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- Mass Effect: Blue Spark -

GeschichteSci-Fi, Liebesgeschichte / P18 / Gen
OC (Own Character)
24.01.2017
24.01.2017
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“Ist es sicher, dass uns das gelingen wird?”

“Wir haben die benötigten Proben, die Menschen sind dabei eine große Hilfe. Nun fehlen uns nur noch einige Y-Chromosomen der Männer zum Test.”

“Möge die Göttin uns dies Verzeihen.”

“Auf eine lange, erfolgreiche Reise. Auf einen Neuanfang. Auf die Evolution.”

--

Es fühlt sich an wie am ersten Tag, dieser taube Schmerz wenn das dünn geschnittene Metall in meine Haut sticht. Wie lange bin ich schon hier? Wer bin ich? Was bin ich? Ich besitze keinen Namen, keinen Platz, zähle ich überhaupt als ein Individuum? Womöglich nicht. Im Gegensatz zu diesen Wesen, die ich jeden Tag um mich habe, mit ihren weißen Gewändern, die aber nicht alle der gleichen Spezies entstammen, besitze ich nichts, was diese als 'Name' bezeichnen. Ich besitze einen.. Titel? Eine gedruckte Schrift auf dem Stoff, der meinen Oberkörper bedeckt.

MA-0097. Das bin ich.

Niemand lehrte mich wer ich war, nun bin oder sein kann. Ich hörte sie sprechen. Immerzu, jeden Tag seit meine Gedanken erwachten. Die Fähigkeit Lesen und Sprechen, so wie auch Laufen und Essen, diese hat man mich gelehrt und zeigten sich mir als Gundbedürfnisse. Etwas, dass jedes Lebewesen können muss und braucht. Immer wenn ich fragte, was für einen Sinn ich habe, wenn ich fragte, warum ich hier sei, wer oder was sie sind, immerzu sagten sie: “Du bist nicht bereit das zu lernen. Übe dich in Geduld.”

Doch was definiert man als Geduld?

Die Fähigkeit, zu sitzen, zu stehen, zu liegen und dabei kein Wort zu sagen? Verbindet man die Geduld mit dem ewigen Warten? All diese Fragen, die mein Bewusstsein täglich erfassten, beantwortete ich Schlussendlich selbst. Durch Beobachtung im dunkeln und das nehmen der Bücher, die nie in Reichweite waren. Doch irgendwann waren sie es. Eine Kraft, die man als 'Biotik' bezeichnet, wohnt in mir. Nach dem erwachen dieser Fähigkeit, sprachen sie wieder. Worte wie “Immens”, “Bombastisch” oder “Gefährlich” verließen ihre Sprachorgane. Mein Gehör ist leider nur mit wenigen Worten dieser Art geschult, doch weiß ich, dass man dies entweder als Kompliment, oder Beleidigung verstehen darf. Es wird geschrieben, dass es auf die eigenen Ohren und die Tonlage des gegenübers ankommt, wie es verstanden wird.

Doch was sehen sie, wenn sie mich anblicken? Sehen sie eine Beleidigung, oder ein Kompliment? Sehen sie was gutes, oder etwas böses? Ich weiß selbst nicht einmal, was ich bin. Wieso beantworten nur die Bücher, die doch so Stumm sind, meine endlosen Fragen?

“97! Hörst du mir zu? Augen auf mich!”

Ein Befehl. Wieso muss ich darauf hören? Langsam wandern meine, als brilliant Blau beschriebenen Augen hinauf. Ein weibliches Individuum, dass meine Wurzeln teilt. Wir scheinen derselben Spezies anzugehören, doch trennt sie uns beide mit offensichtlicher Distanz. Außerdem trennen uns auch die Äußerlichkeiten, die wir tragen. Dieses weiße Gewand, dass sie mir immer und immer wieder als 'Kittel' zu verstehen geben. Dagegen meine grauen, dünnen Stoffe. “Ich hab dich was gefragt 97, hörst du mir zu?”, ihre Stimme nimmt einen gereizten Klang an. Ich mag diese Person nicht, ich empfinde schon lange eine Antipathie gegenüber dieser Frau. Meine Augen starren in die braunen der ihren, während mein Körper im ständigen Schneidersitz auf diesem Bett verbleibt. “Jetzt höre ich zu.”, ich verstehe bis heute nicht, warum sie wollen das ich mit ihnen spreche, wenn sie sich immer von mir Distanzieren. Viele von denen, die ich durch die Glasscheiben sehe, sind wie ich, aber doch sind wir verschieden. Meine Verständnis bezieht sich, mit einem betonten leider, nur auf die Dinge, die in diesem Raum geschehen.

“Okay... Stimme hat sich endgültig entwickelt, klingt gut. Tiefe Tonlage mit strengem Spitz..”, sie murmelt während der Stift in ihren Händen das Papier mit Farbe ziert. Als ich.. jünger war, hielt ich sehr oft solche Stifte in den Händen. Doch diese hatten das ganze Farbmuster eines Regenbogens, den ich bisher nur aus Büchern kenne. Der Stift den diese Personen dagegen benutzen, wirft eine sehr dunkle und dreckige Farbe auf die Papiere.

“Nun, 97. Heute bekommst du besuch von jemand neuem. Sie wird sich ab heute um dich kümmern und dir die Dinge lehren, die du über das Volk wissen musst.”, so sagt sie. DAS Volk. Nicht, UNSER Volk. Wieder diese endlose Distanz, mit der sie uns trennt, obgleich wir vom selben Blut sein sollten. “Sei höflich zu ihr, du weißt das es sonst knallt. Verstanden?”, ich mustere sie, meine Augenbraue ziehen sich leicht zusammen und verursachen so eine kleine Falte, die meine deutliche Abneigung zeigt. Ich mag diesen Satz nicht. Ich denke mittlerweile, dass ich ihr eine knalle, wenn sie nicht sofort aus meinem Blickfeld verschwindet. Denn im Gegensatz zu Maschinen und Tieren, bin ich ein Subjekt mit klarem, wenn auch noch sehr ungelehrtem Verstand, dass man nicht dressieren kann. “Verstanden.” “Gut. Hast du Schmerzen?” “Nein.” “Was fühlst du?” Diese besondere Frage.. ich beantworte sie meist mit dem gleichen Wort, dass ich zu definieren gelernt habe. “Wut.”

“Wir sind fertig, Tür öffnen ich muss die Informationen Digitalisieren.”, sie wendet mir wieder ihren Rücken zu, die Schritte ihrer schweren Stiefel hallen durch den Raum, bis sie hinter der Tür verschwindet und diese sich mit einem leisen, hohen Geräusch wieder schließt. Klingt.. wie ein sogenanntes 'Piepen'.

Ohne weitere Worte verlasse ich meine Meditationspose und steige vom Bett. Noch nie habe ich verstanden, was genau der Himmel und der Weltraum sind, von dem doch so viel in Büchern geschrieben wird. Noch nie habe ich eines der beiden Dinge gesehen. Ein verlangen nach neuem, zu erfahren, was es bedeutet frische Luft zu atmen.. der Wunsch, einen Baum zu berühren und das Licht einer Sonne aufzunehmen. Doch hier.. Immerzu diese weißen Wände um mich, die gleichen Dinge jeden Tag. Als kleines Kind erschien mir so viel so groß, alles so erforschbar. Und dabei.. befinde ich mich bis heute in einem Raum, der einzig und allein mich beherbergt. Mich, die Bücher, dass Bett, der Tisch und Stuhl, die mir als einziges über all die Jahre vertraut geblieben sind. Die Gesichter derjenigen, die mich Besuchen, präge ich mir nicht ein. Denn was auch immer sie in mir sehen, es ist nicht genug um mit mir das Leben und die sogenannte Freude zu teilen. Ein Band zu schaffen, dass halten soll.

Ein leises Seufzen verlässt meine trockenen Lippen, während meine Azurblauen Fingerkuppen über die glatte Tischoberfläche streichen und neben dem Rücken eines Buches zu halt kommen. Das Geräusch der sich öffnenden Tür erregt zwar die Aufmerksamkeit meiner Ohren, doch mein Körper regt sich nicht, sodass mein Rücken noch immer zu der Person gekehrt ist, die gerade eintrat.

“97? Verzeih, wenn ich Sie so ansprechen muss.. darf ich um Ihre Aufmerksamkeit bitten? Mein Name ist Dr. Nosissnia T'Loza.”

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Ich hoffe es hat jedem soweit gefallen der Mass Effect bisher verfolgt und gespielt hat quq Das ist das erste Kapitel, jedoch wird die Geschichte erst weiter geschrieben, wenn Mass Effect: Andromeda raus kommt, da der Hauptcharakter dort in der Story mitspielen wird.
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