The Past

von Karo-0800
GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P12
OC (Own Character) Sleepy Ash / Kuro
19.01.2017
19.04.2019
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Leise näherte sich etwas aus der Dunkelheit an sie heran, sie bemerkte es nicht.

Das kleine Mädchen war so in den Nachthimmel vertieft, dass sie einfach alles um sich herum abschirmte.

Aus dieser Dunkelheit streckte sich eine große Hand hervor und ruhte auf der Schulter des Kindes.


Alle schauten verdattert auf den kleinen Kater, der wackelnd durch den halben Raum trottete. Vor dem Bett angelangt, kletterte er auf die hohe Matratze und setzte sich allwissend neben die Füße.
Alle sahen verwirrt auf und fokussierten die Vorgehensweisen des Schwarz-blauen Katers. Diesem war es dann wohl doch viel zu unbequem, und kroch deswegen über die Bettdecke. Wobei bei jedem Schritt sein kleines Pfötchen, mitsamt dem kurzen Beinen, in der tiefen Decke verschwand.
Als der Kater endlich neben dem Gesicht des Mädchens stillstand, hob er sein Füßchen und berührte mit der Pfote sanft ihre Linke Gesichtshälfte. Die Acht Augenpaare waren immer noch voll und ganz auf den Kater gerichtet, doch der ließ sich nicht davon stören. Keine Regung ging von dem Mädchen aus, nur ihr Brustkorb der sich in Gleichmäßigen Abständen hob und senkte.
„Jack?“ Ertönte plötzlich die verwirrte Stimme eines der Mädchen. Der Kater drehte seinen Kopf zur Seite, zusammen mit seinem Oberkörper. Mit seinem normal müden Ausdruck im Gesicht blickte er sie gespannt an. Aber sie erwiderte daraufhin nichts.

Der Frau sind die Tränen schon teils runter geflossen und musterte den kleine Kater vor sich an.
Langsam streckte sie ihre Hand nach dem Kopf des Tieres aus. Dort ließ sie die Hand erst ruhen, dann aber streichelte sie das weiche Fell seines Kopfes bis zum Rücken runter. Und das noch einige male hintereinander, während der Kater seine Augen schloss.
Die Tränen rinnen wieder ihre Wangen runter. Sie nahm ihre Hand von dem Kopf und stand stumm auf.
Sie hatte sich zu schnell aufgerichtet und deswegen ihr Gleichgewicht verloren, doch ihr Mann stützte sie. Sie wollte ihm etwas sagen, doch durch ihre Lippen kam nichts hindurch.
Ihr Mann verstand auch ohne das sie etwas sagte. Er brachte sie zur Tür und von da aus nach Draußen.
Die Tür fiel ins Schloss und das war das einzige was man noch hören konnte.
Dann herrschte wieder die bedrückende Stille über den ganzen Raum hinaus, noch nicht einmal im Flur hörte man etwas.
Die Älteste im Zimmer machte eine kurze Hand Bewegung, alle verstanden und sie verzogen sich Leise in den Flur.

Die Schritte der Geschwister waren nicht mehr zu hören und der kleine Kater seufzte laut auf.
„Gegen diese Familie komme ich nicht an...“, stöhnte er Lust los.
Er krabbelte auf ihren Bauch und rollte sich wie eine Kugel zusammen. Legte seinen Kopf nieder und atmete genau so leise und Gleichmäßig, wie sein Besitzer.
„Du machst mir mehr Arbeit als sonst wer!“, nuschelte er im Halbschlaf und gähnte Herzhaft.
Sekunden später tauchte auch er ins Land der Träume ab.