Familiengeschichten

GeschichteMystery, Fantasy / P12
Elijah Mikaelson Mikael Niklaus Mikaelson OC (Own Character) Rebekah Mikaelson
12.01.2017
30.01.2017
6
9356
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
Es war einmal ein reicher Wikinger, der sich in eine Gefangene seines Clans verliebte und sie heiratete. Die Gefangene hatte eine Schwester und bald auch eine Tochter, letztendlich sollte sie sogar sieben Kinder haben und zwei von ihnen verlieren. Doch auch der reiche Wikinger hatte eine Schwester. Er hatte auch noch drei Brüder, aber das ist nicht so wichtig. Sie alle waren jünger als er, die Schwester war das jüngste Kind, gerade erst zehn Jahre alt, als ihr Bruder heiratete. Und fünfzehn, als sein ältestes Kind an der Pest starb. In diesem Sommer heiratete die kleine Schwester und nach der Hochzeit verließ der reiche Wikinger sein Heimatland, gemeinsam mit seinem Sohn und seiner hochschwangeren Frau fuhr er über das Meer, voller Trauer und Wut über den Verlust seiner geliebten Tochter, der kleinen Freya. Sie war ein bildschönes, freundliches und verständiges Kind gewesen, von allen geliebt. Aus diesem Grund nannte die kleine Schwester ihre erste Tochter auch nach ihrer Nichte: Freya. Doch zuvor bekam sie noch zwei Söhne. Bald darauf bekam sie noch ein Kind, ein weiteres Mädchen, das der kleinen Freya zum verwechseln ähnlich sah. Sie waren auch nur ein Jahr auseinander und erzählten bald allen, sie seinen Zwillinge. Dann gab es Krieg im Dorf und der Krieg raubte der kleinen Schwester unseres Wikingers ihre beiden Ältesten und auch ihren Mann. Und so floh auch sie hochschwanger über das Meer, gemeinsam mit einer Familie, doch im neuen, fremden Land trennten sich ihre Wege und die Frau und ihre Tochter waren allein. Die drei fanden ein Dorf, in dem sie freundlich aufgenommen wurden und die Wikingerin fand einen neuen Mann, der für ihre Töchter wie ein Vater wurde. Er war ein Apachen-Schamane, ein mächtiger Hexer, und schenkte ihr wieder zwei Söhne. Doch die Pest drang auch in dieses Land vor und so verlor die Schwester unseres Wikingers wieder ein Kind, ihren Jüngsten. Kurz darauf wurde auch sie krank, körperlich. Ihre Seele hatte unter all den Verlusten schon vorher Schaden genommen und so nahm sie ihrem Mann auf dem Sterbebett ein Versprechen ab: Dass er ihre Schwägerin suchen würde, die eine mächtige Hexe war, und gemeinsam mit ihr eine Möglichkeit finden würde, ihre drei noch lebenden Kinder stärker zu machen, sodass sie kein Krieg und keine Krankheit töten würden. Der Schamane liebte seine Frau sehr und so machte er sich auf den Weg, suchte den Wikinger und seine Frau. Da er ein Hexer war, konnte er sie leicht lokaliseren, doch es war ein weiter und beschwerlicher Weg, quer durch das Land. Als die vier endlich beim Dorf ihrer Verwandten ankamen, fanden sie es verwüstet vor. Eine schreckliche Bestie schien hier gewütet zu haben, oder gleich mehrere. Den Bruder seiner Frau fand der Hexer nicht, auch keine Kinder, aber wer konnte es schon genau sagen, bei all den grausam zerfetzten Leichen ringsum? Nur seine Schwägerin fand er – tot in ihrem Haus. Und in der Ecke, neben dem erloschenen Feuer, als hätte jemand es hinein werfen wollen und nicht richtig gezielt: Ein Stück Pergament mit einem Zauber darauf. Einem Zauber, der Menschen schnell und stark machen würde, sodass weder Krieg noch Krankheit sie töten konnten. Erleichtert, wenigstens den einen Wunsch seiner Frau erfüllen zu können, machte der Hexer sich daran, diesen Zauber an seinen Kindern auszuprobieren, an allen dreien. Er spürte wohl, dass es dunkle Magie war, die er da benutzte, doch nach dem, was hier in diesem Dorf gewütet hatte – und das konnte ja jederzeit zurück kommen oder den Rest des Landes heimsuchen – wünschte er sich mehr denn je, seiner Frau ihren letzten Willen zu geben. Und so führte er den Zauber aus, der am Ende noch von ihm verlangte, seinen Kindern – und er betrachtete auch die Mädchen als seine Kinder und liebte sie nicht weniger als den Jungen – einen Dolch ins Herz zu stoßen. Auch das tat er und gerade, als seine Kinder, wie der Zauber es versprochen hatte, zu neuem Leben erwachten – da rächte sich die Natur. Der Schamane war ein mächtiger Hexer, doch hatte er sich nie zuvor an dunkler Magie versucht und nun gleich als erstes ein Meisterstück derselben vollbracht und das war einfach zu viel für ihn. Das Blut lief ihm aus Nase und Augen und er starb in den Armen seiner Kinder, doch er starb glücklich, wusste er doch, dass er sie schnell und stark und unsterblich gemacht hatte, alle drei. Und die Geschwister begruben ihren Vater, dankbar für sein Opfer und sie leisteten einen Schwur: Sie hatten sechs Familienmitglieder verloren, sie würden zusammenbleiben und aufeinander aufpassen – für immer und ewig.
Review schreiben