Geliebter der Nacht

von Eshek
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18 Slash
Fenrir Greyback Harry Potter Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle
08.01.2017
23.05.2020
22
58.011
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23.05.2020 3.422
 
Kapitel 22


Harry und Draco warfen sich gegenseitig giftige Blicke zu. Theo der ihnen gegenüber saß schüttelte darüber nur den Kopf. Man konnte die Blitze zwischen den beiden Streithähnen beinahe sehen. Der ganze Weg bis in den Wintergarten war in eisigem Schweigen erfolgt. Mehrfach hatte er versucht ein Gespräch zum Laufen zu bringen, aber entweder hatten die beiden sich gar nicht geäußert, oder nur sehr einsilbige Antworten gegeben. Es war zum Drachen-Melken. Nachdem die beiden nach über einer halben Stunde noch immer nichts anderes getan hatten, als sich gegenseitig mit ihren Blicken zu erdolchen reichte es dem jungen Slytherin. "Draco...wenn du nicht die nächsten Nächte alleine schlafen willst, dann hör auf dich wie ein verbocktes Kind zu benehmen! Und Harry, ich sag deinem Gefährten, dass du dich nicht mit Draco vertragen hast!" mit diesen Worten wandten sich die beiden nun ihm zu und er wurde das neue Opfer ihrer Mörderblicke. "Theo! Warum quatscht du das einfach so aus? Und dann auch noch vor IHM!?" fauchte Draco und eine feine Röte legte sich auf seine Wangen. "Ich warne dich! Wehe du sagst Tom irgendetwas! Du hast gesehen, wie schnell ich....Moment mal...alleine schlafen?" Harry blickte zwischen den beiden Slytherins hin und her. "Na toll, danke Theo!" schmollte der blonde und wandte ihm demonstrativ den Rücken zu. Theo grinste nur. Er kannte Draco schon seit sie Kinder waren und er wusste, wie er den Eisprinzen auftauen könnte.
Elegant erhob er sich von seinem Sessel und schlenderte zu Draco rüber. Er ließ sich auf der Lehne seines Sessels nieder und schlang von hinten die Arme um ihn. Draco versuchte einen Moment lang, sich zu wehren, ließ sich dann aber resigniert seufzend gegen Theo sinken. Er erntete darauf hin einen Kuss auf seine Schläfe von Theo und einen geschockten Gesichtsausdruck von Harry. "Was, Potter?" fauchte Draco nur. "Nichts." sagte Harry nur. "Was, nichts?" "Nichts. Es wundert mich nur. In der Schule habe ich nie etwas bemerkt!" gab Harry offen zu. "Als ob Draco hier in der Öffentlichkeit Gefühle für jemanden zeigen würde!" lachte Theo und erhielt einen Stoß mit dem Ellbogen in die Rippen. Lachend setzte er einen Kuss auf Dracos Scheitel. "Jetzt hör schon auf, mich in der Öffentlichkeit abzuknutschen, als wäre ich ein Hündchen!" zischte Draco und schubste Theo von der Lehne. Dieser landete etwas unsanft auf dem Boden, machte sich aber nichts daraus und schüttelte über das Verhalten nur grinsend den Kopf.
Als sein Blick zu Harry wanderte zog er allerdings eine Augenbraue hoch. Dieser war ein wenig in sich zusammengesackt und starrte nun niedergeschlagen auf seine Knie. "Was ist los, Harry?" fragte er sanft und warf Draco einen warnenden Blick zu, jetzt nichts blödes zu sagen. Auch Draco erkannte, dass jetzt nicht die Zeit für Sticheleien war. Harry hob langsam den Blick. "Genau, wie Tom." flüsterte er nur. Die Slytherins sahen einander ratlos an. "Wie meinst du das?" fragte jetzt Draco, aufrichtig interessiert. "Als ob dich das kümmern würde." knurrte Harry zurück. Draco seufzte. "Okay...ich sehe das so. Wir sollen uns vertragen, sonst kriegen wir beide Stress mit unseren..." er zögerte. "Mit unseren Partnern?" half Harry ihm, aber Theo schüttelte nur den Kopf, als Draco nichts dazu sagte. "Er bezeichnet mich nicht, als seinen Partner!" gab er trocken zurück. Jetzt war Harry verwirrt. "Aber...ihr seid schon zusammen, oder?" Er spürte, dass er einen wunden Punkt getroffen hatte. Theo warf Draco einen sehnsüchtigen Blick zu, aber dieser ließ wieder die kalte Maske vor seinem Gesicht erscheinen. "Ich bin verlobt." gab er nur knapp zurück. "Mit wem?" wollte Harry wissen.
Niemand bemerkte, dass längst keine Feindschaft mehr im Raum war. Sie unterhielten sich über so private Themen, wie Partner und Gefühle. Es fühlte sich so normal an, dass sich keiner von ihnen darüber wunderte und so antwortete Draco nur ebenso spröde, wie zuvor:" Mit einer Hexe aus Frankreich." "Oh." konnte Harry nur sagen. "Liebst du sie denn?" fragte er noch hinterher. Er konnte sehen, wie die Maske in sich zusammenfiel und jetzt machten sich Wut und Frustration auf den schönen Zügen breit. "Darum geht es nicht! Ich kenne sie nicht einmal. Ich bin Reinblüter und sie ist Reinblüterin. Unsere Eltern haben unsere Verlobung vor vielen Jahren arrangiert und sobald wir mit der Schule fertig sind, sollen wir heiraten. Das bedeutet nächstes Jahr. Dann hat sie auch ihren Abschluss." Jetzt war Harry wirklich platt. Er blickte zwischen einem wutschnaubenden Draco und einem am Boden zerstörten Theo hin und her. Ihre Zeit war so knapp bemessen. Sie hatten nur noch ein Jahr zusammen. Theo brach es das Herz. "Aber...du kannst doch niemanden heiraten, den du nicht liebst! Stehst du überhaupt auf Frauen? Was, wenn du todunglücklich wirst?" fragte Harry jetzt aufgebracht und Mitleid schwang in seiner Stimme mit. "Ich kann nichts dagegen tun. Und nein, ich stehe nicht auf Frauen!" Draco klang sehr resigniert.
Ein Entschluss machte sich in Harry breit. Er schlug mit der Faust auf seine Sessellehne und sah Draco entschlossen an. "Was hast du vor?" fragte Theo vorsichtig. Er kannte Harry und seinen inneren Lebensretter-Drang nur zu gut, um zu wissen, was dieser Blick bedeutete. Jetzt sah auch Draco auf. Auch er kannte diesen Blick.

Tom sah auf, als es an der Türe zu seinem Büro klopfte. Er spürte seinen Gefährten und ließ die Türen magisch aufgehen. Ein wenig überrascht war er trotzdem, denn in der Tür stand nicht nur sein Gefährte. Auch die beiden Slytherins traten nun ein. Misstrauisch musterte er den Entschlossenen Blick seines Gefährten. Er kannte die ganzen Geschichten um Harry, zumal er ja für einige seiner Aktionen selbst verantwortlich gewesen war.
Er winkte ihn heran. Lucius hatte sich seinem Sohn zugewandt, der halb hinter Theo stand und es nicht wagte, seinen Vater anzusehen. Ebenso misstrauisch, wie sein Lord musterte auch er nun Harry Potter, der gerade in ein sehr angeregtes Gespräch auf Parsel mit seinem Lord vertieft war. Er konnte nicht sagen, ob die beiden sich stritten, oder ob sie irgendetwas besprachen. Das Gezische klang auf jeden Fall sehr aggressiv und nicht sonderlich freundlich. Schließlich wandte sich der dunkle Lord seiner Rechten Hand zu und seufzte einmal. "Lucius, hör genau zu. Das ist ein äußerst wichtiger Befehl!" sagte der dunkle Lord nun direkt an ihn gewandt. Lucius zog eine Augenbraue hoch und erwartete alles. Nur nicht das, was sein Lord als nächstes sagte. "Du wirst die Verlobung deines Sohnes mit der französischen Hexe auflösen!"
Das hatte gesessen. Lucius wurde blass. Fassungslos starrte er seinen Lord an. Dann wandte er sich zu seinem Sohn um. "War das deine Idee? Wir haben bereits darüber gesprochen!" fauchte er. "Nein, es war meine Idee!" sagte Harry jetzt. Sofort richteten sich Dunkelgraue Augen auf ihn. Er konnte die Wut darin erkennen. "Bevor du jetzt etwas sagst, Lucius, möchte ich dich daran erinnern, dass du mit meinem zukünftigen Gefährten sprichst!" drohte Voldemort mit ungewöhnlich freundlicher Stimme. Harry erkannte die Belustigung darin.
"Diese Verlobung besteht schon seit Jahren! Die junge Hexe ist aus einem der besten Häuser Frankreichs! Und..." "Aber Draco liebt sie nicht!" sprach Harry ihm dazwischen. Jetzt erhob Lucius sich mit einem Ruck, aber ein Blick seines Lords genügte, damit er sich wieder setzte. "Woher will er das wissen? Er kennt sie ja gar nicht. Sie soll sehr hübsch sein!" knurrte Lucius mit mühsam unterdrückter Wut. "Eben. Er kennt sie nicht. Wie kann man jemanden heiraten, den man nicht kennt?" fragte Harry jetzt mit ruhiger Stimme.
Draco wurde immer kleiner. Theo sah ihn besorgt an. Sie hatten gehofft, dass Dracos Vater den Befehl einfach hinnehmen würde, aber da hatten sie die Rechnung ohne den Stolz des Malfoy-Oberhauptes gemacht. Theo berührte Dracos Hand sachte mit seiner und sah ihn aufmunternd an.
"Das ist völlig normal! Ich kannte meine Frau vor unserer Hochzeit auch nicht! Draco wird lernen sie zu respektieren!" "Respektieren? Und was ist mit der Liebe?" fragte Harry jetzt doch ein wenig aufgebrachter, als noch zuvor. "Das ist nicht so wichtig! Die Ehe unter Reinblütern ist ein Geschäft!" "Du siehst meine Zukunft als Geschäft?" mischte sich jetzt Draco ein. Enttäuschung über seinen Vater machte sich in ihm breit. "Draco. Das ist seit Jahren beschlossen. Vielleicht hast du Glück und verliebst dich in sie!" versuchte Lucius es jetzt etwas sanfter. Egal, wie oberflächlich er sich im Moment verhielt und wie stolz er war, er liebte seinen einzigen Sohn.
"Ich werde sie niemals lieben können!" sagte Draco jetzt. "Wie kannst du dir da so sicher sein?" wollte Lucius jetzt wissen. "Weil ich..." hier brach Draco ab. Angst schlich sich in seine sonst so emotionslosen Augen. Er warf Theo einen kurzen Blick zu. Dieser raffte die Schultern und nahm Dracos Hand fest in seine. Dann ließ er sie wieder los und trat einen Schritt auf Lucius Malfoy zu.

Voldemort beobachtete die ganze Szene durchaus interessiert. Sein junger Gefährte schien nie langweilig zu werden. Er blickte kurz zu ihm auf. Harry beachtete ihn gar nicht. Er fieberte diesem entscheidenden Moment entgegen und drückte fest die Daumen. Er kaute nervös auf seiner Unterlippe, was Voldemort innerlich zum grollen brachte. Wenn sein zukünftiger Gefährte so mitgerissen war, sah er wirklich verboten gut aus.
Theo nahm all seinen Mut zusammen und sank, wie es Brauch war vor Lucius auf ein Knie und legte eine Hand auf sein Herz. "Ich Theodore Nott bitte Euch, Lucius Malfoy, um die Erlaubnis, mit Eurem Sohn ausgehen zu dürfen!" Lucius´Blick raste beinahe panisch zwischen dem Zauberer vor sich und seinem Sohn hin und her. Schließlich legte er eine Hand an seine Stirn und seufzte tief. Er sah plötzlich um Jahre gealtert aus.
"Dad? Es tut mir leid...Ich..." "Du bist schwul?" fragte Lucius nur, völlig kraftlos. Ein Nicken war die einzige Bestätigung, die er von seinem Sohn bekam. Er streckte eine Hand nach seinem Sohn aus, der unsicher auf ihn zu kam. Lucius griff nach Dracos Hand und dann auch nach der Zweiten. Er zog Draco vor sich und sah ihn von unten tieftraurig an. "Vergib mir." sagte er nur. Draco starrte ihn ungläubig an. "Ich hätte es merken müssen." Draco schüttelte den Kopf. "Ich hätte es dir sagen müssen." er schluckte schwer.
Lucius sah zu seinem Lord. "Die Verlobung wird noch heute aufgelöst!" Dann wanderte sein Blick zu Harry. "Danke." Harry nickte nur kurz. Dann sah er schließlich Theodore an. "Ich kenne dich seit du klein bist. Ihr habt immer zusammen gespielt. Du warst ein guter Junge und bist jetzt ein guter junger Mann geworden. Pass gut auf ihn auf." sagte Lucius jetzt. Draco und Theo sahen einander ungläubig an. Dann fiel Draco seinem Vater um den Hals. Er dankte ihm stürmisch, ehe er zu Theo lief und ihn vor den Blicken aller einfach küsste. Lucius schüttelte nur melancholisch lächelnd den Kopf.

"So, wenn das jetzt geklärt wäre...Lucius, wir haben noch etwas zu tun." Lucius nickte. "Natürlich, Tom!" Mit diesen Worten sahen die jungen Zauberer sich als rausgeschmissen. Harry wollte schon gehen, da packte Voldemort ihn noch mal an der Hand. Verwundert blickte Harry auf seinen Bald-Gefährten hinab. "...?" "Nächstes mal rede vorher unter vier Augen mit mir! Klar?" zischte Voldemort. "Ja." sagte Harry ängstlich." Voldemort seufzte. So war das gar nicht gemeint. Er wollte nur vorbereitet werden. Dann hätte er mehr Zeit zum Reagieren. Das zischte er Harry auf Parsel noch zu, aber dieser sah noch immer etwas vorsichtig zu ihm. Seufzend und sich aller Blicke bewusst hob er nun seine andere Hand und streichelte einmal sanft über Harrys Hand, welche er in seiner hielt. Harry sah ihn überrascht an und lächelte dann leicht, ehe er nickte und den Raum mit den anderen beiden verließ.
Lucius sah ihnen noch einen Moment nach, ehe er murmelte: "Wie der Vater, so der Sohn." "Wie war das?" fragte Voldemort, der ihn deutlich verstanden hatte. "Nichts. Wollen wir weitermachen?" fragte Lucius einfach und schob das Thema damit zur Seite.

Auf dem ganzen Weg zurück in den Wintergarten sagte wie zuvor niemand ein Wort. Erst, als sie wieder bei ihren Sesseln angekommen waren wandte sich Draco zu Harry und fiel ihm einfach um den Hals. Harry war über diese Reaktion mehr als nur verwundert. Er kannte Draco gar nicht so emotional. Unsicher legte er seine Hände auf den bebenden Rücken und strich langsam darüber. "Alles...okay?" fragte Harry unsicher. Draco drückte sich von ihm weg und wischte sich rasch die Tränen aus dem Gesicht. "Ob alles in Ordnung ist? Harry, du hast mich davor gerettet, eine Frau zu heiraten, die ich nicht mal kenne, du...du hast UNS gerettet!" sagte Draco überwältigt und Theo pflichtete ihm eifrig nickend bei und sah Draco glücklich an.
Harry war das ganze mehr als peinlich. Er freute sich sehr für die beiden, aber er sah sich nicht als Retter, eher als Vertreter für das Richtige. "du hast mich Harry genannt." sagte er nur.
"So stumpf, wie eh und je. Bei Merlin, Potter!" knurrte Draco nur, ehe sie alle drei nach einer kurzen Pause in Gelächter ausbrachen. "Also...Freunde?" fragte Theo jetzt lächelnd und sowohl Harry als auch Draco nickten. Sie verbrachten den restlichen tag damit, Missverständnisse aus der Welt zu schaffen und während Draco sich zufrieden an Theo lehnte spielten dieser und Harry eine Runde Zaubererschach.
Irgendwann fiel Theo noch etwas ein, was er am Anfang noch fragen wollte. "Wie meintest du das vorhin eigentlich mit dem "Genau, wie Tom"? Und warum hast du ihn so glücklich angelächelt, als wir gegangen sind?" Jetzt begann Harry wieder seine Hände im Schoß zu kneten. Er war sich der fragenden Blicke seiner neuen Freunde sehr bewusst und schließlich beschloss er, es ihnen einfach zu sagen. "Naja...das mit dem Zuneigung zeigen in der Öffentlichkeit. Das macht Tom auch nie." Jetzt sahen Draco und Theo ihn mitleidig an. "Er ist ein Vampir. Das war zu erwarten." sagte Draco nun vorsichtig und Harry nickte. "Seid ihr auch magische Wesen?" fragte der schwarzhaarige jetzt und sowohl Theo als auch Draco schüttelten die Köpfe. "Nicht wirklich. Wir haben beide einen Anteil von Wesen-Blut, weshalb wir sehr langlebig sind, aber wir sind keine magischen Geschöpfe. Und was bist du? Ich meine, du musst schon gewandelt sein. Du siehst ganz anders aus, als früher. Ich habe dich nur wegen deiner Augen erkannt." sagte Draco jetzt.
Anstatt einfach zu antworten lächelte Harry jetzt und probierte eine seiner neuen Fähigkeiten aus, die Sarah ihm schon beigebracht hatte. Er senkte kurz den Kopf und als er wieder aufsah schien er von einem warmen Licht umgeben zu sein. Seine Haut strahlte und seine Augen glänzten warm. Seine einladenden Lippen verzogen sich zu einem Lächeln und als er leise lachte erklang es im Raum, wie eine zarte Melodie. Theo und Draco sahen ihn beinahe gierig an. Erst als Harry die Magie beendete schüttelten beide die Kopfe, wie um eine Fliege zu verscheuchen und sahen ihn noch kurz ein wenig verklärt an. Erst, als Harrys Einfluss auf sie endete starrten sie ihn wieder an. Diesmal aber eher ehrfürchtig staunend, als gierig.
"Du bist eine Veela!" keuchte Theo. "Ja, richtig. Sarah hat mit die Sache mit dem Glamour beigebracht! Klappt schon ganz gut, oder?" fragte Harry jetzt lächelnd. "Ganz gut!? Harry! Eine Sekunde länger und ich hätte dich angesprungen!" knurrte Draco jetzt und Theo nickte. "Ich habe noch nie einen so starken Glamour gesehen!" sagte Theo jetzt. "Stimmt! Harry muss eine besonders reine Veela sein!" nickte Draco. "Hallo!? Harry ist anwesend!" lachte besagte Veela jetzt. "Du musst mit dieser Magie aufpassen!" warnte Draco jetzt ernst. "Harry! Wir konnten uns nur so lange dagegen wehren, weil wir zusammen sind und Anteile an Wesen-Blut haben! Ein Mensch ohne emotionale Bindung zu einem anderen und ohne Wesenblut hätte dich hier und jetzt innerhalb weniger Augenblicke vernascht!" Jetzt war Harry doch etwas geschockt. War sein Glamour wirklich so stark gewesen? "Vergiss nicht die magischen Wesen!" sagte jetzt auch noch Theo. "Aber ich dachte das Wesenblut schützt etwas davor!" sagte Harry jetzt verwirrt. Immerhin hatte Draco vorhin gesagt, dass jemand ganz ohne Wesenblut noch stärker beeinflussbar sei. "Ja, das ist richtig. Das gilt für stark verdünntes Blut oder für gebundene magische Wesen. Die devoten magischen Wesen werden sich dagegen wehren können, aber nicht die Dominanten! Ein dominantes magisches Wesen, welches ungebunden ist wird sich bei dir schwer zusammenreißen können. Allein schon, weil du devot und noch ungebunden bist. Wenn du dann auch noch deinen Glamour einsetzt..." Draco brach ab. Er sah, wie Harry plötzlich anfing zu zittern.
"Harry?" fragte Theo vorsichtig. Als er die Tränen auf Harrys Gesicht sah überbrückte er die Distanz mit wenigen Schritten und legte ihm einen Arm um die Schulter. Draco tat es ihm auf der anderen Seite gleich. "Was ist dir passiert?" fragte Draco ruhig. Harry sah ihn unsicher an, aber als Draco nur ruhig nickte, begann er zu erzählen, was im Werwolfsrudel passiert war. Draco und Theo wurden immer blasser und tiefstes Mitleid für ihren neuen Freund machte sich in ihnen breit.
"Harry, das ist nicht deine Schuld gewesen!" sagte Theo jetzt entschlossen. Er hatte die Selbstvorwürfe aus Harrys Erzählung rausgehört. "Aber...aber ich scheine ihn ja angelockt zu haben, weil ich devot und ungebunden...bin..." schniefte Harry. "So ein Unsinn! Auch ein ungebundener Dominanter kann sich zusammenreißen! Und da man den Glamour lernen muss, kannst du ihn auch nicht Ausversehen eingesetzt haben!"
"Woher weißt du so viel über magische Wesen?" fragte Harry jetzt. Seine Tränen waren versiegt. Sie hatten ihre Sessel jetzt dicht zusammengeschoben. Auf dem winzigen Tisch zwischen ihnen erschien eine Platte mit Sandwiches und ein eine Kanne Tee, sowie drei Tassen. Sie nahmen sich alle Tee, ehe Draco antwortete: "Als Erbe eines großen Hauses habeicheine umfangreiche Erziehung genossen!" Er klang furchtbar arrogant. Theo und Harry sahen erst Draco und dann einander an. "Für diese Arroganz hat er eine Strafe verdient, oder?" fragte jetzt Theo und Harry nickte.
Mit einem schnellen Zauber flog Draco durch die Luft und landete mitten im Teich, der sich in der Mitte der überdachten Anlage befand. Prustend tauchte er wieder auf. Harry und Theo kringelten sich vor Lachen. Das bedrückende Thema von eben war völlig vergessen. "Da sitzt der pitschnasse schwule Erbe eines großen Hauses mitten in einem Teich!" prustete Theo. Sie merkten nicht, wie Draco seinen Zauberstab zog. Erst, als sie ebenfalls durch die Luft flogen und im Wasser landeten erfuhren sie seine Rache. Harry und Theo prusteten und sie alle drei sahen sich irritiert an, bis sie in schallendes Gelächter ausbrachen und eine Wasserschlacht starteten.

In seinem Büro konnte Tom sich kaum auf Lucius konzentrieren. Er spürte die Emotionen durch ihre Verbindung. Als er tiefste Verzweiflung und Trauer spürte, wollte er schon nachsehen gehen, aber dann spürte er sprühende Freude und konnte Harry beinahe lachen hören.
Lucius merkte, dass Tom ganz wo anders war und legte seine Unterlagen beiseite. "Sollen wir für Heute Schluss machen?" Tom nickte nur und mit einem Handwink waren die Unterlagen verschwunden. "Bleib über Nacht hier! Wir machen morgen nach dem Frühstück weiter." sagte er nur und rieb sich die Augen. "Sollen Draco und Theo auch hier bleiben?" fragte Lucius jetzt. Tom nickte erneut. "Ja, sie verstehen sich endlich und scheinen jede Menge Spaß zu haben. Wir sollten ihnen das gönnen. Der Krieg wird sie noch früh genug in die Realität rufen. Lassen wir sie ungestört." Lucius nickte. "Tom, erlaube mir die Frage, aber...bist du glücklich?" Lucius rechnete schon mit einem Fluch, aber der blieb aus. Tom seufzte nur, ehe er zögerlich nickte. "Ja, ich denke ich bin glücklich." Lucius lächelte und nickte darüber erfreut.
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