so cruelly silvery

von phoebia
OneshotDrama, Schmerz/Trost / P16
Mare Barrow Maven Calore
06.01.2017
06.01.2017
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Der 1. Teil "So wonderful red"


so cruelly silvery

I can not say, if he really loved me just for a second, but I wish, I could. Because I did



I do as he says. I kneel.
Natürlich. Wie könnte ich auch annehmen, Maven würde mich nicht der Öffentlichkeit präsentieren?

Ich sah es in seinen Augen. Er wollte mich töten. Er wollte mich zu Rechenschaft ziehen, für das, was ich seiner Mutter angetan hatte.

Aber noch mehr wollte er mich besitzen. Eine Trophäe. Eine Genugtuung. Ein Symbol seines Sieges. Und das beschäftigte mich am meisten. Aber hatte ich denn eine andere Wahl?

Sie hätten Cal umgebracht. Cal. Die einzige Person, die mich verstand. Die mich stützte, als ich es nicht konnte. Auf die ich mich verlassen konnte. Die Person, die ich liebte. Doch all das hatte ich ihm nie sagen können.

Zu oft wurde ich verraten, betrogen, enttäuscht.
Maven, Julien, beinahe Kilorn.
Und ich konnte nichts dagegen tun.

Hätte Kilorn mich wirklich verraten, wüsste ich nicht, was ich getan hätte. Ohne ihn...ohne ihn fehlt etwas. Er war schon immer da gewesen, immer mein bester Freund. Sein von mir geglaubter Verrat wäre das Ende meinerselbst gewesen. Das hätte ich nicht auch noch verkraften können. Nicht das auch noch.

Aber ihn konnte ich auch retten, als ich mich freiwillig dem neuen König auslieferte.
Genauso wie Cal.

Nein, ich hatte keine andere Wahl gehabt. Sie hätten ihn getötet. Mit seinen eigen Waffen. Ich tat das Richtige. Selbst wenn ich hier und heute sterben würde, The Scarlet Guard würde leben, würde aufsteigen.
Rise, red as the dawn.

Ich blickte Maven in das grausame Gesicht.
Ein Gesicht, das früher einmal lieb und beinahe kindlich war, mit weichen blauen Augen und Konturen.
Ein Gesicht, in das ich mich langsam, aber sicher verliebt hatte.
Ein Gesicht, welches mir Halt bot und das vorgetäuschte Leben im Schloss erträglich machte.
Ein Gesicht, welches Hoffnung und Liebe in einer verzweifelten Situation versprach.

Sein Verrat schmerzte mir am meisten.
Eine Zeit lang davor war ich tatsächlich glücklich. Mit ihm.
Eine Zeit lang danach rang ich immer wieder mit mir, ob er vielleicht unschuldig sei und Elara ihn nur gezwungen hatte.
Aber jetzt war sie tot und er machte weiter.
Eine Zeit lang versuchte ich mich davon zu überzeugen, dass ich ihn verstehe würde, wenn ich selber Silber wäre.
In einem anderen Leben, wären wir zusammen. Vielleicht könnte ich ihn verstehen. Ich könnte ihn lieben.

Oft genug fragte ich mich, ob er auch jemals nur eine einzige Sekunde dasselbe für mich empfunden hatte, wie ich für ihn.
Aber das spielt keine Rolle mehr. Würde ich ihm verzeihen, würde ich mich selbst verraten.

Jetzt sah ich ein Gesicht, welches eingefallen und hart verkniffen war, vom Wahnsinn und der Grausamkeit gezeichnet.
Ein Gesicht, welches mir selbstbewusst und kalt entgegen lächelte.

Doch ich erwiderte sein Lächeln nicht, blickte ihn einfach nur ebenso kalt und verächtlich an. Denn all die Dinge, die ich früher bei seinem Anblick verspürt hatte, waren verschwunden.
Alles was sie zurückgelassen hatten, war reiner und purer Hass, der dem Schmerz gewichen war.

War has begun. And we have no idea what the cost may be.

Plötzlich hörte ich die Rufe und Schreie der Silbernen um die Brücke in Archeron wieder. Die Silbernen, die Hasstriolen gegen mich riefen und meinen Tod verlangten.
Maven zog an dem Halsband und meine Kehle schnürte sich zu.

Ob ich heute starb oder nicht, hing nicht davon ab, wie die Zukunft aussah. Denn ich hatte zu vertrauen gelernt.
Selbst in einer Welt, in der man niemanden vertrauen kann und darf, nicht einmal sich selbst.
Selbst in in einer Welt, in der jeder jeden verraten konnte.
Ich hatte mir geschworen Maven zu töten, aber wenn der Widerstand ihn besiegen kann, reichte das trotzdem. Denn ich bin der Widerstand.
Und selbst nach meinem Tod würde dieser wachsen.


"Wir werden siegen!", krächzte ich aus letzter Kraft, während mir schwarz vor Augen wurde und mich die Dunkelheit mit offenen Armen empfing.



Hallöchen!
Wie geht es euch?
Ich weiß, ich weiß. ich habe noch zwei laufende Geschichten, an denen ich weiter schreiben muss. Allerdings fehlt mir seit längerem die Motivation dafür, weil an den Favos und Aufrufen gemessen vieeel zu wenige Reviews kommen...:(
Naja, dies ist mein drittes "Projekt" in drei Tagen!:D Trotz meiner nicht vorhandenen Motivation, bin ich in Schreiberlaune. Und tadaaaa... Ein neuer OS!
Viele haben sich eine Fortsetzung zu "So wonderfully red" gewünscht und hier ist sie...zumindest in der Art.
Ein großes Danke hiermit an alle fleißigen Reviewer vom ersten Teil! Oha, das ist mein am besten angekommener OS und das in einem noch so kleinem Fandom. Danke!<3

Ich hoffe, es gefällt euch.
Lasst mir doch gerne ein paar Rückmeldungen da!

GlG, phoebia:)



PS: alle drei Zitate sind in English und kursiv gekennzeichnet, alle gehören der Autorin Victoria Aveyard, ebenso wie die Charaktere.
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