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Blut & Liebe

von Xhexania
Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Agron OC (Own Character) Spartacus
25.01.2017
12.10.2021
19
23.975
4
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Dieses Kapitel
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16.02.2019 1.181
 
"Ihr lebt... dass ist überraschend. Ihr wart in der Arena und das schon wieder! Wolltet ihr nicht von dort fliehen?" fragt sie belustigt und nimmt einen Becher mit Wein entgegen, dabei trifft ihr Blick den sehnsüchtigen ihres einstigen Geliebten und doch wendet sie ihre Augen schnell wieder ab und zu Spartacus hinüber. Dieser schüttelt nur lächelnd den Kopf und seine kalten Augen mustern sie von oben bis unten:"Das sagt ausgerechnet eine lebende Tote! Es ist nicht zu fassen.... du weilst noch unter uns."  sie nickt mit schwerem Lächeln:"Ja und das hat mich viele Nächte voll von Schmerz und Leid gekostet. Samos hätte mich drei mal fast verloren, aber er war immer bei mir." Der Anführer nickt und kann sich diese grausame Zeit sehr gut vorstellen, dann aber klärt er sie über alles auf und fragt:"Wieso hast du dich uns nicht schon früher angeschlossen?" Sie überlegt und zuckt im Endeffekt mit den Schultern:"Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht so recht. Ich war ziemlich schwach... bei euch hätte ich nicht lang überlebt oder wäre dem Fieber zum Opfer gefallen und hier konnte ich trainieren und war nicht abgelenkt." Natürlich ist das nicht alles was sie davon abgehalten hat und ebenfalls keine gute Erklärung, aber er ist damit erstmal zufrieden und sie kann durchatmen. Sie begrüßt Crixus und schließt Naevia in ihre Arme, die sie vermisst hat und wechselt kurz einige Worte. Dabei spürt sie immer einen stechenden Blick in ihrem Rücken und weiß sofort wer es da auf sie abgesehen hat.

Wird sie sich den Rebellen und Sklaven anschließen? Kann sie endlich die Vergeltung bekommen, nach der sie so lange lechzt? Sie hat noch lange nicht genug Römerblut an ihren Händen und ihre Familie hat sie auch noch nicht gefunden und gerächt. Rache... das brauch sie immer noch, aber verlangt sie wirklich danach? Oder sucht sie einfach nur Frieden? Können diese Menschen ihr wirklich dabei helfen?

Er mustert sie erneut:"Du hast dich ziemlich verändert! Du bist noch stärker als vorher und dein Körper wirkt stärker... hast du dich nun entschieden uns zu unterstützen? Wir haben viele gute Kämpfer unter uns!" Sie lächelt und schaut ihn mit hochgezogener Augenbraue an:"Ach? Eine Sklavenmeute, die nicht kämpfen kann. Einen alten Ausbilder, der nichts weiter als ein hoffnungsloser Kämpfer ist und ein Mann der sich die Freiheit erkämpft hat und vielleicht nichts weiter als ein Verräter zu seien scheint?" Ihre Worte stimmen und er wirkt wieder etwas niedergeschlagen, doch seinen Mut kann er ihr nicht nehmen und er antwortet nur:"Heute Abend ist eine Versammlung, da hoffe ich dich zu sehen, aber jetzt... Ich denke ich lasse euch nun allein. Hier seid ihr ungestört..." zwinkert Spartacus  und nickt dann nur noch, bevor er geht und sie bemerkt das sie sich in einem eher leeren Gang befindet. Dieser Verräter! Er hat direkt gegen sie gespielt und das obwohl er von der etwas unangenehmen Situation weiß. Was kann sie nur tun? Sie  weiß das sie sich irgendwann dem stellen muss, aber jetzt sofort?

Arme schlingen sich von hinten um ihren Hals und sie wird an einen muskulösen und vor Anspannung zitternden Körper gedrückt. Sein Atem geht stark und ihr Nacken ist ganz warm. Zaghaft berührt sie mit ihren Fingerspitzen die Haut seiner Unterarme und fährt nach vorn zu seinen Fingern, die wieder ganz rau und aufgeschürft vom Kampf sind. Ohne es zu merken atmet sie seinen Geruch ein, spürt die vertraute Wärme und ein verträumter Blick taucht in ihren Augen auf, zusammen mit einem sanften Lächeln. "Hallo, mein Gallier." Er lacht leise auf und drückt sie stärker in seinen Armen zusammen:"Germane! Du Verdammte! Zügle deine böse Zunge." Sie grinst und kann kaum glauben, dass ausgerechnet er das von sich gibt. Der Kerl der bei jedem zweiten Satz die Götter verflucht und seine Zunge irgendwann verlieren wird, wenn er weiter so locker damit umgeht. Wie vertraut es mit einem Mal scheint und wie schön sie sich in seine Arme schmiegen kann... wie sehr ihr Herz sich danach gesehnt hat. Es ist falsch. Alles was die beiden fühlen ist unglaublich falsch und schmerzhaft, doch das verdrängen sie für einen kurzen Augenblick und denken an ihre Zeit im Ludus. Nun haben sie endlich ihre Freiheit und einander, aber in dem Moment erinnert sie sich an den Schmerz in ihrem Rücken und den Abschied und an den überraschten Blick des jungen Mannes. Er war so erschrocken als Agron zu seiner einstigen Geliebten stürmte, anstatt an seiner Seite zu bleiben... das geht so nicht. Das kann nicht gut enden.
"Wie oft habe ich dich in meinen Träumen gesehen? Du warst mit meinem Bruder unterwegs... du hast neben mir im Bett geschlafen... du warst immer an meiner Seite und hast das eine Mal unsere Kinder an den Händen gehalten." sagt er und kann kaum fassen sie vor sich zu haben. Er hatte sie aufgegeben und nun hat er sie wieder in seinen Armen, wie kann das sein? Die Götter sind grausam und doch gnädig... Er kann in diesem Moment an nichts anderes als an sie zu denken.

"Wann haben die Träume aufgehört?" fragt sie vorsichtig und möchte erfahren wann er aufgehört hat sich nach ihr zu sehnen, doch  er schaut ihr tief in die Augen und beugt sich vorsichtig zu ihr herunter, damit ihre Lippen sich endlich berühren können und flüstert:"Nie." In dem Moment reißt sie die Augen auf und drückt ihn von sich weg:"Das geht nicht! Sag so etwas nicht!" Doch da ergreift er ihre Hände und schaut sie sehnsüchtig aus seinen hellen Augen an:"Ich konnte dich nicht gehen lassen.... ich konnte unser Versprechen nicht einhalten.", "Und doch hast du jemand anderen gewählt." flüstert sie und kneift die Augen zornig zusammen, aber dann erweichen ihre Züge wieder, weil sie wahrscheinlich nicht anders gehandelt hätte und spürt wie er angestrengt überlegt. "Ich weiß... nicht warum... ich mag ihn sehr." stammelt er und fährt sich durch die kurzen Haare. Dann aber atmet er tief durch und betastet ihr Gesicht:"Ich hasse mich selbst dafür, dass ich es nicht war der die Nächte an deinem Bett verbracht hat und deine Hand hielt, während du vor Schmerz...", "Hör auf!" fällt sie ihm leise, aber harsch ins Wort und legt ihm eine Hand auf den Mund:"Hör auf Agron! Das kannst du nicht tun. Dein Herz gehört nun jemand anderem..." Tränen steigen in ihre Augen und sie schüttelt nur den Kopf:"ich bin nicht mehr wichtig. Ich war tot und es ist nur selbstverständlich das du jemand anderen fandest." vorsichtig entzieht sie sich seinem Griff und wischt über ihre Augen, während sie sich langsam von ihm entfernt und er entgeistert zurück bleibt. Was hat er nur getan? Hat er zu schnell aufgegeben und den Schmerz an ihren Verlust zu rasant mit jemand anderem gefüllt? Aber er liebt doch Nasir... und Naya...
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