Was zwei Menschen verbindet, müssen Dritte nicht verstehen

GeschichteDrama, Romanze / P12
Blair Waldorf Carter Baizen Chuck Bass OC (Own Character)
18.01.2017
28.12.2017
5
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18.01.2017 2.242
 
Hey, Upper East Siders. Hier ist euer neues Gossip Girl und ich bin wirklich froh, dass es neue aufregende Menschen in der Upper East Side gibt. Vor allem C. gefällt mir. Haltet die Augen nach ihr offen, sie könnte unsere nächste Hauptrolle in dieser Geschichte werden. xoxo
Caroline entfernt sich von der Constance und das in einem ziemlich langsamen Tempo.
Ihre Gedanken lassen sie nicht schneller gehen, die sind viel zu sehr damit beschäftigt mit einem Messer auf Erinnerungen zuzurennen, die endlich sterben sollen. Das haben sie schon oft versucht, doch sie sind unsterblich. Und sie kommen immer wieder, wenn sie ihn sieht.
Wer dieser jemand ist, werden wir noch früh genug erfahren, hoffe ich zumindest. Ich weiß nur durch ein paar kleine aber feine Quellen, dass sie mal ein Paar waren, bis sie es beendet hat und er verschwunden ist und für immer wegbleiben wollte. Nur das dieses 'für immer' scheinbar bei ihm nur zwei Jahr bedeuteten.
"Caroline!"
Sie bleibt stehen und dreht sich zu Diana, die angerannt kommt und sich direkt bei ihr einhängt.
"Du wolltest doch vor der Schule warten." sagt sie gespielt vorwurfsvoll und geht mit ihr weiter.
"Oh, tut mir leid, hab ich vergessen." entschuldigt sie sich und hält sich die Hand an die Stirn.
"Pff... vergisst deine beste Freundin. Du bist mir eine." sagt Diana und lächelt dabei.
Gemeinsam gehen die Beiden ein Stück und D. erzählt und erzählt. Nur von dem neuen alten Schüler der Constance erzählt sie nichts. Vielleicht hat sie ihn ja noch nicht entdeckt?
Aber wie konnte man ihn nicht sehen? Scharren der St. Jude's tummelten sich vor ihm und begrüßten ihn. C. hat ihn nur aus der Ferne beobachtet, doch selbst das genügte, um alles wieder an die Oberfläche zu bringen.
Vielleicht sagt sie aber auch aus Rücksicht auf C. nichts. Schließlich hat sie ihre Geschichte von Anfang bis Krieg miterlebt.
C. ist eigentlich eine Freundin, die gerne zuhört und aufpasst, was man ihr erzählt und auch oft darauf dann eingeht, doch heute hört sie nicht mal die Hälfte der Worte ihrer besten Freundin. Sie ist mit ihren Gedanken überall, nur nicht an dem Ort, an dem ihr Körper ist.
Bevor sie in die nächste Straße abbiegen bleibt sie plötzlich stehen und wendet sich zu D., die durch das abrupte Anhalten in ihrem Satz inne hält.
"D. sei mir nicht böse, aber ich muss noch zu Elisabeth. Kannst du mir das morgen weiter erzählen?" fragt C. etwas peinlich berührt.
Sie weiß nicht mal, was Diana dann morgen weitererzählt, aber sie möchte ihr auch nicht gestehen, dass sie morgen am besten alles wiederholen muss, weil sie nicht komplett bei ihr war.
Arme C. Diese Person scheint unserem neuen Biest ja wirklich zu schaffen zu machen.
"Ähm, klar, ich hab eh schon bemerkt, dass du nicht ganz im Hier und Jetzt bist. Ist denn alles in Ordnung?" fragt Diana besorgt und legt ihr eine Hand auf die Schulter, während sie sich so gegenüber stehen.
"Ja, ja." lügt C und winkt ab.
"Ich muss nur Elisabeth etwas wichtiges erzählen. Mir geht's gut."
Dieses 'Mir geht's gut' ist bei C. ein Indiz dafür, dass es ihr überhaupt nicht gut geht, das weiß jeder, der sie auch nur ansatzweise kennt. Damit will sie zwar immer ihr angeblich gutes Wohlbefinden ausdrücken, doch es bedeutet bei ihr genau das Gegenteil.
Auch D. weiß das und sieht sie deshalb noch ein wenig besorgter an, doch sie weiß auch, dass es wohl eine Sache ist, die Caroline nur mit Elisabeth bereden kann und das respektiert sie. D. und C. sind beste Freunde, aber selbst vor denen hat man manchmal Geheimnisse, die man nur mit anderen teilen kann oder Probleme, die man nur mit anderen lösen kann.
"Dann tu das und danach gehst du nach Hause und ruhst dich aus. Du siehst so blass aus und das steht dir überhaupt nicht." sagt sie und wandert mit der Hand, die eben noch auf der Schulter lag, an ihre Wange.
Caroline zwingt sich ein Lächeln aufund nickt.
"Wenn ich Zuhause bin, schreib ich dir sofort."
"Das erwarte ich doch." sagt D. und die Beiden verabschieden sich mit einer Umarmung, bevor sie in verschiedene Richtungen verschwinden.

Elisabeth wohnt in einem Hotel, welches nicht weit von dem Punkt ist, an dem sich D. und C. gerade getrennt haben.
Als Caroline die Lobby betritt, trifft sie auf jemanden, auf den sie gut verzichten hätte können.
Mit ihm hat sie keinen Streit, aber ihre Treffen haben trotzdem immer einen bitteren Beigeschmack.
"Hey, Caroline. Wie geht's?" fragt Vincent fröhlich.
"Hey, Vince... Naja, muss..." antwortet sie.
"Oder so." fügt sie murmelnd hinzu.
Falls ihr nach einem Mittel sucht, um die Bestie zu besänftigen, dann rate ich euch immer entweder E., D. oder ihn hier dabei zu haben. V. ist keiner ihrer besten Freunde, doch er hat seine ganz eigene Wirkung auf C.
Sie sieht ihn nicht an, aber sie merkt, dass er seinen Blick nie von ihr nimmt.
Nervös beginnt ihr Fuß auf dem Marmor zu tippen und man hört ein zartes Lachen von dem Blonden.
"Diesen Tick. Den bekommst du nur, wenn dir was unangenehm ist." sagt er grinsend.
"Mir ist gar nichts unangenehm. Was denn auch?" entgegnet C. fast schon schnippisch und zwingt ihren Fuß still zu halten.
Diesen Ton in ihrem Gesagten bereut sie sofort, denn er war unangebracht. V. hat doch Recht, aber Eingestehen liegt der Königin nicht.
Obwohl die Beiden damals nach ihrer Trennung alles geklärt haben, ist es weiterhin so, als würden zig ungesagte Worte zwischen ihnen stehen. Und dabei ist es egal, ob sie von ihm oder ihr stammen. Vielleicht hätte er ihr sagen sollen, dass er es damals nicht so prickelnd fand, dass sie über ihn, an diejenige Person, die zurückgekehrt ist geraten ist und ihn für sie verlassen hat. Und vielleicht wäre es besser gewesen, wenn sie sich aufrichtig entschuldigt hätte und nicht auf das Verzeihen, welches zwar auch kam, aber ziemlich spät und wohl nur aus Verzweiflung, weil er sie nicht komplett verlieren wollte, gewartet hätte. Ihm liegt noch was an ihr, deswegen konnte er ihr verzeihen und seinem besten Freund nicht. Deswegen verliert V. wohl auch kein einziges Wort über ihn.
"Ich muss jetzt auch." sagt C. und lässt V. ohne ein weiteres Wort in der Lobby stehen.
Mit schnellem Schritt schreitet sie zu den Fahrstühlen. Bevor sie in den steigt, der sich gerade öffnet, schaut sie noch einmal um die Ecke und sieht, wie der blonde Wuschelkopf gerade die Lobby verlässt.
Aber sie sieht nicht, dass er sich kurz bevor er das tut ebenfalls noch mal umdreht und nach ihr sieht, aber im Gegensatz zu ihr nicht das zu sehen bekommt, was er wollte. Sie ist schon im Fahrstuhl und drückt die 5.
Wenn eine Stärke von C. Ehrlichkeit wäre, dann würde sie sich eingestehen, dass sie noch etwas für den Süßen empfindet, aber leider ist dem nicht so. Schade für C.
Vor Elisabeth's Tür wartet C. ungeduldig, nachdem sie hektisch gegen die Tür gehämmert hat. Nach einer gefühlten Ewigkeit hört sie ein "Komme" von der anderen Seite der Tür und kurz darauf öffnet sie sich.
"Caroline, hey."  
Elisabeth fällt ihr um den Hals und C. ist in diesem Moment den Tränen so nah wie schon lange nicht mehr.
Man könnte meinen, dass sie gleich weint und wenn ich es anmerken darf, wir reden hier von dem neuen Biest der Upper East Side. Und dieses Biest heult normalerweise nicht, sondern bringt andere dazu.
Noch bevor sich E. von ihr lösen kann, spricht Caroline endlich das aus, was sie die ganze Zeit zurückhalten musste.
"Steve ist zurück." murmelt sie mit zitternder Stimme.
"Was?"
C. presst die Lippen zusammen und weiß nicht so recht, warum das laute Aussprechen nicht den Effekt hatte, den sie sich gewünscht hatte. Sie dachte, dass es ihr dann besser geht, aber Fehlanzeige. Auch dachte sie, dass Elisabeth ihr den Halt gibt, den ihre Anwesenheit ihr normalerweise gibt, doch auch das passiert nicht. C. steht da und fällt in ein schwarzes Loch, welches ihre Vergangenheit mit Steve zeigt.
"Was macht er denn hier? Er wollte doch nie wieder kommen."
Fragend sieht E. sie an, doch Caroline ist wohl die Letzte, die ihr diese Fragen beantworten kann.
"Wahrscheinlich will er Rache oder gar meine Vernichtung..." gibt ihr C. ihre Vermutungen zur Antwort.
"Rache? Das glaube ich nicht..." sagt E. und schüttelt leicht den Kopf.
"Etwas anderes kann es aber nicht sein." sagt C. etwas gefasster.
E. sieht sie mit schmalen Augen an und nimmt dann ihre Hand.
"Süße, komm erstmal rein."
Die Beiden gehen in das Apartment und Caroline legt sich sofort auf die Couch. Sie hat noch nicht einmal die Kraft ihren blauen Mantel auszuziehen und auch die Tasche lässt sie einfach aus der Hand rutschen.
Währenddessen bestellt Elisabeth beim Zimmerservice das Paket, welches bei so gut wie jedem Problem hilft. Ein paar alte Filme, die zeigen, dass noch Schlechteres existiert, als das, was bei einem selbst gerade passiert und Eis. Jede menge Eis, um die Schmerzen zu schockfrosten.
"Ich kann nie mehr zu Schule." jammert C. währendessen auf der Couch vor sich hin.
Elisabeth setzt sich auf die Armlehne der Couch und streicht ihr eine ihrer braunen, lockigen Strähnen aus dem Gesicht.
"Du bist die neue Königin der Constance und gehst in die Knie, nur weil irgendeine alte Erinnerung auftaucht? So hab ich dich nicht kennengelernt."
Oh, E. Ich glaube, du hast die C. noch überhaupt nicht kennengelernt. Ich kenne sie noch nicht so lange, wie du, aber ich weiß durch meine kleinen, aber feinen Quellen schon mehr, als du wohl je über sie erfahren wirst. Die Kleine macht unseren alten Upper East Siders alle Ehre und das ganz allein. Ihre Leichen füllen fast schon zwei Keller, aber natürlich hat sie dir nie von ihnen erzählt. C. möchte ja Freunde gewinnen und nicht jeden verschrecken. Und wie vorhin schon erwähnt, Ehrlichkeit ist keine Stärke von der Kleinen.
"Ich hasse es 'Königin er Constance' genannt zu werden." sagt C. in dem Ton, den man von ihr kennt.
Ein wenig arrogant, ein wenig genervt mit einer Prise von der Attitude der alten Königin Blair.
"Diese alte Erinnerung..." beginnt C. erst, stoppt dann aber.
Sie weiß nicht, ob sie Elisabeth von einer ihrer Leichen erzählen soll. Von den Leichen wissen nur diejenigen, die sie von Anfang an kennen und viele davon live und in Farbe mit ihr nach unten gebracht haben. Ob Elisabeth für solche Schandtaten bereit ist? Selbst nach zwei Jahren Freundschaft ist C. sich da noch nicht so sicher.
Auch wenn sie es bisher immer komisch fand, aber E. hat in ihr immer nur Gutes gesehen und soll sie ihre positive Sicht auf sie jetzt zerstören?
Wegen ihm?
Tief atmet sie ein und aus und setzt sich auf. Mit geschlossenen Augen beginnt sie fortzufahren.
"...diese Erinnerung wird mich vernichten."
"Vernichten? Davon sprachst du eben schon, aber..."
E. kneift die Augen zusammen und versucht zu verstehen.
Sie setzt sich neben sie.
"... wie meinst du das?"
"Er will mir alles nehmen."
Caroline öffnet die Augen wieder und sieht E. an.
Die Königin muss sich eingestehen, dass ihre Taten getan bleiben und all ihre Schandtaten und Worte, die sie damals gesagt hat, wahr. Es nützt nichts Dinge zu verschweigen, denn sie leben weiter, auch wenn man ihnen kein Leben mehr schenkt. Richtig tot sind trotzdem nie.
Unsere kleine C. sollte sich nur schleunigst überlegen, ob sie ihn nicht am besten wieder vertreiben möchte oder sich sogar, auch wenn es nur aus Schein ist, mit ihm versöhnen möchte, wenn er so gefährlich für sie ist. Sie ist doch das personifizierte Böse, wie sie sich selbst gerne bezeichnet und würde dieses sich wirklich wegen einem kleinen Problem geschlagen geben und wie ein geschlagener Hund verkriechen?

E. versteht kein Wort, das sieht man ihr an.
Wie soll sie es auch verstehen? Die Beiden haben sich erst kurz nach dem Verschwinden von Steve kennengelernt und sie kennt nur die Hälfte. Niemand erzählt immer das Ganze, vor allem nicht, wenn man sich mit vielem davon selbst belasten würde.
"Wieso sollte er das wollen, C.?"
Caroline wendet ihren Blick nach vorne und starrt ins Leere. In ihrem Blick liegt viel Leere, doch wenn man genauer hinsieht, kann man sogar Angst erkennen.
Unglaublich, aber wahr. Unsere Königin der Constance hat Angst und das vor jemanden, den sie mal geliebt hat und von dem sie gar nicht weiß, ob er wegen der Absicht zurückgekehrt ist, die sie ihm andichtet.
"Weil ich es verdiene..."
Ich weiß noch nicht, was du angestellt hast, kleine C., aber es war wohl kein Kavaliersdelikt, wie's scheint und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mich nicht schon auf was Schmutziges freuen würde. Es mag taktlos von mir sein und das tut mir ein klein wenig leid, aber dank dir habe ich etwas zu schreiben und die Upper East Siders etwas spannendes zu lesen. Danke an dich, kleine C. Ich freue mich auf mehr. xoxo Gossip Girl.