Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Blut & Liebe

von Xhexania
Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Agron OC (Own Character) Spartacus
25.01.2017
12.10.2021
19
23.975
4
Alle Kapitel
18 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
11.10.2018 1.113
 
Vorsichtig betritt sie das Gemach ihrer Herrin und neigt den Kopf etwas zur Begrüßung, während sie den Blick abgewandt hat und über ihre Strafe nachdenkt. "Dein Kampf war gut  und hat uns sehr unterhalten, eine Frau? Wer hätte gedacht das eine Sklavin wie du dazu im Stande ist." meint die Domina und kaut auf einer ihrer Weintrauben herum, bevor sie sie belächelt und ihr einen Vorschlag macht:"Wie wäre es wenn du öfter Kämpfen darfst? Ich finde dich unterhaltsam." Sie versteht nicht ganz, was damit gemeint ist und nickt erstmal nur.
"Bei unserem bevorstehenden großen Fest möchte ich an keiner Attraktion sparen und du wärest bestimmt ein hübscher Zusatz." meint die Domina und stellt amüsiert ihr Glas ab, während ihre Augen die auf den ersten Blick zierliche Gestalt mustern und feststellen das sie nicht nur eine gewöhnliche Sklavin ist. Ihr Körper zeigt viele Muskeln, straffe von der Sonne, die auf den Ludus scheint gebräunte Haut und kleine unscheinbare Narben. "Du bist stark, aber woher hast du das alles?" fragt sie an ihr Eigentum gerichtet und Naya reckt nur das Kinn, wie ein trotziges Kind:"Man hat es mich gelehrt." Lucretia legt den Kopf schief und schaut sie lange an, bevor sie aufsteht und sich direkt vor sie stellt. Mit einem mal kann sie den starken Duft der Frau vor sich erhaschen und selbst dieser ist getränkt von Bosheit und Tod... nicht mal die edlen Gerüche ihre Öle können diesen Eigengestank überdecken. "Trotzdem bist du nichts weiter als eine Sklavin und wenn du aufmüpfig wirst, lasse ich dich fallen und einfach vernichten." Eine gefährlich schöne Frau, die auf noch viel mehr Macht bedacht ist und dafür alles tun würde. Sie wird noch lange ihre Finger im Spiel haben und ihre eigenen Pläne durchsetzen, auch wenn sie dafür sehr tief fallen muss.

"Man wird sich deiner erfreuen, also genieße die Ruhe etwas... und hier ein Geschenk was du zur Feier tragen sollst." mit einer Handbewegung tritt eine Sklavin zu ihnen und überreicht ihr einige Kleidungsstücke und oben drauf die Maske einer Göttin. Sie runzelt die Stirn, da ihr dieses Gesicht sehr bekannt vor kommt und schaut die Domina wieder an:"Ich werde als Göttin kämpfen?" Lucretia ist begeistert von ihrer Unbeholfenheit und betrachtet sie wie ein kleines Tier, doch dann entscheidet sie ihr auf die Sprünge zu helfen:"Das ist Minerva. Die Göttin des Mondes, des Handwerkes, der Weisheit und vor allem... des Krieges." sie zwinkert und schickt sie dann wieder fort, um sich mit ihrem eigenen Gladiator zu vergnügen und darauf zu warten das ihre Gäste bald eintreffen.

Langsam steigt sie die Stufen zu den unteren Gewölbe hinab und versucht dabei das Zittern zu unterdrücken. Wenn sie bei dem fest kämpfen muss und die Laune eines Gastes nur etwas abweicht dann kann es den Tod für sie oder ihren Gegner bedeuten... so wie damals bei Spartacus. Diese Leute können über sie entscheiden so wie sie es wollen und wie ihre Laune gerade zu seien scheint. Irgendwie wird ihr das erst jetzt so wirklich bewusst und es fühlt sich wie ein kräftiger Schlag in den Magen an, da sie sich nie der Macht dieser Menschen bewusst war. Gerade hat sie einen kniffligen Kampf überstanden und nun werden noch viele weitere folgen und einer davon wird sie das Leben kosten.
Naya schaut sich erschrocken um und sucht ihn, doch Agron ist nirgends zu finden und an den Wachen die die Zellen bewachen kommt sie nicht vorbei. Was ist geschehen? Als sie Mira entdeckt stürzt sie zu ihr und ist den Tränen nahe:"Was ist passiert? Wo ist Agron? Wer hat das Crixus angetan?" ihre Freundin nimmt sie an der Hand und zieht sie zu einer ruhigen Ecke, wo sie sie in die Arme schließt und an sich drückt. Zum ersten Mal sieht sie die starke, junge Frau unter dem ganzen zerbrechen und erklärt ihr:"Alles geht zu Grunde... sie sind außer Kontrolle und werden bald etwas fatales tun. Bist du bereit?" Naya kann nicht anders als zu nicken und frischen Mut zu schöpfen und ihr zuzustimmen. Dann trennen sie sich mit den Worten:"Schlaf... wir brauche alle Kraft um zu siegen."

Niedergeschlagen begibt sie sich in ihr Zimmer und legt sich hin, dabei versucht sie zur Ruhe zu kommen, doch ihr Blick geht immer wieder zu der Maske und dem baldigen Kampf:"es wird alles gut..." flüstert sie und schließt dann die Augen. Sie fällt in einen traumlosen Schlaf und sie vermisst die Wärme an ihrer Seite. Agron aber sehnt sich genauso nach ihr und darf die Zeit in seiner Zelle absitzen, während er mit Spartacus über seinen irren Plan redet und nicht daran glauben kann, aber das ist die Chance sich und seinen Bruder zu retten. Leider wird dieses Fest das Letzte sein und viele Überraschungen hervorbringen.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Langsam erhebt sie sich und sieht die untergehende Sonne durch ihr kleines Fenster. Sie streicht über den weichen Stoff des Kleides und bindet zaghaft den goldenen Gürtel um ihre Hüfte, bevor sie die Maske aufsetzt und sich wie in einem Gefängnis fühlt. Sie soll eine Göttin darstellen, jemanden den man anbetet, aber eigentlich ist sie nur ein verkleideter Wolf und darauf aus diesem ganzen Albtraum ein Ende zu bereiten. Dann hört sie die ersten Männer die Zellen verlassen und wird von einem Soldaten ebenfalls nach draußen geführt, wo die Wärme und Anspannung sie empfängt. Das Fest hat begonnen und die Gäste verlangen nach Unterhaltung, Kampf und dem folgenden Tod.
Der Wind weht durch das weiße, reine Kleid und sie betritt den Platz wie eine Göttin. Anmutig, stark und schön wie die die sie verkörpern soll... es ist als wäre sie wahrhaftig vom Himmel hinabgestiegen. Ihr Blick gleitet durch die Reihe der Kämpfer und streift kurz den von Agron, der sie nur mitleidig, aber bewundernd anschaut und ihr zunickt. Alles wird gut und niemand wird sterben oder doch? Sie gesellt sich etwas abseits zu den Soldaten, dort wo sie sein soll und betrachtet die Schaulustigen oben auf dem Balkon. Alle sind fein gemacht, haben die besten Speisen und Getränke in den Händen und lachen sich falsch wie sie sind ins Gesicht. Ihre Hand gleitet zu dem schmalen Schwert an ihrer Hüfte und sie kann das starke Pulsieren in ihrem Körper spüren. Alle Versammelten sollen büßen für das was sie ihnen angetan haben und Naya ist von dem Plan überzeugt den Spartacus umsetzen will. Mira hat sie komplett in Kenntnis gesetzt und nun hat sie auch wieder den Mut gefasst und die Vergeltung soll kommen. Die Götter sollen alle ihre Zeugen sein!
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast