We are coming from different places but you will see: Love we'll reach our destination

von JKlove
GeschichteFantasy / P12
Florian David Fitz
22.01.2017
28.01.2018
30
34.499
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17.02.2017 1.200
 
Nachdem wir aus seinem Wagen gestiegen waren, griff Florian sofort nach meiner Hand und gemeinsam machten wir uns auf den Weg. Kurz darauf kam mir ein Gedanke. “Wo ist eigentlich Elmo?”
“Der ist zuhause. Die paar Stunden kann er auch mal auf sich allein aufpassen.”
Etwas entsetzt sah ich ihn an. “Lässt du ihn denn öfter mal allein?”
Florian zuckte mit den Schultern. “Ich denke, ich hab es ihm ganz gut antrainiert, mal für eine bestimmte Zeit auf sich allein gestellt zu sein. Und im Schnitt bin ich ja auch nie länger als drei Stunden weg.”
Lachend schüttelte ich den Kopf. Florian blieb stehen. “Hältst du mich jetzt etwa für einen schlechten Menschen?”, fragte er und zog dabei einen Schmollmund.
Ich grinste, drehte mich zu ihm um und hob meine Hand, um ihm sanft über die Wange zu streicheln. “Natürlich nicht, Flo. Meine Tante lässt ihren Hund des Öfteren sogar  länger als vier Stunden allein zuhause. Solange es Elmo gut geht, ist doch alles in Ordnung.”
Jetzt huschte auch über sein Gesicht ein Grinsen und er setzte mir folglich einen kurzen Kuss auf die Lippen.
Wir setzten unseren Spaziergang fort. Schon von Weitem konnte ich das Glitzern des Sees vernehmen, welches sich an den umstehenden Bäumen spiegelte.
Am Ufer hatten sich einige Kinder versammelt, die die Enten und Schwäne, welche auf dem Wasser umher schwammen, mit Brotkrümeln fütterten.
“Wollen wir uns hinsetzen?”, fragte mich Florian, der seine Hand noch immer mit meiner umschlossen hatte. “Und wo?”
Er deutete auf eine hölzerne Bank, nahe des Gewässers.
Auf dieser nahmen wir Platz, wobei Florian meine Hand dann doch losließ, aber nur um seine rechte Hand kurz darauf auf meinem Oberschenkel zu platzieren. Seinen anderen Arm legte er um meine Schulter, sodass wir aneinandergekuschelt dasaßen und für Außenstehende mit Sicherheit das Bild eines frisch verliebten Paares abgaben.
Für einen Augenblick schwiegen wir und genossen einfach nur den Blick auf das kleine Fleckchen Erde, das vor uns lag.
Aber schließlich brach Florian die Stille, indem er sagte: “Ich will morgen gar nicht nach Berlin. Ich würde viel lieber hier bei dir bleiben.” Traurig sah er mich an.
Ich lachte leise. “Aber das möchte ICH nicht.” In dem Blick, den Florian mir daraufhin zuwarf, lag Entsetzen, gemischt mit Unsicherheit und Enttäuschung. Als ich mitbekam, wie er mich ansah, sprach ich schnell weiter: “Nein, versteh das bitte nicht falsch. Ich meine, dass ich nicht möchte, dass du deinen Beruf und die dazugehörigen Termine meinetwegen vernachlässigst. Weißt du, ich will einfach nicht Schuld daran sein, dass irgendwelche Journalisten ihr Interview nicht bekommen oder Fans traurig sind, weil du auf irgendeiner Veranstaltung nicht erscheinst.” Etwas unsicher wartete ich seine Reaktion ab. Nachdem Flo das von mir Gesprochene verarbeitet hatte, nickte er verständnisvoll. “Natürlich versteh ich dich. Aber mach dir deshalb mal keinen Kopf. Das bekomm ich schon irgendwie alles auf die Reihe, und zwar ohne, dass du dabei zu kurz kommst.” Sanft lächelte er mich an und strich mir kurz mit zwei Fingern über meine Wange. “Aber trotzdem kommt mir zur Zeit jede Stunde, die ich nicht mit dir verbringen kann, elendig lang vor. Auch, wenn das jetzt kitschig klingen mag, aber es ist nun mal so. Wir haben uns gerade mal voneinander verabschiedet, und in der nächsten Sekunde vermisse ich dich, als hätte ich dich wochenlang nicht gesehen.” Ich war etwas geplättet von seinem plötzlichen Gefühlsgeständnis, weshalb ich erst Sekunden später bemerkte, dass meine Kinnlade etwas nach unten geklappt war, woraufhin ich sie schnell wieder schloss. Ich wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, aber Flo kam mir zuvor: “Bitte fühl dich jetzt nicht dazu gezwungen, irgendwas darauf zu erwidern, Malia. Ich wollte es nur mal loswerden, okay?”
Er lächelte mich schräg an.
Ich hob meine Hand, um ihm übers Haar zu streichen, wobei ich ihm tief in die Augen sah. Langsam näherte ich mich seinem Gesicht. Als unsere Lippen sich berührten, nahm ich meine andere Hand und vergrub sie ebenfalls in seinen Haaren. Florian hatte derweil mein Gesicht in seine Hände genommen. Unser Kuss wurde immer intensiver, bis ich mich schließlich von ihm löste und ihm ein liebevolles Lächeln schenkte.
“Denkst du ernsthaft, mir geht es anders als dir?”, brachte ich leise hervor.
Und auf dem Gesicht meines Gegenübers bildete sich ein breites Grinsen.
Nachdem wir noch einige Minuten einfach dagesessen und uns angesehen hatten, sagte ich schließlich: “Wollen wir nicht langsam mal Elmo erlösen?”
Florian seufzte kurz. “Ja, das sollten wir wohl tun. Nicht, dass er meine Wohnung noch als Toilette benutzt.”, sagte er lachend. Ich stimmte in sein Lachen mit ein.
“Also falls doch, bist du selber Schuld.”, versuchte ich ihn aufzuziehen.
“Jaja, schon klar. Nächstes Mal nehmen wir ihn mit.” Ich zwinkerte ihm zu.
“Na los. Lassen wir ihn nicht noch länger warten.”
Wir erhoben uns von der Bank und marschierten Hand in Hand zurück zum Parkplatz.
Gleich, nachdem Florian seine Wohnungstür geöffnet hatte, wurde er herzlich von seinem vierbeinigen Freund empfangen, der immer wieder an ihm hochsprang und seine Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollte.
Wir versorgten ihn abwechselnd mit Streicheleinheiten, ehe wir uns unserer Jacken entledigten.
Plötzlich fiel mir wieder ein, dass ich Hanna noch darüber in Kenntnis setzen musste, dass ich diese Nacht bei Flo verbringen würde.  
Also kramte ich mein Handy aus meiner Hosentasche hervor und schrieb: “Hey, Flo muss morgen wegen eines Termins nach Berlin. Deshalb hat er mich gefragt, ob ich wieder über Nacht bleibe. Morgen und übermorgen machen WIR aber was zusammen, versprochen.”
Da sie eh gerade online war, kam sofort eine Antwort: “War mir schon klar. Wir sehen uns dann morgen ;)”
Ich überlegte noch kurz, wie ich es wieder gut machen könnte, dass Hanna und ich den Großteil unseres Urlaubs gar nicht zusammen verbracht hatten, ehe ich mein  Handy wieder in meiner Tasche verschwinden ließ.
Plötzlich umschlungen mich zwei Hände von hinten. “Was hältst du davon, wenn wir zusammen was zu essen vorbereiten? Danach würde ich mit Elmo noch eine Runde gehen und du hättest in der Zeit das Bad für dich.”
Ich grinste. “Klingt nach ‘nem Plan.” Florian gab mir noch einen kleinen Kuss auf den Hals, bevor er meine Hand nahm und mich mit in die Küche zog.
Wir beschlossen, nichts kompliziertes zu kochen und stellten stattdessen Brot, Käse, Wurst und Butter auf den Tisch.
Zusätzlich machten wir uns noch einen gemischten Salat mit dem Gemüse, was Flo gerade da hatte, ehe wir zu essen begannen.
Nachdem wir fertig waren und Flo gerade damit anfangen wollte, den Tisch abzuräumen, sagte ich: “Ich mach das schon. Geh du mal lieber mit Elmo.”
Er setzte mir noch einen Kuss auf die Stirn, ehe er die Wohnung mit seinem treuen Vierbeiner verließ.
Als ich das Geschirr im Geschirrspüler und die Lebensmittel wieder im Kühlschrank verstaut hatte, ging ich ins Bad, um mich bettfertig zu machen.
Dort hatte Florian mir schon mein Schlafshirt und meine Zahnbürste vom letzten Mal bereit gelegt. Ich schmunzelte. Seine aufmerksame und rücksichtsvolle Art war eine der Eigenschaften, die ich am meisten an ihm schätzte.
Nachdem ich im Bad fertig war, schlurfte ich gähnend ins Schlafzimmer und schlüpfte sofort unter die Bettdecke. Der heutige Tag hatte mich anscheinend doch mehr geschafft, als ich dachte, denn mir fielen sofort die Augen zu.
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