We are coming from different places but you will see: Love we'll reach our destination

von JKlove
GeschichteFantasy / P12
Florian David Fitz
22.01.2017
28.01.2018
30
34.499
4
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11.02.2017 1.362
 
Am nächsten Tag wurde ich früh wach. Mit einem Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass es erst 6 Uhr war. Ich drehte mich zu Hanna, die natürlich noch tief und fest schlief. Da ich viel zu aufgeregt vor dem heutigen Treffen war, war an Weiterschlafen nicht zu denken und ich beschloss, mich schon mal im Bad fertig zu machen und mir ein passendes Outfit herauszusuchen.
Leise stand ich auf und schlich zum Kleiderschrank. Ich holte ein paar Oberteil heraus und hielt sie mir vor dem Spiegel, der sich neben dem Schrank befand, an den Körper.
Letztendlich entschied ich mich für eine langärmlig raffiniert geschnittene Chiffonbluse mit rundem Kragen. Dazu suchte ich mir eine schlichte schwarze Jeans aus. Ich legte mir beide Teile auf meinem Bett bereit und suchte mir noch ein legereres Outfit für die nächsten paar Stunden heraus. Dieses bestand aus einem schlichten schwarzen Oberteil und einer Skinny Jeans.
Mit meinen Klamotten auf dem Arm verschwand ich dann erstmal im Bad, ging duschen und putzte mir meine Zähne. Danach schminkte ich mir meine Wimpern und legte etwas Rouge auf. Bei meinen Haaren flocht ich zwei Strähnen, die ich anschließend in einem Dutt zusammenband, sodass der Rest meiner Haare lockig auf meine Schultern fiel.
Zufrieden mit meinem Werk zog ich mir mein Hose und meinen Pullover an und ging aus dem Badezimmer. Inzwischen war es 7 Uhr und Hanna schlief natürlich noch immer. Ich beschloss, sie noch ein wenig weiterschlafen zu lassen und schnappte mir mein Handy, um mich bei meinen Freundinnen zu melden. Natürlich hatte ich sie in der Zwischenzeit auf dem Laufenden gehalten und sie fragten fast täglich, wie es mit Florian und mir voranging. Auch jetzt hatte ich wieder einige Nachrichten in unserer Whatsapp- Gruppe vom vorherigen Abend, die sich auf das heutige Treffen bezogen.
So schrieb Janine: Na, schon aufgeregt?, Nele fragte ironisch, ob ich schon geplant hätte, was ich anziehen wolle und Luise, die erst seit Kurzem Teil unserer Gruppe war, reagierte auf Neles Frage mit den Worten: Na klar, das Outfit war bestimmt das Erste, worüber sich Malia Gedanken gemacht, nachdem sie Flos SMS bekommen hat.
Lachend verdrehte ich die Augen und tippte eine Antwort.
Anschließend scrollte ich erst durch Instagram und dann durch Facebook, um zu schauen, ob es irgendetwas Neues gab.
Plötzlich hörte ich Hanna neben mir laut gähnen.
Nachdem sie einmal alle Glieder von sich gestreckt hatte, öffnete sie ihre Augen.
“Du bist schon wach?”, fragte sie mich überrascht.
Ich nickte. “Konnte einfach nicht mehr weiterschlafen. Zu aufgeregt.”
“Kann ich verstehen.”, sagte Hanna. “Aber es wird schon nicht so schlimm werden.”
“Hoffen wir mal auf das Beste. Hast du was dagegen, wenn wir jetzt schon frühstücken gehen?”, fragte ich sie.
“Nein, können wir gerne machen. Aber ich geh mich erstmal fertig machen.”
Sie stand auf und machte sich auf den Weg ins Bad. Als sie die Klamotten, die ich mir bereit gelegt hatte, auf meinem Bett sah, schüttelte sie nur lachend den Kopf und verkniff sich ihr Kommentar.
Nachdem auch Hanna startklar war, machten wir uns mal wieder auf den Weg zum Frühstücksraum. Da meine Aufregung noch immer nicht weniger geworden war, bekam ich kaum etwas hinunter.
Ich quälte mich gerade mit meiner zweiten Brötchenhälfte, als Hanna sagte: “Wann bist du denn eigentlich mit Flo verabredet?”
“Um 4.”
“Das ist doch super. Dann können wir in der Zeit noch etwas unternehmen.”, stieß sie euphorisch aus.
“Ja, aber was?”
Wir überlegten kurz.
“Wir könnten uns auch einen See anschauen!”
“Und an welchen dachtest du da?”, fragte Hanna mich neugierig.
“Vielleicht der Ammersee? Der ist nur gut eine halbe Stunde von München entfernt. Wir könnten mit der S-Bahn hinfahren.”
“Super Idee.”, stimmte Hanna meinem Vorschlag zu.
So machten wir uns direkt nach dem Frühstück auf den Weg Richtung S-Bahn-Station.
Zum Glück war die Fahrt nicht allzu teuer, so kostete ein Ticket 13 Euro.
Wir zogen unsere Fahrkarten aus dem Ticketautomat und stiegen in die nächste
S-Bahn ein.
Auf der Fahrt hingen wir beide unseren Gedanken nach, hörten Musik und genossen die Aussicht aus den Bahnfenstern.
In Herrsching stiegen wir aus und machten uns auf den Weg zum See. Im Vergleich zu den Seen, die ich mit Florian besuchte hatte, war dieser riesig. Da ich im Voraus ein wenig in meinem Reiseführer gelesen hatte, wusste ich, dass der Ammersee, nach dem Chiemsee und dem Starnberger See der drittgrößte See Bayerns war.
Dennoch war ich überwältigt von dem Blick, der sich mir bot. Der See erstreckte sich kilometerweit und war umgeben von hohen Bergen und dunkelgrünen Wäldern.
Zahlreiche Segelboote und Schiffe fuhren über das Wasser.
“Ist ja der Hammer!”, stieß Hanna aus, die als Erste von uns wieder ihre Sprache fand.
“Das kannst du laut sagen. Ich glaube uns fehlt aber etwas Zeit, um wirklich den ganzen See zu umrunden.”, äußerte ich meine Bedenken.
“Na und? Wir nutzen einfach die Zeit, die wir haben, oder?”, fragte Hanna mich freudig.
“Einverstanden.”, sagte ich lachend.
Also machten wir uns auf den Weg. Wir gingen vorbei an Anglern, Wanderern und wurden auch hin und wieder von Fahrradfahrern überholt.
Als wir an einen langen Steg kamen, sagte Hanna: “Da müssen wir unbedingt rauf. Ein paar Fotos machen.”
Ich stimmte ihr zu und folgte ihr langsam
Am vordersten Teil des Stegs angelangt, zückten wir beide unsere Handys und begannen, Bilder vom See zu machen.
Nach einiger Zeit schlug ich vor, ein Selfie von uns zu machen, bei welchem wir fröhlich um die Wette grinsten.
Anschließend setzten wir unseren Spaziergang fort.
Als ich einen Blick auf meine Armbanduhr warf, stellte ich etwas erschrocken fest, dass es bereits kurz nach halb 1 war und wir uns allmählich etwas zu essen suchen sollten.
“Schau mal, da vorne.”, sagte Hanna und deutete dabei auf einen Biergarten, der direkt am See lag.
“Lass uns da was essen und uns dann allmählich auf den Rückweg machen.”
Hanna nickte und so gingen wir zu besagtem Biergarten, in welchem wir uns zwei Colas und Pasta bestellten. Während des Essens genossen wir den Blick auf den See und ich entschied mich kurzerhand dazu, Florian ein Bild von diesem zu schicken. Ich schoss ein Foto, auf welchem man das Wasser mit Alpenpanorama im Hintergrund gut erkennen konnte und schrieb dazu: “Hanna und ich haben uns spontan dazu entschieden, einen Ausflug an den Ammersee zu machen. Superschön hier.”
Ich musste nicht lange auf eine Antwort warten. Bereits einige Minuten später vibrierte mein Handy. Florian schrieb: “Da werd ich doch glatt neidisch. War schon so lange nicht mehr da, aber ich bin froh, dich mit meiner Begeisterung für Seen etwas angesteckt zu haben. ;) Viel Spaß noch und liebe Grüße an Hanna. :*”
Ich lächelte und sagte, an Hanna gewandt: “Ich soll dir liebe Grüße von Flo bestellen.”
“Danke, gehen zurück. Schreibt ihr etwa schon wieder? Ihr seht euch doch gleich wieder.”, lachte sie.
Ich zuckte nur grinsend mit den Schultern und tippte eine erneute Nachricht an Florian: “Liebe Grüße zurück. Freu mich auf später.:*”
Keine Minute später hatte er mit den Worten “Da bist du nicht die Einzige ;*” geantwortet und ich steckte mein Handy lächelnd zurück in meine Tasche.
Nach dem Essen gingen Hanna und ich zurück zur S-Bahn-Station.
Wir stiegen ein und setzten uns, wie auf der Hinfahrt, auf einen Viererplatz am Fenster.
Als wir wieder an unserem Hotel ankamen, war es bereits halb 4. Schnell zog ich mich um und frischte mein Make-up nochmals auf.
“Entspann dich.”, redete Hanna auf mich ein, die mein Treiben beobachtete.
“Das sagst du so leicht. Wie spät ist es?”
“Noch 15 Minuten.”, antwortete sie.
Ein letztes Mal fixierte ich mich im Spiegel.
“Kann ich so los?”
“Ja, siehst super aus.”, sagte Hanna und streckte einen Daumen in die Höhe.
“Danke.“
Im Nu zog ich mir meine Schuhe an, warf mir meine Jacke über und hängte mir meine Tasche um.
“Also dann. Wünsch mir Glück, dass es nicht allzu unangenehm wird.”, wandte ich mich an Hanna.
“Das wird es schon nicht. Keine Sorge. Und sag mir Bescheid, falls du heute nicht mehr zurück kommst.”, zwinkerte sie mir zu.
Ich umarmte sie noch einmal, bevor ich die Hotelzimmertür hinter mir schloss und mich auf den Weg zu Florian machte.
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