Abenteuer der Bloodheartpiratenbande

MitmachgeschichteFantasy, Freundschaft / P12
18.01.2017
04.07.2020
82
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30.06.2020 4.718
 
Die Geschichte spiel in der Vergangenheit um genauer gesagt mehr als 26 Jahre vor der Haupthandlung:

Ein Knurren ertönte. Ein Zeichen des Körpers, dass die Energie durch den Magen wieder aufgenommen werden musste. Das wusste Kaito, der seinen dünnen Bauch hielt und durch die Gassen der Stadt, die sich abgesehen von der Beleuchtung nicht verändert hatte, lief und lachen musste.

Kaito
<Ich sollte wirklich etwas zwischen die Zähne kriegen. Ich hab schon seit was weiß ich wie vielen Stunden nichts mehr zu mir genommen.>

Er blieb stehen und legte nachdenklich seine Hand ans Kinn.

Kaito
<Oder waren es doch Tage? Hier unten verliere ich irgendwie das Zeitgefühl. Ich frage mich wie ich dieses Problem beheben kann.>

Nachdenklich starrte er an die kahle Decke und musste an diesen Anblick der leuchtenden Edelsteine denken, die wie ein Sternenzelt über ihn aufleuchteten. Es war etwas ganz anders als die Flutlichter die an den Seiten der Höhle befestigt waren. Weshalb auch die Gassen mehr Schatten aufwarfen. Beobachtet wurde er dabei von den neuen Einwanderern der Stadt. Einer von ihnen lehnte an der Wand und verschränkte seine Arme.

Bürger
Wir haben echt Glück das Kaito unser Bürgermeister wird.

Der Mann neben ihm, der gerade am Essen war, wich von ihm während er ihn mit großen Augen anstarrte. Seine Arme und Bein streckte er überrascht auf die andere Seite aus.

Bürger 2
Waaaas. Er wird unser Bürgermeister?

Der Angesprochene wandte sich verwirrt zu ihm um.

Bürger
Er ist die Person die die ganze Stadt errichtet hat und gibt sich dafür vollends auf. Warum sollte er denn nicht unser Bürgermeister werden? Wo liegt eigentlich dein Problem? Ich finde das es keinen besseren gibt als ihn.

Der anderen Bürger ließ seine Oberkörper vollends hängen und sah ihn nach wie vor überrascht an.

Bürger 2
Ich hab kein Problem, weil ich dir zustimme. Trotzdem hat es mich überrascht weil er es kein einziges Mal erwähnt hat.

Erklärte er und bekam dafür eine drüber gedonnert.

Bürger
Er braucht es nicht erwähnen, weil es vollkommen klar ist!

Machte er den anderen klar, während eine Bürgerin, die in der Nähe stand, anfangen musste über die Witzbolde zu lachen.

Bürgerin
Ihr beide seid echt witzig.

Kaito belauschte das Gespräch der beiden und ging nachdenklich weiter. Seine Hand in seinen Hosentaschen und sein Blick auf den Boden.

Kaito
<Ich kann verstehen wie sie auf die Idee kommen, das ich der nächste Bürgermeister werde. Nur möchte ich als Revolutionär weiterhin den Kommandanten helfen. Also würde ich auch nicht mit voller Eifer die Stadt regieren können. Ich möchte nämlich nicht das die Stadt von jemandem regiert wird, der nur halbherzig an die Sache ran geht.>

Grübelte er über den Posten nach und legte seine Hand an seinen Nacken während er seine Augen schloss. Auch wenn er weiter voranschritt würde er nicht gegen jemanden knallen, da er sein Observationshaki bereits angeschaltet hatte, um dies zu umgehen.

Kaito
<Anderseits bin ich eh für diesen Posten eher ungeeignet. Die Person, die die Stadt anführt, sollte jemand sein, der die Probleme der Bürger besser verstehen kann als ich. Jemand der in Armut aufgewachsen ist und weiß wie es Leuten geht, die jeden Tag um ihr überleben kämpfen müssen und trotzdem ein Herz aus Gold besitzt. Der es nicht wagt seine Macht auszunutzen und trotzdem Befehle geben kann. Wenn es nötig wird.>

Bob
... kommt es darauf an wie sicher es hier ist.

Vernahm Kaito nun von dem Rundschädel, das Kons Vater repräsentierte, weshalb er seine Augen wieder öffnete und zu ihm und Ruby, die gleich neben ihn stand, kam.

Kaito
Ihr braucht keine Angst zu haben. Ich werde schon dafür sorgen, dass es hier sicher sein wird.

Versicherte er den Mann mit dem Kurzhaarschnitt und den dreieckigen Augen. Bob richtete sich auf und wandte sich zu Kaito. In seinen Armen hielt er eine schlanke und schöne Frau mit schwarzen, gepflegten Haaren. Ihre Augen hatte sie geschlossen und es wirkte so als ob sie gerade schlafen würde. Kaito bemerkte sie zunächst nicht, weil er zu sehr beschäftigt war, Bob und Ruby zu beruhigen.

Kaito
Wenn man mal bedenkt wie klein die Eingangslöcher gegenüber dem weltumfassenden, hohen Kontinent sind, braucht man sich keine Sorgen zu machen das sie zu schnell auffliegen. Sie sind ja nicht direkt am Rivers Mounten und direkt an der Redline fahren die Schiffe im Allgemeinen wenig. Man braucht schon Glück um die Höhle zu entdecken. Selbst wenn davor sich kleine Inseln befinden.

Bob
Sie verstehen mich nicht. Es ist...

Wollte der ehemalige Marinesoldat seine Worte vorhin richtig stellen. Da bemerkte Kaito endlich die bewusstlose, langhaarige Frau mit dem feinen Gesicht. Sofort wurde er ernst und fühlte gleich ihren Puls.

Kaito
Was ist mir ihr?

Fragte er ernst die beiden und legte seine Hand auf ihre Stirn. Bob zuckte nur mit seinen Schultern.

Bob
Woher soll ich das denn wissen? Ich hab die Stadt nach ihr abgefragt, doch scheint keiner sie zu kennen.

Erklärte er ihr und wandte sich dann zur hellblauhaarigen Sternenfrisur Ruby.

Ruby
Anscheinend ist sie neu hier.

Antwortete sie während Kaito nachdachte.

Kaito
Verstehe. Dann sollten wir ihr sofort etwas zu trinken geben und anschließend etwas zum Essen bringen. Die Vorräte sind gerade neu aufgestockt worden, also reicht es noch locker für eine weitere Person. Wir müssen sie nur beim Lebensmittelverbrauch mit einkalkulieren.

Bestimmte der zukünftige Kommandant und nahm die fremde Frau dann an sich, da bemerkte er die beiden überraschten Gesichter, der beiden Singles.

Kaito
Um in die Stadt zu gelangen braucht man zu Fuß ca. einen Monat. Viele unterschätzen leider den Laufweg, weshalb sie wenig Essen und Trinken mitnehmen. Sobald sie zur Neige gehen, gehen sie einfach weiter weil sie die Hoffnung haben die Stadt bald erreichen zu können. Das immer stärker wird, je mehr ihre Energie zur Neige geht. Es ist nicht selten vorgekommen, dass in der Höhle bereits Leute verhungerten oder verdursten. Obwohl es eigentlich nur eine gerade Linie ist die sie folgen müssen. Sie ist zum Glück noch am Leben. Ich werde sie zu mir nehmen. Dann kann sich Guru gleich um ihn kümmern.

Mit den Worten verabschiedete er sich von den beiden und trug die Bewusstlose gleich zu sich nach Hause. Das zukünftige Pärchen sah ihnen nach. Bobs unscheinbarer Mund wurde wieder zu einem unheimlich breiten Grinsen.

Bob
Er geht aber ran. Dabei könnte er auch dich fragen. Schließlich bist du doch auch in der Medizin bewandert.

Ruby
Tja. Single zu sein ist halt scheiße.

Erwiderte Ruby auf seine Aussage und strich sich mit ihrer Hand durch ihre kurzen Haare. Sofort wandte sich Bob zu ihr um.

Bob
Hey! Nein!

Verteidigte sich der Single sofort als sein Blick wieder auf der Schönheit neben sich fiel und er ihren schlanken Körper musterte, der sein Herz zum schlagen brachte. Worauf er feststellte, dass die beiden nun vollkommen alleine waren.

Bob
<Doch ist es.>

Musste er sich dann doch eingestehen und wandte sich von ihr weg. Um ein wenig schönen Duft in die Stadt zu bringen, stand neben ihn am Fenster Brett, eine schöne lange Vase. In der sich eine rote Rose befand, das sein Augenmerk erblickte. Seine Gedanken schweifen wieder an die Frau direkt vor ihm, sodass er grummeln musste. Das ausgerechnet er sich verliebt haben musste, nervte ihn total. Auch Ruby ging es nicht anders. Denn auch ihr Herz pochte wie wild, nach der Feststellung, dass sie mit ihren Schwarm alleine war. Sofort richtete sie ihre Haare und nahm einen Spiegel heraus um zu überprüfen wie sie aussah. Schließlich wollte sie das er auf sie aufmerksam wurde. Sie klappte ihren Spiegel zu und lächelte den muskelinen Mann vor sich an. Dieser drehte sich jedoch einfach weg von ihr und hielt lässig eine Hand hoch.

Bob
Also dann ich muss gehen.

Mit den Worten ging er zügig um die Ecke. Er war noch nicht bereit dazu ihr das Geständnis zu machen. Denn schließlich wusste er, dass der Bonus das er ein Marinesoldat war, in einer Stadt eines Gesetzesbrechers wegfiel, weshalb sein Aussehen und seine Art nun im Vordergrund stand. Außerdem war er sich recht sicher das eine Schönheit, die sich dem Edelsteins, das ihr ihren Namen verlieh, als würdig erwies, jemanden der so seltsam aussah wie ihn, nicht lieben konnte. Deshalb konnte er sie auch nicht einfach zu einem Date einladen. Nachdem er weg war blies Ruby beleidigt ihre Wangen auf und drehte sich in die entgegengesetzte Richtung, in die Kaito vorhin mit der fremden Schönheit gelaufen war.

Ruby
<Wieso mache ich mich bei ihm eigentlich hübsch? Dieser Idiot hat es nicht verdient.>

Dachte sie eingeschnappt, bei dieser eindeutigen Absage, wie sie es gerade sah und stolzierte wütend davon.

~

Am selben Abend öffnete die schwarzhaarige Frau mit dem dünnen, zierlichen Körper ihre Augen und sah sich um. Das Zimmer wirkte schlicht und schon fast leer. Abgesehen von dem weichen Bett auf dem sie lag, befand sich nur noch ein einfacher Kleiderschrank, ein Schreibtisch aus Holz und ein Nachttisch im Zimmer. Es gab sonst nichts Persönliches. Abgesehen von dem Mann, der am Bettrand saß und sie gerade ungeniert beobachtete. Sofort erschrak sie und presste sich an die Wand hinter sich. Die Decke umschlang sie nach wie vor, während ihre mysteriösen schwarzen Irden, die so wirkten als würde sie jegliches Licht einsaugen, starr auf Kaito gerichtet waren.

Frau
Woa, ein Fremder. Wer bist du eigentlich?

Wollte sie sogleich nervös wissen, weshalb Kaito anfing zu lachen.

Kaito
Wenn man bedenkt, dass du in meinem Haus bist, solltest du eigentlich die Fremde sein. Nach dessen Namen ich mich erkundige.

Lächelte er nun sie an.

Kaito
Gut, dass du wach bist. Ich hoffe du hast gut geschlafen.

Begrüßte der blauhaarige Revolutionär sie mit einem sanften Lächeln. Die Fremde sah ihn nur durch unschuldige, große Augen an.

Kaito
Du brauchst keine Angst zu haben. Ich bin Kaito Bloodhearth der Mann, der die Stadt der Verbindung gründen wird.

Stellte sich Kaito höflich vor und legte seine Hand auf seine Brust, bevor er dann mit einem Finger hinter die Frau zeigte.

Kaito
Und das dort hinten ist Guru, mein Assistent.

Die Frau drehte sich nun um und erblickte dort neben sich einen Mann mit grünen Haaren. Großteils hatte er zwar eine Glatze, doch die paar wenige Haare die er besaß hatte er zusammengeflochten und trug sie nun wie ein Haarkranz auf seinem Schädel. Der Mann war sonst sehr dünn und trug ein kurzes Gewand. Ein einfacher weißer Stoff mit nur einem Ärmel. Darunter trug er noch ein schlichtes Swetsheart und eine Legging. Am Kinn hatte er auch einen Bartschatten. Mit seinen schmalen schwarzen Augen, sah er gierig zu der fremden Schönheit und musste versuchen sein sabbern zu bedecken. Kurz nachdem er bemerkt wurde wischte er mit einen seiner Arme, mit dem er vorher sein beiden Hände zusammentrieb, seinen Sabber weg und stellte sich aufrecht hin. Er hustete kurz bevor sein Lächeln etwas Charmantes annahm.

Guru
Schön Sie kennen zu lernen. Dürfte ich Sie fragen ob Sie heute Abend schon was vor haben. Denn wissen Sie, Männer wie ich haben an Wochenenden nie etwas vor. Trotzdem hoffen wir das wir irgendwann eine Frau in unser Zimmer bekommen. Wenn sie verstehen.

Sprach er offen aus und wurde nur weiterhin von ihr verwirrt und leicht eingeschüchtert gemustert.

Frau
<Wieso habe ich die Anwesenheit dieses Vogels nicht bemerkt?>

Auch wenn sie das ganze gedacht hatte, so konnte Kaito ihre Frage aus ihrem Gesicht ablesen und musste kurz lachen. Er drehte sich nun zu seinen gleichaltrigen Freund.

Kaito
Könntest du ihr bitte was zu essen machen. Sie hat sicher schon Hunger und das würde deine Chancen bei ihr steigern.

Bat er ihn und lächelte die schwarzhaarige Frau an, die kurz nickte.

Guru
Aber mit dem größten Vergnügen.

Guru, der eine Chance bei ihr witterte, rannte sofort aus dem Zimmer und sang seine Worte. Er schloss die Tür und knallte zuerst gegen die Wand, das man auch von drinnen wahrnahm. Lies sich davon aber nicht abbringen weiterhin zur Treppe zu stürmen. Nachdem Kaito seine Aura nun weiter weg realisierte schenkte der junge Revolutionär, wieder seinem Gast seine vollkommene Aufmerksamkeit.

Kaito
Ich muss mich für meinen Freund entschuldigen. Die Erziehung unserer Heimatinsel tat ihn nicht gut.

Entschuldigte er sich und sprach sanft weiter.

Kaito
Jetzt da du meinen Namen kennst, würde ich nun auch gern den Namen meines Gastes wissen.

Frau
Ich bin mir nicht sicher. Du könntest mich ja auch entführt haben.

Antwortete die Frau unsicher auf seine Bitte, weshalb Kaito sich etwas mehr zu ihr beugte und ihr schief schauend an die Stirn tippte.

Kaito
Wenn ich dir schaden wollen würde, lägst du ganz sicher nicht in meinem Bett. Ich bin nämlich anders als diese Trottel aus meiner Heimat.

Konterte er. Zwar könnte die Frau etwas Gemeines erwidern musste aber herzhaft lachen.

Frau
Nun gut, ich vertraue dir ausnahmsweise.

Beruhigte sie sich und lächelte Kaito süß an.

Frau
Ich bin Atlanta. Atlanta Python.

Stellte sie sich ihm nun vor.

Kaito
Ein interessanter Name und so geheimnisvoll wie sie.

Atlanta sah ihn überrascht an und legte eine Hand neben ihren Kissen des Bettes. Ihr blick dabei etwas sanftes an. Sie wirkte im Moment so süß, das sie bei ihren bloßen Aussehen Angst haben musste, Diabetes zu bekommen.

Atlanta
Sie finden mich also geheimnisvoll, ja?

Kaito
Und ziemlich hartnäckig.

Ergänzte der blauhaarige Revolutionär, was Atlanta ziemlich verwirrte und sie deshalb fragend ihren Kopf schief legte. Sie wusste nämlich nicht was Kaito jetzt mit hartnäckig meinte.

~

Guru lehnte an der Küchenwand und starrte geistesabwesend auf einen Punkt vor sich.

Guru
<Kaito arbeitet wirklich hart für die Stadt. Doch so wie ich ihn kenne, würde er sich selbst nie als Oberhaupt anerkennen. Deshalb hatte er vor kurzen auch den Rang eines Kommandanten abgelehnt. Seine Vergangenheit prägt ihn einfach noch zu sehr. Er gibt sich die Schuld was ihn schwächt. Er hat seine Insel schließlich nicht im Stich gelassen, er wurde von ihnen im Stich gelassen, in dem sie ihn einfach verstoßen haben. Trotzdem arbeitet er hart daran das das Ganze nicht noch einmal passiert. Ich bin mir sicher das er irgendwann die Stadt mit reinen Gewissen regieren kann und vielleicht doch noch in der Lage ist einen Kommandantenposten zu übernehmen.>

Auf dem Herd fing so langsam an das Essen zu brennen, weshalb er sofort schaltete und sie von der Platte nahm, damit sie nicht abbrannte.

Guru
<Das war knapp.>

Er legte erleichtert seine Hand auf die immer noch heiße Platte, die ebenfalls dampfte. Kurz darauf spürte er den Schmerz und nahm sie schreiend davon und ließ kühlendes Wasser drüber laufen, bevor er vom Gefrierschrank ein gekühltes Glas Eis herausnahm. Das er wie die Omletts anrichten würde. Er wusste das die Schönheit schon lang nichts mehr gegessen hatte und wollte ihr daher sehr viel leckeren zu Essen vor die Nase stellen. Nur musste er auch aufpassen, das sie nicht zu viel isst. Nachdem er nun auch noch nach dem Salat und der Suppe sehen wollte, erschrak er. Schließlich ging plötzlich das Licht aus.

Guru
<Was ist denn jetzt los? Ich es wirklich schon so spät?>

Wunderte sich der seltsame Mann, der nach wie vor kühlend seine Hände auf dem kalten Glas hatte und sah sich um. Da fielen ihm wieder die Kerzen ein, die er in der Schublade gleich neben sich hatte, die er trotz der Dunkelheit fand und nun raus nahm.

Guru
<Auf jeden Fall werde ich weiterhin bei Kaito bleiben um ihn zu unterstützen. Ich bin ja nicht umsonst der beste Berater den man sich wünschen kann.>

Gab er grinsend an und richtete die vier Mahlzeiten ungeschickt auf dem doch etwas kleinen Tablett und zündete kurz darauf die Kerze an, damit das Licht den Raum erhellen konnte. Er konnte nun sehen, wie kreuz und quer das essen eigentlich auf dem Tablett lag. Gleich darauf versuchte er geschickt die Teller auf dem Tablett zu verteilen. Er stellte sich vor wie er deshalb von den Leuten bejubelt wurde und legte glücklich seine Hand an seinen Hinterkopf.

Guru
Vielen Dank. <Bejubelt mich ruhig weiter.>

Er stellte die Kerze in die Mitte der Schüsseln und Teller, sodass sie festsaß und nicht umkippte, bevor er das ganze Tablett in seine beiden Hände nahm und die Küche Verlies.

Guru
<Das schon wieder ein Tag vorbei ist. Die Zeit ist ein Rätsel. Manchmal vergehen Stunden wie Tage und manchmal Tage wie eine Stunde, während man altert. Auch wenn ich mir wünschen würde das das Leben nicht so schnell an mir vorbeizieht. Es wäre schade das jemand wie ich, so schnell ein Alter Sack werden würde. Obwohl mit ihr würde mir das ganze nicht so viel ausmachen.>

Er musste grinsen, als er an die mysteriöse Frau in seinem Gästezimmer der kleinen Villa dachte.

~

In der Zwischenzeit hatte sich die erschrockene Atlanta an den nächstbesten Gegenstand oder besser gesagt Wärmequelle geschlungen, weil sie sich gerade erheben wollte, war dies Kaito der nach wie vor auf dem Bettrand hockte und sie überrascht ansah. Soweit man es in der fortschritten Dunkelheit konnte.

Kaito
Tut mir leid. Ich hätte dich vorwarnen sollen, dass die Stadt ab einer gewissen Uhrzeit auf Energiesparmodus wechselt und daher die Lichter ausgeschaltet werden. Deshalb verfügt jedes Haus auch über Kerzen, die angezündet werden können. So wie auch unseres. Mach dir aber keine Sorgen deswegen. Guru wird bald mit welchen zurückkommen.

Versicherte er ihr mit beruhigender Stimme und wollte gerade aufstehen, schaffte es aber wegen der Frau, die sich an ihn klammerte, nicht.

Atlanta
Wieso stehst du eigentlich auf? Ist es dir unangenehm, dass ich mich so an dich schmiege?

Fragte die junge Frau und stand nun ebenfalls auf, stolperte jedoch und viel mehr zu Kaito, womit ihr weicher Oberkörper sich an ihm presste. Mit einem entschuldigenden Lächeln sah sie lieblich zu ihm hoch und streifte ihre Haare nach hinten.

Atlanta
Entschuldigen Sie. Ich bin gestolpert. Ist es ihnen recht wenn ich mich weiterhin an sie drücke. Nicht das wir...

Kaito schaffte es sie von sich zu lösen. Diese Frau machte es ihm wirklich nicht leicht.

Altanta
Du scheinst nicht so wie die anderen zu sein.

Stellte Atlatan fest und spürte den Blick den Kaito ihr schenkte. Obwohl sie gerade Blickkontakt hielten, erkannte das keiner der beiden durch die Dunkelheit hindurch. Dadurch konnten sie sich aber besser verstehen. Kaito musste bei ihren Kommentar lachen.

Kaito
Das liegt daran das ich wirklich nicht wie die anderen bin.

Atlanta sah ihn kurz schmollend an bevor sie ihn wieder anlächelte.

Atlanta
Na dann. Wollen wir uns nicht etwas die Zeit vertreiben?

Fragte sie ihn weshalb sie nun Skeptisch beäugt wurde.

Kaito
An was hast du dabei gedacht?

~

Kurz darauf stand Guru mit aufgeklapptem Mund im Zimmer und starrte die beiden verdutzt an. Kaito und Altanta vertrieben sich die Zeit mit tanzen. Wobei Kaito sich so stark nach hinten lehnte, das er halb Kopfüber stand und nun endlich das helle Kerzenlicht, dass die Finsternis des Zimmer dominierte, bemerkte. So erkannte er endlich das Guru ebenfalls schon seit längeren im Raum stand.

Kaito
Was ist los? Du siehst mich so an als würdest du mich gerade für verrückt halten?

Fragte er den Mann mit dem grünen Haarkranzhaaren.

Guru
In etwa.

Antwortete dieser schlecht gelaunt, dass Kaito sich die Frau schnappte, in die er verliebt war, nervte ihn.

Guru
Gut zu wissen, das euch langweilig ist. Falls die anderen nach euch fragen werde ich einfach sagen, dass ihr heute etwas getanzt habt. Dann können sie ja zum Spielen vorbeikommen.

Ärgerte er die beiden und streckte ihnen seine Zunge raus bevor er raus ging. Atlanta beobachtete die Szene kurz still bevor sie sich dann verwirrt zu dem jungen Revolutionär wandte.

Atlanta
Kann es sein, das er keine Ahnung hat was in dir vorgeht?

Da ging plötzlich wieder die Tür auf und der eingeschnappte Guru ging wieder hinein, um das Essen auf den Nachttisch zu stellen. Schließlich war das ja auch seine Aufgabe.

Guru
Hier hab ich eine Kleinigkeit für euch Turbeltäubchen. Ich wünsch euch guten Appetit.

Mit dem Satz schmiss er wieder die Tür zu und verschwand. Kaito öffnete die Tür und rief ihm nach.

Kaito
Warte mal! Du kannst sie gerne umwerben! Ich hab nämlich eh keine Zeit für eine Freundin!

Bot er seinen besten Freund an und wollte ihm hinterher. Wurde dabei aber er von Atlanta gestoppt, die ihn am Armgelenk packte und zurückhielt.

Atlanta
<Wo bin ich nur hineingeraten. Bei ihnen weiß man nie was passiert.>

Kaito sah noch wie sein Freund in der Dunkelheit verschwand, bevor er sich der Schönheit zuwandte.

Atlanta
Ich werde später zu ihm gehen und das ganze Missverständnis aufklären. Wenn du dich verteidigst wird er dir nicht glauben. Erst mal würde ich aber gern mein Essen aufessen und hätte da gerne jemanden der mir Gesellschaft leistet. Leider kann ich deinen Freund jetzt nicht darum bitten, deshalb frage ich Sie.

Bat sie ihn schüchtern und mit roten Wangen. Das Kaito zwar auffiel aber für ein Hirngespinst hielt.

Kaito
Es wäre besser wenn ich mit ihm spreche. Dir wird er sicher nicht zuhören.

Sprach er und sah Guru weiterhin nach. Nicht ahnend dass er gerade in der Falle der diebischen Nixe war, näherte sich Atlanta langsam seinem Gesicht. Sie wusste wie sie die Herzen der Männer zum schlagen brachte, auch wenn Kaitos schwer zu erreichen war. Trotzdem würde sie ihn noch diese Nacht um ihren Finger wickeln können. Davon war sie überzeugt.

~

In derselben Nacht nur später, wachte Atlanta in demselben Bett auf und sah sich in der Finsternis um. Sie erkannte das Kaito nicht da war. Was sie zwar zunächst verwirrte aber trotzdem freute.

Atlanta
<Offenbar hab ich Glück.>

Sie richtete sich auf und schnappte sich gleich neben ihr eine Kerze, die als einziges noch vom Tablett da stand und zündete sie gleich mit dem Feuerzeug daneben an, während sich der Raum erhellte und erkennbar machte das sich wirklich niemand im Raum aufhielt. Atlanta trug nur einen einfachen Bademantel, während sie darunter nackt war. Sie schlüpfte barfüßig aus dem Bett, um sich im Haus umzusehen. Dabei wanderte sie leise wie eine kleine Katze zum nächsten Kleiderschrank und fand drinnen tatsächlich etwas zum anziehen.

Atlanta
<Mal sehen ob er hier irgendwas hat, das man zu Geld machen kann. Wenn er meint dass er der Erbauer dieser Stadt ist, muss er ja welches haben. Zum Glück bin ich meiner Neugier gefolgt und in dieses Loch gestiegen.>

Schmunzelte sie hinterhältig und geisterte in der kleinen Villa umher. Durch die schlicht eingerichtete Küche, den vielen Schlafzimmern die kaum etwas Persönliches Boten, dem großen Bad mit dem Jakusie das zu Schwer war um mit sich zu schleppen, dem riesigen Aufenthaltsraum deren Inhalt leider zu günstig war um sich die die Mühe zu machen den ganzen Weg wieder zurück zu nehmen. Das gleiche auch beim Wohnzimmer und der Haupthalle, natürlich auch den vielen Vorzimmern und zum Schluss noch dem Keller. In jedem abgewinkeltem Spalt versuchte sie ihr Glück reich zu werden, fand jedoch nichts vor. Irgendwann legte sie ihre Hand auf ihren Kopf und dachte angestrengt nach.

Atlanta
<Wo genau heben Männer solche wertvollen Dinge auf? Sie sind einfach gestrickte Wesen, also sollte ich in der Lage sein das heute Nacht noch herauszufinden.>

Plötzlich erstrahlte über ihr eine Glühbirne und sie sah nach oben. Zwar war sie bei ihrer Suche genau vorgegangen. Nur hatte sie zwei Zimmer ausgelassen. Die Zimmer in der sie erwischt werden würde, wenn sie dort als erstes gesucht hätte und Verdacht auf sich gelenkt hätte.

Atlanta
<Natürlich in ihren Zimmern.>

Sie schlich nach wie vor auf leisen Sohlen nach oben.

Altanta
<Falls sie mich erwischen muss ich einfach nur sagen das ich Albträume bekommen habe und bei ihnen Schutz finden möchte. Dafür muss ich ihnen nur um den Hals fallen und sie mit meinem schauspielerischen Talent weiter an der Nase herumführen.>

Mit katzenartiger Stille öffnete sie langsam die Tür und sah in ein weiteres Schlafzimmer hinein. Sie erkannte sofort das vor kurzen dort noch jemanden geschlafen hatte, weil das Bett ziemlich unordentlich war. Nur von der Person die sie Bewohnte war nichts vorzufinden, weshalb sie nun schelmisch lächeln musste.

Atlanta
<Glück gehabt. So kann ich ohne weiteres das ganze Zimmer absuchen.>

Nach einer Weile hatte sie endlich den Tresor gefunden und konnte ihn geschickt öffnen. Mit glitzernden Augen strahlte der Aufbewahrungsgegenstand goldenes Licht aus, weshalb sie umso verdutzter war, als sie dort nur Papiere vorfand. Sie nahm sie raus und starrte sie nachdenklich an.

Altanta
<Zwar nicht das was ich erhofft habe. Trotzdem müssen diese Papiere wertvoll sein, wenn er ihn in einem Tresor aufbewahrt. Abgesehen davon sind sie leicht zu Transportieren. Mal sehen ob ich daraus nicht doch noch Geld scheffeln kann.>

Sie rollte die Dokumente zusammen und steckte sie in ihr schwarzes Hemd, das sie schon Tagsüber getragen hatte. Genau wie die Hautenge, schwarze Jeans. Plötzlich hörte sie wie jemand die Zimmertür öffnete. Sie fackelte nicht lange und rannte zum Fenster um in einem Zug raus zuspringen und wie ein Frosch auf den Boden zu landen. Ihre Füße standen fest auf den Boden und ihre langen Beine waren angewinkelt. Um nicht nach vorne umzukippen und sich gleich wieder aufzuraffen, lagen auch ihre beiden Hände vor ihr auf den Boden. Sie drehte sich kurz zur Villa.

Atlanta
<Sie werden mich morgen sicher verdächtigen. Am besten ich verstecke daher die Informationen vorübergehend an einen sicheren Ort und überlasse die Aufsicht Dahlie. Sonst müsste ich heute noch die Stadt verlassen. Was schade wäre, weil die Wanderung bis hierhin wirklich anstrengend und langweilig gewesen war und ich noch ein wenig Verschnaufpause brauche.>

Da fiel ihr der Fehler in ihrer Berechnung ein. Sie hätte lieber noch etwas warten müssen. Leider konnte sie Alte Gewohnheiten nicht einfach ablegen. Weshalb sie kurz überlegte, ob sie die Dokumente gleich wieder zurück bringen sollte und noch ein wenig den Unschuldslamm spielen sollte. Doch so weit kam es nicht. Plötzlich wurden die Lichter der Flutlichtanlage angeschaltet, der den ganze Raum in Lichtgeschwindigkeit flutete. Schnell schloss sie ihre Augen und nahm schützend ihre beiden Arme vor ihre Augen um sie zu schützen. Trotzdem taten durch den plötzlichen Einfall des Lichtes ihre Augen weh.

Atlanta
<Wurde ich tatsächlich erwischt?>

Vor ihren Augen sah sie lauter Schatten. Einen ganz deutlich da dieser sich zu ihr bewegte und vor ihr stehen bliebt. Sie wusste nicht wer er war, bis er seine Stimme erhob. Sie sie sogleich erkannte.

Kaito
Dachtest du wirklich, dass ich nicht mitbekomme, das du mich extra verführt hast um an meine Kohle zu kommen?
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Heyo :D

Zunächst entschuldige ich mich das dieses Kapitel so spät kommt. Ich habe vorher leider keine Zeit gefunden.
Ich hoffe sehr das meine Geschichten bald wieder normal hochgeladen werden können. :/

Hoffentlich gefällt euch dieser Filler. Es geht nämlich nicht nur um Kaito sondern auch um Atlanta. Der spätere Oberhaupt der Stadt und wie die beiden sich kennen gelernt haben. :) Als kleiner Bonus kommen auch noch Kons Eltern drinnen vor. ^^ Auch wenn es an Spannung leider Fehlt. ^^" Ist euch eigentlich aufgefallen das es das erste Kapitel ist, das Komplett in der Vergangenheit spielt?

So auch diesmal fällt meine Danksagung weg, es gab nämlich weder Empfehlungen, Reviews oder andere Kommentare auf das letzte Kapitel. ^^" Weshalb ich mein Glück einfach auf dieses Kapitel setze. ^^ Nur noch zwei Reviews und dann ist die zweihunderter Reviewmarke geknackt. :D Und das bedeutet das ich bald wieder ein weiteres Extrakapitel einplane. Zwar wird sie bis Ende August noch in ein Wochen Rhythmus hochgeladen, doch ab September wird es wieder zur normalen Routine der zwei Wochen kommen. Abgesehen von den kleinen Extrakapitel. :) Im Grunde ist es nur eine Auflage die ich mir selbst, bei jeder kleineren Hürde setze, aber mir ist auch Bewusst das manche auch einfach einen Ansporn in Form einer Belohnung brauchen um an Sachen wie Review schreiben zu denken. ^^"

So damit wärs auch wieder von mir. Das nächste ist ein weiteres Filler Kapitel und heißt "Wie Flutlicht zu seinen Namen kam" :D Sorry aber ich habe es nicht geschafft sie auf ein Kapitel zu beschränken und dieses Kapitel war wichtig für die Einleitung. Aber beim nächsten Kapitel werden Interessante Fakten geben und vielleicht kommen bei euch dann ein paar Theorien zu Stande. ^^ Ich wünsche euch noch viel Spaß diese Woche. :D

LG Sambi Joak
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