We are coming from different places but you will see: Love we'll reach our destination

von JKlove
GeschichteFantasy / P12
Florian David Fitz
22.01.2017
28.01.2018
30
34.499
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14.02.2017 1.580
 
Als ich das Hotel verließ, sah ich bereits von Weitem einen blauen BMW am Straßenrand parken. Mit einem Lächeln im Gesicht ging ich auf diesen zu.
Ich machte die Autotür auf und setzte mich neben Florian, der mich breit angrinste.
Ohne etwas zu sagen nahm er mein Gesicht in seine Hände und gab mir einen zärtlichen Kuss.
“Ich hab dich vermisst.”, hauchte er und schaute mir dabei tief in die Augen.
“Ich dich auch.”, flüsterte ich.
Florian lächelte leicht. “Bist du schon nervös?”
“Ehrlich gesagt ja.”
“Das brauchst du aber wirklich nicht zu sein.”
“Ich weiß, aber ich bin immer etwas aufgeregt, wenn ich neue Menschen kennenlerne, weißt du?”
“Sie werden dich bestimmt mögen. Und du sie auch.”, versuchte Florian mich aufzuheitern.
Bei seinen Worten fiel mir wieder eine Frage ein, die mir schon seit gestern unter den Nägeln brannte.
“Als wen willst du mich ihnen eigentlich vorstellen?”
Auf seiner Stirn bildete sich eine Denkfalte. “Darüber habe ich bereits auch nachgedacht. Ich dachte aber schon daran, dich als meine Freundin vorzustellen. Alles andere wäre doch zu kompliziert, findest du nicht?”
Seine Worte erleichterten mich. Nickend stimmte ich ihm zu. Florian grinste und gab mir einen Kuss auf die Stirn.
“Okay, wollen wir dann mal los?”
“Ja, bringen wir es hinter uns.”, sagte ich lachend.
Florian startete den Motor und schon fuhren wir los.
Nach einigen Minuten sagte er: “Malia, ich sag es dir am besten gleich. Ich hab morgen einen Pressetermin in Berlin, was heißt, dass wir uns am morgigen Tag und wahrscheinlich auch den darauffolgenden nicht sehen können.” Traurig schaute er mich von der Seite an. Ich schluckte. Eigentlich hätte ich mit einer baldigen Abstinenz seinerseits, auf Grund von Terminen, wie diesen, rechnen müssen, dennoch verschmälerte es unsere restliche Zeit, die uns noch zusammen blieb.
Da mir aber nichts anderes blieb, als seine Termine aufgrund seines Promidaseins zu akzeptieren, sagte ich nur: “Okay, und Mittwoch kommst du wieder?”
“Ja, ich denke früher wird es leider nicht.”
Ich nickte nachdenklich.
“Deshalb würde ich mich freuen, wenn du heute wieder bei mir übernachtest.”, sagte Flo plötzlich.
Ein Lächeln schlich sich auf mein Gesicht. “Das würde ich gern.”
Florian grinste mich kurz an und legte dann seinen Blick wieder auf die Straße.
Den Rest der Fahrt dachte ich darüber nach, wie es wohl erst mit uns beiden weitergehen würde, wenn wir uns nicht mehr jeden Tag sehen würden.
Zwar hatte Florian mir versichert, er wolle mich auch in Zukunft an seiner Seite wissen, dennoch stellte ich mir regelmäßige Treffen zwischen uns sehr schwierig vor.
Ich schaute immer noch aus dem Fenster, als er sich neben mir räusperte und sagte: “Malia, wir sind da.”
Erschrocken sah ich ihn an. Ich war so tief in Gedanken versunken, dass ich nicht einmal mehr mitbekommen hatte, dass Florians Auto inzwischen vor einer Tiefgarage zum Stehen gekommen war.
Flo warf mir einen besorgten Blick zu.
“Ist alles in Ordnung?”
Schnell nickte ich. “Ja, na klar. Bin nur immer noch etwas angespannt, weil ich nicht weiß, wie deine Familie auf mich reagieren wird.”, log ich.
Er lächelte liebevoll und legte eine Hand an meine Wange.
“Vertrau mir, sie werden dich sofort mögen.”
Sein Gesicht näherte sich meinem und wir versanken in einem leidenschaftlichen Kuss. Während des Kusses legte Florian auch seine andere Hand an mein Gesicht und streichelte sanft über meine Wangen. Dies beruhigte mich etwas.
“Bereit?”, fragte mich Flo, nachdem wir uns wieder voneinander gelöst hatten.
“Bereit.”
Er warf mir ein letztes aufmunterndes Lächeln zu, bevor wir aus dem Auto stiegen und Hand in Hand zur Tür gingen.
Wir hatten das Haus seiner Eltern noch nicht ganz erreicht, als die Tür plötzlich von einer Frau, vermutlich Florians Mutter, aufgerissen wurde.
“Da seid ihr ja endlich. Wir haben schon auf euch gewartet. Du musst Malia sein. Schön dich kennenzulernen. Ach, kommt doch erstmal rein.”
Etwas überfordert von der überschwänglichen Begrüßung seiner Mutter, streckte ich ihr meine Hand hin und sagte: “Ich freu mich auch sehr Sie kennenzulernen.”
Florians Mama lachte. “Du kannst mich gerne duzen. Ich heiße Gabriele.”, sagte sie und erwiderte meinen Händedruck, ehe sie mich in eine herzliche Umarmung zog.
Froh darüber, sofort so lieb empfangen zu werden, schlich sich ein erleichtertes Lächeln in mein Gesicht.
Nachdem Florians Mutter mich wieder losgelassen hatte, war nun ihr Sohn an der Reihe, den sie ebenfalls mit einer langen Umarmung empfing.
“Schön, dass ihr gekommen seid.”, sagte Gabriele zu ihm.
“Na, du hättest sonst wohl keine Ruhe gegeben.”, entgegnete Florian lachend.
Seine Mutter stimmte in sein Lachen ein.
“Nein, wahrscheinlich nicht.”, sagte sie und zwinkerte ihm kurz zu.
Nachdem Florian mir meine Jacke abgenommen und sich anschließend selber seines Mantels entledigt hatte, folgten wir seiner Mutter gemeinsam in den Wohnbereich. Dort hatte sie auf einem Tisch bereits die verschiedensten Köstlichkeiten vorbereitet. Ich sah mich im Wohnzimmer um, wobei mein Blick auf einen Mann fiel, welcher im Sessel saß und gerade dabei war, die Zeitung, die er scheinbar bis eben gelesen hatte, zusammenzufalten und wegzulegen.
Ich machte einen Schritt auf ihn zu und hielt ihm meine Hand entgegen. “Hallo, Sie müssen dann wohl Florian Papa sein. Freut mich sehr, sie kennenzulernen.”
Ich lächelte schüchtern. Der Mann sah mich inzwischen neugierig an und schenkte mir ein Lächeln, nachdem ich fertig geredet hatte. “Ja der bin ich. Malia, richtig? Freut mich auch, dich kennenzulernen. Nenn mich doch bitte Karlhans.”
Ich nickte freundlich.
“Na kommt, Kinder. Setzen wir uns doch erstmal. Dann könnt ihr uns mal genau erzählen, wie ihr euch kennengelernt habt.”
Lächelnd dachte ich an Florian und mein Gespräch einige Minuten zuvor, indem es unter anderem darum ging, als wen er mich seinen Eltern nun eigentlich vorstellen wolle. Doch Gabriele und Karlhans war scheinbar sofort klar, was für eine Art von Beziehung wir führten.
Wir setzten uns alle an den großen Esstisch und bedienten uns an dem Kuchen, den Flos Mama im Voraus gebacken hatte. Florian, der neben mir saß, platzierte seine Hand auf meinem Oberschenkel und fuhr zwischenzeitlich mit seiner Hand auf diesem auf und ab, während er mich beruhigend anlächelte. Ich lächelte zurück und legte meinen Blick anschließend auf seine Mutter, die sagte: “Entschuldigt meine Neugier, aber jetzt erzählt doch bitte mal. Florian, wo bist du Malia denn das erste mal begegnet?”
Florian seufzte und setzte seinen Eltern daraufhin bis ins kleinste Detail über unsere Kennenlernen in Kenntnis.
Während seines Monologs machte ich ab und zu einige Ergänzungen an den Stellen, an denen er etwas ausließ. Hier und da konnte ich mir auch ein leises Lachen nicht verkneifen.
“…und schließlich habe ich Malia gefragt, ob sie nicht Lust hätte, euch mal kennenzulernen.”, endete Florian seine Erzählung.
Gabriele und Karlhans hatten die ganze Zeit aufmerksam zugehört. Ich sah, wie ein Grinsen über ihr Gesicht huschte, als Florian fertig war.
Auch ich warf meinem Sitznachbarn ein glückseliges Lächeln zu, welches er sofort erwiderte.
“Und dann habt ihr euch ineinander verliebt.”, stieß Florians Mutter plötzlich aus.
Ich erstarrte kurzerhand, hatte ich das Wort “verlieben” Florian gegenüber bis dato noch nie benutzt.  Auch dieser wusste scheinbar nicht, wie er in dem Moment reagieren sollte und geriet ins Stottern: “Na ja, also, ich…”
“Oh, entschuldige.”, sagte seine Mutter schnell und hielt sich die Hand vor den Mund. “Das geht mich ja eigentlich gar nichts an.”
Nach einem Augenblick peinlichen Schweigens ergriff Florian schließlich das Wort: “Also, ich wollte eigentlich noch einen kleinen Spaziergang mit Malia hier in der Nähe machen. Nehmt ihr es uns übel, wenn wir uns allmählich mal wieder auf den Weg machen? Malia ist schließlich auch nicht mehr allzu lange hier.”
Karlhans und Gabriele verneinten sofort und erhoben sich, um uns zur Tür zu begleiten.
Florian half mir erneut in meinen Mantel und verabschiedete sich anschließend erst von seiner Mutter und dann von seinem Vater, indem er sie in eine kurze Umarmung zog.
Auch ich wurde von beiden noch einmal zum Abschied geherzt, ehe Florian und ich das Haus hinter uns ließen und auf seinen Wagen zumarschierten.  
Als wir im Auto saßen, sagte Florian eine Zeit lang nichts, scheinbar war ihm die Situation von eben noch immer sehr unangenehm.
Irgendwann räusperte er sich aber und sagte: “Wenn du willst, können wir da vorne aussteigen. Dort gibt es auch einen kleinen See, an den wir gehen können.”
Fragend sah er mich an. “Gerne, wenn du mich dann nicht auch die ganze Zeit anschweigst.”, sagte ich etwas eingeschnappt.  Ertappt blickte Florian zur Seite. Er hielt auf einem Parkplatz nahe des Sees und stellte den Motor ab. “Malia, hör zu.”, begann er. “Es tut mir leid. Das eben bei meinen Eltern…also ich wusste einfach nicht wie ich reagieren soll. Ich meine, wir haben noch nie davon gesprochen, vom “verlieben”. Ich war in dem Moment einfach sauer auf meine Mama, dass sie damit anfängt, ehe wir beide die Chance bekommen, uns darüber zu unterhalten.”
Er schaute mich unsicher an. Ich konnte nicht anders als anfangen zu grinsen. Es war einfach zu süß, wie er sich in Rage redete und mir obendrein den Blick eines bettelnden Hundes zuwarf.
“Ist schon OK, Flo. Ich versteh das, ehrlich.”
Er atmete erleichtert aus.
“Dann lass uns mal zu diesem besagten See gehen.”, schlug ich vor und wollte schon die Autotür öffnen, als Florian mich zurückhielt.
Er schaute mich zärtlich an und ehe ich mich versah, lagen seine Lippen schon auf meinen. Ich lächelte glücklich unter dem Kuss.
~Show me your heart, shed a light on me. If you love me say so. If you love me say so. If you love me say something!~
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