We are coming from different places but you will see: Love we'll reach our destination

von JKlove
GeschichteFantasy / P12
Florian David Fitz
22.01.2017
28.01.2018
30
34.499
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20.02.2017 1.174
 
Ich wurde davon wach, dass mir jemand den Arm um die Taille legte. Als ich meine Augen öffnete, sah ich in Florians Gesicht, welches nur wenige Zentimeter von meinem entfernt war.
“Hab ich dich jetzt aufgeweckt? Tut mir leid, das wollte ich nicht.” entschuldigte sich dieser sofort bei mir und strich folglich zärtlich mit seiner Hand über meine Wange.
Ich brauchte ein paar Sekunden, um wieder wach zu werden und das eben von ihm Gesprochene zu verarbeiten, bis ich zu einer Antwort ansetzen konnte.
“Ich bin wohl eher diejenige, die sich entschuldigen sollte. Uns bleibt nur noch ein wenig Zeit, bis du nach Berlin musst und anstatt die letzten paar Stunden mit dir zu verbringen, schlafe ich hier auf deinem Bett ein.”     
Daraufhin begann Florian leise zu lachen. “Ich bitte dich, Malia. Das ist nun wahrlich nichts, wofür du dich entschuldigen musst. Ich bin froh darüber, dass du in diesem Moment überhaupt mit mir in meinem Bett liegst und ich deine Nähe spüren darf.”
Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, setzte er mir einen langen Kuss auf meine Lippen.
Als er sich wieder von mir löste, ergriff er jedoch noch einmal das Wort: “Eins noch…Bitte lass uns ab jetzt nicht mehr daran denken, dass wir bald dazu gezwungen sind, uns erst einmal voneinander zu verabschieden. Lass uns stattdessen einfach die Zeit genießen, die uns noch bleibt, okay? Auch, wenn ich die nächsten zwei Tage in Berlin bin, will ich nicht, dass du dir darüber Gedanken machst. Mach dir einfach eine schöne Zeit mit Hanna. Unternehmt was, schaut euch noch mal die Stadt an, geht shoppen oder was euch sonst noch so einfällt.
Hauptsache du verschwendest die restliche Zeit, in der du noch hier bist, nicht mit Nachdenken, hast du mich verstanden?”, fragte er und sah mich eindringlich an. Inzwischen hatte er mein Gesicht in seine Hände genommen, wahrscheinlich um mir zu zeigen, wie ernst es ihm war, dass seine Worte auch wirklich bei mir ankamen.
Ich nickte. “Ich werd es versuchen.”
“Gut.” Florians Gesichtszüge entspannten sich wieder allmählich. Er strich sanft durch meine Haare und setzte mir einen kurzen Kuss auf meine Stirn. “Schlaf jetzt, Malia.”
Nachdem ich ihn noch in einen intensiven Gute-Nacht-Kuss verwickelt hatte, drehte ich mich auf die Seite und schloss meine Augen. Florian rückte von hinten nah an mich heran und zog mich in seine Arme.
In dieser Schlafposition schliefen wir schließlich ein.
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, hatte Florian noch immer einen Arm um mich gelegt. Mit einem Blick auf seinen Wecker stellte ich fest, dass es gerade mal 7 Uhr war. In einer Stunde hatten wir geplant, aufzustehen, denn Flo wollte sich 9.30 Uhr auf den Weg nach Berlin machen und mich vorher noch am Hotel absetzen.
Ich versuchte noch weiterzuschlafen und schloss meine Augen. Da dies jedoch nicht mehr funktionierte, beschloss ich aufzustehen und mir schon mal einen Kaffee zu kochen. Florian wollte ich dabei nicht wecken, weshalb ich mich möglichst vorsichtig aus seiner Umarmung schälte und mich anschließend leisen Schrittes aus seinem Schlafzimmer stiehl.
Im Flur wurde ich dann von Elmo empfangen, der schwanzwedelnd an mir hochsprang und von mir gestreichelt werden wollte. Ich bückte mich zu ihm hinunter und kraulte ihm ein wenig durch sein weißes Fell, bis er scheinbar genug davon hatte und ins Wohnzimmer tapste.
In der Küche nahm ich mir eine Tasse aus dem Schrank, die ich mit Kaffeepulver befüllte und ließ Wasser aufkochen.
Während ich an meiner Kaffeetasse schlürfte, überlegte ich, wie ich mir die Zeit vertreiben könnte, bis Florians Wecker klingelte.
Da fiel mir Elmo wieder ein, mit dem bis dato noch niemand Gassi gegangen war. Nachdem ich mir meine Sachen übergezogen hatte, rief ich den Vierbeiner zu mir, griff mir die Leine, die an der Garderobe hing und verließ zusammen mit ihm Florians Wohnung, nachdem ich seinen Wohnungsschlüssel in meiner Jackentasche verstaut hatte.
Als ich die Straße betrat, blickte ich mich zunächst einmal um, um ein Ziel zu erblicken, welches ich ansteuern könnte. Ich entdeckte eine kleine Parkanlage, die sich wenige hundert Meter vor mir erstreckte.
Mit Elmo an der Leine machte ich mich auf den Weg dorthin.
Im Park angekommen, wollte Elmo auch schon lossprinten und zog so sehr an seiner Leine, dass ich Mühe hatte, diese festzuhalten.
Ich überlegte kurz, ob ich seine Leine nicht einfach entfernen sollte und sah mich um. Hier waren nicht viele Leute unterwegs, wenige von ihnen ebenfalls mit einem Hund an ihrer Seite.
Nach kurzem Grübeln entschloss ich mich schließlich dazu, die Hundeleine von Elmos Hals zu lösen und bückte mich zu diesem hinunter.
Nachdem ich dies getan hatte, rannte er auch schon los, quer durch die gesamte Parkanlage. Ich musste lachen und ließ die Leine kurzerhand in meiner Tasche verschwinden.
Als ich meinen Blick anschließend durch den Park schweifen ließ, fiel mir ein Portemonnaie ins Auge, das auf dem Gehweg lag und einer alter Damen anscheinend gerade aus der Tasche gefallen war, die inzwischen schon ein paar weitere Meter zurückgelegt hatte.
Schnell lief ich zu der Stelle, an der die Geldbörse lag und hechtete der Frau hinterher. “Entschuldigung!”, rief ich, als ich mich nur noch einige Meter hinter ihr befand. Doch die alte Frau hatte mich anscheinend nicht gehört und machte keinerlei Anstalten sich umzudrehen. Als ich sie erreicht hatte, platzierte ich mich umgehend vor hier und sagte, etwas aus der Puste: “Verzeihung, Sie haben Ihr Portemonnaie dort auf dem Gehweg verloren. Ich wollte es Ihnen nur schnell wiederbringen.” Die alte Dame blickte mich zunächst etwas verdutzt an und sah dann auf das Portemonnaie, welches ich ihr entgegenhielt. Nun wechselte ihr Blick in Überraschung über. Sie formte ein leises “Oh” mit ihren Lippen und nahm mir das Portemonnaie etwas unsicher aus der Hand.
Nachdem sie es wieder in ihrer Tasche verstaut hatte und diese anschließend gut verschloss, schenkte sie mir ein ehrliches Lächeln. Ich lächelte zurück, woraufhin sie meine rechte Hand in ihre Hände nahm und sagte: “Vielen lieben Dank, junge Frau. Kann ich mich irgendwie erkenntlich zeigen?”
Ich schüttelte schnell abwehrend den Kopf und sagte: “Schon in Ordnung. Das hab ich doch gern gemacht.”
Sie lächelte mich noch ein letztes Mal an, bevor sie meine Hand wieder losließ und sagte: “Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag. Nochmals vielen Dank.”
“Nicht der Rede wert und danke! Den wünsche ich Ihnen auch.”, antwortete ich der Frau, die ihren Spaziergang schon wieder fortgesetzt hatte, mir aber noch einmal zum Abschied über die Schulter winkte.
Ich stieß einen zufriedenen Seufzer aus und blickte mich wieder um, um nach Elmo
Ausschau zu halten. Doch nachdem ich die gesamte Parkanlage abgescannt hatte,
musste ich panisch feststellen, dass dieser sich nicht mehr in meiner unmittelbaren
Umgebung befand.
Ich drehte mich nach allen Seiten um und rief seinen Namen, doch der kleine Vierbeiner war nirgends aufzufinden. Nachdem ich buchstäblich jede Ecke des Parks abgesucht hatte, fing ich an, mir wirklich Sorgen zu machen und ein ungutes Gefühl breitete sich in mir aus.
Wie sollte ich denn nun Florian darüber in Kenntnis setzen, dass ich seinen Hund beim Spazieren gehen verloren hatte?!
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