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Blut & Liebe

von Xhexania
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Agron OC (Own Character) Spartacus
25.01.2017
10.07.2019
18
22.261
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02.02.2017 865
 
Sie und weitere Sklaven, Männer die wohl zu Schlächtern ausgebildet werden sollen, darunter zwei aus ihrer Heimat stammende Brüder, werden auf einen Karren geladen und aus der Stadt gebracht. Die Beine hat sie angezogen und sich ganz klein gemacht, in die letzte Ecke hat sie sich verkrochen und den Kopf gegen das Holz gelehnt. Ihr Blick ist leer und sie fühlt sich plötzlich so verlassen und hilflos, man behandelt sie wie ein Stück Vieh. Vorallem aber hat sie Angst, angst vor dem was sie mit ihr wohl machen werden, jetzt da sie niemanden mehr hat der sie beschützen könnte. Die Sonne brennt auf sie nieder und es dauert bis sie dann irgendwas in der Ferne erkennen kann. Ein Ludus... eine Gladiatorenschule.
Etwas überrascht betrachtet sie das große Haus. Sie hat erst einmal als Kind einen Ludus aus der Ferne betrachtet, doch nun wird sie gleich einen betreten. Man zerrt sie regelrecht vom Karren und bindet sie stellt sie zwischen die anderen in eine Reihe. Ihr Körper ist angespannt und nervös kaut sie auf ihrer Lippe rum, als sie dann angetrieben werden zum laufen, spürt sie den harten Boden unter ihren schmerzenden Füßen. Ihre Beine sind ganz taub und sie hat das Gefühl wegzuknicken, doch sie taumelt weiter, bis sie das Tor vor sich sieht und instinktiv stehen bleibt. Nein! Da kann sie nicht rein! Das ist ihr Tod!

Eine Hand legt sich auf ihren unteren Rücken und sie zuckt sofort zusammen, doch der Mann hinter ihr zischt nur leise und schiebt sie dann sanft voran, er gibt ihr etwas Halt und stößt sie nicht grob, so wie es die Wachen tun. Erleichtert atmet sie aus und findet wieder den Halt unter den Füßen. "Genau so." flüstert er, bevor sie am Tor dann getrennt werden, als sie den Kopf rumdreht kann sie ihn nochmal in die Augen schauen und er grinst ihr frech zu. Einer der Brüder....

Dann verschwindet er aus ihrem Sichtfeld und man schleppt sie in das innere des Ludus und wird dann einfach wie ein Gegenstand mitten im Weg stehen gelassen. Der Dominus oder auch Batiatus tritt ein und richtet seine Worte an sie:"Du wirst dich um meine Gladiatoren kümmen! Wenn sie etwas verlangen tust du es! Als normale Sklavin taugst du nichts...." mit einer Fingerbewegung werden ihr die Fesseln abgenommen und sie nickt, mit einem engstirnigen Blick. Er lächelt etwas:"Gut, du sprichst meine Sprache. Anscheinend haben wir uns verstanden. Schafft sie weg! Sie soll sich angemessener kleiden und waschen!" bei den Worten wird sie wieder weggebracht und der Mann gibt sich seinen Gästen wieder hin, die er umschwänglich begrüßt.
Andere Sklavinnen nehmen die Germanin in Empfang und die Wachen ziehen wieder ab, haben besseres zutun als sich mit einer etwas wilderen Sklavin rumzuschlagen, die sie sie wahrscheinlich totschlagen, wenn es ihnen gefällt.

"Komm! Setz dich." missmutig setzt sie sich auf einen Hocker und wird von den zwei Frauen umsorgt, so wie es ihnen aufgetragen wurde. Sie entkleiden sie, waschen sie und machen sie wieder ordentlich. Die vom Dreck verkrustete Haut riecht plötzlich angenehm nach einfachem Blütenwasser und sie haben ihr die Haare etwas geschnitten, dass gehörte wahrscheinlich nicht zu ihren Aufgaben, doch habe sie ihr den Gefallen getan ihre struppigen Haare nicht länger zu ertragen. Ihr wird ein metallener Halsring umgelegt, er ist kalt und lässt sie erschaudern und der weiche Stoff des roten Gewands liegt wie eine Decke um sie.
Es ist nicht der Tod. Es ist zwar alles so einfach und man weiß sofort beim ersten Blick das sie eine Sklavin, doch ist es besser als der Dreck der an ihr gehaftet hat. Und es ist.... "Gewöhn dich nicht daran." sagt die eine Frau zu ihrer Rechten leise, was sie stutzig macht, worauf sie antwortet:"Du wirst dich um die Gladiatoren kümmern, was glaubst du was da für Regeln gelten? Hm?" Bei ihren Worten zieht sie den Ledergürtel um die Hüfte der Germanin noch fester, so das ihr für einen Augenblick die Luft wegbleibt, doch beißt sie die Zähne zusammen und meint:"Habt nur Mitleid mit mir, aber ihr kennt mich nicht!" meint sie bissig, doch die beiden lachen nur amüsiert und die Linke drückt ihr einen Kuss auf die Wange:"Sie werden dich brechen, so wie sie uns alle hier gebrochen haben!" Dann ist sie allein und starrt auf ihre Hände. Knapp schluckt sie und realisiert: sie ist eine Sklavin. Sie muss gehörchen, sonst wird sie getötet und niemanden wird es interessieren. Keiner ist mehr da und sie ist nichts mehr wert.
Entweder überlebt sie oder wird untergehen.

Tief atmet sie durch und geht nach draußen, dort stehen auch schon die Wachen wieder, die sie angrinsen:"So, beweg dich! Du hast viel zutun!"
Schon wird sie wie ein Vieh voran getrieben, runter zu den Zellen wo sie schon den Geruch von Mann oder Tier, schwer einzuschätzen, riecht und sie beginnen darf eine neue Zelle auszustatten und etwas sauberer zu machen, damit die neuen sich darin wohl fühlen.  Sie seufzt und reißt sich zusammen, wie schwer kann es schon sein getrocknetes Blut vom Boden zu bekommen? Sehr schwer.
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