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Blut & Liebe

von Xhexania
Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Agron OC (Own Character) Spartacus
25.01.2017
12.10.2021
19
23.975
4
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Dieses Kapitel
1 Review
 
09.10.2017 1.152
 
"Los! Nun geh schon!" sie drückt ihn mit einer Hand aus ihrem Zimmer, obwohl sie selbst ihn ungern loslassen will, doch es ist kurz bevor die Sonne aufgeht und die Wachen fänden es wohl nicht sehr amüsant, wenn einer der Gladiatoren, der noch nicht befugt ist hier rumspaziert. Sie umklammert die Decke, die sie sich um die Schultern gelegt hat und er dreht sich nochmal zu ihr, drückt ihr mehrere Küsse auf die Lippen und verschränkt seine Finger nochmal mit ihren:"Es tut weh jetzt einfach zu gehen, aber...", "Genug der Worte, sonst kann ich dich wirklich nicht gehen lassen. Verschwinde bevor die Wachen es mitbekommen. Ich will dich nicht weggeschlossen hinter Gittern sehen müssen..." er löst sich und verschwindet dann schnell und leise wieder in seine Zelle, sie aber bleibt zurück und schließt die Tür vorsichtig, dann legt sie ihre Stirn gegen das Holz und atmet tief durch. Leise gluckst sie auf, über das was sie getan hat... dann fällt sie wieder in ihr Bett, bis die Sonnenstrahlen und die lauten Rufe der Wachen sie wieder aus ihrem leichten Schlaf reißen.

Sie streckt sich und setzt sich auf, ein Lächeln liegt auf ihren Lippen, doch auch Angst plagt sie, denn was für Konsequenzen wird das nach sich ziehen? Eigentlich wurde es ihr untersagt einfach so mit einem der Gladiatoren zu schlafen, dass wird nicht gern gesehen, lieber sollen sie sich mit billigen Huren vergnügen, aber hin und wieder kommt auch das vor. Hat jemand sie gesehen und war es nur eine Nacht die sie miteinander teilten oder waren seine Worte wahr? war es wahr das auch er sie als seine Hoffnung gesehen hat? Entrüstet seufzt sie nur und steht dann auf, bevor die neugierigen Augen hier rein kommen oder sie noch Ärger bekommt, weil sie noch nicht mit Arbeiten begonnen hat. Sie zieht ein neues Gewand an und lässt ihre Haare dieses Mal offen, dann geht sie aus dem Zimmer und streift durch die Gänge, zur Küche, wo sie schon die ersten Arbeiten bekommt und sich daran macht diese zu erledigen, ohne an anderes zu denken.

"Wo bist du mit deinen Gedanken?" als ob er es gewusst hätte, spricht der alte Mann sie an und sie presst die Lippen etwas aufeinander, worauf er wieder reagiert:"An deine Familie? An deinen Geliebten? An deine Heimat?" sie stellt den Korb, den sie gerade auf den Armen hat kurz ab, und nickt leicht:"Ja, zum Teil  schon. Ich werde nie aufhören an all das zu denken." Er nickt und brummt:"Glaub mir das wird mit den Jahren weniger, vorallem wenn du weißt das du sie eines Tages bei den Göttern wieder sehen wirst. Daran denke ich oft und weiß das meine Zeit auch bald abgelaufen ist, der Tod ist ein Freund  an einem Ort wie diesem." Er hat Recht. Sie lächelt leicht und streicht sich eine Strähne hinter ihr Ohr, dann stimmt sie zu:"Nun das hoffe ich doch irgendwann." und verkneift sich dabei die Tränen, dann nimmt sie ihre Sachen wieder und tritt nach draußen, um dort alles für das Essen vorzubereiten und den Rest des Essensplatzes sauber zu machen. Gladiatoren haben für den Status von Sklaven trotzdem einen ganz schönen Luxus zu etragen.

Die Kämpfer sind schon längst wieder am Trainieren und sie schaut sich verstohlen um, bis sie ihn erblickt, er hat ebenfalls nach ihr geschaut und beide lächeln leicht, doch müssen sich dann wieder ihrer Aufgaben zu wenden. Zu viele wachsame Augen überschauen den Platz und die kleinste Schwäche die auffällt wird genutzt und missbraucht, denn man kämpft mit allen Mitteln, um weniger gegner zu haben, weniger Konkurrenz oder seinen Stand zu beweisen. Bald sind auch die nächsten Kämpfe in der großen Arena, wo auch Agron und sein bruder mit kämpfen werden und es wird Blut fließen das weiß sie genau, nur wessen kann sie nicht erahnen. Naya weiß aber das er nicht sterben wird, sie hat es im Gefühl, denn er ist stark und entschlossen und gemeinsam mit seinem Bruder? Gemeinsam sind sie unschlagbar. Trotzdem sind ihre Gedanken auch bei diesem anderen Kämpfer, bei dem unbesiegbaren Spartacus, der ihr keine Ruhe lässt. Was führt dieser Mann im Schilde? Und warum lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen und ist imemr so gefasst, obwohl bei jeder Kleinigkeit sein Leben auf dem Spiel stehen könnte? Es ist wirklich ein interessantes Spiel was hier manche spielen. Leider wird sie dabei gestört und aus ihren Gedanken gerissen durch eine laute Stimme.

"Du! Du sollst mit kommen! Die Domina hat nach dir gerufen!" einer der Soldaten umgreift unsanft ihre Schulter und schubbst sie vorwärts, dabei erhascht sie nur noch einen Blick zu Agron, der erschrocken in ihre Richtung starrt, wahrscheinlich dachte er in diesem Augenblick genau das selbe. Wurden sie erwischt? Hat wer geredet? Was wird nur jetzt passieren mit ihr...

Plötzlich sieht sie den Krüppel Gladiator an der Wand des Ganges lehnen und sie wird aufgefordert zu warten, da grinst er sie auch schon an und meint:"Anscheinend war wohl jemand nicht sehr vorsichtig." sie würdigt ihn eines tödlichen Blickes und meint:"Ich werde dir wenn du schläfst die Zunge und deine Männlichkeit abschneiden, dann sehen wir ob du immer noch grinst." Die Soldaten ziehen sie in den Raum und sie flüstert:"Aber ich glaube eher werde ich grinsen, wenn ich es herausfinde, dass du es warst." da verschwindet sein Lächeln plötzlich und er stößt sich von der Wand ab, um zu gehen. Dann steht sie im Gemach der Domina und schaut sich etwas unbeholfen um, der ganze Luxus den sie erkennt und die vielen Düfte die sie riecht sind unglaublich. Es fühlt sich an, als habe sie das alle Jahre nicht mehr gehabt, doch sie macht keine unbefugten Bewegungen und wartet einfach weiter, bis die Frau, die ihre Herrin ist, aus einem Nebenraum erscheint und sie mustert. "Du bist also auch eine derer die ich noch nicht gesehen habe. Du wirkst recht dürr und nicht gerade brauchbar." meint sie nur und kommt auf sie zu. Sie zupft an ihrem Haar:"Germanenhaar und recht klein, naja.. du machst deine Arbeit gut und das sollte reichen. Weißt du warum du hier bist?" fragt sie die junge Frau und diese schüttelt nur den Kopf udn die Domina antwortet:"Du wirst heute mich begleiten auf den Markt, dass ist eine Ausnahme da gerade nicht viele da sind, in deren Umgebung ich mich aufhalten will." Naya nickt und neigt den Kopf etwas vor, sie hat sich schnell die Angewohnheiten der anderen Sklavinnen angeeignet, um die Herren gut zu stimmen, denn nur so überlebt man den Teufelskreis. Dann wird sie weggeschickt und soll helfen die Kutsche etwas auszustatten. Sie darf raus.... raus aus diesem Loch und für einen Moment aufatmen, die Stadt wiedersehen...
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