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Girls und Panzer: Eine neue Liga

von Ahzirr
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Erika Itsumi Maho Nishizumi Miho Nishizumi OC (Own Character) Saori Takebe Yukari Akiyama
23.01.2017
19.04.2018
15
52.838
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23.01.2017 3.801
 
Schule

Die Republik-Baden-Oberschule eine der Schulen von denen es nicht viele gibt, denn anders als zum Beispiel die Schwarzwaldgipfel-Mädchenschule, die Saunders University Highschool oder die St.-Gloriana-Mädchenschule, sind wir eine gemischte Schule und als eine der wenigen Schulen in der M-Division, Modernen Liga auch gennant. Wir benutzen den Militärfuhrpark der Bundeswehr und der deutschen Wehrmacht, wie den Leopard 2 in verschiedenen Ausführungen, den Puma, den Raketenwerfer Mars, das gepanzerte Fahrzeug Fennek, den Minenräumer Keiler und einige andere Fahrzeuge. Allerdings haben wir in unserem Fuhrpark auch Legenden wie zum Beispiel den Panzerkampfwagen 5 Panther und 6 Tiger 1+2. Außerdem haben wir den Vorgänger des Leopard 2, den Leopard 1. Unsere Schule ist in jedem Militärischen Bereich vertreten, weswegen wir bei uns Schützen, Kriegsmarine und eine Luftwaffe haben. Unsere Schule ging vor Jahren aus der Schwarzwaldgipfel-Mädchenschule hervor, weswegen die Uniformen noch große Ähnlichkeiten haben und das Wappen bis auf wenige Unterschiede identisch ist.

Alexander Fuchs

Mein Name ist Alexander Fuchs Oberkommandant der Landeinheiten der Republik-Baden-Oberschule und auf dem Rang eines Generals. Mein Vater ist deutscher und arbeitet als Lehrer und Beratender Techniker an der Schwarzwaldgipfel-Schule. Meine Mutter ist Japanerin, allerdings mit deutscher Abstammung und Schuldirektorin der Republik-Baden-Schule, da sie aber im Senshadō-Komitee ist, ist sie kaum anwesend. Ich bin eine Mischung aus beiden, die braunen Haare habe ich von meinem Vater und die Blauen Augen von meiner Mutter. Das technische Wissen von meinem Vater und das Können mit den Panzern von meiner Mutter. Allerdings war ich Kommandant einer Truppe die primär modernes Kriegsgerät benutzt, anstatt die Maschinen aus dem zweiten Weltkrieg. Meine Eltern wollten zwar erst, das ich ebenfalls in ein Historisches Team gehe, aber sie haben sich mittlerweile damit abgefunden.

Republik-Baden-Oberschule; Gefechtsübungsgelände

Heute war es endlich soweit wir bekamen einen neuen Panzer, nach Jahren der Organisation kam heute die Verstärkung für unseren Fuhrpark. Dies war eine große Sache, vor allem, da wir die erste Schule waren, die diesen Panzer in ihr Inventar aufnehmen durften und konnten. Deshalb waren viele Ehrengäste da, darunter Mitglieder des Senshadō-Komitees, Schuldirektoren von verschiedenen Schulen, allerdings auch Kommandanten einiger anderer Teams, wie zum Beispiel die Kommandantin unserer Partnerschule der Schwarzwaldgipfel. Ich und mein Team sollten den Anfang der Feierlichkeiten einläuten, und das mit einer Vorführung. 2 unserer Leopard 2 Panzer und zwei Pumas sollten eine Kolone bestehend aus 2 Fenneks und einem Dingo decken. Dabei sollte ein Fahrzeug angesprengt werden und ausfallen unsere Aufgabe war es, Feuerschutz zu geben und das beschädigte Fahrzeug schnellst möglich zu bergen. Die Kolone stellte sich außerhalb des Geländes auf, mein Panzer, ein Leopard 2 A6M KWS3, an der Spitze, ein Fennek hinter mir dann der Dingo und dann wieder ein Fennek, Marco Guderian, mein Vize-Kommandant und einer meiner engsten Freunde, fuhr als Schlusslicht. Marco war eigen, allerdings ein As mit seinem Leopard, mit dem Tiger hatte er auch so einiges drauf und als Scharfschütze mit seinem G29, schoss er auf mittlerer Distanz auf 1cm genau. Doch heute war er der Kommandant des Leopard 2A5 KWS2. Patrick und Dennis fuhren mit ihren Puma Schützenpanzer an den Seiten unserer Kolone. „Alle bereit?“, fragte ich über Funk, während ich aus der Kommandantenluke schaute. „Puma 1 bereit“, antwortete Patrick. „Puma 2 ebenfalls bereit“, antwortete Dennis. „Hier hintere Absicherung, bereit wenn sie es sind Kommandant“, funkte Marco. „Gut, an alle so wie wir es trainiert haben. Die Pumas halten zu den Seiten Ausschau. Marco du nach hinten. Wir übernehmen den Schutz nach vorne“, befahl ich. „Verstanden“, bestätigten alle. „Und, wehe jemand verhaut es, dann Gnade ihm Gott“; ermahnte ich. Die anderen Kommandanten nickten mir aus ihren Kommandantenluken zu. „Gut dann, mal los, Alle Einheiten in Bewegung setzen“, gab ich den Befehl. Und unsere Panzer setzten sich in Bewegung. Wir wussten zwar das ein Fahrzeug zerstört wird, allerdings nicht wann, nicht welches und auch nicht von wo. Als wir im Zielgebiet ankamen, hörte ich wie meine Mutter über Lautsprecher, das Manöver moderierte. Ich hörte wie sie die Besonderheiten der Leopard 2 Panzer vorstellte und den Puma erklärte. Nachdem wir die Hälfte des Weges zurückgelegt hatten, gab es eine Explosion und der Dingo rauchte und blieb liegen. Sofort suchte ich die Gegend mit dem Fernglas ab und nach kurzer Zeit konnte ich den Feind erkennen. „Puma eins und zwei feindliche Infanterietrupps auf ein Uhr. Feuerschutz“, befahl ich den beiden Schützenpanzer. Im nächsten Moment kamen die ersten Feuerstöße in Richtung Feind, welcher während dieser Übung aus Personenförmigen Zielscheiben bestand. „Die beiden Fenneks nach rechts und links aufteilen und zurück ziehen. Marco nimm den zerstörten Dingo an den Haken“, befahl ich weiter. „Verstanden“, erwiderte mein Vize-Kommandant und sein Panzer fuhr direkt hinter den zerstörten Dingo. Marco´s Richtschütze feuerte mit dem Mg in Richtung Feind. Im nächsten Moment schlug eine Granate neben meinem Panzer ein. „Feind auf 10 Uhr“, rief mein Richtschütze. Ich schaute in die Richtung die er mir angab und tatsächlich war dort ein Panzer. „Nach schräg links ins Feld“, gab ich über den Bordfunk an meinen Fahrer durch. Der den Befehl auch sofort umsetzte. „Kanone bereitmachen“, befahl ich weiter und mein Ladeschütze schob eine der 140mm-Granaten in den Lauf. „Geschütz bereit“, rief er. „Ziel erfasst“, meldete mein Richtschütze. „Feuer“, rief ich durch den Panzer und mein Richtschütze betätigte den Abzug der Kanone. Eine heftige Erschütterung, begleitet von einem Höllen Lärm ging durch den Panzer. Der Feindpanzer war Geschichte. Marco und seine Besatzung hatten in der Zwischenzeit den Dingo mit Stahlseilen an seinem Panzer festgemacht und zogen ihn rückwärts aus der Gefahrenzone. Mein Panzer folgte ihm ebenfalls rückwärts. „Nebelgranaten“, befahl ich knapp. Und mein Richtschütze drückte den Knopf. Die Nebelgranaten flogen mit dumpfen Schlägen aus den Granatwerfern des Leopards. Das Gelände war vernebelt und Marco meldete: „Fahrzeug in Sicherer Zone keine Verluste, keine  Verletzten.“. „Verstanden gehen sie auf Warte Position“, antwortete ich. Wir warteten außerhalb des Sichtfeldes der Zuschauer, während meine Mutter einen Vertreter des Senshadō-Komitees auf die Bühne bat, der Vertreter hielt eine Rede. Wir sollten während dieser Rede, unsere Panzer für die Übergabe des neuen Panzers bereit machen. „Hiermit kommen wir zur Vorstellung des neuen Panzers“, läutete der Mann am Rednerpult  für uns den wichtigsten Teil ein. Wir fuhren in zwei Reihen ein. Der neue Panzer fuhr, verhüllt, in der dritten Reihe, die so die einzige Dreierreihe bildete. Die Panzer hielten vor der Bühne. Die letzten Reihen teilten sich nach rechts und links auf, und fuhren neben die ersten Reihen. Ich und meine Besatzung marschierten zeitgleich ein und hielten vor dem mittleren Panzer der Reihe. Ich stand vor meiner Besatzung. Die sich in einer Reihe nebeneinander aufstellte. „Und hiermit bitte ich den Oberkommandant der Panzerzüge auf die Bühne“, fuhr der Vertreter des Komitees fort. Ich ging auf die Bühne, salutierte kurz und stellte mich neben das Rednerpult. Auf ein  unauffälliges Zeichen von mir, fuhren die ersten beiden Panzerreihen auseinander, sodass der neue Panzer vor fahren konnte. Nun stand der neue Panzer, immer noch verdeckt, mittig vor den anderen Panzern. „Hier ist der neue Panzer der Republik-Baden-Oberschule. Ein Leopard 3“, sagte der Mann am Rednerpult. Im gleichen Moment fiel die Verdeckung des neuen Panzers. Die Zuschauer applaudierten. Der Mann zog eine Urkunde unter dem Rednerpult vor und ging zu mir. „Hiermit übergebe ich den Leopard 3 offiziell an die Republik-Baden-Oberschule“, sagte er und übergab mir die Urkunde, auf der die Übergabe dokumentiert war. Anschließend gab er mir ein Zeichen, das ich ans Rednerpult sollte. Als ich dort ankam, sollte ich eine Rede halten. „Danke, an das Senshadō-Komitee, dafür das sie uns die Freigabe für den neuen Panzer gaben. Es ist für uns eine große Ehre, die erste Schule zu sein, die diesen Panzer in den Gefechten benutzen dürfen. Auch vielen Dank an die Schulleitung, für die Freigabe für die Anschaffung des Panzers, wir werden sie nicht enttäuschen“, sagte ich und trat wieder zurück. Meine Mutter trat an das Pult vor. „Nun haben sie die Möglichkeit den neuen Panzer anzuschauen, und Fragen zu stellen“, beendete sie die Übergabe. Die Leute applaudierten. Ich trat wieder zu meiner Truppe. „Absitzen, sammeln“, rief ich. Und Marco gab es über Funk an alle Panzerbesatzungen durch. Kurze Zeit später standen alle in einem Halbkreis vor mir. „So, gute Arbeit und Glückwunsch keine Fehler“, sagte ich. „Danke, Herr General“, riefen alle im Chor. „Jetzt werden die Gäste noch die Panzer anschauen, wenn sie fragen haben, beantwortet ihr sie, Verstanden?“, fragte ich. „Verstanden“, antworteten alle. „Gut, wegtreten“, befahl ich und alle salutierten und gingen auseinander. Kurze Zeit später waren die Panzer von Menschen umringt. Ich und mein Vize-Kommandant sollten nur repräsentativ wirken, also Hände schütteln, mit den Leuten reden und Fragen zu unseren Landeinheiten beantworten. „Jetzt habt ihr sogar den modernsten Panzer in eurem Arsenal“, sagte eine Stimme hinter mir. Ich erkannte die Stimme sofort und drehte mich um. Vor mir standen Maho Nishizumi, die Kommandantin des Senshadō-Teams der Schwarzwaldgipfelschule und ihre Vize-Kommandantin Erika Itsumi. „Hallo ihr beiden“, begrüßte ich die beiden und umarmte sie ersteinmal. Ich kannte Maho und Erika schon lange, da mein Vater als Techniklehrer an der Schwarzwald arbeitet und dort auch als Technischer Berater für die Panzer agiert und er hat mich früher immer mal wieder mitgenommen, so waren Maho und ich schon seit unserer Kindheit gute Freunde. Ich redete noch eine Weile mit den beiden bis meine Mutter uns unterbrach. „Alexander, ich müsste mit dir und Marco sprechen, kommt heute Abend bitte in mein Büro“, sagte sie. „Einverstanden, wir kommen“, sagte ich. Meine Mutter verabschiedete sich wieder und ging wieder, da die Schuldirektorin der Prawda-Oberschule einige Fragen an sie hatte. Ich redete wieder mit Maho bis sie sich verabschiedete, da sie wieder nach Hause aufbrachen. Ich umarmte Maho und Erika nochmal zum Abschied und ging dann auch wieder zu den Panzern. Ich stand bei meinem Leopard 2 Panzer, als ein Mädchen mit braunen Haaren zu mir kam und sich den Panzer anschaute. „Ein Leopard 2 A6M, ein schöner Panzer“, fing sie an. „Ja, stimmt“, antwortete ich ihr. „Das M steht für den zusätzlichen Minenschutz, oder?“, fragte sie mich. „Ja, Du hast echt Ahnung von Panzern, wie ist dein Name?“, fragte ich erstaunt. „Ich bin Yukari Akiyama“, antwortete sie. „Schön dich kennen zu lernen“, sagte ich. „Das ist aber keine vollständige KWS3“, stellte sie fest. „Nein, die Ladeautomatik fehlt“, erklärte ich ihr. Wir unterhielten uns noch etwas. Nach einiger Zeit verabschiedete sie sich und ging. Da die Gäste nun fast alle weg waren rief ich noch einmal meine Männer zusammen. „So, gute Arbeit, wir rücken wieder ab, stellt die Panzer in die Halle und überprüft sie. Dann haben wir es für heute geschafft“, gab ich die Anweisungen. „Verstanden“, antworteten mir alle. „Gut wegtreten und Marco meine Mutter möchte mit uns sprechen“, sagte ich. Die Panzerbesatzungen salutierten kurz und fuhren dann mit ihren Panzer in Richtung Rampe
zu
den Unterdecks. Ich und mein Vize-Kommandant liefen zu meinem Auto, ein Eagle 4 wie ihn die Bundeswehr einsetzt.

Republik-Baden-Oberschule; Büro der Schuldirektorin

Wir kamen am Schulhaus an und gingen hinein. Wir liefen durch die Gänge bis wir zu einer Holztür kamen, auf der ein goldenes Schild mit der Aufschrift Schuldirektorin angebracht war. Ich klopfte. „Herein“, sagte eine Stimme von drinnen. Ich öffnete die Tür und wir traten ein. „Ah, Alexander und Marco, setzt euch“, sagte meine Mutter und zeigte auf zwei Stühle. Wir setzten uns hin. „Was wolltest du von uns?“, fragte ich sie. „Es geht um ein Experiment, was einige im Komitee verfolgen“, erklärte sie. „Was für ein Experiment“, fragte Marco. „Es geht um ein Turnier, an dem zum ersten Mal, Teams aus der Modernen Liga und der Landesliga gegeneinander kämpfen sollen“, fuhr sie fort. „Das ist aber nicht sehr fair, hochmoderne Kampfpanzer gegen Panzer aus dem 2.Weltkrieg“, erläuterte ich meine bedenken. „Genau deshalb werden auch die Mannschaften aus mehreren Schulen bestehen“, antwortete sie. „Wie mehrere Schulen?“, fragte mein Vize-Kommandant. „Es werden immer 1 Team der Modernen Liga und 5 Teams der Landesliga zusammen, in der Luft, auf dem Land und auf dem Wasser, kämpfen“, erklärte sie. „Und welche Teams werden mit einander kämpfen?“, fragte Marco. „Das wird übermorgen ausgelost, weswegen ihr auch nach Tokyo reisen sollt“, sagte meine Mutter. Marco schaute mich an. „Weist du was das bedeutet?“, fragte Marco. Ich schaute ihn fragend an. „Ausflug“, rief er grinsend. Ich musste lachen und meine Mutter lächelte. „Schön, dass es euch gefällt. Morgen Mittag werdet ihr abreisen“, sagte meine Mutter. „Einverstanden“, antwortete ich. „Gut, Das war dann schon alles“, beendete meine Mutter das Gespräch. Wir verabschiedeten uns und gingen wieder. Ich fuhr Marco nach Hause und fuhr dann selbst nach Hause. Ich ging in mein Zimmer und zog meine Kampfuniform welche aus einem Roten-Poloshirt, mit dem Namen auf der Brust, einer schwarzen Hose und einer Schwarzen Offiziers Jacke, mit unserem Schulwappen auf dem Oberarmen bestand. Unser Schulwappen bestand genau wie bei der Schwarzwaldgipfelschule aus dem Eisernen Kreuz, nur das bei uns darunter in weiß Republik-Baden-Oberschule steht und nicht darauf. Ich sah noch etwas Fernsehen, lag dann aber nach einer Weile ins Bett und schlief.

Republik-Baden-Oberschule; Nächster Morgen

Am nächsten Morgen stand ich wie jeden morgen früh auf, es war zwar Samstag, doch ich war frühes Aufstehen gewöhnt, weshalb ich schon um sechs aufstand. Ich ging in die Küche und machte mir einen Kaffee. Ich setzte mich mit dem Kaffee und einem Belegten Brot an den Tisch und laß Zeitung. Die Sache mit dem Gemeinsamen Turnier der Modernen Senshadō Liga und der Landesliga stand auf der Titelseite. Auch mit den einzelnen Teams die mitmachten, dabei standen auch die einzelnen Oberkommandanten und Oberkommandantinen der Teams. Unter einem Bild stand fett gedruckt: „Teamlosung: Sonntag 18:00Uhr JTN“. Ich war erstaunt, dass die Auslosung im Fernsehen ausgestrahlt wird. Doch bei längerem Überlegen gab es Sinn, da beide Ligen hoch angesehen waren und es so ein Turnier noch nie gab. Als mein Kaffee leer war, ging ich nach oben in mein Zimmer und zog mir meine Sportkleidung an, um wie jeden Morgen eine Runde Joggen zu gehen. Die Straßen waren menschenleer, was wohl daran lag, dass es wohl erst dreiviertel Sieben war und ein Samstag. Doch als ich an der Hauptstraße entlang lief hörte ich ein Motorengeräusch, welches von keinem Auto kam. Es kam immer näher, irgendwann hörte man auch das Kratzen der Ketten auf der Straße. Ich überlegte was das sein konnte. „Ein Leopard 2? Nee, dafür ist das Ding zu langsam. Ein Puma? Nee, dafür ist der Motor zu schwerfällig“, überlegte ich. Bevor ich weiter überlegen konnte, bog das Fahrzeug schon um die Ecke. Es war ein Panzer des Typs Keiler, ein Mienenräumer, der mit schweren Eisenklötzen an Ketten, die sich um eine Rolle drehen, den Boden auf fräst und so die Mienen zerstört. Der Panzer fuhr die Straße entlang und hielt direkt bei mir. Die Kommandantenluke ging auf und Adam, ein kleinerer Blonder Junge schaute heraus. Er salutierte. Ich erwiderte den Salut. „Guten Morgen, Herr General“, grüßte er. „Guten Morgen, kann man so früh schon wach sein“, antwortete ich. „Ja, wir gehen gerade noch etwas trainieren. Da das mit dem Mienenräumen, letztes Gefecht ja so gut geklappt hat“, lachte er. „Dann, viel Glück und ich hoffe dass ihr nicht wieder so viele Mienen wie das letzte Mal übriglasst. In eurem Interesse, das nächste Mal wird euch Marco nämlich an die Gurgel gehen, wenn wegen euch wieder seine Kette und seine Unterbodenpanzerung zerstört wird und ich werde euch anschließend höchstpersönlich erschießen, da Marco mir dann wieder den ganzen Tag in den Ohren hängen wird“, sagte ich lachend. „Deshalb gehen wir ja trainieren und zum Erschießen können sie sich hinten anstellen, Dennis und Marco haben uns das schon nach dem letzten Gefecht angedroht“, lachte mich der Kommandant des Keilers an. „Gut zu wissen, dann geht mal trainieren“, sagte ich. Adam salutierte. „Vorwärts“, rief er durch seinen Mienenräumer. Und der Panzer setzte sich wieder in Bewegung. Ich lief weiter bis ich meine Runde abgelaufen bin, danach ging ich wieder heim um meine Kampfuniform anzuziehen. Ich packte meine Ausgehuniform in eine Tasche und machte mich mit meinem Eagle auf den Weg zum Führungsgebäude.

Republik-Baden-Oberschule; Führungsgebäude

Das Führungsgebäude war ein großes Gebäude im modernen Stil, mit viel Glas. Rechts und links angebaut waren große Garagen mit Glastoren in denen unsere Feuerwehrfahrzeuge standen, da die Militärischen Zweige mit für den Schutz des Schiffes verantwortlich waren, kümmerten wir uns eben um die Feuerwehrarbeit. In den Hallen standen fein säuberlich neben einander, ein ELW 1, ein ELW 2, vier HLFs verschiedener Ausführungen, drei TLFs, drei Drehleitern, verschiedenste Sonderfahrzeuge und worauf wir am meisten stolz waren sechs Rosenbauer Panther 8x8 in der neusten Bauform. Ich parkte auf einem der Parkplätze vor dem Haupteingang. Stieg aus und ging ins Gebäude, drinnen war mehr Betrieb, da die die heute Dienst hatten, gerade von einem Einsatz wiederkamen. Als sie mich sahen ließen sie alles stehen und salutierten. Ich salutierte ebenfalls und ging weiter die Treppen hinauf. Ich ging in mein Büro durch eine edle Holztür auf der ein Goldenes Schild hing, auf dem mit schwarzer Schrift stand: Leitung Landeinheiten General Alexander Fuchs, die Wände zum Gang waren aus Glas. Ich ging hinein und zog meine Cap herunter, auf der das Logo der Schule  zu sehen war. Ich hängte die Mütze an einen Haken an der Wand und setzte mich dann an meinen Schreibtisch. Ich betätigte einen Knopf und die Scheiben zum Gang trübten sich, so das niemand hereinschauen konnte. Ich drehte meinen Stuhl so dass ich durch die Glasfront auf das Meer schauen konnte, da das Gebäude fast am Rand des Schulschiffes stand war die Aussicht genial. Ich versank in Gedanken, bis es plötzlich an der Tür klopfte, was mich aus den Gedanken riss. „Herein“, rief ich. Die Tür öffnete sich und Sophia, ein Mädchen des Wirtschaftszweigs, stand in der Tür. Sophia war wirklich eine Schönheit, langes blondes Haar, einen Traumkörper und menschlich auch sehr in Ordnung, sie war Wirklich einen Traum für jeden Jungen. „Ah, Sophia, was gibt’s?“, fragte ich sie. „General Nishizumi von der Krupp-Jungenakademie hat vorhin angerufen und wollte wissen wann wir die Ersatzteile für die Maus schicken“, antwortete sie mir. „Ach ja, ich hab ihm ja versprochen sie ihm schicken zu lassen. Sag ihm die Ersatzteile sind schon auf dem Weg“, sagte ich. „Gut, ich werde es ihm ausrichten“, versprach sie. „Also dann Tschüss“, verabschiedete sie sich daraufhin auch gleich wieder. Sophia ging wieder aus dem Zimmer und schloss die Tür. Ich stand von meinem Stuhl auf und ging an die Kaffeemaschine welche im Eck auf einer kleinen Küchenzeile stand. Es hat halt auch Vorteile der Leiter der Landeinheiten zu sein. Ich nahm mir eine Tasse Kaffee und setzte mich wieder an meinen Schreibtisch. Auf meinem Schreibtisch lagen noch einige Zettel, mit Taktiknotizen, welche ich mir immer mal wieder aufschrieb. Ich sammelte sie ein und machte sie in eine Mappe die ich aus der zweiten Schublade meines Schreibtisches holte und dort auch wieder verstaute. Ich nahm das Telefon von der Station auf meinem Schreibtisch. Und wählte die Nummer unserer Logistikeinheiten. „Logistikabteilung, Schneider“, erklang durch den Hörer. „Hier ist Alexander“, antwortete ich. „Guten Morgen, Herr General. Was kann ich für sie tun?“, fragte mich der Logistikbeauftragte. „Ich wollte nachfragen, wie es mit den Ersatzteilen für die Maus aussieht“, erläuterte ich meinen Wunsch. „Ja, die liegen hier, aber wenn ich fragen darf, wieso sollte ich sie aus dem Lager kramen?“, fragte der Junge. „Ein guter Freund von mir hat mich danach gefragt, wann können wir sie verschicken“, hakte ich nach. „Am Montag können sie per Frachtflugzeug weg. An wen sollen sie gehen?“, sagte der Logistikbeauftragte unseres Schulschiffes. „Die Teile sollen so schnell wie möglich an die Krupp-Akademie geliefert werden“, befahl ich. „Verstanden, ich kümmere mich darum, dass die Teile am Montagmorgen per Frachtflugzeug verschickt werden, dann werden sie zwischen Mittag und Abend dort sein“, bestätigte der blonde Junge. „Gut, das war dann schon alles, Tschüss“, verabschiedete ich mich. Und legte wieder auf. Ich steckte das Telefon wieder in die Stadion. Im nächsten Moment klopfte es wieder an der Tür. „Was ist denn heute los?“, fragte ich mich selbst. Ich zog einen Ordner aus dem Regal hinter mir. „Herein“, rief ich. Und Marco kam in das Büro. „Guten Morgen, Alex“, begrüßte er mich. Marco war einer der wenigen der mich in meinem Büro mit meinem Spitznamen anreden durfte, allerdings auch nur wenn wir alleine waren. „Ah, Morgen, Marco“, begrüßte ich ihn und legte den Ordner auf meinen Schreibtisch. „Und alles bereit für die Reise?“, fragte er mich. „Ja, gepackt, die Tasche liegt unten im Wagen“, antwortete ich ihm, während ich wieder zur Kaffeemaschine ging. Ich schenkte mir einen frischen Kaffee ein und kippte etwas Milch hinein. „Auch einen?“, fragte ich meinen zweiten Kommandanten und deutete auf meine Tasse. „Gern“, antwortete er mir. Ich kippte Kaffee in eine frische Tasse und gab sie ihm. Marco und ich unterhielten uns während wir im Gang die Treppen zum Dach hinauf gingen. Eigentlich war auf dem Dach keine Terrasse, doch einige Jungs haben es zu einer Terrasse ausgebaut, mit Tischen, Stühlen, Bänken, Geländern und sogar Pflanzen. Marco und ich setzten uns an einen Tisch und diskutierten über die bevorstehende mögliche Aufteilung der Teams. Die Zeit verstrich. „Der Löschzug“, unterbrach uns eine Jungenstimme aus den Lautsprechern. Im nächsten Moment sprangen einige Jungs um uns herum auf und rannten die Treppen hinunter. Ein Gong ertönte. „Hauptstraße, Zimmerbrand, erster Alarm, 1/11; 1/46-1; 1/33-1. Hauptstraße, Zimmerbrand, erster Alarm, 1/11; 1/46-1; 1/33-1“, folgten die Informationen durch eine Weibliche Stimme, wieder über die Lautsprecher. Nur Sekunden später fuhren die drei genannten Fahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn in Richtung Stadt. Marco schaute anschließend auf die Uhr. „Wann geht nochmal unser Flug?“, fragte er mich. „Um Fünf, warum?“, antwortete ich ihm. „Dann sollten wir uns mal auf den Weg machen, wir haben nämlich schon vier“, sagte er. Und wir machten uns auf den Weg. Hintereinander fuhren wir zum Flugplatz. Ich mit meinem Eagle 4 und er mit seinem 66er Ford Mustang. Eins muss ich ihm lassen, einen Sinn für geile Autos hatte er ja. Als wir am Flugplatz ankamen wurden wir schon von einigen Mitgliedern unseres Teams erwartet.  Wir stiegen aus und gingen zu ihnen, wie immer erwiderte ich ihren Salut. „Was macht denn ihr hier?“, fragte Marco. „Wir wollten noch Tschüss sagen“, antwortete Ben, er war der Fahrer von einem unserer Mars Raketenwerfer. „Schleimer“, hustete Marco. Was er durch einen Schlag an den Hinterkopf von mir sofort bereute. „Dummschwätzer“, sagte ich zu ihm und drehte mich dann zu den Jungs. „Danke“, sagte ich zu ihnen. Marco und ich verabschiedeten uns und stiegen in die Lockheed C-130. Der Pilot begrüßte uns. „Startbereit?“, fragte er uns. Wir nickten und der Pilot ging wieder ins Cockpit. Das Flugzeug startete und wir waren auf dem Weg nach Tokyo.
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