Bösen Feinden gibt man ein Bömbchen. Oder zwei. Oder drei.

GeschichteAbenteuer / P16
Junkrat Roadhog
22.01.2017
22.01.2017
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22.01.2017 2.135
 
Sehr Wichtig:

Eine kurze Zusammenfassung um die Situation der Fanfiktion und meine Schreibweise steht unten! Bitte zum besseren Verständnis lesen!

(Ich habe es unten hingeschrieben, da ich weiß, dass fast niemand das hier liest, wenn es zu lang ist >.>)

Und Junkrat / Reader bzw. Junkrat / Du heißt einfach nur, dass ich anstatt eines Namens [Name] einfüge und Ähnliches später bei der Beschreibung des Aussehens mache, was ich dann aber einfach genauer angebe. (z.B. H/f für Haarfarbe, oder L/f für Lieblingsfarbe)

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Kapitel 1

Der kleine, silberne Gegenstand schimmerte leicht in dem gedimmten Licht. Zufrieden betrachtete [Name] den USB-Stick, der vor ihr auf dem Tisch lag. So klein und unscheinbar er auch schien, ihn zu beschaffen war alles andere als leicht gewesen. Winston hatte von einem neuen Schutzprogramm erfahren, um Computer oder bestimmte Programme komplett zu sichern und zusammen mit Soldier 76 war er zu dem Entschluss gekommen, dass das neue Overwatch bei zukünftigen Aktionen und Operationen dieses Programm unbedingt brauchen würde. Nachdem Reaper sich beinahe wichtige Informationen über die Overwatchhelden geholt hatte und jetzt auch noch Sombra mit Talon zusammenarbeitete, blieb ihm ja auch nichts Anderes übrig. So hatte Winston [Name] vor knapp einer Woche nach Niort geschickt, einer Stadt in Frankreich. Dort hatten sich ein paar jugendliche Hacker mit diesem Programm absichern wollen. Weder [Name] noch irgendjemand anderes hatte damit gerechnet, dass die sieben Jungen Schusswaffen besaßen, weshalb sie alleine losgeschickt worden war. Das hatte den Diebstahl zu einer nervenaufreibenden Aktion gemacht, aber letztendlich hatte [Name] keine Kugel und nur ein paar blaue Flecken abbekommen. Dennoch hätte sie gerne auf diesen Nervenkitzel verzichtet. Sehr gerne. Denn auf Jugendliche zu schießen wiedersprach ihren ethnischen Ansichten. Besonders, wenn sie so ungeschickt waren. Aber nach ein paar Warnschüssen hatten sie zum Glück aufgegeben.

Eine Welle der Müdigkeit überrollte die Heldin, der Tag war lang und anstrengend gewesen und die Sonne hatte schon vor ein paar Stunden dem Mond platzgemacht. [Name] nahm den Stick, legte ihn in den Tresor des Hotelzimmers neben ihre Waffen und schloss diesen anschließend zu. Als sie sich streckte und das Bad zum Umziehen betrat, kündigte sich bereits der Muskelkater für den nächsten Morgen an, aber das freute [Name] fast schon. Es hieß, dass sie wieder zurück in ihrem Job war. Zurück bei Overwatch. Der Moment, in dem sie das vertraute und vermisste Geräusch von Winstons Anruf gehört hatte, war vermutlich der schönste der letzten Jahre gewesen. Sie wechselte ihre Kleidung in ein einfaches T-Shirt und eine dazu passende, lockere Hose. Zurück im Hauptraum des Hotelzimmers warf [Name] noch einen kurzen Blick auf ihr Zugticket für den nächsten Tag – 15 Uhr am lokalen Bahnhof, ICE 368 – und ließ sich anschließend ins Bett fallen.

Die metallene Hülle des Sticks lag angenehm kühl in ihrer Hand, nahm aber bereits etwas Körpertemperatur an, als [Name] am nächsten Tag durch die Straßen in Richtung Bahnhof schlenderte. Sie steckte ihn in ihre Jackentasche und betrachtete ihre Umgebung. Niort war eine wirklich schöne Stadt, besaß viele alte Häuser. Die Frühlingssonne, die hoch am Himmel stand beleuchtete alles, was sie erreichen konnte und gab der Stadt zusätzlich einen fröhlichen Charakter. Fast bedauerte [Name] es, jetzt schon abreisen zu müssen, ein paar Tage hier wären auch schön gewesen. Aber sie wusste auch, dass der Stick sehnlich erwartet wurde und die Aussicht einige der anderen Overwatchmitglieder wiederzusehen, machte das auch wieder etwas wett. Der Bahnhof war eine gute halbe Stunde von ihrem Hotel entfernt und [Name] hatte bereits den größten Teil der Strecke zurückgelegt. Sie hätte auch ein Taxi nehmen können, aber ihr Gepäck für ein paar Tage inklusive ihrer verstauten Waffen passte in einen Rucksack und war nicht allzu schwer. Außerdem war die Stadt einfach zu schön, um nur durchzufahren. Trotz der vielen technischen Entwicklungen in den letzten 50 Jahren erinnerte die Stadt abgesehen von den Autos und manchen technischen Anlagen mehr an das späte 20. Jahrhundert.

Als [Name] schließlich an dem Bahnhof ankam, warf sie einen Blick auf ihre Armbanduhr, 14 Uhr 28. Sie war viel zu früh dran. Der Bahnhof wirkte von Nahem mehr als unpassend im Vergleich zur restlichen Stadt, sehr modern. Er erinnerte sie stark an die Häuser in Numbani; hell, groß und mit vielen eingebauten Bildschirmen auf denen die Abfahrt- und Ankunftszeiten aufgelistet waren. Ihr Zug schien keine Verspätung zu haben und würde in gut zwanzig Minuten an seinem Gleis ankommen. Das hieß also warten. Als sie den Bau betrat ging [Name] noch einmal ihre Reiseroute durch. Im Süden Spaniens aus dem Zug aussteigen, dann mit Busverbindungen weiter in den südlichen Bereich und schließlich ein Stück zu Fuß zu Winstons Zuhause durch das Naturschutzgebiet. Und danach… neue Befehle erwarten. Vielleicht mit ein paar anderen trainieren. Das käme ganz darauf an, ob und wo [Name] hingeschickt werden würde.

Der Eingangsbereich des Bahnhofs erinnerte stark an die Eingangshalle eines Flughafens. Die Schalter links und rechts an den Wänden waren ähnlich aufgebaut und durch die Mitte des Raumes zogen sich lange Reihen von einfachen Sitzen. Für die Uhrzeit war nicht sonderlich viel los und [Name] setzte sich auf einen der Sitze, um zu warten. Sie nahm ihren Rucksack ab, legte ihn auf ihren Schoß und öffnete ihn. Ein paar Kleidungsstücke, das Wichtigste zum Übernachten, Geld und natürlich ihre Waffen. [Name] besaß ein kleines, halbautomatisches Gewehr, ein paar Blendgranaten und schließlich noch mottenkugelgroße Bomben, die sie beispielsweise mit ein paar Streichhölzern entzünden konnte und dann nach fünf Sekunden explodierten. Das war auch der Grund, weshalb sie normalerweis auf Flugzeuge verzichtete. Zwar hatte [Name] die meisten Papiere, aber den ganzen Stress konnte man sich auch sparen. Das Personal stellte immer viel zu viele Fragen.

„Mama! Wann fährt denn unser Zug?“, [Name] blickte auf und schloss ihren Rucksack schnell, als sich zwei Plätze neben ihr ein kleines Mädchen und eine Frau niederließen. Das Mädchen hatte braune, halblange Haare, grüne Augen und trug ein blaues Sommerkleid. War es dafür nicht noch etwas zu kalt? Die Frau hatte blonde Haare, ebenfalls grüne Augen und trug einen langen, beigen Mantel und eine schwarze Hose. Was jedoch [Name]s Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte war, dass das Mädchen Deutsch gesprochen hatte. Ihre Muttersprache. Natürlich, Frankreich war das Nachbarland, aber die letzten Tage hatte sie nur Französisch gehört, besonders da Niort relativ weit von der Grenze entfernt war. Eigentlich mal eine schöne Abwechslung. „In einer guten halben Stunde. Ich hole uns jetzt aber erst einmal etwas zu essen.“, antwortete die Mutter und stellte ihre zwei Koffer neben den Sitzplätzen ab, bevor sie sich an [Name] wandte. „Excuse – moi?“ „Ich spreche ebenfalls deutsch.“, unterbrach [Name] die Frau und lächelte sie an. „Ah, dann ist ja gut. Sie sehen so aus, als könnte ich ihnen meine Tochter ein paar Minuten anvertrauen, nicht? Normalerweise wäre ich nicht so vertrauensselig, aber Emily muss auf unsere Sachen aufpassen.“ Ihr war auch klar, dass die Frau nur darum bat, da sich auch noch mehr als genug Mitarbeiter an den Schaltern befanden und sich dort zusätzlich einige Reisegäste aufhielten. „Natürlich, das mache ich.“

[Name] sah Emily aufmerksam zu, als diese ein Kinderbuch aus einem der Koffer herausholte und dieses aufschlug. Sie musste so um die sechs oder sieben sein, schätzte [Name]. Emily betrachtete ein paar Momente die erste Seite und runzelte dann die Stirn. „Du kannst doch lesen, oder?“, fragte sie und schaute auf. „Ja, kann ich. Brauchst du Hilfe bei etwas?“, [Name] lächelte sie freundlich an. Emily nickte und rutschte die Plätze auf, bis sie neben [Name] saß. „Was ist das für ein Wort? Ich glaube, ich kann das noch nicht richtig lesen.“, Emily legte das Buch in ihren Schoß und deutete auf ein Wort in der oberen Hälfte. Buffet. Ironischerweise ein Wort aus dem französischen Sprachgebrauch. „Das heißt Buffet. Weißt du, was das ist?“ – „Also ist das wieder so ein Wort, was man anders spricht, als es geschrieben wird. Ich habe es schon mal gehört, weiß aber nicht mehr, was es genau ist.“ [Name] überlegte einen Moment: „Hm… Du kennst doch sicherlich diese große Auswahl bei Restaurants, die sie manchmal zu Verfügung stellen. Dort kann man sich dann nehmen, was man möchte aus den verschiedenen Sachen, die aufgebaut worden sind.“ Emily schien zu verstehen und wollte gerade antworten, als ein lauter Knall aus dem Inneren des Bahnhofs zu hören war und die Wände einen Moment lang etwas zu wackeln schienen.

Die nächsten paar Augenblicke herrschte Stille, jeder in der Eingangshalle schien vor Schreck zusammengezuckt und dann innegehalten zu haben, bevor das gleiche Geräusch ein zweites Mal ertönte. Explosionen, [Name] hatte sie oft genug gehört. Sie sprang auf, schnappte sich ihren Rucksack und wollte zu der Quelle rennen, als sie einen Moment stockte. Menschen könnten und waren sicherlich in Gefahr, sie musste herausfinden, was es war, aber den Stick konnte sie nicht mitnehmen. Wenn sie ihn dort verlor oder er durch die Explosionen zerstört würde, dann wäre das sehr problematisch für Althena. Sie hatte keine Ahnung, was da vor sich ging und wie gefährlich es war. Weitere Explosionen folgten. [Name] musste schnell handeln. Sie wandte sich an Emily, welche total verschreckt aussah und das Buch hatte fallen lassen. „Mama… Mama ist da doch auch irgendwo.“ -  „Emily, ich gehe da jetzt hin und suche auch deine Mutter okay? Und du musst mir einen Gefallen tun.“, sie holte den Stick heraus und hielt ihn Emily hin, „Du musst diesen Stick bitte mitnehmen, okay? Mit nach Hause nach Deutschland und ich brauche bitte deinen Nachnamen und die Stadt in der du wohnst, okay?“ Emily sah sie nur halb verwirrt und verunsichert an: „Aber… du... ist das nicht gefährlich? Und meine Mutter hat gesagt, dass ich niemandem meinen Nachnamen sagen darf und auch nicht, wo wir wohnen.“

Die Geräusche im Hintergrund gingen weiter und die ersten Menschen rannten hinaus, sowohl aus der Eingangshalle, als auch aus den anderen Bereichen. Der Geräuschpegel wurde durch laute Rufe und teils Schreie noch erhöht. [Name] wurde nervös, sie musste sofort los, konnte das verängstigte Mädchen jetzt aber nicht noch weiter verunsichern. Der Stick ging vor. „Emily, bitte, wir haben dafür keine Zeit. Ich werde nichts mit deinem Namen und deinem Wohnort anrichten, ich möchte nur den Stick wiederholen, wenn ich das nicht direkt heute noch schaffe. Das ist alles und ich muss da jetzt wirklich hin. Bitte! Und du musst hier raus!“ Emily nickte, ob [Name] sie jetzt überzeugt hatte, oder das Mädchen einfach zu eingeschüchtert von den lauten Explosionen war, wusste sie nicht. Mit leicht zittrigen Fingern nahm Emily den Stick an sich und sah [Name] tief in die Augen. Tränen kündigten sich in diesen an und sie sah [Name] flehend an: „Okay, aber dafür musst du meine Mutter finden und gesund zurückbringen! Sie ist da hinten und ich weiß, wie viel Schaden Explosionen machen! Ich heiße Emily Nauer und wohne in Sonnefeld in Bayern.“ Zufrieden nickte [Name] und rannte tiefer in das Bahnhofsgebäude, den Explosionen folgend. Für Emily hoffte sie, dass die Explosionen nicht aus der Geschäftsmeile kamen. Noch wusste sie nicht, was dort auf sie warten würde, aber ihre Sorge verstärkte sich mit jedem Schritt, den sie rannte. Denn eines war klar: es handelte sich um gewollte, von Menschenhand ausgelöste Explosionen und garantiert um keinen Unfall oder Zufall. Das hatte [Name] auf dem Schlachtfeld gelernt.

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Anmerkungen:

Die Geschichte spielt kurz nach der Wiedervereinigung Overwatchs. Unsere Heldin ist 24 Jahre alt und kommt aus Deutschland. Talon arbeitet aktuell mit Sombra zusammen und hat Roadhog und Junkrat rekrutiert. Sie haben es natürlich immer noch auf die Overwatchdaten abgesehen. Winstons Zuhause ist ja einer der noch wenigen existierenden Watchpoints und deshalb nehmen wir einmal an, es gäbe nebenbei noch etwas wie eine Basis, die gerade wiederaufgebaut wird und sich in der Nähe von Winstons Haus befindet (die Map ist ja groß) und dass es niemanden interessiert, dass sie sich in einem Naturschutzgebiert befindet... Die Hauptsprache ist natürlich Englisch, aber ich werde alles auf Deutsch schreiben, unter dem Vorwand, dass das Spiel sich ja der Sprachversion anpasst. Wir tun einfach mal so, als wäre Deutsch Englisch und Deutsch zugleich (Ich lasse dann auch mal so kleine fremdsprachige Dinge einfließen, wie das französisch). Sonst lasse ich bestimmt einige Anspielungen an australisches Englisch und die englischen Sprüche einfließen, da ich OW nun mal auf Englisch spiele. Falls irgendjemand diese Sprüche verbessern möchte, dann ändere ich das natürlich gerne um. Sollten noch Fragen rund um den Plot und die Situation aufkommen, bitte stellt sie mir. Es kann gut sein, dass ich mehr oder weniger wichtige Dinge als logisch und offensichtlich ansehe, die aber eine Erklärung benötigen. Falls jemand Fehler entdeckt oder bezüglich der Örtlichkeiten andere Vorschläge hat (z.B. wo wirklich ein großer Stützpunkt OWs ist, den ich übersehen habe) dann freue ich mich natürlich. Ich weiß auch, dass mein Schreibstil sehr eigensinnig und teils auch etwas eingerostet ist, es gibt hier sehr viele ‚Sie’s, da überlege ich mir noch was, versprochen.

Danke fürs Lesen und viel Spaß.
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