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Blut & Liebe

von Xhexania
Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Agron OC (Own Character) Spartacus
25.01.2017
12.10.2021
19
23.975
4
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18 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.07.2019 1.715
 
Ein von Asche getränktes Schlachtfeld. Der Geruch von Feuer und süßem Blut liegt in den sirrenden Luft, die vor Kampfeslust nur so strotzt. Leichen über Leichen stapeln sich auf dem matschigen Boden, hauptsächlich die von römischen Soldaten, und hauchen den letzten Rest ihres verdammten Lebens aus. Ganz oben auf einer Anhöhe aus Toten steht sie ganz allein, umzingelt von fünf Männern mit erhobenen Schwertern, die im Licht der schwachen Sonne nach ihrem kostbaren Blut verlangen. Sie aber, die junge Frau, Kriegerin ... Göttin, ist noch lange nicht bereit den Verstorbenen zu folgen und macht im nächten Moment einen Satz nach vorn. In einem Halbkreis schwingt ihr Schwert durch die Luft und zieht eine klaffende Bauchwunde durch die Haut eines Mannes, der aufschreit und daraufhin auf sie zu stürzt.  Mit einem animalischen Schrei verpasst sie ihm einen heftigen Tritt gegen den Brustkorb und schickt ihn damit den Berg aus Körpern hinunter, dann knurrt sie mit gebleckten Zähnen und wischt sich die vom Schweiß und anderen Flüssigkeiten klebrigen Haare aus dem Gesicht. Ihr Jagdinstinkt ist bestialisch und mit einer einfachen Handbewegung  schmettert sie einem weiteren den griff der Waffen gegen die Schläfe. Sobald dieser zu Boden gesunken ist stürzt sie sich auf den nächsten und schneidet seine Kehle durch.  Die letzten Zwei rennen brüllend auf sie zu und mit einer Rolle zur Seite ist sie aus deren Angriffsfeld raus, danach sticht sie mit der Spitze zwischen die Rippen des einen Soldaten und kann in seinem Gesicht erkennen das sie sein Herz getroffen hat. Dem einzigen Überlebenden tritt sie gegenüber und kann die Angst in seinen Augen erkennen, doch er hat so viel Mut und Anstand, um nicht um Gnade zu winseln. Also setzt sie die Klinge an seinen Hals und haucht:"Ihr habt verloren."
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Es ist nur eine Vorstellung. Statt der Römer liegen junge Gladiatoren am Boden und stöhnen erschöpft auf, während sie sich langsam wieder besinnt und die Schultern streckt, bevor sie das Schwert in den Boden rammt und durchatmet. Sie hat es mal wieder übertrieben, aber die ehemaligen Sklaven müssen sich mit einem harten Kampf abfinden wenn er auf sie zukommt und nicht davor zurückschrecken. Ihr Körper hat sich wieder an das Kämpfen gewöhnt und ihre Bewegungen werden immer flüssiger, während jeder ihrer Angriffe sitzt und doch bemerkt sie das sie sich zügeln muss. Diese Menschen sind nicht ihre Gegner sondern ihre Verbündeten und diejenigen die ihr Leben aufs Spiel setzen sobald es in einen Kampf geht. "Übt weiter... ihr werdet immer besser." ermutigt sie die Burschen und wischt sich über die Stirn:"Sobald ihr mehrere Momente gegen mich ankommt, werdet ihr bereit sein Soldaten zu töten." ihr Lächeln spornt die Kämpfer an sich sofort in das nächste Training zu stürzen und aus jeder Aufgabe das Beste raus zu holen. Genauso, wie die Gladiatoren aus dem Ludus des Batiatus, ist sie zu einer Anführerin geworden und macht sich Gedanken über den Weg den sie als nächstes einschlagen müssen. Ewig können sie hier nicht mehr bleiben, auch die Römer sind nicht so dumm wie sie immer annehmen, und ebenfalls brauchen sie mehr Sklaven, Kämpfer und Schlächter auf ihrer Seite. Spione sind kaum vorhanden und die Anführer dieser kleinen Truppe kann nicht in die Stadt ohne das jemand sie sofort erkennt.

Drago beobachtet das Schauspiel und muss erfreut aufbrummen:"Sie ist wirklich unglaublich, da hat sich einiges verändert seit der zeit im Ludus." Der große Mann schaut das eigentlich zarte Geschöpf an und legt Spartacus eine Hand auf die Schulter:"Du hast sie genauso wie ich in den klaren Nächten beim Schwerttanz beobachtet nicht wahr?" Der Angesprochene verschränkt die Arme vor der Brust und nickt nur, während er im Augenwinkel Gannicus entdeckt, welcher sich ihr entgegen stellt und belustigt grinst. "Trotzdem ist sie nicht gänzlich beim Kampf. In ihrem Kopf schwirren tausend andere Geister umher, was mir Sorge bereitet. Wenn ihr Gegner ein erfahrener Kämpfer ist wird er die vielen Lücken nutzen und sie töten." Dann senkt er seine Stimme und murmelt:"Diese Frau nochmal zu verlieren würde für uns, aber vor allem für Agron das Ende bedeuten." Agron steht ebenfalls bei den beiden und kann seinen Blick nicht von ihr wenden, noch ist es unfassbar für ihn das sie lebt und ganz in seiner Nähe ist. Trotzdem kann er sie nicht berühren oder in seine Arme schließen und was sie sagt zerreißt ihm fast das Herz in der Brust, allerdings stimmen ihre Worte und in seinem tiefen Inneren spürt er das Verlangen sie zurück zu erobern. Wenn er schon den Blick des Gannicus sieht, könnte er durchdrehen und ihm die Kehle aufschneiden. Dieser Mann findet Gefallen an ihr... wer würde es nicht?

"Wie ich höre und sehe bist du gut mit dem Schwert... nur ist dir keiner von den unbeholfenen Schülern ebenbürtig." meint Gannicus frech und klopft dann mit seinen Schwertern auf den Boden:"Probier doch mal gegen mich anzutreten!" Naya wischt sich das Wasser vom Kinn und lächelt amüsiert, dann greift sie zu zwei kurzen Äxten und kommt auf ihn zu geschritten. Anmutig und gefährlich wie sie ist. "ich bin noch viel besser mit der Axt." Beide Waffen sind zwar aus Holz, dennoch kann ein gut gesetzter Hieb von beiden ziemliche Verletzungen mit sich ziehen und das wird es sobald die beiden ernst machen. Jetzt ist er angespornt und will sie in die Knie zwingen:"Wie selbstbewusst du bist. Hochmütig schon eher wie dein Gesicht sagt!" Naya reckt das Kinn und stürmt im nächsten Moment auf ihn zu, kurze, präzise Angriffe und dann wieder auf Abstand. Ihr Gegenüber ist ein starker Kämpfer, Spartacus ebenbürtig und ihr vor allem im Nahkampf ohne Waffen überlegen! Also nicht entwaffnen lassen und mehr ausweichen als Angreifen. Ihre Ausdauern und Akrobatik ist ihm überlegen... und niemand kann mit der Axt so umgehen wie sie, nicht mal ihre Brüder konnten das. Einige Schlagabtausche werden ausgeführt, dann kommt es zu den ersten heftigen Ausführungen und die junge Frau signalisiert wie ernst er an das ganze ran geht. Mit einem Rad entkommt sie seinem nächsten Schwertstreich und verpasst ihm einen heftigen Schlag mit der Rückseite ihrer Axt, was ihn anscheinend wenig kümmert und ihr einen kräftigen Tritt auf den Oberschenkel aufzwingt. Der Schmerz zieht sich durch den ganzen Muskel und sie weiß genau in einem langen Kampf mit einem Mann wie ihm hätte sie keine Chance.
"Ich bin schneller und stärker als du." meint er nur und sein Schwert saust durch die Luft, doch zieht einige Zentimeter über ihrer Brust einfach weiter und hat sie nicht mal ansatzweise gestreift:"Dafür bin ich wendiger und gelenkiger und genauso SCHNELL!" ruft sie und in Sekunden schnelle verpasst sie ihm einen Schlag mit dem Axt griff unter seinem Kinn und stößt ihn mit ihrem ganzen Körper zurück. Das kostet sie viel Kraft und Anstrengung, dass sie ihre Atmung nur noch schwer unter Kontrolle halten kann und wieder auf Distanz geht. Sein nächster Angriff sitzt und seine Faust gräbt sich tief in ihre Magengrube. Es wird schneller und unübersichtlicher alles, beide kommen an ihre Grenzen und wissen immer besser die Schwachstellen des anderen auszunutzen, doch sie hat mehr als er und eine davon steht am Rand als Zuschauer.

"Dieser Bastard!" knurrt Agron angespannt und kann den Blick nicht vom Kampf abwenden. In seinem Gesicht steht der Zorn geschrieben und Spartacus breitet ruhig einen Arm aus, um ihn zurückzuhalten und warnt ihn mit einem drohenden Blick:"Zügle dich. Wir brauchen ihn. Sowohl Naya, als auch du braucht Zeit und müsst euch erstmal wieder aneinander gewöhnen wie mir scheint." Er weiß genau das Spartacus Recht hat, doch er glaubt fest daran das sie zu ihm gehört... was tut er dann nur dem armen Kerl an, der an seiner Seite ist? Hat er wirklich Gefühle oder ist das nur ein dummes Spiel was er weiter führt damit er nicht allein ist? Agron verzieht sein Gesicht zu einer wütenden Miene und ergreift die Hand von Nasir und zieht ihn hinter sich her. Er weiß nicht genau was in seinem Körper vor geht und was er eigentlich will, doch so kann es nicht weiter gehen! Der Gladiator muss sich darüber klar werden was er will.

Im gleichen Augenblick gleiten Naya´s Augen zu ihm und sie erkennt nur wie er sich von ihr abwendet und mit dem jungen Mann verschwindet. Das war es wohl. Es zerreißt ihr den Brustkorb, weil er sich von ihr abwendet. Für einen Moment hat sie sich ablenken lassen und genau diese Chance ergreift ihr Gegner natürlich und kann sie mit wenigen Treffern zu Boden bringen und setzt ihr zum Schluss die Klinge an den Hals:" Gut geschlagen, dennoch verloren wie mir scheint." Dann streckt er die Hand aus und zieht sie wieder auf ihre Füße und nah an sich heran:"Wir sollten das öfter tun. Man kann von einander lernen." Wie verlockend, andererseits dieser Kerl ist nicht unbedingt ihr Geschmack... obwohl diese langen Haare reizen sie schon.

"NAYA! SPARTACUS! IHR MÜSST GEHEN!"

Jedoch dreht sie sich von ihm weg und schaut zu Samos der in den alten Tempel gehetzt kommt. Mühevoll bleibt er stehen und bricht in Naya´s Armen zusammen:"Mein Kind..." haucht er, dann krümmt er sich vor Schmerz und sie erkennt die vielen Pfeile in seinem Rücken. Anscheinend haben sie ihn entdeckt und mit ihm gespielt... er verblutet. Erschrocken hält sie ihn und Tränen treten in ihre Augen, während er seine Worte an Spartacus richtet:"Die Jäger kommen... sie sind auf dem Weg... ihr habt nur noch einige Tage..." röchelt er, dann schaut er die Dunkelhaarige an und lächelt sanft:"Wie meine Tochter." Seine Augen funkeln und statt ihrer Hand hält er die seiner Tochter, die ihn mit sich in das Götterreich, in das Paradies, zieht. Blut läuft über ihre Hände und Arme, als der alte Mann die Augen zur Sonne richtet und aufhört zu atmen.

Wieder waren sie es. Wieder haben die Römer ihr jemanden genommen. Nun sind sie auf den Weg und es sind zu viele als das sie sie besiegen könnte, dafür sind sie nicht ausgestattet. Was für ein grauer Tag den die Götter für sie erwählt haben.
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