Schicksal

von Straw28
GeschichteAllgemein / P16
23.01.2017
27.06.2018
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Kapitel 1

Wie oft hatte er sie schon am großen Panoramafenster in Zehn Vorne vorgefunden?

Picard wusste es nicht zu sagen, aber es waren sicher unzählige Male. Er hatte immer vor gehabt sie danach zu fragen, was sie draußen zu sehen erhoffte, doch irgendetwas hinderte ihn jedes mal  etwas  daran.

Vielleicht weil er dann zu sehr in ihre Privatsphäre eingriff?

Noch immer war sie für Picard ein Rätsel, obwohl sie sich seit ihrer ersten Begegnung vertraut schienen. Doch er wusste nicht einmal warum oder wann sie sich das erste Mal überhaupt begegnet waren.

Guinan war da und er wagte sich nicht zu fragen, vor welchen Gefahren sie ihn in Wirklichkeit beschützte. Das sie es tat, darin hätte Picard keinen Zweifel.

Nur um das was  oder warum…. Das war ihm ein Rätsel, wie so vieles an ihr.

Auch wie sie plötzlich die Aufgaben in Zehn Vorne übernehmen konnte. Auch hier war sie von einem Moment zum nächsten dort Barkeeperin. Und es schien,als ob sie schon immer dort gewesen wäre.
Eine Aufgabe die sie mit Talent und Einfehlvermögen meisterte.

Er gesellte sich stumm zu ihr und sah nun ebenfalls heraus.

Trotz all der Jahre… noch immer war er fasziniert vom All und der kleine Junge in ihm, konnte er nicht fassen, dass er es tatsächlich hierher bis zum Captain gebracht hatte.

“Sie wird zurück kommen”begann Guinan unmittelbar das Gespräch und erwies wie immer ein Geschickt darin, genau das anzusprechen, was ihn hierher geführt hatte.

Beverly Crusher hatte ihm vor einiger Zeit gesagt, dass sie das Schiff verlassen würde und einen eingesehenen Posten auf der Erde antreten wolle.

Natürlich hatte er ihren Willen akzeptiert, dennoch war es für ihn mehr als ein großer Verlust, als nur den eines guten Schiffsarztes.

Nach dem Vorfall, wo ihre Gedanken miteinander verbunden gewesen waren, hatte sich ihr Verhältnis stetig verbessert. Tatsächlich hatte Picard mit dem Gedanken gespielt, mit ihr mehr zu sein, als nur gute Freunde.

Endlich hatte er seine Schuldgefühle überwunden, doch Beverly begann sich in diesem Moment zurück zuziehen. Ihr schien eine  Freundschaft mit ihm mehr zu bedeuten, als eine Beziehung  und all seine  vorsichtigen Andeutungen verliefen im Sand. Schließlich gab er auf und genoss ihre Frühstückszeiten.

Und nun das….
Er wusste nicht zu sagen, warum sie das tat… fast war ihm als liefe sie fort von ihm.

Ich denke es nicht, dachte er. Sie ist fort und ohne Beverly wird das Schiff nicht mehr das selbe sein , doch er wagte nicht, es laut auszusprechen. Das hatte das Ganze nur noch Wahrer gemacht.

Sie hatten Beverly heute auf DS9 abgesetzt, wo sie dann weiter zur Erde reisen würde. Noch so ein Ort, den Picard ungern ansteuerte.

Auch wenn Sisko und er sich ausgesprochen hatten, dass Gefühl blieb. Er hatte ihm etwas Unwiederbringliches genommen und daran trug er ewig Schuld, auch wenn er zu diesem Zeit seines Körpers und Geistes beraubt worden war.

Guinan sagte nichts weiter und sah wieder heraus. Heute schien sie selbst besonders weit weg zu sein.

Sie schwiegen also beide und widmeten sich jeweils ihren eigenen fernen Gedanken.

Bis Guinan erneut das Wort ergriff.

“Aber warten Sie nicht zulange…. Mitunter verpassen Sie sonst zu viel”

Picard wendete den Kopf und verstand nur rudimentär, was sie damit meinen könnte.

Doch Guinan fuhr schon fort und begann mit folgendem Satz, ihm eine Geschichte aus ihrem langen Leben zu erzählen.

“Dies sagte eins jemand zu mir…. Tja… den wir beide leider schon zu oft begegnet sind, Q”

Er hielt unwillkürlich den Atem an, noch nie hatte Guinan ihm offenbart, warum sie Q kannte und warum er sie zu fürchten schien.

Sie begann zu erzählen und er lauschte fasziniert ihrer Erzählung.
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