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Die One-shot-Kiste

von Vanilla30
Kurzbeschreibung
OneshotAllgemein / P16 / Gen
OC (Own Character)
12.01.2017
11.02.2022
41
158.839
3
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27.05.2017 4.598
 
Die Wette.

Ort: Sweet Amoris Schule

Erzähler: Es war ein schöner Tag am Sweet Amoris Gymnasium, die Schüler hatten alle gute Laune und freuten sich auf das Wochenende, den heute war ja Freitag. Castiel, der Schulrowdy stand an der Turnhalle gelehnt und rauchte eine. Sein Kumpel Dajan stand vor ihm und wedelte mit einer Karte für ein Winged Skull Konzert vor seinem Gesicht.

„Was willst du dafür, DJ.“
„Wie wäre es mit einer Wette?“
„Einer Wette. Nein, dann kauf ich mir lieber eine eigene Karte.“
„Leider, leider ist das Konzert schon ausverkauft. Komm schon Cas?“
„Na gut. Um was geht es in der Wette?“
„Ich hab mir folgendes gedacht.“

Dajan beugte sich zu Castiel´s Ohr und flüsterte ihn die Wettbedingungen hinein. Als er auf gehört hatte zu sprechen, lehnte er sich wieder zurück und sah Castiel herausfordernd an. Würde dieser die Wette an nehmen um auf das Konzert gehen zu können oder verzichtet er darauf. Als es zur Stunde klingelte machten sich die beiden auf dem Weg in den Unterricht. Die ganze Stunde grübelte Castiel über diese Wette nach, er wollte unbedingt auf das letzte Konzert, das sie dieses Jahr spielten gehen, doch das zu machen was Dajan sich ausgedacht hat ging sogar ihm einen Schritt zu weit. Am Ende der Stunde war er dann so weit das er diese Wette annahm, Dajan grinste und schlug dann bei seinem Freund ein.

Währenddessen im Gebäude:

„Komm schon Denise, erzähl mir bitte was los ist!“
„Nein, du kannst dich nicht da ein mischen.“
„Aber..“
„Kentin, nein. Mein Vater hasst dich.“
„Was hat er gemacht? Ich bringe diesen Kerl irgendwann noch mal um.“
„Nichts Kentin, er hat nichts gemacht.“

Doch das stimmte nicht, Denise ihr Vater missbraucht sie jeden Abend wenn er betrunken aus der Kneipe kam, er wird immer brutaler. Sie hatte schon über all Striemen und blaue Flecke am Körper. Doch sie konnte es niemanden erzählen, ihr Vater würde es nur heraus finden und ihr noch mehr Schläge geben. Warum ihre Mutter nichts machte? Sie war vor Jahren ausgezogen und hatte ihre Tochter nicht mit genommen, weil Sie sie nicht aus der Schule reißen wollte. Das war die Begründung gewesen. Denise, hatte auch hier an dieser Schule nicht besonders viele Freunde, sie war einfach zu schüchtern um jemanden an sich ran zu lassen, bei Kentin war es was anderes gewesen. Die beiden kannten sich schon seit ihrer Kindheit, die Mütter der beiden waren zusammen auf einem Zimmer im Krankenhaus gewesen. Beide wurden sie am 06.03 geboren nur mit ein paar Stunden Zeit unterschied. Ihr anderer Freund war Nathaniel, der genauso schüchterne Schülersprecher hatte sie mal vor seiner Schwester beschützt als diese ein Video von ihr veröffentlichen wollte. Jetzt kam Castiel auf die beiden zu und sah Denise an

„Ey Denise, was ist los?“
„Lass sie in Ruhe Castiel.“ sagte Kentin.  
„Wieso willst du das wissen, Lopez?“
„Ich sorge mich um meine Mitschüler.“

Von Kentin hörte man ein schnauben, Denise runzelte einfach nur die Stirn.

„Das einzige was du zu wissen kriegst ist das es dich nichts angeht was mit mir ist.“ sagte Denise und schlug ihren Spind zu.

Die Pause war zu Ende, Denise ging in ihre Garten AG, während die beiden Jungs in die Basketball AG gingen. Denise kniete sich vor ihren Blumen, die sie eingepflanzt hatte, zupfte dabei das Unkraut hinaus. Sie merkte nicht wie es klingelte und ihr Pulli hoch gerutscht war. Erst ein erschrockenes aufatmen, ließ sie zusammen fahren. Sie schoss in die Höhe und drehte sich um, vor ihr stand Castiel.

„Was sind das für blaue Flecken auf deinem unterem Rücken?“
„Das geht dich nichts an, Lopez.“

Sie brachte die Gartengeräte weg, in den Schuppen, sie merkte das Castiel ihr folgte. Castiel schloss die Tür hinter sich und Denise saß in der Klemme denn Castiel ging nicht von der Tür weg.

„Lass mich hier raus.“ sagte sie.
„Nein. Du erzählst mir erst mal woher du die blauen Flecken hast.“
„Ich hab dir gerade schon gesagt das es dich nichts an geht. Aber wenn du es unbedingt wissen willst, ich bin gegen den Schrank gedonnert.“
„Lüge mich nicht an.“ sagte Castiel wütend und Denise zuckte zusammen.

Denise senkte ihren Kopf, stumme Tränen liefen ihr über die Wangen und dann brach sie zusammen. Castiel der damit nicht gerechnet hätte, lief auf sie zu und ließ sich auf die Knie sinken. Er drehte sie in die stabile Seitenlage und wartete bis Denise wieder zu sich kam. Dann nach ein paar Minuten kam sie wieder zu sich und wich ganz schnell, wie der Raum es zu ließ von Castiel davon.

„Was sind das für Flecken Denise?“ fragte er dieses mal ruhiger.

Denise schüttelte den Kopf, sie konnte es ihm nicht sagen. Castiel ging auf sie zu und reichte ihr seine Hand, sie sah ihn verwirrt an. Dann entschloss sie sich aber die Hand zu nehmen. Die Schmerzen die sich durch ihren Rücken zogen verdrängte sie ohne Castiel dabei an zu sehen.

„Du kannst es mir ruhig erzählen.“ sagte er
„Mein Vater.“ sagte Denise nur und machte sich dann von Castiel los.

Sie ging auf die Tür zu, öffnete diese und verschwand. Castiel begriff erst gar nicht was sie gesagt hatte, als es dann aber durch gesickert war, rannte er Denise hinter her und holte sie ein.

„Dein Vater hat dir die Flecken zugefügt?“ fragte er entsetzt.
„Ich kann das nicht hier draußen sagen.“ sagte Denise nur und ging nach Hause, das zum Glück nicht all zu weit von der Schule entfernt lag.

Sie lauschte im Haus ob ihr Vater schon zu Hause war und wank Castiel dann zu sich. Castiel sah sich im Haus um, Denise setzte sich in die Stube und holte ihre Hausaufgaben hinaus, Castiel ließ sich gegenüber von ihr sinken und blieb still.

„Was ich dir jetzt erzähle muss auf jeden Fall unter uns bleiben.“ sagte Denise und sah Castiel ernst an, dieser nickte.

„Also, als meine Mutter vor 5 Jahren ausgezogen ist, hat mein Vater angefangen zu trinken, naja eigentlich hatte er auch schon vorher getrunken bloß nicht so viel... Er hat angefangen mich zu benutzen und wenn ich ihm nicht so gehorchte wie er es wollte schlug er mich...“ sagte sie.
„Heißt das dein Vater schlägt und vergewaltigt dich seit 5 Jahren?“
„Ja das heißt es... Zwischendurch war es mal weniger aber dann hab ich irgendwann wieder was vollkommen verkehrtes gemacht und dann fing es wieder an.“
„Gehe zur Polizei, Denise.“

Sie schüttelte heftig den Kopf: „Ich kann nicht mein Vater bringt mich um.“
Wieder liefen ihr Tränen über die Wangen, Castiel stand auf und umrundete den Tisch, zog den Stuhl nach hinten und setzte sich vor Denise in die Hocke. Er legte seine Hände auf ihre Beine und sie zuckte zusammen.

„Entschuldigung.“ sagte er, stand dann wieder auf, zog Denise auch mit auf die Füße und nahm sie dann ganz sanft in die Arme. Denise krallte sich in sein Shirt und weinte nun doller. Castiel wusste nicht was er machen sollte, er wollte sie nicht zu fest anpacken weil sie anscheinend überall Schmerzen hatte.

Nach einiger Zeit hatte sich Denise wieder beruhigt, sie entschuldigte sich weil sie sein Shirt voll geweint hatte und setzte sich dann wieder an ihre Hausaufgaben. Castiel setzte sich wieder ihr gegenüber und nahm dann auch seine hinaus, wenige Minuten später wurde die Tür aufgestoßen und schwere Schritte waren zu hören. Denise schreckte auf, Castiel sah auf, der Vater war gekommen.

„Denise, du elender Nichtsnutz wo bist?“
„Ich mache meine Hausaufgaben, Vater.“ sagte Denise, stand schnell auf und zog Castiel zur Balkontür, sie öffnete sie und gab ihm seine Tasche.

~Hau ab.~ flüsterte sie noch bevor sie die Tür wieder schloss und die Gardinen zu zog.

Sie packte gerade die letzten Sachen weg, als sie Hände an ihr fühlte. Sie fing an zu zittern.

„Wo ist das Essen. Hab ich dir nicht gesagt das ich Essen auf den Tisch haben will wenn ich nach Hause komme, häh?“
„Tut mir leid, ich hab es vergessen.“

Der Vater holte aus und klatschte ihr eine mitten ins Gesicht, ein dicker Abdruck war zu sehen. Das war das erste mal das er sie ins Gesicht schlug. Er zerrte sie an den Haaren in das Schlafzimmer und riss ihr die Klamotten vom Leib. Denise fing an zu wimmern sie versuchte zu fliehen als der Vater sie auch schon fest bindete. Er öffnete seine Hose, versenkte sich ein paar Sekunden später schmerzhaft in ihr das sie aufschrie. Ständig versenkte er sich in ihr bis sie irgendwann in Ohnmacht fiel als all ihre Schmerzen die Überhand gewann.  Er bindete sie ab und schmiss sie auf ihr Bett, im Zimmer neben an. Castiel war erst total verdutzt, er raffte sich aber schnell zusammen. Er ging um das Haus herum und sah durch die Fenster, doch nirgends konnte man in die Wohntube sehen. Nachdenklich wie er jetzt war, nach dem Denise alles erzählt hatte machte er sich auf dem Weg nach Hause. Er nahm sich vor Morgen aber noch mal zu ihr zu gehen um mit ihr zu reden. Spät in der Nacht wachte Denise aus der Ohnmacht auf, sie stand vorsichtig auf, machte das Licht in ihrem Zimmer an und sah sich dann im Spiegel an. Blut war an ihren Beinen getrocknet, ihre Wange war doppelt so dick wie die andere und sie bekam neue blaue Flecken an den Armen und Beinen wo der Vater sie zu fest angepackt hatte. Denise zog sich an, nahm sich ihr Handy zur Hand und schrieb Kentin eine SMS.

~Kann ich zu dir kommen?~

Ein paar Minuten später kam auch schon seine Antwort.

~Ja, klar was ist los?~

Doch sie antwortete ihm nicht, sie schloss das Zimmer von drinnen ab, schaltete das Licht aus und kletterte unter starken Schmerzen aus dem Fenster. Zum Glück war ihr Zimmer im Erdgeschoss, sie ließ sich ins Gras sinken und kriechte über dem Boden auf die Straße. Als sie dort war, stellte sie sich auf und ging mit zügigen Schritten zu Kentin. Immer wieder musste sie anhalten und Luft holen, denn ihr Körper streikte und wollte nur noch zusammen brechen. Dann kam sie endlich bei Kentin an, der erwartete sie schon an der Haustür, als er sie sah, lief er zu sie und nahm sie auf seine Arme. Er brachte sie in sein Zimmer, sie hatte die Augen geschlossen denn die Schmerzen als er sie hoch gehoben hatte, hatten ihre letzten Kraftreserven aufgebraucht.

„Denise, was ist geschehen?“ fragte Kentin sie nach einer Weile.

Sie setzte sich auf und sah ihn an, dann erzählte sie ihm auch alles was sie bereits Castiel erzählt hatte und das von heute ließ sie auch nicht aus. Er ballte seine Hände zu Fäusten, stand auf und schlug gegen die Wand.

„Dieses Arschloch.“ dieses und noch weitere Kraftausdrücke verließen Kentins Mund. Denise sank zurück und schloss ihre Augen, Kentin sah sie besorgt an. Schon immer mochte er sie mehr als nur diese Freundschaftssache zwischen ihnen, doch er wusste auch das ihr Herz heimlich von Castiel schwärmte. Nach ein paar Minuten schlug Denise wieder die Augen auf, sah Kentin an und fing an zu weinen. Er nahm sie vorsichtig in seine Arme und wiegte sie hin und her, sehr spät schliefen die beiden ein, nach dem Denise endlich Ruhe gefunden hatte. Als die beiden am nächsten Tag wach wurden, war der Abdruck noch besser zu sehen, alles schmerzte ihr und sie konnte sich kaum bewegen. Kentin brachte ihr etwas zu Essen und setzte sich dann wieder neben sie. Dann klingelte Denise ihr Handy, sie nahm es sich vom Nachtschrank und ging ran.

„Hallo?“
„Hallo Denise, wo bist du?“
„Äehm, bei Kentin.“
„Kann ich dich da abholen?“
„Wofür?“
„Damit wir noch mal reden können? Wegen gestern?“
„Nein, ich kann nicht laufen.“
„Was ist passiert?“
„Es ist wegen gestern.“
„Ich komme zu euch. Sag Kentin bitte bescheid.“
„Ich denke das ist keine so gute Idee...“
„Keine Widerrede.“

Er legte auf, Denise sah Kentin an und er verstand schon. Kentin hatte das Gespräch mit bekommen, er nickte ihr zu und sie lächelte ihn halb an. Dann ein paar Minuten später klingelte es, Kentin ging die Tür aufmachen und zusammen mit Castiel kam er dann zurück.

„Hallo Denise.“ sagte er
„Hi.“ sagte sie leise.

Er sah sie sich an und wurde wütend. Denise sah Kentin bittend an und Kentin begann Castiel zu erzählen was sie ihm gestern erzählt hatte was dann gestern passiert sei. Währenddessen lag Denise an Kentin gelehnt und hatte die Augen geschlossen. Ihr tat immer noch alles weh.

„Castiel, auch wenn es mir nicht gefällt. Wir müssen Denise von hier weg bringen.“ fing Kentin an zu reden.
„Weg bringen, aber wohin?“
„Ihr Vater kennt mich und hier würde er als erstes suchen, wenn es dir nichts ausmachen würde könnten wir sie ja zu dir bringen. Er kennt dich ja nicht oder und du hast Demon um dich und besonders Sie zu beschützen.“
„Ja das stimmt. Wann sollen wir es machen. Sie kann sich doch nicht bewegen.“
„Meine Mutter würde uns garantiert fahren, wir müssen sie nur Fragen aber ich will ihr nicht so viel erzählen.“
„Dann machen wir es so. Denise?“ fragte Castiel sie

Sie blickte ihn an, dann nickte sie vorsichtig. Später erzählte Kentin in kurzen Worten seiner Mutter was los sei, aber nichts konkretes. Die Mutter setzte sich ins Auto, Kentin öffnete die hintere Tür, Castiel legte Denise vorsichtig auf die Rückbank, während Kentin auf der anderen Seite einstieg und ihren Kopf auf seinen Schoß nahm. Er streichelte ihr über ihre Haare, Castiel schloss sanft die Tür und stieg vorne ein. Die Mutter fuhr los und Castiel wies ihr den Weg, als sie bei ihm ankamen ging Castiel die Tür aufschließen, dann kurz Demon einsperren. Währenddessen hob Kentin, Denise sanft aus dem Wagen und die Mutter fuhr wieder davon. So war es abgesprochen gewesen. Kentin trug sie so unbeweglich ins Haus, Denise hielt trotzdem die Luft an.

„Wir haben es gleich geschafft.“ sagte Kentin leise zu ihr.

Castiel schloss alle Fensterläden und die Tür, schloss auch zwei mal ab. Er begab sich in die Stube wo Kentin, Denise schon auf das große Sofa abgelegt hatte. Castiel stand erst mal reglos da bis er Demon bellen hörte, er ging zum Nachbarzimmer und machte die Tür auf. Demon sprang ihn an und hechelte, dann begaben sich die beiden in die Stube. Demon begrüßte Kentin fröhlich und schaute dann auch zu Denise. Diese war Kreidebleich und atmete schwer ein und aus. Ihre Augen waren geschlossen, die Schmerzen waren nicht aus zu halten, doch ins Krankenhaus wollte Sie nicht weil da ihr Vater sie finden konnte. Irgendwann wurde sie müde, schlief ein und atmete so langsam das es ihr keine Schmerzen bereitete. Kentin und Castiel sahen sie noch ein paar Minuten an bevor sie in die Küche gingen um da über Denise ihren Vater zu reden. Demon blieb in der Stube, neben Denise auf dem Boden liegen und den Kopf ans Sofa gelehnt. Dann als es langsam dunkel wurde, wachte Denise wieder auf und ihr knurrte der Magen, zwischendurch hatten Castiel und Kentin Essen gemacht, es gab eine Reispfanne mit Hähnchen. Sie setzte sich vorsichtig auf und streichelte dann Demon über das Fell, als sie aufstand, tat ihr immer noch alles weh. Sie ging in die Küche und blickte die beiden Jungs an die an dem Tisch saßen und sich leise unterhielten, ging hinein und Castiel blickte auf.

„Haben wir dich geweckt, Denise?“
„Nein, habt ihr nicht.“ sagte sie und trat zu Kentin.
„Was machen wir jetzt?“ fragte Denise dann.
„Du setzt dich jetzt hin und wir essen dann erst mal etwas und dann sehen wir weiter.“ sagte Castiel und sah sie herausfordernd an.

Sie grinste und setzte sich dann aber vorsichtig hin, Castiel stand währenddessen auf und gab Teller und Besteck hinaus, dann kam auch das Essen auf dem Tisch und die drei fingen an zu essen. Als sie zu Ende gegessen hatten, gingen die drei in die Stube und setzten sich auf das Sofa. Die Schmerzen von Denise waren ein bisschen abgeklungen und sie zog die Beine an ihre Brust. Castiel und Kentin sahen sie an, dann sahen sie sich an und beide dachten sich, das sie jetzt für Denise da sein mussten. Sie müsste eigentlich total fertig sein mit ihrem Leben, doch noch immer war sie das taffe Mädchen. Denise lehnte sich auf dem Sofa zurück und schloss ihre Augen, sie dachte an ihre Mutter und wünschte sie wäre hier. Kentin stand auf und setzte sich neben sie, sie sah ihn an und in ihren Augen schimmerten Tränen. Kentin nahm sie vorsichtig in die Arme und strich ihr über den Rücken. Nach einer ganzen Weile wo sie weinte wich keiner der Jungs von ihrer Seite, denn auch Castiel hatte sich auf ihre andere Seite gesetzt und strich ihr über den Rücken. Es wurde 22 Uhr, Denise hatte sich schon etwas länger beruhigt, Castiel stand auf und öffnete die Gartentür, Demon flitzte hinaus und machte sein Geschäft, niemand wollte gerade hinaus um eine lange Runde mit ihm zu gehen, denn der Vater könnte ja auftauchen. Auch wenn er nicht weiß wo Denise ist. Als Demon wieder drin war, ging Castiel nach oben und kam mit Bettzeug zurück, er legte es in die Sofaecke und setzte sich dann wieder auf das Sofa. Dann nach einer Weile stand Kentin auf und ging im Zimmer herum, er konnte nicht mehr still sitzen, es machte ihn verrückt das er nichts dagegen tun konnte das Denise von ihrem Vater misshandelt wurden ist. Ihn wurmte es auch das ihm nie was aufgefallen war. Sie waren eigentlich immer zusammen gewesen wenn der Vater nicht da war und spät zurück kam. Nein, nur Castiel war aufgetaucht und hat es aus Denise heraus bekommen.

„Kentin.“ sprach Denise ihn nach dem sie ihn eine Weile zugeschaut hatte an.
„Was ist los?“ fragte er.
„Es ist nicht deine Schuld.“ sagte sie
„Aber ich hätte dich mehr beschützen sollen.“
„Das hätte nichts gebracht. Mach dir keine Vorwürfe. Ich hätte viel früher etwas zu dir sagen sollen und auch zur Polizei hätte ich gehen müssen.“
„Das stimmt ja.“
„Castiel? Danke!“
„Du brauchst dich nicht bedanken, Denise auch wenn ich Kentins Meinung teile, du hättest mit jemanden reden sollen.“
„Ja, es tut mir leid.“

Kentin´s Handy klingelte, er fischte es aus seiner Hosentasche und ging ran.

„Hallo Mom. Ja es ist alles in Ordnung. Okay!“

Dann steckte er das Handy wieder ein.

„Meine Mom, möchte das ich nach Hause komme.“
„Sei vorsichtig, Kentin.“ sagte Denise.

Castiel stand auf und begleitete ihn zur Tür.

„Pass mir gut auf sie auf.“ sagte Kentin im flüster Ton zu Castiel.

Er nickte ernst und sagte dann: „Das werde ich. Ich werde sie nicht mehr aus den Augen lassen.“
„Auch wenn es mir nicht gefällt. Denise mag dich wirklich sehr, Castiel. Verarsche sie nicht. Das kann sie jetzt nicht auch noch gebrauchen.“
„Du hast mein Wort.“

In dem Moment meinte Castiel es vollkommen ernst, denn an die Wette dachte er nun nicht mehr. Er hatte nämlich Denise wirklich gern, auch wenn sie sich nicht so gut kennen. Sie hat seinen Beschützerinstinkt geweckt und wieder schlafen legen wollte dieser sich nicht. Er schloss hinter Kentin die Tür und fuhr die Rollläden hinunter, dann begab er sich wieder in die Stube. Denise hatte sich eines der Kissen und Decken geschnappt und schaute ihn an. Castiel zog das Sofa noch ein Stückchen weiter aus und setzte sich neben ihr. Dann nach einer Weile setzte Denise sich wieder auf und sah ihn an.

„Castiel?“
„Was ist los?“
„Wieso machst du das?“
„Um dich zu beschützen.“
„Aber wieso auf einmal, vorher hab ich dich auch nicht interessiert.“
„Ich weiß nicht warum.“

Er lehnte sich vor und nahm sie sanft in die Arme, sie sah ihn immer noch an.  Nach einer ganzen Weile, lehnte er sich vorsichtig vor und nahm dann ihr Gesicht in seine Hände. Immer noch ganz sanft und langsam beugte er sich vor  und sie schloss ihre Augen. Ihrer beider Atem vermischte sich und dann lehnte er sich endgültig zu ihr und küsste sie sanft. Das Kribbeln das sich durch sein Körper zog war unbeschreiblich. Noch nie hatte er sich so gefühlt wenn er ein Mädchen geküsst hatte. Als sie sich lösten, öffnete er auch seine Augen und sah Denise an, mit einem leichten Lächeln in den Mundwinkeln. Sie lächelte ihn zurück an und lehnte sich dann wieder an seine breite Schulter. Er nahm sie wieder sanft in die Arme und beschützte sie. Irgendwann schliefen die beiden ein. Castiel hatte sie nur ein wenig losgelassen um sich ebenfalls zu zudecken. Sie drehte sich um und sah den immer noch schlafenden Castiel an, er war so friedlich im Schlaf, sie fing an zu lächeln. Dann zog sie einen Arm aus der Decke und legte diese auf, seine Wange. Sie streichelte sanft darüber, dann öffnete er die Augen und sah sie an.

„Guten Morgen.“ murmelte er.
„Morgen.“ sagte sie leise zurück.

Er beugte sich zu ihr, küsste sie sanft und sie erwiderte seinen Kuss. Als sie sich von einander lösten, sah Castiel sie an und beugte sich wieder vor. Der nächste Kuss war etwas intensiver, er beugte sich noch weiter hinunter und Denise lag im Kissen gedrückt. Er war immer noch sehr sanft, wenn sie sich bedrängt fühlen sollte so tat sie es nicht. Denn er war nicht so wie ihr Vater, er war viel sanfter und er zwängte sie zu nichts. Dann klingelt plötzlich Denise, ihr Handy sie angelte es sich vom Tisch und blickte auf den Bildschirm. Sie ging ran.

„Hallo Kentin, ja bei mir ist alles gut.“

Plötzlich wurde sie kalk weiß im Gesicht, sie machte den Lautsprecher an und legte das Handy neben sich.

„Du kommst jetzt aus deinem Versteck oder dein bester Freund und seine Mutter sind tot..“

Castiel sah sie an, sie nickte und dann tutete es zwischen ihnen und sie wussten das Denise ihr Vater aufgelegt hatte. Tränen liefen Denise über die Wange und sie suchte Schutz in Castiels Armen, er drückte sie vorsichtig an sich, wiegte sie hin und her. Als sie sich von ihm löste, sah er sie an doch sie schüttelte den Kopf. Sie wusste was er wollte und er wusste das er dieses Mädchen nicht mehr allein lassen wollte. Sie stand auf, zog sich im Flur ihre Schuhe an und Castiel stand hinter ihr. Er nahm sie in die Arme und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn, Denise streckte sich ihm noch mal entgegen und küsste ihn. Dann rannte sie aus der Tür und war nach wenigen Minuten aus der Sicht. Castiel zog sich fix seine Schuhe und seine Jacke an, rief nach Demon und zog ihn ebenfalls hinter sich her. Er lief zum örtlichen Polizei Revier und wandte sich sofort an einem der Polizisten.

„Sie müssen mir helfen, meine Freundin befindet sich in der Gewalt von ihrem Vater, der auch ihren besten Freund und seine Mutter schon mit dem Tod gedroht hat.“
„Beruhigen Sie sich. Er klären Sie mir in Ruhe was los ist.“
„Dafür hab ich keine Zeit. Meine Freundin schwebt in Gefahr und wenn Sie mir nicht helfen wollen werde ich einen Weg finden mir selbst zu helfen.“

Castiel drehte sich auf der Stelle um, rannte wieder hinaus und dann sprintete er zu Denise Haus. Er sah den Wagen von ihrem Vater, dann hörte er Denise schreie, er umrundete das Haus und sah durch die Fenster. Er kam an dem Stuben Fenster an und sah dann wie Denise, Kentin und auch dessen Mutter auf Stühlen saßen und gefesselt waren. Denise wurde der Mund von ihrem Vater zugeklebt, Kentin versuchte die ganze Zeit sich von den Fesseln zu lösen um sein Mädchen zu beschützen, doch die Fesseln waren zu stark. Castiel sah weiter hin durch das Fenster, bis plötzlich jemand hinter ihm auftauchte, er sah den Polizisten an, dann machte er Platz und der Polizist sah durchs Fenster. Nach einer Weile trat er weg und holte sein Waklie Talkie aus der Vorrichtung, er gab seinen Kollegen ein paar Anweisungen. Er steckte es wieder weg und sah Castiel an.

„Du kannst uns auch helfen. Geh nach vorne und klingel mal an der Haustür.“

Castiel nickte und ging nach vorne, als er an der Tür klingelte und wartete.

„Hast du einen deiner Nichtsnutzigen Freunde etwas verraten?“ schrie der Vater seine Tochter an, sie schüttelte heftig den Kopf und fing an zu weinen.

Der Vater stapfte davon und riss die Tür auf.

„Wer bist du und was willst du hier?“
„Ich wollte Denise abholen für einen Spaziergang.“
„Das Nichtsnutz hat Stubenarrest, sie hat keine Zeit.“

Der Vater schlug die Tür zu und Castiel ballte seine Hände Fäusten. Er ging ein Stückchen die Straße herunter. Dann ging auf einmal Dajan an ihn vorbei.

„Hey Cas was machst du denn hier?“
„Nichts. Die Wette ist beendet. Denise schwebt gerade in Gefahr und ich kann es nicht mit ansehen. Behalte deine Karten für dich. Ich will dieses Mädchen, was dort drin sitzt nicht verlieren.“
„Woah bitte was?“
„Du hast mich schon verstanden, DJ. Schluss, die Wette ist vorbei.“
„Nein, das ist mir klar. Aber was ist mit Denise?“
„Sie wird von ihrem Vater dort drin fest gehalten!!!!“  
„Echt?“
„Ja, sonst würde ich es dir nicht sagen.“

Castiel ging wieder um das Haus herum zum Polizisten, er schüttelte ihm zugewandt den Kopf und der Polizist verstand. Demon knurrte die ganze Zeit schon an Castiel´s Seite. Dann ging auch einmal alles ganz schnell, Denise fing an zu schreien. Castiel hielt Demon die Ohren zu und verzog das Gesicht. Der Polizist sagte irgendetwas und dann starten sie den Eingriff, schlugen Fenster und Türen ein und liefen ins Haus. Castiel schaute hinein. Denise war in der Gewalt von dem Mann, er hatte ihr die Hände um den Hals gelegt.

„LASSEN SIE DAS MÄDCHEN AUF DER STELLE LOS!“
„Das Gör hat es nicht anders verdient als zu sterben. Dieses Gör hat alles kaputt gemacht!“
„LASSEN SIE, SIE RUNTER. Sie sind umstellt. Wenn sie dem Mädchen etwas tun, kann ich nichts für sie garantieren.“

Alle Polizisten zogen ihre Waffen, der Vater sah sich um, drückte Denise den Hals fast zu und ließ sie dann fallen. Sie schlug mit den Kopf auf den Boden und blieb liegen. Ihr Atem ging flach doch sie atmete noch. Die Polizisten nahmen den Mann gefangen, legten Handschellen an und brachten ihn raus. Castiel rannte auf Denise zu und nahm sie auf seinen Schoß, die anderen banden Kentin und seine Mutter los die sich dann weinend in den Arm fielen.  Einige Minuten später hörten sie den Krankenwagen, Notärzte kamen mit einer Trage hinein und nahmen Castiel, Denise ab, der sie aber nicht los lassen wollte. Kentin ging auf ihn zu.

„Komm schon Cas, lass sie los. Wir werden im Krankenwagen mitfahren.“

Castiel ließ sie los und stand dann wakelig auf, Kentin half ihm sich gerade zu halten. Dann folgten sie den Notärzten hinaus und stiegen in den Krankenwagen. Sie fuhren los und brachten Denise weg. Als sie am Krankenhaus ankamen, ging es ruckzuck. Denise wurde untersucht, man konnte aber nichts weiter finden. Keine inneren Verletztungen. Dann wurde sie in ein Zimmer gefahren. Sie schlief, der Oberarzt kam zu Castiel und Kentin.

„Sind sie mit dem Mädchen verwandt?“

Beide schüttelten den Kopf, dann erklärte Kentin in kurzen Worten was passiert sei. Castiel stand in der offenen Tür und betrachtete Denise. Er ging auf sie zu und zog sich ein Stuhl an ihr Bett, er nahm ihre Hand in seine und küsste sanft die Fingerspitzen.

„Ich lasse dich nie mehr allein.“

Doch er stand auf, ging und kam nicht mehr wieder.

LG T.A.P

PS: Zumindest nicht an diesem Tag...
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