Blutfeder bespricht beeindruckende Bücher

Aufzählung/ListeAllgemein / P12
10.01.2017
18.03.2018
8
4.994
2
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
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 Datenschutzinfo
24.01.2017 782
 
Handlung:

Die Handlung springt zwischen mehreren Handlungssträngen hin und her, darum fasse ich alles chronologisch zusammen.
Es beginnt in einem Wald, wo der weltberühmte Barde Rittersporn einige Lieder vorträgt, besonders eines, dass von der Liebe des Hexers Geralt von Riva und der Zauberin Yennefer von Vengerberg handelt. Darüber und über ihr Schicksal entbrennt eine Diskussion unter den Zuhörern, unter denen nicht nur Menschen, sondern auch Elfen, Zwerge, Halblinge und Gnome sind.
Während der angeregten Diskussion ist der Barde verschwunden und wir treffen ihn in einem Bordell wieder, wo er von einem gewissen Rience aufgesucht wird, der sich sehr für den Aufenthaltsort des Hexers Geralt interessiert und um das Mädchen, dass dieser bei sich haben soll. Rittersporn will fliehen, wird jedoch gefangen. Nur weil die Zauberin Yennefer ihn rettet, kann er dieser Situation entkommen, jedoch kann Rience durch ein Portal fliehen.
Später treffen wir die Zauberin Triss Merigold, die auf dem Weg nach Kaer Morhen auf ein junges Mädchen trifft, dass in der Burg trainiert. Beide kommen zusammen an und werden von den Hexern Geralt, Eskel, Lambert, Vesemir und Coën begrüßt. Sie schicken das Mädchen, Ciri, weg und quartieren Triss in der Burg ein. Am Abend unterrichten sie Triss darüber, wieso sie sie gerufen haben, sie soll bei der Ausbildung Ciris helfen und die überwachen, da sie magische Fähigkeiten bei ihr vermuten.
Nach dem Winter begleitet Triss Geralt und Ciri von der Burg weg. Geralt bringt Ciri, vor seiner üblichen Fahrt durch die Welt un den Hexerhandwerk, Monster und Geister für Geld zu töten, in einen Tempel, wo sie weiter ausgebildet werden soll. Dabei wird Triss krank und die drei schließen sich einem Wagenzug an. Dieser wird später von Scioa'tael, Rebellen die aus Anderlingen, also Nichtmenschen, bestehen, angegriffen. Geralt mischt sich in den Kampf ein und hilft den Zug zu verteidigen, obwohl er sich heraushalten wollte, da Ciri und die noch immer kranke Triss in Gefahr sind.
Später ist er auf einem Fährboot, dass er vor einem Sägmaul beschützen soll. Hier kommt es zu einer Begegnung mit bezahlten Schlägern, die sich als Zöllner ausgeben oder welche sind, wer weiß, und Geralt verlässt das Schiff.

SPOILER SPOILER SPOILER

In Oxenfurt treffen wir Rittersporn wieder und begibt sich zu Geralt, der auf der Suche nach Rience ist. Zusammen mit der Medizinstudentin Shani, der Zauberin Philippa Eilhardt machen sich Geralt und Rittersporn auf die Jagd und können Rience stellen, doch dieser kann, nachdem Geralt dessen Auftragsmörder Getötet hat, dank der Hilfe von Philippa fliehen.
Zeitgleich beraten die Könige der nördlichen Königreiche über eine mögliche Rückeroberung von Cintra, dass unter Nilfgaardischer Besatzung steht und dessen Trohnerbin Ciri ist. Auch beraten sie darüber, wie sie die Macht über Contra festigen könnten, idealerweise indem sie die totgeglaubte Ciri finden und so verheiraten, dass sie die Kontrolle über die haben.
Ebenso zeitgleich beraten einige Magier und Zauberinnen über den gleichen Krieg und wie sie ihre Macht über die Könige des Nordens unter Kontrolle halten können.
Nochmal zur gleichen Zeit befiehlt der nilfgaardische Kaiser Emhyr var Emreis einem in Ungnade gefallenen Ritter Ciri zu suchen und zu töten. Er war es auch, der Rience auf Ciri angesetzt hat.
Ciri wird derweil im Tempel auch von Yennefer ausgebildet und macht einige Fortschritte. Am Ende des Buches bekommen wir eine Übersicht über Ciris Ausbildung in der Magie, als diese Rückblende endet reisen Ciri und Yennefer aus dem Tempel ab.

SPOILER ENDE SPOILER ENDE SPOILER ENDE


Bewerrung:

Das Buch bietet einiges, von einer spannenden Handlung, die Lust auf die folgenden Bücher macht, einer lebendigen Welt, in der es kaum Gut und Böse gibt, man jeden Standpunkt verstehen kann und es keinen "Club of the Evil" gibt bis hin zu einem grandiosen Humor der immer wieder aus dem nichts kommt und einen, wie ein Vorschlaghammer im Gesicht, trifft.
Auch bietet das Buch mehr als nur simple Fantasy-Unterhaltung, es portätiert auf unangenehm realistische Art und Weise, wie die Menschen sich über alle anderen erheben und wozu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit führen können. Ebenso, wie bei uns jeder Flüchtling oder jeder Moslem als potentieller Terrorist gesehen wird, jedenfalls von einigen Teilen der Bevölkerung, werden hier alle Anderlinge als Sympathisanten und Unterstützer der Scioa'tael gesehen. Ich freue mich auf jeden Fall auf die weiteren Bücher.
Auf jeden Fall ein Muss für jeden, der einen Teil der Witcher-Trilogie gespielt hat.

Spannung: 10
Wortwahl: 10
Charaktere: 9 (Rittersporn ist etwas zu sehr der Klischeebarde, der nur auf ein gutes Leben und viele Frauen in deinem Bett aus ist, macht ihn aber sympathisch)
Lesbarkeit: 8 (wegen einiger Sätze in der "Älteren Rede", der Sprache der Elfen, ohne dass es irgendwo eine Erklärung gibt, wie sie auszusprechen ist)
Wiederleswert: 10

Gesamtwertung:  9,4
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