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Die One-shot-Kiste

von Vanilla30
Kurzbeschreibung
OneshotAllgemein / P16 / Gen
OC (Own Character)
12.01.2017
11.02.2022
41
158.839
3
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04.09.2017 1.869
 
Elemente Teil Zwei

Natürlich hatte ich alles verstanden was Castiel und Nath gesagt hatten, doch ich hielt lieber meinen Mund. Was hatte Castiel überhaupt damit gemeint als er gesagt hatte 'Wenn du ihr weh tust, tue ich dir weh, Streber'

„Denise, ist alles in Ordnung bei dir, du bist die ganze Zeit schon so ruhig?“ fragte Nathaniel.
„Ja natürlich ich denke nur nach.“
„Okay.“

Wir gingen wieder nach Hause, ich begab mich in die Küche und setzte einen Tee auf.

„Du Denise, meine Mutter schrieb mir gerade das mein Vater wieder auf Geschäftsreise ist und ich wieder nach Hause kann. Vielen Dank, das ich hier übernachten durfte.“
„Kein Problem, Nath. Wir treffen uns sicherlich noch mal.“
„Ja bstimmt und wenn du willst üben wir auch ein wenig um weiter die Kontrolle zu behalten.“
„Klar, gerne. Bis dann Nath.“

Nath ging, die Tür knallte ins Schloss und ich war allein. Ich ließ meinen Kopf auf den Tisch fallen.

„Was hat er damit gemeint? Castiel, kannst du dich mal klar ausdrücken?“

Ich stand auf, nahm meinen Tee und begab  mich in die Stube, wo ich mir die Fernbedinung schnappte und schaltete die Musik an und drehte sie auf. Ich legte mich auf das Sofa und schloss meine Augen. Wenige Minuten später war ich eingschlafen. Am Abend wachte ich wieder auf, ich schaltete die Musik wieder aus, zog mich wärmer an und dann meine Schuhe. Ich nahm meinen Schlüssel und zog die Tür dann hinter mir zu. Ich ging die Straßen langsam entlang, die Hände tief in den Taschen vergraben. Der Park war mein Ziel, als ich ankam, setzte ich mich auf die Pank. Mein Kopf lag auf der Lehne und ich hatte meine Augen geschlossen. Es war zwar schön gewesen nicht allein schlafen zu müssen, ich könnte mit Nath nie was anfangen er war mir zu brav. Mehr wie beste Freunde könnten wir nie werden. Es war so still im Park, ich zog meine Beine in den Schneidersitz und fing an zu meditieren. Ich atmete tief ein und aus. Merkte wie mein Puls und mein Herz ruhiger wurden. So ruhig war ich schon lange nicht mehr gewesen. Ich merkte wie eine Gänsehaut sich auf meiner Haut bildete, überall stellten sich meine Haare auf. Ich öffnete langsam meine Augen, sah an mir herunter.

„Was ist das denn?“ fragte ich mich selbst.

Ich war ganz grün und grün war ich ja selten. Ich kramte in meiner Jackentasche und holte meinen Notizblock hinaus. Ich kritzelte schnell ein paar Zeilen hinaus und faltete den Brief dann. Dann faltete ich ihn zu einem Papierflieger, dachte an die Straße wo es hin sollte und pustete es an. Es flog schnell weg, ich sah wieder an mir herunter und war wieder weiß, aber dieses mal nicht so doll wie gestern. Das weiße Kleid verflog schnell und ich saß wieder in meinen Klamotten. Dann hörte ich plötzlich Schritte, ich drehte mich nicht um. Dann eine Stimme.

„Komm, Demon. Es ist kalt.“

Ein Pfiff, dann hörte ich ein freudiges Bellen das auf mich zu kam, meine Beine waren immer noch im Schneidersitz. Demon, blieb vor mir stehen.

„Hallo Demon, na wie geht es dir?“ fragte ich leise.

Demon schleckte meine Hand ab die ich ihm hin hielt.

„Demon jetzt komm. Fresschen wartet zu Hause.“ rief Castiel.

Demon bellte fröhlich, bewegte sich aber nicht von mir weg. Er wedelte mit dem Schwanz und wollte mir fast auf den Schoß hüpfen.

„Demon nein, nicht auf meinem Schoß.“ sagte ich und fing an zu lachen.
„Denise, bist du das?“ fragte Castiel und trat dann vor mich.
„Castiel.“ sagte ich und streichelte weiter Demon.
„Was machst du hier?“
„Spazieren gehen.“ sagte ich und zog die Augenbrauen hoch.
„Allein. Hast du keine Angst.“
„Sollte ich?“
„Hier laufen manchmal zwielichtige Typen herum!“
„Ach echt?“
„Ja. Soll ich dich nach Hause begleiten. Kleine Mädchen wie du sollten doch schon längst im Bett liegen.“
„Ich bin kein kleines Mädchen. Ich hab vor knapp einen Jahr meine Eltern verloren, wohne und versorge mich seitdem allein. Ich kann ganz gut auf mich achten. Und jetzt schon schlafen? Ich kann nachts nicht schlafen.“
„Okay. Entschuldige wegen deinen Eltern, ich hätte dich darauf nicht ansprechen sollen.“

Er setzte sich neben mich, ich überschlug meine Beine.

„Meistens bin ich drüber hinweg, aber dann gibt es wieder Momente wo es richtig schlimm ist.“
„Das war bei mir auch so, aber ich hab nur meine Großeltern verloren. Die beiden waren aber für mich wie Eltern. Weil meine Eltern ja Pilot und Sterwardess sind.“
„Wie lange ist das jetzt her?“
„3 Jahre.“
„Mein Beileid.“
„Schon gut. Also du kannst Nachts nicht schlafen?“
„Ja stimmt.“
„Wo ist eigentlich der Streber, wart ihr nicht heute zusammen unterwegs?“
„Ja waren wir, er ist wieder zu Hause.“
„Achso. Läuft da was zwischen euch?“
„Nein und wenn es so wäre. Wieso interessiert dich das?“
„Dann kann ich dem Streber gratulieren. Er hätte ein wundervolles Mädchen an seiner Seite.“

„Was hast du gesagt?“
„Ach nichts!“
„Castiel?“ Ich sah ihn an.
„Ich wiederhole mich nicht.“
„Gut, dann stört es dich ja auch nicht wenn ich es verstanden hab oder?“
„Was?“

Ich fing an zu lachen, Castiel stieg nach einiger Zeit mit ein. Nun saßen wir auf der Parkbank und lachten.

„Was machst du dann Nachts, wenn du nicht schlafen kannst?“ fragte Castiel nach dem wir uns beruhigt hatten.
„Naja, meistens bin ich draußen oder ich bin zu Hause und zieh mir DVD´s rein.“
„Ah ja, DVD´s ?“
„Castiel! Nicht solche DVD`s.“
„Ach und das soll ich dir glauben?“
„Ja kannst du ruhig.“

Wieder fing er an zu lachen und ich musste mitlachen. Dann schüttelte er sich, er sah mich an und zog die Augenbrauen hoch.

„Was ist los? Friert der böse Castiel etwa?“
„Haha. Soll ich dich jetzt nach Hause begleiten?“
„Ich kann dich ja auch nach Hause begleiten!“
„Ist das aber nicht anders herum? Der Junge begleitet das Mädchen nach Hause?“
„Ja stimmt. Aber ich bin anders, da kann das auch anders sein.“
„Wenn du meinst. Na dann komm, begleite mich nach Hause.“

Zusammen mit Demon gingen wir aus dem Park zu Castiel nach Hause, er wohnte nicht schlecht.

„Das rote dort drüben, dort wohne ich.“
„Wow, nicht schlecht.“
„Drinnen sieht es noch besser aus. Willst du mit hinein kommen?“
„Hm, zu dem bösen Castiel nach Hause. Nicht das er mich nach her noch frisst.“
„Haha. Nun komm schon, wenn du so wieso nicht schlafen kannst. Kannst du mir doch Gesellschaft leisten.“
„Meinst du das im Ernst. Castiel hast du Fieber?“
„Ja ich meine es ernst. Wie kommst du darauf?“
„Wie komme ich da bloß drauf.“

Wir waren kurz vor seinem Haus stehen geblieben. Ich umrundete Castiel und dachte nach. Castiel drehte sich mit mir, doch er blieb auf dem Fleck stehen. Demon wedelte fröhlich mit seinem Schwanz, seine Leine wickelte sich um Castiels Beine und dann auch um meine. Wir bemerkten es nicht, dann lief Demon ein Stück in die andere Richtung. Ich fiel in Castiels Richtung, während er Richtung Boden fiel. Ich landete auf seiner Brust, während er auf seinem Rücken fiel und Demon stand neben uns und bellte fröhlich.

„Demon, du blöder Köter.“ sagte Castiel.

Ich versuchte mich auf zu setzten, irgendwie verhackten sich unsere Beine und die Leine von Demon.

„So wird das nichts!“ seufzte ich.

Meine Hände waren auf dem Boden neben seinem Körper abgestützt, so das ich nicht mitten auf der Brust von Castiel lag. Plötzlich drehte sich Castiel mit mir um, er hob seine Arme und legte sie mir unter den Kopf als er meinen Kopf sanft abgelegt hatte stützte er sich links und rechts von mir ab.

„Denise.“
„Mhm?“
„Ich werde es mal versuchen.“
„Was versuchen?“
„Uns zu befreien, Dummerchen.“

Er setzte sich irgendwie auf, griff dann nach Demon, machte ihn von seiner Leine los und tüttelte uns aus. Dann sprang er auf, leinte Demon wieder an und gab mir dann seine Hand.

„Komm schon, lass uns raus aus dieser Kälte.“

Ich nahm seine Hand, er zog mich flink auf die Füße und die letzten Meter gingen wir dann zu seinem Haus wo er die Tür auf schloss und dann wieder Demon von der Leine ließ. Hinter mir schloss er die Tür wieder. Ich zog meine Schuhe ordentlich aus und stellte sie neben die Tür.

„Willst du was trinken?“
„Nein, danke.“
„Gut, dann nicht.“

Er ging in die Stube, ich folgte ihm und setzte mich dann auf das Sofa, während er sich auf den Sessel setzte.

„Hast du Pläne für die Sommerferien?“
„Ja zu Hause gammeln und mich auf den Abschluss vorbereiten.“
„Auch noch irgendetwas anderes?“
„Nein. Sollte ich?“
„Keine Ahnung.“
„Hast du besonderes vor?“
„Nein.“

Er sah mich die ganze Zeit an. Dann sprang er plötzlich auf und ging aus der Stube. Ich atmete tief durch, zog mir die Beine an die Brust und legte mein Kinn auf das eine Knie. Ich hörte wie Castiel mit jemanden sprach. Demon lag auf dem Boden neben dem Sofa.

„Ich soll was!“


„Du hast sie nicht mehr alle, Lys.“


„Wie soll ich das denn machen.“


„Ich bin nicht so wie du!“

Das was Lys sagte bekam ich nicht mit und auch das was Castiel leise sagte, hörte ich nicht.

„Du weißt das ich mehr für sie geschrieben hab.“

Nach einer Weile kam er dann wieder in die Stube, mit einer Cola in der Hand und zwei Gläser in der anderen. Er setzte sich wieder auf den Sessel, stellte die Gläser und die Cola ab und lehnte sich dann nach hinten.

„Alles okay, bei dir?“
„Ja alles bestens. Lys und ich hatten nur ein kleines Streitgespräch. Hast du was mit bekommen?“
„Nein, nicht wirklich und wenn ich weiß ja sowieso nicht worum es geht.“
„Stimmt auch wieder.“

Er öffnete die Flasche und schenkte sich etwas ein, dann nahm er das Glas in die Hand und trank es mit einem Zug aus.

„Durstig?“
„Am verdursten. Du nicht?“
„Nein.“
„Da verpasst du etwas.“
„Ich hab zu Hause erst ne Tasse Tee getrunken. Danke.“
„Dann nicht.“

Ich sah auf die Armbanduhr an meinem Handgelenk und staunte es war mittlerweile schon halb 1 und ich würde gern für immer hier bei ihm sitzen. Er sah mich nicht an, er dachte über etwas nach. Sein Handy piepte, er nahm es hinaus und sah auf die Nachricht.

„Blödmann.“

Seine Finger flogen über den Bildschirm, dann schmiss er es neben sich auf den Sessel. Er atmete tief durch, dann drehte er sich wieder zu mir um.

„Denise?“
„Ja?“
„Ich bin der Bad Boy und es fällt mir schwer damit heraus zu rücken.“
„Womit?“
„Naja, da ist dieses Mädchen. Ich kenne sie schon eine ganze Weile und sie geht mir nicht mehr aus dem Kopf.“
„Okay. Kenn ich sie?“
„Ja, müsstest du.“
„Was ist mit ihr. Was fällt dir so schwer?“
„Ich mag sie ziemlich doll. Sehr doll und sie soll es endlich wissen.“
„Dann sag es ihr doch endlich.“

Er stand auf, ging ein paar Schritte im Raum herum und kam dann auf mich zu. Er setzte sich neben mich, ganz nah.

„Castiel?“
„Denise!“
„Was machst du da?“

Er beugte sich zu mir herunter, nahm mein Gesicht in seine Hand und legte dann seinen Mund auf meinem. Meine Fragen lösten sich in Luft auf.


Ende oder Weiter?“

LG T.A.P.
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