Auf dir ruht unsere Hoffnung

GeschichteAbenteuer, Drama / P16
Aragorn Arathorn Elladan Elrohir Elrond Gilraen
15.01.2017
16.01.2017
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Hallo alle zusammen.

Das hier wird meine erste Fanfiction sein also bitte habt Erbarmen mit mir.

Ich versuche so gut es geht an den Ursprünglichen Fakten dranzubleiben, jedoch weiß auch ich nicht alles über Mittelerde und Fehler werden sich einschleichen. Bitte nehmt mir das nicht übel.

In „Auf dir ruht unsere Hoffnung“ habe ich Gilraen zusammen mit Arathorn sterben lassen. Ich weiß zwar das Sie Aragorn nach Bruchtal brachte und noch einige Jahre lebte, jedoch kann ich mit Ihr leider nicht viel Anfangen. Verzeiht mir bitte.

Ich wünsch euch trotzdem viel Spass beim Lesen dieser Geschichte und freue mich auf eure Reviews.



Auf dir ruht unsere Hoffnung

Elrond, der Herr über Bruchtal stand auf dem Balkon seines Gemaches um die nachmittags Sonne zu genießen. Imladris lag fast wie ausgestorben vor Ihm. Der Winter nahte und viele der Elben waren auf der Jagd um Ihre Vorratskammern aufzustocken. Nur noch ein paar seiner Bediensteten waren im Haus. Doch bald sollte sich das Ändern. Elrond erwartete Gäste. Gäste die Leben in die Hallen des Elbenlords bringen sollten. Jedoch waren diese schon einige Stunden zu spät. Sie sollten schon am Morgen durch die Tore Bruchtals gekommen sein. Doch der Noldo machte sich keine Sorgen. Ein Sturm hatte die letzte Nacht gewütet und die Reisenden bestimmt aufgehalten. Seine Zwillingssöhne Elladan und Elrohir waren den Besuchern entgegen geritten, da sie es nicht abwarten konnten sie in Ihren Hallen empfangen zu können. So tief in Gedanken versunken, bemerkte der Halbelb nicht wie eine Gruppe Reiter im halsbrecherischen Tempo die Straße ins Tal hinuntereilte. Erst, als das fanatische Getrappel galoppierender Hufe die durch das Tor stürmten zu dem Elbenlord hoch getragen wurde, schreckte er aus seinen Gedanken auf. Es waren zu wenige Pferde und Reiter zu hören als das es die Gruppe sein könnte die Elrond erwartete. Auch wenn die Pferde zwischenzeitlich den Innenhof erreicht hatten hörte der Lärm der Hufeisen die auf die Steine schlugen nicht auf. Etwas musste passiert sein. So schnell er konnte machte der Elb auf dem Absatz kehrt und hetzte durch das Haus um in den Innenhof zu gelangen. In dem Moment, in dem er auf den Innenhof trat, sah er wie seine beiden Söhne von Ihren Pferden glitten und auf Ihn zueilten.“Elladan, Elrohir! Was ist passiert? Wo sind Arathorn und sein Gefolge?“, Panik machte sich in seiner Stimmer breit als er seine Söhne und den Rest Ihrer Begleiter musterte. Die Menschen die er den ganzen Tag erwartet hatte waren nicht bei Ihnen. Nur seine Söhne und drei andere Elfen standen in dem Innenhof. Sie alle schauten bedrückt und vermieden es dem Elbenlord in die Augen zu schauen. „Elladan, Elrohir“ ,wiederholte er noch einmal. Diesmal jedoch in einem barscheren Tonfall. Die beiden besagten Elben hatten Elrond zwischenzeitlich erreicht und standen mit gesenkten Köpfen vor Ihrem Vater. Bei seinen Worten schauten sie jedoch auf. Ihre grauen Augen enthielten eine Traurigkeit, die Ihr Vater sofort erkannte. „Ada, wir waren zu spät“, war alles was Elladan auf die Frage seines Vaters erwiderte. Elrond verließ jegliche Hoffnung. Nun sollte auch noch der letzte von Isildur’s Erben getötet worden sein und der Widerstand der Dúnedain letztendlich besiegt. Zu spät sah er das Bündel das Elrohir auf dem Arm trug. Als Elrohir den Gedankengang seines Vaters erkannte, sprach er laut auf. „Adar, die Hoffnung hat uns noch nicht ganz verlassen! Nicht alle wurden heute in Mandos Hallen aufgenommen.“ Mit diesen Worten überreichte er das Bündel das er in den Armen trug vorsichtig seinem Vater. Elrond der die Wärme die von dem Bündel ausging spürte, zog vorsichtig die Decke ein Stück zu Seite. Darunter kam ein kleiner Kopf zum Vorschein. Die Augen des Babys, das in die Decke eingewickelt war, waren geschlossen und die Atmung gleichmäßig. Der kleine Mensch schlief tief und fest. „Aragorn“ flüsterte der Elbenlord und Erleichterung machte sich in seinen Augen breit. „Erzählt mir genau was passiert ist!“ forderte er seine Söhne auf, die auch sofort seinem Befehl Folge leisteten. Im Hintergrund  sah er die anderen Elben ihre Pferde abladen. Sie hatten ursprünglich nicht zur Gruppe seiner Söhne gehört, sondern waren eine der Trupps die Ausgezogen waren um die Vorratskammern für den Winter zu füllen. Elladan bemerkte den fragenden Blick seines Vaters und lieferte ihm sofort die benötigte Erklärung. „Wir waren schon lange über den Punkt drüber an dem wir Arathorn und die anderen Treffen sollten. Also entschieden wir weiter zureiten und sie zu suchen, kurz vor der Stelle an dem wir Arathorn fanden, begegneten uns die anderen. Das Gefühl das irgendetwas nicht stimmte hat auch sie befallen und sie wollten schauen, ob alles in Ordnung ist. Auch hatte das Wild die Gegend gestern Abend fluchtartig verlassen. Obwohl dort an den Ufern des Flusses immer recht viele Tiere anzutreffen sind.“ „Und diese Ahnung bewahrheitete sich“, führte Elrohir fort. „Wir schlossen und der Gruppe an und suchten weiter nach den Waldläufern. Kurz darauf erreichten wir eine Lichtung. Und da sahen wir es …“ Elrohirs Stimme wurde bei diesen letzten Worten immer leiser und eine Träne rollte über seine Wange. Die beiden Elbenbrüder standen den Waldläufern sehr nah. Viele Kämpfe hatten sie gemeinsam geschlagen und die Zwillinge wurden dabei mit vielen der nun toten Menschen Freunde. Elladan nahm seinen Bruder in den Arm. Auch ihm sah man seine Trauer an und seine grauen Augen glitzerten feucht. Trotzdem raffte er sich auf um seinem Vater den Rest der Geschichte zu erzählen. „ So schnell es ging eilten wir auf die Lichtung um nach Überlebenden zu suchen, doch es war Hoffnungslos. Überall lagen die Leichen der Waldläufer. Mit Pfeilen durchbohrt oder von Orkklingen zerfleischt. Sie waren skrupellos und schienen auf alles losgegangen zu sein was sich bewegt hat. Doch auch die Dúnedain machten Ihrem Blut alle Ehre. Die Leichen vieler Orks schmückten den Boden. Doch sie hatten keine Chance es waren zu viele. Die Orks schienen noch nicht lange weg gewesen zu sein. Wir hatten sie vielleicht um eine Stunde verpasst. Verzweifelt suchten wir immer noch nach Überlebenden inmitten dieses Blutbades. Die einstmals grüne Wiese war nun rot vor Blut. In der Mitte des Schlachtfeldes fanden wir Arathorn umringt von unzähligen Orks liegen. Er hat tapfer gekämpft aber ein Orkpfeil ragte ihm aus dem Auge. Gilraen konnten wir zu allererst nicht finden, doch wir fanden die Spur eines Orks der zum Waldrand lief, und dort fanden wir endlich auch Gilrean.“ Elrohir schluchzte bei diesen Worten laut auf. Er konnte immer noch nicht fassen was passiert war und gab sich die Schuld daran, dass sie zu spät waren. „Wären wir doch nur eine verdammte Stunde früher dagewesen, hätten wir uns doch nur beeilt“, presste er zwischen seinem Schluchzen hervor. Auch Elladan rollte nun eine Träne über die Wange. „ Es war nicht eure Schuld. Keiner konnte Ahnen das es dazu kommen würde“, versuchte der Elbenlord seine Söhne zu beruhigen, auch er empfand tiefe Trauer über das Geschehene hegte aber keinen Groll deswegen gegenüber seiner Söhne. Die Wälder rund um Imladris waren in den letzten Jahren immer sicher gewesen und keine einziger Ork wurde gesichtet. Niemand konnte damit rechnen, dass plötzlich eine ganze Rotte dieser stinkenden Biester hier auftauchte. „Erzählt mir, wie kam es dazu das Aragorn überlebte?“ bat er die beiden jungen Elben. „Wir können es uns auch nicht erklären“ führte Elladan die Erzählung fort. Es ist wie ein Wunder. Gilrean schien Aragorn mit Ihrem Körper beschützt zu haben, so dass der Ork der sie Verfolgte Ihn nicht bemerkte. Sie drehte ihm wahrscheinlich extra den Rücken zu als sie bemerkte, dass Ihre Lage aussichtslos war. So konnte der Ork sie von hinten erdolchen und sie viel nach Vorne und beschütze Ihren Sohn mit Ihrer letzten Kraft davor von Ihr zerdrückt zu werden. Ein Wunder das Aragorn nicht anfing zu schreien und sich so verriet. Als wir Ihn fanden, schlief er immer noch. Ein Glück das wir Gilrean umdrehten um zu schauen, ob wir Ihr noch helfen konnten, anders hätten wir Aragorn nicht gefunden… Wir ritten so schnell wie möglich nach Hause um Aragorn in Sicherheit zu bringen, ohne Ihn hätten wir wahrscheinlich diese Biester sofort verfolgt bevor sie noch mehr Unheil anrichten können.“ Bei diesen letzten Worten Elladan’s schlich sich ein gefährlicher Unterton in seine Stimme. Elrond schaute seinen beiden Söhnen tief in die Augen und was er dort sah gefiel ihm gar nicht. Er kannte diese Mischung aus Wut und schierer Verzweiflung die sich in den Augen der Zwillinge widerspiegelte Er hatte diesen Blick schon einmal gesehen. Damals, als seine Geliebte Frau von den Orks gefangen genommen und gefoltert wurde. Seine Söhne konnten sie befreien und er selbst konnte Ihre körperlichen Wunden Heilen, aber für Ihre Seele war es zu spät. Er musste Ihr ihren Wunsch erfüllen und sie nach Valinor segeln lassen. Doch seine Söhne kamen nie wirklich über den Verlust hinüber. Kurz nach dem Ihre Mutter aufbrach, schlossen sie sich den Waldläufern an um die Orks rund um Bruchtal auszurotten. Ihre Rachefeldzüge nahmen unglaublich Ausmaße an und sie töteten ohne Rücksicht auf Ihr eigenes Leben hunderte von Orks in diesen langen Jahren. Solange bis sich kein Ork mehr traute die westlichen Ausläufer des Nebelgebirges zu betreten. Dies waren schwere Zeiten für den Lord von Bruchtal, nicht nur trauerte er um Celebrían, gleichzeitig war er in ständiger Sorge dass seinen Söhnen etwas zustoßen könnte und nicht nur einmal musste er sie wieder zusammenflicken. Doch egal was er sagte nichts und niemand konnte die beiden sturen Elben davon abhalten Orks zu jagen. Nun befürchtete er dass es wieder soweit kommen könnte, noch einmal würde er diese Ungewissheit nicht aushalten. „Was auch immer ihr vorhabt, untersteht euch! Ich kann nicht noch einmal mit der Angst leben das Ihr jede Sekunde die Ihr nicht hier im Haus seid, getötet werden könntet!“ „Aber Ada“ riefen beide Elben empört. „Wir können diese Biester nicht ungeschoren davonkommen lassen, zu viele Leben haben sie bereits genommen und wer weiß wie viele es noch sein werden wenn wir sie nicht aufhalten! Zu viel haben sie uns und Aragorn genommen!“ „Nein! Ich kann nachvollziehen wie Ihr euch fühlt und ich verstehe auch dass das ganze hier euch an eure Mutter erinnert, aber Ihr selbst solltet wissen das Rache keine Lösung ist. Sie wird die Toten nicht wieder zurück bringen! Lasst
andere die Orks finden! Ich werde sofort Krieger aussenden!“ sagte der Elbenlord bestimmt. „Doch seine Söhne gaben sich damit nicht zufrieden. „Nein, was sollen wir Aragorn erzählen wenn er Erwachsen ist? Das wir die Mörder seiner Eltern einfach kommen lassen haben? Niemals, das werden wir Ihm nicht antun. „ Nun verlor auch Elrond die Geduld mit seinen Söhnen. „ Aragorn, braucht jemanden der Ihn beschützen kann bis er seiner Bestimmung folgen kann! Tod bringt ihr Ihm gar nichts!“„Nein Adar, diese Orks verdienen den Tod und zwar durch unsere Hände! Das Schulden wir Arathorn und seinem Gefolge! Unseren Freunden!“ Elladan spie diese Worte förmlich seinem Vater ins Gesicht, sein Zorn ließ ihn nicht mehr klar denken. Alles was er und sein Bruder wollten war Rache zu nehmen an diesen abscheulichen Biestern die erst Ihm seine Mutter genommen hatten und nun auch Aragorn‘s Eltern. Nein, sein Vater würde sie nicht davon abhalten können diese Orks zu töten. Die beiden Elbenbrüder drehten sich um und bestiegen mit der Grazie die nur die Elben besitzen konnten, ihre beiden Pferde. Mit einem letzten Blick auf Ihren Vater der immer noch das in die Decke gewickelte Baby in den Armen trug, wendeten sie Ihre Pferde und preschten aus dem Tor wieder hinaus in das dunkler werdende Tal. Elrond blieb alleine im Innenhof zurück. Er wusste, dass er gegen diese Laune seiner Söhne nichts ausrichten konnte. Immerhin hatte er alles schon einmal erlebt. Er beschloss den beiden sobald es ging weitere Krieger nachzusenden. Doch nun brauchte etwas Wichtigeres seine Aufmerksamkeit. Das Kind in seinem Armen fing an sich zu bewegen. Nicht mehr lange und es würde nach seiner Mutter und etwas zu essen schreien. Doch Elrond konnte ihm nur eine Sache von den Zweien geben, und auch diese nicht sofort. Während er den Innenhof verließ und sich auf den Weg machte um die Halle des Feuers zu erreichen, machte er sich Gedanken über die Zukunft des Geschöpfes dessen Leben nun in seinen Händen ruhte. Es war nicht das erste Kind das er aufzog, jedoch das erste menschliche Kind und das erste das von so großer Bedeutung für Mittelerde war. Mit den heutigen Geschehnissen, mussten die Dúnedain einen schweren Schlag einstecken. Einen von denen sie sich in den Nächsten Jahren wohl nicht so schnell erholen würden. Viele gute Männer waren am heutigen Tag gefallen. Und Ihre Kinder alle noch zu jung um die Plätze Ihrer Väter einzunehmen. Es würde ruhig um die Waldläufer werden, doch was war Elrond gerade recht. So hatte Aragorn vielleicht eine Chance unerkannt aufwachsen zu können. „Auf dir ruht die Hoffnung vieler Menschen“ murmelte der Halbelb dem Baby zugewandt. „Ja, Hoffnung ist das was wir nun gebrauchen können. Hoffnung, Estel. Ja, Estel sollst du von nun an heißen, solange bis wir deine Identität preisgeben können und du dein Erbe antreten kannst“ Als Elrond, sich soweit er konnte um das Kind gekümmert hatte, und es in die Wärme der Halle des Feuers gebracht hatte, ließ er sofort Boten aussenden. Einige sollten in die umliegenden Menschendörfer gehen und dort nach einer Amme für Estel suchen, das Baby brauchte dringend etwas zu essen und alleine konnte der Elb dies nicht bewerkstelligen. Auch sendete er Boten in die Dörfer der übrig gebliebenen Dúnedain. Die Familien hatten das Recht von der traurigen Nachricht zu hören und der Elbenlord wollte seine Hilfe anbieten. Ohne die Vorräte, welche die Männer normal um diese Zeit sammelten, würden auch Ihre Familien den Winter nicht überstehen. Bruchtal würde nun eine anstrengende Zeit bevor stehen.