief atmet sie durch und umgreift das Schwert fester, dann nickt sie und schaut auf:"Von vorn! Ich werde es besser machen!" In ihren Augen sieht er nun den Antrieb nach dem er gesucht hat und ein stolzes Lächeln bildet sich auf seinen Lippen, während er sich ihr gegenüber stellt und sein Schwert hebt:"Dann komm!" Diese junge Frau wird eines Tages eine große Kriegerin und vielleicht auch mal eine  Anführerin, daran hat er keine Zweifel. "Du solltest trotzdem aufpassen... man sieht so etwas nicht gern und ich habe den Blick mancher Soldaten beobachtet. Halt dich im Schatten und tu was sie sagen." er legt ihr eine Hand auf die Schulter und nickt ihr zu:"Du bist gefährlich."

Stolz über die Worte dieses Kämpfers streckt sie die Schultern durch und ihr Gesicht der Sonne entgegen, dann lacht sie auf und spürt die kraft in sich etwas an ihrer Gefangenschaft zu ändern. Erschöpft legt sie das Schwert  zur Seite und atmet durch, bevor sie wieder rein geht um ihren Aufgaben Aufmerksamkeit zu schenken, aber das wird ihr verwehrt. Ein Mann stellt sich ihr in den Weg und sie erkennt die wache von vorhin, der sie angrinst und ihr näher kommt. "Da bist du ja... ich hab schon gewartet. Du kannst mir sicher helfen oder?" er drängt sie zurück in eine dunkleren ecke des Kerkers und sie sträubt sich:"das geht nicht. ich muss meinen Aufgaben nachgehen.. ich..", "Das kann sicher warten!" mit einem Mal berührt er sie und sie knurrt auf:"Lass mich los! Ich-" Genervt verpasst er ihr einen Schlag und sie stolpert gegen die Wand und sinkt auf den Boden, völlig verwirrt und benommen von dem Schlag.

"So du kleines Biest, jetzt komm mal her!" schreit der Soldat, packt sie an ihren Haaren und hat sie nun wie ein hilfloses Tier. Sie wehrt sich, doch hat gegen die Kraft dieses Monsters keine Chance. Mit dem Fuß tritt er nach ihr und versucht sie ruhig zu stellen, damit er seinen Spaß haben kann. Schon lange hat er ein Auge auf sie geworfen und nur auf eine Gelegenheit gewartet, die er jetzt sieht.
Er hat ihren Zopf in seiner Hand und zerrt sie daran mit sich. Vor Schmerzen kreischt sie auf und beißt dann wütend die Zähne aufeinander:"Nimm deine Hände von mir!" schreit sie erneut, doch er lacht nur:"Du solltest lieber still sein!" ihre Hände greifen in eine Tasche in ihrem Kleid und sie spürt das Messer zwischen ihren Fingern. Es ist eine Augenschlagentscheidung und sie packt seine Hand, setzt das Messer an ihrem Zopf an und schneidet ihn mit schnellen Bewegungen durch. Überrascht taumelt die Wache zurück:"Was?!"  er hat nur noch das Haar in seiner Hand und im nächsten Moment steht ihm keine Sklavin mehr gegenüber... jetzt steht dort ein tollwütiges Tier.
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