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White poison

von Rena x
GeschichteAllgemein / P18
Jesse Pinkman OC (Own Character) Skyler White Walter White
22.01.2017
06.05.2018
10
11.545
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17.02.2017 890
 
Gerade als er mich durch die Schlafzimmertür bugsierte, ertönte die Klingel.
,,Fuck.“, fluchte der Mann, bevor er mich unsanft quer durch den Raum schleifte. Ich zappelte immer noch wild herum. ,,Ey komm. Das mit der Heizung muss ja wohl wirklich nicht nochmal sein.“, quengelte ich.
Doch er ignorierte mich komplett. Stattdessen drängte er mich einfach an die Heizung und drückte mich an den Schultern runter. Nun saß ich da, während er mir gegenüber hockte. Erneut ertönte die Klingel, diesmal zweimal hintereinander, als habe es jemand eilig.
Der Mann sah mir für einen Moment tief in die Augen. Ich beobachtete den feinen Muskel unter seinem linken Auge, der nervös zuckte. Eine Schweißperle lief ihm übers Gesicht.
,,Du bleibst jetzt hier, okay? Ich habe Dinge zu erledigen und wenn ich damit fertig bin, reden wir vielleicht über ein Geschäft.“
Eine innere Stimme sagte mir, dass er mir hier wahrscheinlich nur leere Versprechungen machte, damit ich nicht floh. Sie sagte mir, ich sollte besser ausbrechen, sobald er sich entfernte. Aber meine Gier war stärker. Der kleine Funken Hoffnung auf mehr Stoff machte mich willig. Auf einen Versuch wollte ich es ankommen lassen. Danach konnte ich ja immer noch weg laufen.
Ich nickte also eifrig, als er mich fragend anblickte. ,,Abgemacht.“, bestätigte ich zur Sicherheit.
Es sah so aus, als wollte er nun aufstehen und sich dem ungeduldigen Mensch vor seiner Haustür widmen, welcher zum vierten Mal klingelte. Da hielt er abrupt inne. Er drehte den Kopf und schnupperte in jede Richtung, wie ein Spürhund. Schließlich fixierte er mich mit seinen eisblauen Augen. Sein Gesicht kam meinem gefährlich nah. Doch beim Versuch, Abstand zwischen uns zu bringen, knallte ich mit dem Kopf gegen die Heizung in meinem Rücken. Schmerz durchzuckte meinen Hinterkopf. Ich unterdrückte den Reflex, die Hand zu heben, um mir über die schmerzende Stelle zu reiben. Stattdessen haarte ich weiter aus und beobachtete, wie der Mann eine Strähne meiner Haare nahm und daran roch. Langsam dämmerte mir, was hier passierte. Natürlich, der ganze Raum roch danach, ebenso meine Kleidung und meine Haare.
,,Du hast mein Gras geraucht?“ Es klang wie eine ungläubige Frage.
,,Du hast mein Gras geraucht.“ Eine Sekunde danach klang es wie eine Feststellung.
Nur einen Wimpernschlag später schubste ich ihn mit aller Kraft von mir weg und taumelte ungelenk an ihm vorbei. Er fing sich ab und war sofort wieder auf den Füßen.
Ich hatte den Raum halb durchquert, da spürte ich eine Hand, die meinen Oberarm packte und mich mit einem Ruck nach hinten zog. Mit einem überraschten Aufschrei stolperte ich zurück und prallte gegen seinen Körper. Augenblicklich umschlang er mich mit seinen Armen und drückte mich an sich. Ich wandt mich hin und her. Versuchte, dem unangenehmen Körperkontakt, der sich heute irgendwie schon fiel zu oft wiederholt hatte, zu entkommen. Doch es wollte mir nicht gelingen.
Ich war nahezu bewegungsunfähig. Je mehr ich zu zappeln versuchte, desto fester drückte er mich an sich und nahm mir damit fast die Luft.
Wenn ich nicht ersticken wollte, musste ich aufgeben. Abrupt stoppte ich meine Bewegungen und ließ meinen Körper in seinen Armen erschlaffen. Nun hielt er ihn nur noch durch die Kraft seiner Arme aufrecht. Langsam ließ er mich zu Boden gleiten. Vielleicht dachte er auch, ich sein ohnmächtig geworden. Mein Gesicht sah er ja nicht.
Mein T-Shirt wurde bis unter meine Brust geschoben, als ich dicht an seiner Hose runter glitt.
Reflexartig wollte ich nach dem Saum des Shirts greifen, da fiel mir etwas ins Auge. Das Shirt hatte die verräterische Beule in meiner Hosentasche freigelegt. Das musste anscheinend auch der Mann bemerkt haben, denn ohne zu zögern, packte er meine Handgelenke und drückte mich auf den Boden. Eine Sekunde danach verspürte ich das inzwischen zu vertraute Gefühl seines Körpers auf mir. Er saß etwas unterhalb meiner Hüfte auf meinen Oberschenkeln und zog den Beutel Gras in einer flinken Bewegung aus meiner Hosentasche. Ungläubig hielt er ihn sich vors Gesicht und betrachtete ihn eine Minute lang, bevor er mich mit seinem Blick geradezu in den Boden rammte.
,,Du...“, war das Einzige, was er heraus brachte.
Ich schluckte schwer. Mein Puls begann zu rasen. Er und sein Partner würden mich umbringen. Und noch schlimmer: Ich würde seinen Stoff nicht bekommen.
,,Du... wolltest mein Gras klauen und hast mir vorhin auch noch eiskalt einen Deal vorgeschlagen.“, flüsterte er. ,,Hast du eigentlich gedacht, ich bin dumm? Was hättest du wohl mit meiner Ware gemacht, wenn ich sie dir zum verticken gegeben hätte, hä?“, sagte er jetzt etwas lauter.
,,Du hättest mir wahrscheinlich alles weggesnifft.“ Ich zuckte beim hysterischen Klang seiner Stimme zusammen.
,,Nein...“, stotterte ich. Aber er ließ mich gar nicht ausreden.
,,Lass mich raten. Du hast doch bestimmt noch mehr Zeug geklaut. Was noch? Mehr Gras? Mehr Meth? Vielleicht Geld?“, schrie der Mann.
Ich schüttelte den Kopf, während ich fieberhaft an einem Plan arbeitete, der mich hier raus bringen würde.
,,K-Kein Gras.“, begann ich zögerlich. ,,Und dein Geld hab ich auch nicht.“, schob ich hektisch hinterher, als er skeptisch eine Augenbraue hob.
,,Aber...?“, legte er in einem immer noch wütenden Unterton nach.
Ich wich seinem Blick aus.
,,Hey, gib mir meinen Stoff, Bitch. Ich mach keine Scherze.“, hörte ich ihn sagen.
Mir lief kalter Schweiß über den Rücken. ,,Meth, nur... nur... ein Tütchen.“, würgte ich hervor.
,,Rück es sofort raus.“, kam es wie aus der Pistole geschoßen.
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