Lifeguard

von Narisu
GeschichteAllgemein / P18
OC (Own Character)
21.01.2017
25.09.2019
17
21016
4
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Vor rund einem halben Jahr kam Aurora mit einem Schiff von ihrer letzten Reise aus der Alola-Region nach Sinnoh zurück. Sie entschied sich relativ bald, ihre erste Reise nicht in Sinnoh zu beginnen, sondern reiste als Erstes nach Kalos. Dort entwickelte sich auch ihr Evoli zu einem Glaziola. Nach Kalos besuchte sie die Hoen-Region, gefolgt von Kanto, Johto und Alola. Sie nahm wie jeder anderer Trainer an den Arenakämpfen teil, machte bei diversen Wettbewerben mit und versuchte ihr Glück als Performerin. Sogar die Pokémonligen forderte das junge Mädchen heraus. Aber irgendwie hatte sie nie wirklich Spaß an allem. Zwar liebte sie es, mit ihren Partner zu kämpfen, aber die Arenakämpfe langweilten sie. Und die Ligen waren für sie auch nicht wirklich anziehend, auch wenn sie immer in die Top 5 kam. Ihre Gefühle verrieten ihr, dass dies einfach nichts für sie war. Seufzend lief die Weißhaarige aus ihrer Kabine auf das Deck des Schiffes und lehnte sich an das Rehling. Ihr Blick war auf das kristallklare Wasser gerichtet und beobachtete einige Mantirps, die aus dem Wasser sprangen und wieder ins Wasser zurückkehrten. Sie merkte, wie etwas an ihrem Hosenbein zog und schaute zu ihren Füßen herunter. Dort saß ihr Partnerpokémon Glaziola, welches sie fragend anschaute.
„Es ist alles okay“, lächelte Aurora, woraufhin das Eiswesen ebenfalls lächelte. Vorsichtig kniete sich die junge Trainerin herunter und streichelte ihrem Partner über den Kopf, was ihm sehr gefiel. Nach einer Weile bemerkte sie in der Weite die Sinnoh-Region, woraufhin sie lächeln musste. Es waren nun insgesamt 5 Jahre vergangen, als die Weißhaarige das letzte Mal zu Hause war. In der Zeit telefonierte sie hin und wieder mal mit ihren Eltern. Als das Schiff am Hafen anhielt und Aurora wieder festen Boden unter den Füßen hatte, dachte sie kurz nach. Sie sah sich um und fand eine kleine Wiese, groß genug, um von dort aus zu starten. Nach kurzem Überlegen entschied sie sich, dorthin zu gehen und rief dort ihr Libelldra, welches sie in Hoen das Leben rettete, als es noch ein kleines Knacklion war. Damals hatte sich jenes Knacklion aus der Wüste verirrt und fiel in einen Fluss. Die Weißhaarige bemerkte dies damals und bat ihr Azumarill, das verunglückte Pokemon herauszufischen, was das Blaue Wesen auch tat. Daraufhin brachte das hasenähnliche Pokemon das Knacklion zu seiner Trainerin, welche sich um das Bodenpokémon rührend kümmerte. Nachdem die Trainerin das Pokémon zurück lies, entschied sich Knacklion, der Weißhaarigen zu folgen, woraufhin es Teil des Teams wurde. Als Libelldra aus seinem Ball war, breitete es seine Flügel aus und sah sich um. Beim Erblicken des Trainers schlich sich dem Drachenpokémon ein Lächeln ins Gesicht.
„Wir fliegen von hier aus nach Hause“, meinte Aurora zu Libelldra, während sie ihr Glaziola zurück rief. Das Wüstenpokémon nickte und ging etwas nach unten, sodass die Weißhaarige auf seinen Rücken klettern konnte. Kaum war sie oben, erhob sich das elegante Wesen in den Himmel, ehe es in Richtung des Erholungsgebietes flog. Während es so dicht unter dem Himmelszelt flog, passte Libelldra drauf auf, nicht mit einem anderen Flugpokémon oder gar mit einem Flugzeug zusammen zu knallen und achtete sehr auf seine Trainerin. Diese schien die meiste Zeit nachdenklich. Sie wusste nicht, wie sie ihren Eltern erklären solle, dass sie in keiner Liga den 1. Platz machte oder dass sie in den Wettbewerbsfinalen immer 2. wurde. Von sich selbst enttäuscht seufzte die Weißhaarige aus. Ihr Partner bemerkte dies und drehte den Kopf zu ihr, so als wollte es fragen, ob alles okay sei.
„Weißt du Libelldra… irgendwie bin ich doch die reine Enttäuschung für meine Eltern. Nicht nur, dass ich den Beiden irgendwie nicht ähnlich sehe, nein, ich schaff es nicht einmal, in der Pokémonliga oder in den Wettbewerben zu gewinnen. Nur weil ich keinen richtigen Gefallen daran finde. Ich weiß nicht mal, was ich nun machen soll… Sinnoh will ich jetzt nicht auch noch durchreisen und wieder die Arenen herausfordern. Bringt mir doch eh nichts“, klagte Aurora dem Drachenpokémon ihr Leid. Dieser flog ruhig weiter und lächelte seiner Trainerin zu. Nach einer Weile landete das Wüstenwesen vor dem Haus, in dem Aurora lebte und ließ seine Trainerin absteigen. Die Weißhaarige suchte in ihrer Tasche nach dem Schlüssel und verwies den Drachen nach hinten in den Garten, da es im Haus für seine Größe etwas zu klein war. Daraufhin betrat sie das Haus und stellte ihre Tasche ab, ehe sie nach ihren Eltern schaute. Diese fand sie nicht im Haus, sodass sie über die Terrasse in den Garten lief. Auch dort waren sie nicht und das junge Mädchen vermutete, dass ihre Eltern entweder im Gewächshaus oder auf Forschung waren. Sie entschied sich, im Gewächshaus nachzuschauen und rief Libelldra zu sich. Das Gewächshaus stand im großen Garten, welches fast die Größe eines Fußballfeldes hatte. Das Gewächshaus war um einen Drittel kleiner. Nachdem sie das Glashaus betrat, musste sich die Weißhaarige umsehen. Erst ein Stück weiter hinten fand sie dann auch ihre Eltern auf.

„Hallo Mama, hallo Papa“, meinte das junge Mädchen und sah die Erwachsenen an.
„Hey Aurora“, lächelte ihre Mutter und lief zu ihr, um sie an sich zu drücken. „Wie geht es dir?“
„Soweit gut“, beantwortete Aurora und sank ihren Blick Richtung Boden.
„Alles okay?“, wollte ihr Vater wissen.
„Naja, hab nie eine der Ligen komplett besiegen können, genauso wie in den Wettbewerben“, gab die Weißhaarige lautlos zu.
Etwas sprachlos schauten ihre Eltern erst sie, dann sich gegenseitig an. Leicht lächelnd lief ihre Mutter zu ihr hin.
„Aurora, das macht nichts. Wichtiger ist uns, dass du Spaß hattest“, meinte ihre Mutter, die wie ihr Mann auch, braune Haare hatte. Ebenfalls hatte sie grüne Augen, während er Braune hatte. Ihr Name war Helena, während ihr Mann auf den Namen Yamato hörte.
„Schon“, murmelte Aurora.
„Mach dir keinen Kopf“, lächelte nun Yamato. „Außerdem bist du wieder gesund nach Hause gekommen. Mehr ist uns nicht wichtiger.“
„Zeig uns mal deine Pokémon, die du dabei hast“, ihre Mutter platze fast vor Neugier, woraufhin Aurora nickte und ihre Partner aus ihren Bällen rief. In ihrem Team waren aktuell: Glaziola, Libelldra, Wolwerock in der Sonnenform, Typ:Null, Miezunder und Kirlia.
„Glaziola, Libelldra und Kirlia kennen wir ja, aber wie heißen die anderen Drei?“, wollte Helena unbedingt wissen, da sie diese Pokémon noch nie sah.
„Wolwerock, Typ:Null und Miezunder. Miezunder bekam ich als Flamiau von Professor Kukui und Wolwerock als Wuffels, sowie Typ:Null von Oma“, beantwortete die Weißhaarige.
„Ach dann war das die Überraschung von meiner Mutter an dich“, meinte Yamato, woraufhin Aurora nickte.
„Wann wirst du weitergehen?“, wollte ihre Mutter noch wissen.
„Ich weiß es noch nicht“, sagte Aurora leise. „Ich geh mal in mein Zimmer.“
„Alles klar“, meinte Helena und sah, dass ihre Tochter mit ihrem geliebten Glaziola aus dem Gewächshaus ging.

In ihrem Zimmer zog sich die Weißhaarige ein einfaches Top und eine kurze Hose an, ehe sie sich auf ihr Bett war. Glaziola legte sich neben ihr auf das Bett. Seufzend starrte das junge Mädchen die Decke an und dachte nach, wie sie weitermachen sollte. Noch immer hatte sie keinen Plan. Am liebsten würde sie nach Fiore reisen und einfach mal den Beruf des Rangers kennenlernen wollen. Aber das ging nicht so einfach. Ungewollt schlief die Weißhaarige ein, nachdem sie von der Müdigkeit überrannt wurde.
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