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El Dorado

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway Tasha Ozera Vasilisa "Lissa" Dragomir
13.01.2017
20.05.2018
36
123.964
33
Alle Kapitel
123 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
21.01.2017 5.383
 
Guten Morgen. Herrlicher Sonnenschein, strahlend blauer Himmel und Schnee in Massen. So sieht der heutige Tag aus. Und natürlich ein neues Kapitel.
Auch wenn ich bewusst den Namen einer gewissen Person im ersten Kapitel vermieden habe, die meisten ahnen es schon. Heute also treffen Rose und Dimitri das "erste" Mal aufeinander.  
Ich wünsche euch jetzt schon viel Spaß beim Lesen.
Jetzt noch etwas in eigener Sache.
Alle die hier schreiben, tun das aus Spaß. Wir bekommen kein Geld und meistens auch sehr wenig Anerkennung. (Deshalb freut man sich auch über jede Rückmeldung die kommt.)
Unsere Ideen  sind das Einzige, was uns gehört. Um so erschreckender, wenn sich Andere daran vergreifen. Am Ende dieser Geschichte kommt noch ein kleiner Oneshoot von einer Freundin. Da wir nicht recht wussten, wohin damit, fanden wir die Idee, es hier zu posten ganz gut. Und das was ihr da lest, ist in dieser Woche tatsächlich so passiert.
Ich kann nur hoffen, dass sich gewisse Leute dies einfach zu Herzen nehmen.
LG Martina




Kapitel 2

Als Dimitri am nächsten Morgen aus seiner Unterkunft trat, hob er erstaunt die Augenbraue. Lissa stand angelehnt auf der Beifahrerseite seines MGs. Er war es gewohnt, dass Tasha immer die obligatorische Viertelstunde zu spät kam. Eine pünktliche Assistentin war eine erfrischende Abwechslung. 
„Guten Morgen“, begrüßte er die Blondine. Dabei nahm er sich einen Moment Zeit um sie genauer zu betrachten. Sie war hübsch, keine Frage. Lissa hatte lange, blonden Haare, ein hübsches Gesicht und eine schlanke, hochgewachsene Gestalt. Ein Anblick, der wahrscheinlich viele Männerherzen höher schlagen lassen würde. Aber nicht seines, wie er gerade feststellte. 

„Helfen sie mir?“, bat er sie und schloss seinen Wagen auf. Gemeinsam mit ihr klappte er das Verdeck des Oldtimers nach hinten und trat um den Wagen herum, um ihr die Tür auf zu halten. Dankend lächelte sie ihn da an und stieg in den roten Flitzer. 
Nachdem er auf der anderen Seite eingestiegen war, lies er den Motor an und fuhr flott vom Parkplatz, wobei er eine kleine Staubwolke hinter sich lies. 
„Also gut. Wir müssen erst über den Highway Richtung L.A. Ich sag ihnen, wann wir die Autobahn verlassen müssen.“ 
Nur zu gerne lies sich Dimitri von ihr leiten, auch etwas Neues für ihn. Sie mochte ruhig und schüchtern sein, aber sie war ein Profi in ihrem Bereich. Etwas, was er wirklich schätzte. 

Während der Fahrt redeten sie nicht wirklich viel. Ab und zu schaute Lissa auf ihr Handy und sagte ihm, in welche Richtung er fahren musste. Allem Anschein nach hatte sie ein Navigationssystem auf ihrem Handy, welches ihr die Richtung ansagte. 
Nach zweieinhalb Stunden wies sie ihn an, die Autobahn zu verlassen und der Weg führte sie weiter über eine Landstraße. Schließlich bat sie ihn, etwas langsamer zu fahren, bis sie einen etwas versteckten Weg entdeckte und ihn anwies, dort abzubiegen. 
Irritiert und etwas misstrauisch blickte Dimitri zu ihr rüber, doch ihr Gesichtsausdruck verriet keine Unsicherheit. Also folgte er ihrer Anweisung und bog mit dem Wagen ab. Um so erstaunter war er, als er am Ende des Weges eine gepflegte Ranch erblickte. 
„Ich war schon lange nicht mehr hier!“, erklärte ihm Lissa und blickte sich mit einem leicht verträumten Blick um. „Aber es sieht noch immer aus wie früher!“ stellte sie mit leiser Stimme fest. 
Sie wies auf einen freien Platz, wo er seinen Wagen abstellten konnte. 

„Der Reitplatz ist dahinten“, und sie deutete in eine Richtung. Dimitri stieg aus seinem Wagen und folgte ihr, bis sie an einen großen, mit weißen Latten eingezäunten Platz ankamen. Am Zaun stand ein junger Mann mit schwarzen Haaren, der große Augen bekam, als er Lissa erblickte. 
„Du hier?“, begrüßte er sie freudig. „Meine Güte, wie lange ist das jetzt inzwischen schon her?“ 
Mit einem Lächeln nahm sie den Burschen in die Arme und gab ihm einen Kuss auf die Wange. „Viel zu lange! Schön dich wieder zu sehen Christian. Wo ist sie?“ 
Der Junge Mann deutete auf den Platz, wo drei Leute dabei waren, Pferde über Hindernisse  zu bewegen. 
Kurz winkte Lissa einer Gestalt zu, ehe sie sich an ihrem Chef wandte. „Christian, das ist Dimitri Belikov. Er hat Interesse an den Dreien als Stuntleute.“ 
Höflich nickte Christian ihm zu und reichte ihm dann die Hand. „Christian Ozera ist mein Name, meinem Vater gehört diese Ranch. Ich bin sozusagen der Manager der Truppe!“ 

Damit wandte er sich ab und stieß einen lauten Pfiff aus. Sofort ritt eine der drei Gestalten an ein Hindernis heran, das in der Nähe des Zaunes stand. Dort sprang er ab und machte irgendetwas an dem einen Hindernis.
Dimitri konnte sehen, wie kurz darauf Flammen aus besagtem Hindernis nach oben schossen.Einer der Reiter bewegte sein Pferd auch sofort auf das Hindernis zu und das Tier überflog mühelos den ungewöhnlichen Sprung.

Diese Übung wiederholte die Person noch zweimal, ehe sie noch einige andere kleine Kunststücke vorführte. Im vollen Galopp stand sie auf der Hinterkuppe des Pferdes, schwang sich aus dem Sattel und wieder hoch und ließ sich einmal sogar einfach an der Seite herunterhängen, während das Pferd anscheinend ohne weiteres Zutun des Reiters noch einmal das Hindernis überquerte. 

Auch die anderen Beiden zeigten ihr Können. Am Ende nickte Dimitri zufrieden. 
„Das sieht vielversprechend aus!“ 
Wieder pfiff Christian und winkte die Kleinste der Gestalten zu sich. Im vollen Galopp kam sie auf die Gruppe zugeritten. Erst im letzten Augenblick parierte sie den Rappen durch, so dass er direkt vor dem Zaun zum stehen kam. Sie öffnete den Verschluss an ihrem Helm und eine Flut dunkler Locken ergoss sich über ihren Rücken. 
„Lissa!“, begrüßte die junge Frau ihre Freundin strahlend. Mit einem Satz war sie von ihrem Pferd, kletterte über den Zaun, wobei sie die Zügel fest in der Hand hielt, und umarmte Dimitris Assistentin herzlich.
„Es ist viel zu lange her, dass wir uns gesehen haben!“, stellte die junge Frau fest. Dimitri konnte  sie während der Begrüßung der beiden Frauen nur anstarren. SIE war auf jeden Fall sein Typ! 

Nun drehte sich Lissa lächelnd zu Dimitri um. „Dimitri, darf ich Ihnen vorstellen... Rose Hathaway. In der Schule meine beste Freundin und die wahrscheinlich beste Reiterin der Welt.“ 
Lachend schüttelte Rose da den Kopf. „Du übertreibst  mal wieder maßlos. Ich war doch nicht deine beste Freundin, wir haben uns damals nur sehr gut verstanden!“, scherzte sie und reichte gleichzeitig ihre Hand in Richtung Belikov. „Es freut mich, Sie persönlich kennen zu lernen. Ich habe gehört, Sie haben vielleicht Arbeit für uns?“ 
Dimitri brauchte einen Moment, bis er sich von ihrem Anblick losreißen und sich wieder auf seine Manieren besann, ehe er ihre Hand in die Seine nahm. 
Ihr Händedruck war fest und sicher und doch war ihre Haut wunderbar weich. Etwas was er als sehr angenehm empfand. 
„Vielleicht“, beantwortete er ihre Frage. „Was ich eben gesehen habe, war schon sehr beeindruckend!“ 
Kurz schenkte Rose ihrer Freundin ein glückliches Lächeln, ehe sie seine Hand losließ und die anderen Reiter zu sich winkte. 
„Darf ich Ihnen meine beiden Mitarbeiter vorstellen. Eddie Castile und Mason Ashford, die besten Reiter, die man bekommen kann.“ Höflich nickten die Zwei Dimitri zu. 

Bevor er aber etwas sagen konnte, hatte Rose schon wieder das Wort ergriffen. „Ihr bleibt natürlich zum Mittagessen. Danach können wir die Einzelheiten des Vertrages erörtern!“ 
Jetzt musste Dimitri sich aber doch mal einmischen. „Sie wissen doch noch gar nicht, was ich von Ihnen will. Vielleicht erklären Sie mir auch, dass das, was ich mir vorstelle, vollkommen unmöglich umzusetzen ist, so wie es zu meinem Bedauern einige Stuntleute schon vor ihnen getan haben!“ 

Da zuckte Rose mit den Schultern. „Das Wort unmöglich gibt es bei uns nicht! Vielleicht müssen wir etwas tricksen, aber wenn sie etwas wollen, dann bekommen sie es auch!“ Sprachlos starrte Dimitri sie jetzt an, ehe er anfing zu lachen. „Also gut, allein für diese kleine Kampfansage verdienen sie es, diesen Job zu bekommen.“ Breit grinste Rose ihn da an. „Sehen sie. Wir kennen uns gerade mal 5 Minuten und sprechen schon die selbe Sprache.“ 
Inzwischen waren Eddie und Mason von ihren Pferden abgestiegen. Rose drehte sich kurz zu Christian um. „Nimmst du ihn mit? Wir kümmern uns eben noch um die Tiere.“ 

Christian nickte und deutete dann in eine Richtung, Dimitri verstand und folgte ihm. Rose hatte stattdessen Lissa an ihre freie Hand genommen, während sie an der anderen die Zügel ihres Pferdes festhielt. Gemeinsam zogen sie in Richtung Stall, wobei die Mädchen über alte Zeiten plauderten. 

Dimitri betrat, gemeinsam mit Christian, eine altertümliche, aber gemütliche Küche. Und staunte nicht schlecht, als er den Tisch sah, der sich unter Steaks, Kartoffeln und Gemüse regelrecht nach unten bog. Am Herd stand eine ältere Frau, die gerade noch Soße in eine Kanne füllte. 
„Setzten Sie sich“, bot sie Dimitri freundlich an. „Gleich beginnt die Raubtierfütterung!“ 
Kurz darauf betrat ein älterer Herr die Küche. Fast sofort wusste Dimitri, wer er war. Die Ähnlichkeit war verblüffend, die schwarzen Haare, die in diesem Fall schon ein paar graue Strähnen hatten, waren genau dieselben, wie die von Christian Ozera. 
„Lucas Ozera“, stellte der Herr sich vor und reichte Dimitri die Hand. „Ich bin der Vater von Christian und Rose.“ 
Dieser ergriff die Hand und schüttelte sie. Konnte sich aber ein kleines Stirnrunzeln nicht verkneifen. Hatte Rose nicht vorhin einen anderen Nachnamen genannt? Doch bevor er das hinterfragen konnte, kam auch schon der Rest die Küche. 
„Habt ihr euch alle die Hände gewaschen?“, fragte die ältere Dame streng nach. 
„Ja Mary“, antwortete Mason lachend und hielt ihr die Finger zur Kontrolle hin. Scharf betrachtete sie seine Hände und nickte dann zufrieden. „Du darfst dich setzten.“ 
Schnell hielten auch Rose und Eddie ihre Hände hin und anscheinend fand auch dieser Zustand ihre Zustimmung.

Kaum saßen sie alle am Tisch, wollten sie auch schon zugreifen, aber Mary hielt sie zurück. „Wir haben Gäste, ihr gefräßige Meute. Wir sind hier doch nicht bei den Hotten Totten, sie bekommen also zuerst.“ Die Stimme der älteren Dame war streng, aber ihre Augen blitzen belustigt. Drei Augenpaare blickten sie bei der Zurechtweisung zwar kurz entsetzt an, aber sie taten was ihnen gesagt wurde und überließen Lissa und Dimitri den Vortritt. 
Mary tat von allem was auf die Teller und reichte sie dann gut gefüllt ihren Gästen, ehe die anderen sich was nehmen konnten. 
Einen Moment herrschte gefräßiges Schweigen am Tisch, während das Essen besonders auf 3 Tellern in unglaublicher Geschwindigkeit weniger wurde, doch lange hielt die Ruhe nicht an. 
„Warum eigentlich einen Western?“, fragte Rose neugierig nach. „Ist so was nicht total aus der Mode?“

Lächelnd zuckte Dimitri  mit den Schultern. „Vielleicht. Aber ich habe diese Geschichten immer geliebt und mit diesem Film erfülle ich mir einen Kindheitstraum. Ich habe den Namen, die Mittel und die Möglichkeiten dazu. Warum also sollte ich nicht?“ 
Nachdenklich betrachtete Rose ihn, ehe sie weiter redete. „Aus den USA sind sie aber nicht!“ Ihr war schon vorher aufgefallen, dass er einen leichten Akzent hatte, der eindeutig nicht Englisch war.

Schmunzelnd schüttelte Dimitri den Kopf. „Nein, Sie haben Recht, bin ich nicht. Tatsächlich bin in Sibirien groß geworden. Erst als ich alt genug war zum studieren, bin ich in die Staaten gereist. Ein Verwandter hat mir damals diese Möglichkeit eröffnet.“ 
Verstehend nickte Rose da. „Ich mag ihren Akzent. Er lässt sie geheimnisvoll wirken.“ 
Lachend blickte er zu ihr rüber. „So hat das noch keiner ausgedrückt!.“
Sie zuckte als Antwort nur mit den Schultern. „Also gut, was genau haben Sie sich eigentlich vorgestellt?“ 

Dimitri hatte schnell begriffen, dass diese Frau sagte was sie dachte und schnell auf den Punkt kam. Doch das war kein Minuspunkt auf ihrer Liste. Also erklärte er ihr, was er sich vorgestellt hatte. Aufmerksam lauschte sie seinen Worten und nickte hin und wieder, allerdings lies sie sich davon nicht vom Essen abhalten. 
Und hatte Dimitri vorher noch gedacht, dass es fast unmöglich war, diese Mengen von Essen zu vertilgen, so wurde er schon sehr bald eines Besseren belehrt. Jetzt wo alle satt waren, war auch das aufgetischte Essen in der Mitte fast vollständig verschwunden. Wieder mal musste er die Stirn runzeln, nur diesmal bemerkte Rose es. 
„Was ist?“, fragte sie neugierig nach. 
Unwillkürlich musste Dimitri  lachen. „Ich habe gerade nur überlegt, dass ich dem Catering mitteilen muss, dass er nicht mehr die normale bestellte Menge an Essen liefern muss, sondern mindestens die doppelte Menge, wenn ihr mit am Set seid.“ 
Da fiel Rose in seine Lachen ein und kratzte sich gleichzeitig verlegen im Nacken. „Tja, das tut mir leid, ist aber nicht zu ändern!  Wenn man den ganzen Tag draußen an der frischen Luft ist und mit den Tieren arbeitet, hat man nach einem harten Tag am Abend eben auch einen gesunden Hunger und braucht dann auch reichlich zu essen.“ Dimitri konnte über diese Aussage nur lächelnd mit dem Kopf schütteln.

Jetzt wo sie fertig waren, stand Rose allerdings auf. „Lucas, können wir dein Büro besetzten?“, fragte sie ihren Vater, der zustimmend nickte. Kurz blickte sie zu Christian und forderte Dimitri auf, ihr zu folgen. Der blickte kurz zu seiner Assistentin. „Lissa, könnten Sie bitte....“
Sofort sprang die Blondine auf, weil sie genau wusste was er von ihr wollte. 
5 Minuten später saßen alle 4 in einem gemütlichen Büro, mit dunklen Möbeln und schweren Ledersofas. 
„Den Raum könnte man fast als Filmkulisse gebrauchen“, stellte Dimitri ehrfürchtig fest.
„Fast?“, fragte Rose direkt nach. 
„Na ja, ein paar moderne Dinge müssten schon verschwinden. Aber dann wäre es perfekt.“ Dabei deutete er auf Computer und Lampen. 
„Stimmt“, meinte Rose da lächelnd. „Ich bin mir sicher, Lucas würde ihnen diesen Raum für Dreharbeiten gerne überlassen. Zumal er sehr stolz auf dieses Büro ist, er hat alles so hergerichtet, wie die Büros früher eben ausgesehen haben, das gibt dem Raum den richtigen Charakter.“
„Stimmt“ Pflichtete ihr Dimitri bei und sah sich um.
„Ich werde darüber nachdenken“, erwiderte Dimitri, der nach der Mappe griff, die Lissa eben aus dem Wagen geholt hatte.  „Ich habe hier eine Art Vorvertrag. Sicher muss das eine oder andere noch geändert werden.“ Die Papiere reichte er Rose, die sie aber direkt an Christian weitergab. 
„Er muss sich auch sein Geld verdienen“, grinste sie. 
Während Christian allerdings am lesen war, hatte sie noch einige Fragen an Dimitri. Dabei ging es interessanterweise um Dinge, über die er sich bisher noch gar nicht so große Gedanken gemacht hatte. Aber Rose waren sie wichtig und deshalb beantwortete er geduldig ihre Fragen. 
Es ging um solche Sachen, wie Unterkunft für sie und ihre Leute. Und was noch viel wichtiger war, wo die Tiere untergebracht waren. 

Aber er konnte sie beruhigen. Schlafen würden sie und ihre Jungs in derselben Pension, in der er war. Und für die Pferde hatten sie eine Scheune, wo sie ohne Probleme untergestellt werden konnten. 
Denn das war auch etwas, was Rose sofort klarstellte. Sie würde nur mit ihren eigenen Tieren arbeiten. „Ich habe für Scheitan einen Doppelgänger, der lammfromm ist und auch von anderen geritten werden kann.“ 
In dem Moment hob Christian den Kopf. „Der Name ist Programm. Er ist wirklich ein Teufel. Nur bei Rose ist er ein Riesenbaby!“ 
„Pah“, kam es verächtlich von Rose. „Er ist vollkommen lieb, nur manchmal etwas eigen.“ 
Sofort fing Christian an zu lachen. „Mein Rat Mr. Belikov, halten sie sich sicherheitshalber von dem Riesenbaby fern, er ist unberechenbar!“ Dann versank er wieder in den Papieren. 
Rose blickte zu Dimitri und schüttelte den Kopf. „Er übertreibt!“ 

„Gut“, meinte Christian schließlich und unterbrach so das Gespräch zwischen Dimitri, Rose und Lissa. „Soweit ich das sehen kann ist alles in Ordnung. Ein paar Kleinigkeiten bezüglich der Versicherung sind noch zu klären, aber nichts dramatisches. Da wäre natürlich noch die Sache mit meinem Gehalt“, grinste er dann.
„Ihr Gehalt?“, fragte Dimitri ihn nun doch etwas erstaunt. 
„Ja sicher. Glauben sie etwa, mich gibt es umsonst?“ 
Rose schüttelte den Kopf. „Sicher nicht! Aber wenn wir schon beim Thema sind, wie sieht den unser Gehalt aus?“
Da lachte Christian auf. „Verdammt gut Rose, ich kann dich beruhigen. Ich wollte ja nur noch etwas mehr rausschlagen.“ Allerdings zwinkerte er Rose dabei bewusst geschauspielert zu. 
Leise seufzend rieb sie sich die Stirn. „Wie gesagt, nehmen Sie meinen Bruder nicht ernst. Er ist Student und denkt nur an sich selber.“ 
„Also wenn das stimmen würde...“, protestierte Christian amüsiert. „... dann würde ich für euch sicherlich nicht kostenlos arbeiten!“ 
„Kostenlos?“ Dimitri hob eine Augenbraue. 
„Zur Zeit. Noch hatten die drei keinen wirklich lukrativen Auftrag. Ein paar kleine Werbefilme, aber noch nichts weltbewegendes! Aber wenn das hier klappt, verdienen sie richtig Geld.“ 

In dem Moment klopfte es an der Tür. „Tee, Kaffee, Kuchen?“ Mary kam herein, mit einem Tablett, welches voll beladen war. Sofort sprang Rose auf, um ihr zu helfen. „Danke Mary. Kommt genau richtig.“ verblüfft und auch etwas erschrocken warf Dimitri kurz einen Blick auf die Uhr. Die Zeit war wie im Flug verflogen. Trotzdem nahm er dankend eine Tasse Kaffee von Rose entgegen.

Nachdem alle versorgt waren, ergriff er nochmal das Wort. „Jetzt bleibt nur noch eine Frage. Wann können Sie anfangen?“ Für ihn war in den letzten Wochen die Zeit davon gelaufen. Und nun brauchte er Rose und ihre Männer ganz dringend. 
Rose blickte ihre Freundin an. „Wie lange seid ihr hierher gefahren?“ 
„Gut drei Stunden“, antwortete Lissa.
„Also gut, dann könnten wir, wenn alles glatt geht, morgen Mittag schon vor Ort sein“, gab Rose zur Antwort.
„So schnell?“ fragte Dimitri nun doch etwas erstaunt nach.
Leicht zuckte Rose mit den Schultern. „Heute Abend packen, morgen früh die Pferde in den Transporter und es kann los gehen! Warum noch Zeit verschwenden?“ sie sah Dimitri lächelnd an.
„Mr. Belikov, wir haben nichts Besseres vor und stehen Ihnen daher ab morgen Mittag zur freien Verfügung!“ Das war doch mal ein Wort! Hochzufrieden streckte Dimitri seine Hand in ihre Richtung aus. „Dann, Ms. Hathaway, haben wir einen Vertrag! Ich freue mich schon, Sie Morgen an meinem Set begrüßen zu dürfen.“ Sie legte ihre Hand in die Seine und schlug damit ein. „Abgemacht.“ 

Eine knappe Stunde später befanden Lissa und Dimitri sich auf dem Rückweg. Während ihm noch einige Fragen durch den Kopf gingen, ergriff sie das Wort. „Und was halten Sie nun von ihr?“ 
Ruckartig drehte er kurz seinen Kopf zu ihr, ehe er sich wieder auf die Straße konzentrierte. „Miss Hathaway?“ Lachend nickte Lissa.
„Ich rede ganz gewiss nicht von Mary. Natürlich Rose!“ Einen Moment versank er in Schweigen, als suchte er die richtige Antwort. „Sie ist sehr... speziell.“, kam es schließlich zögerlich.
Laut lachte Lissa  auf. „Das ist sie allerdings! Sonst haben Sie nichts dazu zu sagen?“ 
Wieder ein Augenblick des Schweigens. „Sie weiß definitiv was sie will.“
„Oh ja“, seufzte Lissa. „Sie redet oft ohne zu denken und handelt ehe sie denkt. Das hat ihr in der Schule schon so manchen Ärger eingebracht!“, sie warf ihm einen kurzen Seitenblick zu.
„Aber nach Ihrer Reaktion auf Rose zu schließen, meine ich bemerkt zu haben, dass Ihnen gefällt, was Sie gesehen haben, oder irre ich mich da?“ 
Dimitri gab ein missbilligendes Brummen von sich. „Wollen sie mich verkuppeln?“ 
Lissa zuckte zuerst nur mit den Schultern, doch dann lächelte sie. „Wäre das denn wirklich so tragisch?“ Dimitri fühlte sich bei dieser Frage unwohl, vor allem weil er sie nicht mit einem klaren Nein beantworten konnte. Mal abgesehen davon, dass er gerade mit seiner Assistentin über sein Liebesleben diskutierte.
„Lissa, wie Sie sicher wissen, habe ich gerade erst eine sehr anstrengende Beziehung beendet. Für etwas Neues, habe ich weder die Zeit, noch die Lust!“

Dimitri starrte auf die Straße. Nun, ganz der Wahrheit entsprach seine eben getätigte Aussage nicht. Ihm hatte wirklich gefallen, was er gesehen hatte. Aber es war gewiss nicht eine von Lissas Aufgaben, ihm eine Freundin zu suchen. Sie war für seine Arbeit zuständig, sein Privatleben klärte er schon selbst. Doch noch gab Lissa sich anscheinend nicht geschlagen.
„Rose ist ganz anders als Tasha“, erklärte sie.
„Wie Sie schon festgestellt haben. Rose weiß was sie will, sie ist offen und ehrlich. Und vor allem... sie spielt keine Spielchen!“ Dimitris eine Augenbraue schoss bei diesen Worten nach oben.

„Soso. Gegenfrage: Was ist mit ihrem Bruder, Christian? Ich hatte den Eindruck, dass er mehr als nur erfreut war, Sie zu sehen.“ Sofort wurde Lissa etwas stiller. Aber sie hatte das Gefühl, dass sie Dimitri eine Antwort schuldig war. „Ich weiß es nicht. Als wir noch oft zusammen waren, hat er mich immer als lästiges Anhängsel behandelt.“
„Das hat er aber Heute nicht gemacht“, versuchte Dimitri sie etwas aufzumuntern. 
„Vielleicht. Wahrscheinlich war er einfach nur höflich.“ 
„Wahrscheinlich“, nickte Dimitri. Obwohl er den Eindruck gewonnen hatte, dass es nicht nur Höflichkeit war, die Christian Lissa heute entgegen gebracht hatte. 

Für einen Weile schwiegen sie wieder beide. „Darf ich sie etwas persönliches fragen?“, nahm Dimitri die Konversation erneut auf. Nicht dass das vorherige Gespräch schon persönlich genug gewesen wäre! 
„Ja sicher“, antwortete Lissa sofort. 
„Warum hat Rose einen anderen Nachnamen als Christian und ihr Vater.“ 
„Oh“, kam es erstaunt von Lissa. „Lucas ist nicht wirklich ihr Vater, nur der von Christian.“ 
Verblüfft drehte Dimitri sich zu Lissa um und konnte einen traurigen Gesichtsausdruck bei ihr bemerken. 
„Was ist passiert?“, hakte er nach, während er wieder auf die Straße blickte. 
„Das ist eine lange Geschichte“, meinte sie  nachdenklich und abwehrend. 
„Wir haben noch eine lange Fahrt vor uns“, setzte Dimitri dagegen und gewann. 
Zuerst sagte Lissa  nichts und Dimitri hatte schon das Gefühl, dass sie nichts mehr zu dieser Sache sagen wollte, doch dann fasste sie sich doch. 
„Christians Mutter ist bei seiner Geburt gestorben. Das war der erste harte Schlag für Lucas. Ungefähr ein Jahr später stand Rose Mutter bei ihm vor der Tür. Im Arm ein Baby, kein Zuhause und sie suchte dringend Arbeit. Also nahm er sie bei sich auf. Ob zwischen den Beiden was war, kann keiner sagen. Weder Rose noch Christian haben diese Information. Ein paar Jahre ging alles gut. Doch dann erkrankte Rose Mutter schwer und verstarb innerhalb kürzester Zeit“ Lissas Lippen waren bei diesen Worten nur noch ein dünner Strich. Doch sie fuhr fort.

„Lucas hat dieser Verlust hart getroffen. Er hätte Rose in ein Heim geben können, immerhin war sie nicht mit ihm verwandt. Aber er behielt sie bei sich und zog die zwei Kinder gemeinsam, wie zwei Geschwister, auf. Mary kam kurz nach dem Tod von Mrs. Hathaway zu ihm. Ohne sie wäre ganz gewiss manches schwerer gewesen. Doch sie hat es toll hinbekommen. Mutterersatz, Köchin und Haushälterin. Sie ist die Seele des Hauses und das führt sie auch mit strengem Regiment, wie Sie ja selbst heute kennengelernt haben!“ Ein kurzes Lachen, dann war sie wieder ernst.

„Rose hatte deswegen immer das Gefühl, Lucas etwas zu schulden. Deshalb hat sie sich viel um den Hof gekümmert. Besonders um die Pferde. Scheitan hat sie selber großgezogen, nachdem seine Mutter ihn nicht angenommen hatte. Manchmal weiß ich nicht wie sie alles geschafft hat. Schule, Pferde und dazu alle Pflichten im Haushalt. Aber sie hat sich nie beklagt!“ 
Verstehend nickte Dimitri.

„Das hört sich in der Tat sehr traurig an.“
Lissa lächelte ihn an. „Sie liebt Lucas über alles. Für ihn würde sie durchs Feuer gehen. Aber sie weiß auch, dass sie ihm vieles zu verdanken hat. Und Lucas liebt sie wie eine Tochter, was sie im Grunde ja auch ist! Auch wenn er manchmal an ihr verzweifelt, wenn sie wieder eine verrückte Idee hat. Zum Beispiel diese Stuntgruppe. Er war der Ansicht, dass es Wahnsinn ist, so was zu machen. Und doch... er hat sie auch bei dieser Idee unterstützt. Wenn das jetzt bei Ihrem Film klappt und sie sich profilieren kann, dann wäre das einfach großartig.“
Erneut ein Nicken von Dimitri.
„Warten wir es ab. Wenn Rose sich wirklich so mit 100 % einsetzt und einbringt, wie Sie es mir beschrieben haben Lissa, sehe ich da eigentlich kein Problem. Offensichtlich steht sie für ihre Ideale ein und lässt sich von keinem unterkriegen!“ Lissa nickte sofort zustimmend.
„Absolut. Sie ist loyal und treu! In allem was sie macht!“
„Sehr gut! Das sind die besten Voraussetzungen!“ stimmte Dimitri ihr zu und damit war die Konversation beendet. Den Rest der Fahrt war es wieder stiller, doch das störte ihn nicht.

Seine Gedanken waren bei einer Frau, die ihr Leben im Griff hatte, egal was passierte.


Das war es für Heute. Danke noch an alle, die diese Woche an mich gedacht haben, in Form von Sternen (und ja es sind schon mehr als einer.... *freu* ) und natürlich Reviews. Einfach Danke



Märchenstunde

Es trug sich zu, dass eine Freundin mich, welche ich zum Schutz ihrer Daten und Persönlichkeit, einfach Mrs Jolie nennen möchte, anrief und mir eine Geschichte erzählte, die mich nun dazu veranlasste, das hier aufs Papier zu bringen.

Eine andere, noch recht junge Dame, war hier in unserem doch schönen und gar so vertrauten Forum neu, nennen wir sie am besten ab jetzt Nube.

Nun, Nube tummelte sich, wie viele andere von uns auch, in ein paar Foren. Ein ganz bestimmtes fand sie besonders toll, dort traf man sie nun öfters an. Nube saß da und tat, was wir alle gerne tun, sie las und las. Schließlich fand sie eine Geschichte, die hatte es ihr besonders angetan, oder anders ausgedrückt, Nube verliebte sich vom Fleck weg in die Story.

Nun haben manche Geschichten die Eigenart, dass man sie entweder in einem Fluss runterschreiben kann oder eben sich jeden Satz einzeln aus der Nase ziehen muss. Für die Autorin der besagten Geschichte war es leider Variante 2. Der Anfang war gut, ein paar Chapter waren bereits erstellt und ein paar davon auch hochgeladen, doch danach hatte sich die Muse frei genommen, war für unbestimmte Zeit in den Urlaub gegangen und seitdem nicht wieder zurückgekehrt.

Sehr zum Bedauern besagter Autorin, die ihre Story schließlich, in Ermangelung fortführender Teile, schweren Herzens auf inaktiv stellte. Diese Problematik ist allen Autoren bekannt, nicht besonders erwünscht, aber leider oft nicht zu ändern.

Nun… nicht so für Nube.

Diese las die Story nicht, sie fraß sie und fragte sich danach, warum es nicht weiter ging. Eine Weile lang übte sie sich in Geduld, doch nachdem auch nach einer weiteren Woche kein weiteres Chapter kam, wurde Nube ungeduldig.

Schließlich fasste sie den folgenschweren Entschluss, die Geschichte in Eigenregie fortzuführen um sie doch noch zu einem, nur in Nubes Sinne, gearteten Ende zu bringen.

Und dem noch nicht genug, da Nube neu und unwissend war, fragte sie die Autorin gar nicht erst, sondern schrieb einfach munter drauf los. Dem geneigten Leser drängt sich nun die Frage auf: Warum machte sie sowas bloß?

Rücksicht oder Angst vor Konsequenzen? Keine Spur!

Sie schrieb und postete ihr Werk. Im Inhalt teilte sie mit, dass ihre Story eine Story von einer Story wäre. Sehr interessanter Text, möchte man meinen. Außerdem gab Nube völlig offen zu, dass sie besagte Ur-Story sozusagen „geklaut“ habe, aber sie habe einfach schreiben wollen, die Leser mögen es ihr verzeihen.

Jedem hier, sind seine Werke wichtig, geliebt und vertraut. Und keiner sieht es gern, wenn andere damit Schindluder betreiben. Schon gar nicht, wenn man noch nicht einmal gefragt wird! So sah das Mrs. Jolie ebenfalls. Diese Dame, schon seit Ewigkeiten im Forum und besonders in jenem, wo Nube ihre Story postete, Zuhaus, bemerkte die neue Geschichte und fiel dann erst einmal aus allen Wolken. War diese neue Geschichte, die ganz klar als „Fortsetzung“ deklariert war, doch nicht von der Autorin, die Mrs. Jolie kannte. Doch sicher war sie nicht, also las sie es sich durch.

Nicht die Fehler, und von denen gab es viele, nicht die trügerische Bezeichnung Fortsetzung, sondern der Inhalt an sich, sorgten dafür, dass Mrs. Jolie vor Ungläubigkeit die Augen aufriss. Das war die Geschichte, die sie kannte. Doch wusste sie nichts von einer Fortsetzung noch kannte sie Nube. Und alle Signalsirenen klingelten!

Mrs. Jolie, schon selbst ein alter Hase im FF-Bereich, wusste sofort, dass hier irgendetwas ganz und gar nicht stimmte. Und das musste geklärt werden und zwar SOFORT! Da führte kein Weg mehr daran vorbei!

Fürs erste schrieb sie Nube eine PN und fragte diese, nur um ganz sicher zu gehen, von wem das eine Fortsetzung denn sei? Ihr sei eine Geschichte bekannt, aber die wäre gerade als inaktiv gestellt und die Autorin würde daran dann weiter arbeiten, wenn sie wieder könne. Von einer Fortsetzung war ihr nichts bekannt.

Nube antwortete schnell, sie meinte, sie habe eben schreiben wollen und jetzt mal ganz ehrlich, da sei doch nichts dabei!

Ich, wie wahrscheinlich auch der geneigte Leser, tendieren wahrscheinlich ziemlich geschlossen zu einem ganz klaren:

„DOCH! Da ist was dabei! Wie kannst du es überhaupt wagen?!“

Mrs. Jolie fragte weiter. Ob die Autorin denn überhaupt davon wisse, dass Nube ihre Geschichte einfach so fortgeführt habe? Das verneinte Nube, das müsse sie doch auch nicht, schließlich könne doch jeder im Forum schreiben was er möchte und ihre Geschichte wäre jetzt ja völlig anders.

Diese Aussage brachte Mrs. Jolie dazu, ihren Ärger durch einen lauten Schrei kundzutun.
Und sie kläre Nube nicht nur darüber auf, dass das überhaupt nicht ginge, sondern, dass sie ohne ausdrückliche Erlaubnis der Autorin überhaupt nichts fortführen dürfe, geschweige denn posten, wenn es nicht abgesprochen war.

Mrs. Jolie schrieb daraufhin gleich die echte Autorin an, teilte ihr den Sachverhalt mit und diese kam auch recht schnell online. Auch diese war über das Verhalten von Nube entsetzt und verweigerte eine Fortsetzung ihrer Story durch eine Dritte Person.

Mrs. Jolie teilte dies Nube mit und sagte, Sie müsse das auf der Stelle löschen, ansonsten würde sie besagte Story melden und sich deswegen auch mit den Admins in Verbindung setzt. Diese Drohung funktionierte.

Schließlich und endlich wurde die Fortsetzung, die gar keine war, gelöscht.

Nachdem meine Freundin ihre Erzählung beendet hatte, wir uns gemeinsam über Nube, diese Unwissenheit und so sorry Nube, aber auch Dummheit, ausgelassen hatten, wurde ich doch nachdenklich.

Denn… jetzt mal ganz ehrlich. Es sagt einem doch schon der normale  Menschenverstand, dass man nicht einfach etwas jemanden wegnehmen, es in seinem Namen posten und dann die Lorbeeren dafür einstreichen kann.

Wir Autoren geben uns Mühe, überlegen oft stunden, ach was sag ich, tagelang, wie wir was formulieren.

Es beginnt immer mit einer Idee, von manchen Autoren auch Plott-Bunny genannt. Oft sind diese Häschen total albern, verrückt oder gar durchgeknallt. Aber sie können hartnäckig sein, bleiben im Hinterkopf und tauchen oft in Situationen auf, in denen man sie so gar nicht brauchen kann.

Schließlich gibt man einfach nach, setzt sich an den Computer und lässt die Finger über die Tastatur wandern. In diesem Sinne sind schon so einige Werke entstanden, die viele beim lesen ebenso amüsierten, wie den Autoren beim schreiben.

Ist man fertig und liest man drüber, kann man manchmal sich selbst nicht vom lachen abhalten. Das sind dann Storys, die einem im Gedächtnis bleiben, geliebt wie gehasst.

Aber ich schweife ab.

Falls der geneigte Leser sich nun fragt, was aus Nube geworden ist, so kann ich lediglich mitteilen, dass sie noch da ist. Denn wenn auch spät, Einsicht ist heilsam. Und Fehler machen wir alle, wenn auch manchmal nicht so dumme. Wollen wir hoffen, dass Nube aus ihren Fehlern lernt und nicht wieder so einen Bockmist baut. Denn vielleicht ist der nächste Autor… nicht mehr so nett!

Mir persönlich ist sie noch nicht begegnet und ich hoffe, für ihr eigens Wohl, das bleibt auch weiterhin so!

Ich möchte noch erwähnen, dass sowas öfter passiert, als alle denken. Und immer wieder frage ich mich dann… warum sind diese besagten Leute so einfallslos? Warum müssen die anderer Leute Ideen klauen? Warum setzten sie sich nicht auf ihre 4-Buchstaben und schreiben selber was? Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!
Natürlich gibt es Leser und Autoren. Schwarzleser und Reviewschreiber. Nubes und Profs. Anfänger und Poweruser.

Und jeder Anfang ist schwer. Klare Sache.

Aber wer das schreiben liebt, der kann früher oder später gar nicht anders. Und Leute, seid froh, dass ihr in diesem Zeitalter lebt und nicht mit Pinsel und Tinte arbeiten müsst. (Obwohl Retro absolut cool ist – keine Frage!). Ich weiss meinen Rechner durchaus zu schätzen!

Und wenn meine Worte jetzt nur bewirkt haben, dass sich all die Nubs unter uns nun bewusst machen, dass es überhaupt nicht in Ordnung ist, andere Autoren ohne ihre Erlaubnis, deren Geschichten zu klauen, fortzusetzen oder umzuschreiben und weder das Original zu verlinken noch im Vorwort zu erwähnen, dass es überhaupt ein Original gibt, dann habe ich mein Ziel erreicht.

In diesem Sinne, macht es gut.
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