Abenteuer Krankenhaus

GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
13.01.2017
29.07.2017
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Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
Ich habe meine erste eigene Fanfiktion geschrieben und wollte euch daran mal teilhaben^^
Ich freue mich über alle Leser denen meine Story gefällt und über viele Reviews, egal ob Lob oder Kritik ich bin für alles offen.

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Der Tag fing an wie jeder andere auch. Ich wachte morgens in meinem Bett auf und sah mich verschlafen in meinem Zimmer um. Es war wohl erstmal die letzte Nacht, die ich in diesem Zimmer verbringen würde. Allerdings hatte ich sehr schlecht geschlafen.
Dieser Tag würde für mich im Krankenhaus enden. Seit einigen Tagen ist es schon klar und ich weiß noch nicht was ich davon halten soll. Ich hatte gehofft, dass meine Krankheit auch ohne Krankenhausaufenthalt vorbeigehen würde. Um genau zu sein hätte ich nie gedacht, dass überhaupt irgendetwas ist. Eigentlich verstehe ich auch immer noch nicht, warum alle so ein Drama darum machen. Ich habe doch nichts Schlimmes, zumindest dachte ich das bis vor ein paar Tagen. Mir ging es gut. Ich hatte keine Beschwerden. Es war nur ein allgemeines Blutbild, dass ich im Zusammenhang mit meiner Ausbildung abgeben musste. Und nun? Ja und nun habe ich die Schock-Diagnose Leukämie bekommen.

Ich sollte mich wohl aber erstmal vorstellen. Mein Name ist Selina, aber eigentlich nennen mich alle nur Lina. Ich bin 15 Jahre alt und wohne in einem Ortsteil von Köln. Mehr gibt es nicht zu mir zu sagen. Höchstens noch, dass ich nie wirklich Freunde hatte und immer für mich alleine war. Egal ob in der Schule oder in meiner Freizeit, ich war fast immer alleine, aber ich war auch immer glücklich so. Vielleicht dachte ich das aber auch nur, denn ich kannte es nicht anders. Aber das ist jetzt eigentlich unwichtig.

Ich hatte noch ein letztes Mal mit meinen Eltern gefrühstückt und dann musste ich Sachen packen. Mama half mir meine Klamotten, Büchern und einigen Kleinigkeiten in einer großen Tasche zu verstauen. Dann ging es los ins Krankenhaus, wir, meine Eltern und ich, fuhren mit dem Auto. Es war ein mulmiges Gefühl für unbegrenzte Zeit mein Zuhause zu verlassen. Einige meinten zu mir, dass Krankenhaus könnte mein Zuhause werden, aber so etwas kaltes, abscheuliches könnte ich nie so nennen.
Mama meldete uns an und Papa und ich wurden schon mal auf mein Zimmer gebracht. Es war leer. Ich hatte also erstmal ein Einzelzimmer. Ich freute mich wirklich sehr darüber. Meine Ruhe zu haben war mir wichtig, anders kannte ich es schließlich ja nicht.
Papa half mir beim Auspacken meiner Sachen. Er versuchte mit meiner Mama zusammen es mir so wohnlich wie möglich zu gestalten, aber egal was sie versuchten, die Wände waren trotzdem weiß und nackt, außerdem roch es nach Desinfektionsmittel und Krankenhaus. Daran würde ich mich nie gewöhnen, dachte ich. Als meine Eltern gehen mussten war ich endlich alleine. Ich setzte mir die Kopfhörer auf und hörte Musik. 'Musik an, Welt aus!', mein Motto und seit der Diagnose war es wichtiger denn je für mich. Nach einiger Zeit döste ich ein.

Langsam wachte ich auf und sah mich in meinem neuen Zimmer um. Es war immer noch so kahl wie als ich eingeschlafen war. Die Bilder die meine Eltern auf gehangen hatten, hatten nichts gebracht. Es war trotzdem alles irgendwie kalt. Eine Schwester brachte in dem Moment mein Essen in mein Zimmer und hieß mich im Krankenhaus Willkommen. Ich murmelte nur /etwas von einem Danke und schon war sie wieder weg. Ich guckte das Essen angewidert an. „Das fängt ja super an. Typisch Krankenhaus“, murmelte ich. Das Essen bestand aus zwei Scheiben Brot und jeweils einer Scheibe Wurst und Käse. Ich seufzte, fing dann aber doch an zu essen, da ich Bärenhunger hatte. Nachdem ich aufgegessen hatte, ging ich ins Bad um mich im Spiegel zu begutachten. Als ich mich ansah erschrak ich. Ich sah furchtbar aus, mein Make-up war fast komplett verschwunden und mein Mascara hatte unter meinen Augen für Augenringe gesorgt. Ich wusch schnell alles komplett weg und machte meine Haare zurecht. Als ich fertig war betrachtete ich das Ergebnis sorgsam. Ich beschloss, dass es eigentlich in Ordnung aussah, ich war ja nur in einem Krankenhaus. Zuhause wäre ich so niemals aus dem Bad gekommen.
Dann machte ich erstmal eine Rundtour durch die Räumlichkeiten. Es sah alles genau so aus wie ich es erwartet hatte. „Hier soll ich die nächsten Wochen jeden Tag verbringen? Dabei werde ich garantiert umkommen vor Langeweile“, murmelte ich vor mich hin. Kurz darauf fand ich eine Couchecke und macht es mir bequem. Die Leute, die an mir vorbeikamen, waren hauptsächlich Besucher die mittlerweile, aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit, die Klinik verlassen mussten. Nachdem gefühlte hunderte Menschen raus gegangen waren, kam eine Gruppe von 5 Jugendlichen den Flur entlang. Es waren 4 Jungs, die alle im Rollstuhl saßen und ein Mädchen, welches neben ihnen herlief. Sie trug weite Kleidung, aber dennoch sah ich, dass sie ziemlich dünn war, schon fast mager. Ein Junge hatte beide Beine in Gips, zwei der Jungs hatten nur noch ein Bein aber was dem letzten Jungen fehlte, konnte ich nicht erkennen. Sie sahen alle aus wie Patienten und wirkten wie Freunde. Ob sie sich wohl hier kennen gelernt hatten? Ich sah ihnen noch einen Moment hinterher und sah dann den Schwestern bei der Arbeit zu.

Einige Zeit später wurde ich von einer Schwester wieder in mein Zimmer geschickt und als ich ankam ging ich gleich ins Bad um mich fertig fürs Bett zu machen. Ich legte mich hin, ließ den Tag Revue passieren und fragte mich ob ich hier wohl zurecht kommen würde. Insgeheim hoffte ich, dass man mich nicht, wie bereits in der Schule, mobben würde. Während ich meinen Gedanken folgte, schlief ich langsam ein.
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