Kleine Katastrophen aus dem Leben zweier Männer

von LuniLup
GeschichteHumor, Romanze / P12 Slash
Cletus Rufus
06.01.2017
07.04.2017
2
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07.04.2017 3.012
 
Erste Katastrophe: Das unfreiwillige Outing

Die entspannte Stille, die heute über Elysium und insbesondere über dem Bürogebäude lag, wurde nur durch eines durchbrochen: nämlich Cletus hallende Schritte durch den Flur, während er leise fluchte. Dabei wichen alle anderen vor ihm zurück. Denn sein Zorn konnte nur einen Ursprung haben: Rufus. Diesmal sogar tatsächlich. Selbst, wenn noch niemand wusste, dass die beiden ein Paar waren, änderte dies nichts daran, dass man prinzipiell davon ausgehen konnte, dass Rufus irgendetwas getan hatte, was Cletus dann irgendwie aufregte. Vor allem, da Rufus es selbst an dem Arbeitstag, an dem er ausnahmsweise mal nur im Büro sitzen und ein paar Papiere ausfüllen musste, so schaffte er es sogar heute, sich zu verletzen. Indem er nämlich die Handfläche seiner rechten Hand so gut wie aufgespießt hatte, sodass er nicht mehr eben genannte Dokumente fertig ausfüllen konnte. Dies war der Grund, den die meisten vermuteten, warum Cletus so erzürnt war. Doch eigentlich war der Grund die Sorge, denn auch wenn die Medizin mittlerweile bei solchen kleineren „Unfällen“ schon weit genug war, um die Spuren der Verletzung verschwinden zu lassen, so konnte es dennoch immer noch unerfreuliche Zwischenfälle geben, selbst wenn es diesmal nicht so war. So riss der blasse Mann dramatisch die Bürotür zu Rufus Zimmer auf, dann knallte er theatralisch die Tür zu. Der Größere, der hinter seinem Schreibtisch saß, blickte überrascht auf. Der Kleinere stolzierte vor den Tisch, blieb stehen und verschränkte innerlich (und äußerlich) kochend die Arme vor der Brust. „Was ist los?“, wollte der Verletzte unschuldig wissen. Genau auf diese Worte gewartet habend, atmete der Blassere tief durch, dann bellte er hysterisch los: „DU!“ Eine kurze Pause einlegend, wollte Rufus die Gelegenheit nutzen, um nachzufragen, was er getan hatte, ehe Cletus vorsetzte, doch der andere ließ ihn nicht zu Wort kommen: „Du bist ein egoistischer, selbstverliebter, unbelehrbarer Blödel!“ Der Größere, verwirrt weshalb der Kleinere so irritierende Worte benutzte, konnte wieder nichts sagen, denn ein weiteres Mal kam ihm Cletus zuvor: „Hast du eigentlich nur ein einzige Sekunde darüber nachgedacht, was du mir für Sorgen bereitest mit solchen Aktionen?!“ Jetzt fand auch Rufus endlich eine Gelegenheit, sich zwischen zu schalten. „Ich hab' das nicht absichtlich gemacht!“ Der Blick, der den Sitzenden traf, ließ ihn sofort schweigen, während Cletus abfällig schnaubte, um dann nachzusetzen: „Du hast dir also aus Versehen deine dominante Schreibhand mit einem Brieföffner, der auch nur als Dekoration benutzt wird, geschnitten und nicht etwa, um dem Papierkram zu umgehen?“ Die Augenbraue, die anklagend nach oben gezogen wurde, sorgte dafür, dass Rufus doch den schuldigen und ertappten Gesichtsausdruck zuließ. Dennoch erwiderte er: „Es war ein Unfall, dass die Wunde so heftig wurde...“ Die Wut wich nun aus dem Kleineren, stattdessen trat er einmal um den Schreibtisch herum, sodass der Sitzende jetzt aufblicken musste. Die blasse Hand legte sich vorsichtig auf die Schulter des verletzten Armes, ehe die Finger teilweise kaum eine wirkliche Berührung ausübten, bis sie zur wunden und bandagierten Hand kamen, die zögerlich und mit größter Behutsamkeit zwischen die langen, bleichen Finger genommen wurde. „Ich mach' mir doch Sorgen um dich, du Blödel.“ Rufus schluckte, um ein glückliches Lächeln zu unterdrücken, doch letztlich gab er dem Wunsch doch nach und erwiderte: „Ich weiß.“ Sich zurücklehnend, legte der Sitzende seine Füße auf die Schreibtischkante und mit einer Kopfbewegung bedeutete er Cletus, dass sich dieser auf seinen Schoss setzten sollte. Der Kleinere verdrehte zwar die Augen, trotzdem kam er dem nach, zufrieden, dass Rufus zumindest noch schlau genug war, um zu wissen, wann er lieber nett und nachgebend sein sollte. Den Rücken durchstreckend legte der Blasse seine Arme um den Hals des anderen, was Rufus wieder grinsend feststellte. Dieses Grinsen gefror erst, als Cletus leise und gedämpft bekanntgab: „Wenn du so etwas noch mal machst, werde ich dich so sehr mit Papierkram überschütten, dass du nie wieder aus dem Büro kommst, verstanden? Und ich werde die Brieföffner aus deinem Büro raushalten.“ Rufus, der sich selbst wirklich schon im Büro zwischen riesigen Papierbergen begraben sah, antwortete mit fast tonloser Stimme vor Horror über den angedrohten Zettelwust: „Ja, verstanden.“


Einige Tage später:

„Alisha, kommst du?“, James drehte sich mit hochgezogenen Augenbrauen um, sah seine Verlobte forschend an, diese hetzte sich durch den Gang, schwer atmend. Ein wütender Blick traf den Mann, als die Blonde keuchte: „Du...Arsch.“ Vor den beiden blieb nun eine weitere Frau stehen, kupferrote Haare und silbergraue Augen hinter einer eleganten, dünnendrahtigen Brille. Ihre Stimme war genervt, sobald sie wissen wollte: „Habt ihr es bald? Wir haben uns immerhin noch angekündigt, um Cletus nicht noch Zeit zu rauben. Vor allem, wenn ihr zwei noch da sein werdet.“ Beide wurden augenblicklich still, James zog seine Augenbrauen noch weiter nach oben, während die zweite Frau ihre blassen, langen Arme vor der Brust verschränkte und streng auf das Pärchen starrte. Alisha währenddessen schnappte noch ein weiteres Mal nach Luft, bevor sie giftete: „Wessen Schuld war es denn, dass wir zu spät los sind und jetzt rennen müssen? Hm, Lydia, HM?“ Die rothaarige verzog ihre Lippen zu einer missbilligenden Geste, dann antwortete sie spitz: „Entschuldige, wenn ich als Ärztin zu arbeiten habe, Frau Diplomatin.“ Das letzte Worte betonte die größere Frau der beiden besonders abfällig, weshalb Alisha beleidigt nach Luft schnappte, ehe sie zur Erwiderung ansetzte. James, der sonst immer eine Frohnatur der...speziellen Art war, wurde heute von einer Migräne geplagt und es ging schier gegen seinen Stolz einzusehen, dass Lydia ihm einfach Tabletten geben könnte. Oder er einfach nicht 24/7 mit seiner sehr lauten und sehr schrägen Verlobten herumhängen durfte. So griff der junge Mann nun ein und bemühte sich um einen trotz allem noch recht erfreuten Tonfall: „Aber, aber ihr zwei...hebt euch die spitzen Bemerkungen für unseren guten Cletus auf!“ Tatsächlich besänftigten diese Worte die zwei Frauen und Alisha setzte den Weg dämonisch grinsend, Lydia mit vor Vorfreude glänzenden Augen und James mit erleichtertem, zeitgleich aber auch schadenfrohen Gesichtsausdruck fort. Oh ja, der Schwarzhaarige nahm es Cletus definitiv übel, dass er und die zwei Furien zu ihm mussten...selbst, wenn er selbst eigentlich auf den Termin bestanden hatte.


Währenddessen im Büro des zu bemitleidenswerten Bürokraten...

„Eigentlich“ , dachte sich Cletus, „sollte ich den Papierkram abarbeiten.“ Seine Lippen zogen sich zu einem hinterlistigen Lächeln hoch. „Aber eigentlich sollte ich auf Elysium auch gar nicht arbeiten müssen, sondern sollte so etwas dem Ältestenrat oder sogar noch Ronny überlassen.“ Mit dieser Ausrede zufrieden, zog er Rufus noch etwas näher zu sich heran, der ebenso grinsend feststellte, dass Cletus ihn wohl doch nicht aus dem Büro werfen würde, wie es ja eigentlich erst ausgesehen hatte. Aber auch der Kleinere befand es anscheinend für wesentlich angenehmer, jetzt auf einer Ecke des Schreibtisches zu sitzen, während Rufus zwischen seinen Beinen stand, sich auf der Tischplatte abstützte und ihn küsste. Was nach der Meinung des Größeren auch absolut verständlich war, immerhin...Rufus war einfach....nun, er war eben Rufus, nicht wahr(Diese Argumentation funktioniert übrigens auch nur bei Rufus und auch nur sich selbst gegenüber)? Anstatt sich aber weiter über so etwas Gedanken zu machen, lehnte sich Rufus lieber noch ein Stück mehr nach vorne und drückte Cletus damit noch ein wenig mehr nach hinten. Der Kleinere seufzte leise in den Kuss hinein, während er sich an den Schultern des Größeren festhalten musste, da er ansonsten auf dem Schreibtisch liegen würde, was er gerade nicht wirklich befürworten konnte. Es gab Zuhause immerhin noch ein Bett, welches sehr weich und bequem war. Und in welches Rufus auch Zugang hatte, deshalb war der Schreibtisch auch nicht für weitergehende Aktionen zu missbrauchen. Laut Cletus. Laut dem anderen, sollte man sowieso etwas kreativer an alles herangehen und einfach mal gegen das Konzept handeln. So strich der Stehende langsam und aufreizend über die Seiten des Sitzenden (respektive fast-liegenden), dieser stöhnte zwar leise und im Grunde genommen auch durchaus willig auf, aber letztlich nahm er die Hände Rufus in seine, um sie festzuhalten und somit effektiv zu verhindern, dass sie weiter über seinen Körper wandern konnten. Stattdessen legte er diese um seine Hüfte, dann richtete sich der Kleinere ein wenig mehr auf, um nicht völlig auf dem Schreibtisch zu liegen. "Ach komm", raunte Rufus, zog dabei den anderen noch etwas näher zur Tischkante und damit gegen sich, was Cletus eine Gänsehaut und heiße Schauer brachte. Seufzend drückte der Kleinere den Stehenden ein kleines Stück von sich weg, gerade genug, um Rufus ernst in die Augen sehen zu können, doch den angenehmen Körperkontakt zu halten. Die blassen Hände ruhten teilweise auf Schulter und Brust, während Rufus den anderen jetzt noch etwas fester um die Hüfte zu sich zog. "Komm", raunte der Größere, pikte den (eigentlich kaum noch) Sitzenden in eine empfindliche Stelle in der rechten Seite. Die Wirkung blieb nicht aus und Cletus zuckte nach vorne, sodass er jetzt noch näher an Rufus war, die Hände also jetzt um den Hals des Größeren legen musste, um nicht zu fallen. "Und was, wenn jemand ins Büro kommt?", setzte Cletus an, bemühte sich einen logischen Standpunkt zu finden. "Und wer soll das sein? Deine Sekretärin klopft an, ansonsten erwartest du heute noch niemanden, richtig?" Genau jetzt, in diesem Büro, in dem Moment, geschah ein monumentales Ereignis: Cletus vergaß einen Termin! So erinnerte er sich also nicht, dass er ja eigentlich schon noch einige Personen erwartete, die bei gewissen AnBlicken auch dementsprechenden Kollateralschaden anrichten können, und Rufus erkannte den Ausdruck in Cletus Gesicht so an, dass er gewonnen hatte, weshalb sich der Größere wieder damit beschäftigte, die weichen und vollen Lippen, die mittlerweile vom vielen küssen gerötet waren, ein weiteres Mal in Beschlag zu nehmen. Diesmal wehrte sich Cletus nicht dagegen, sondern ließ es zu, dass der Kuss immer leidenschaftlicher und verlangender wurde.


Währenddessen vor der Tür zum Büro...

James hob gerade die Hand, um an die Tür zu klopfen, wie es sich auch gehörte. Da jedoch Alisha und Lydia immer noch scharf darauf waren, Cletus zu nerven, hielt die Blonde auch die Hand des Schwarzhaarigen fest, der Mann verstand die Geste. Tonlos die Augen verdrehend, stellte er sich genau vor die Tür, Lydia positionierte zu seiner Linken, Alisha zu seiner Rechten und jeder, der jemals alle drei zusammen erlebt hatten, wussten, dass diese Aufstellung meist sowieso in Chaos endete. Abgesehen mal davon, dass es total lässig (Zitat Rufus) aussah. Deshalb öffnete James schwungvoll die Tür, was jedoch lautlos von Statten ging. Das völlige Schweigen, welches von tiefem Entsetzten und Schock geprägt wurde, trat erst ein, als die drei das Bild vor ihnen erfassten: Cletus, der seine Beine um Rufus Hüfte geschlungen hatte, auf dem Schreibtisch sitzend und mit errötenden Wangen vom Größeren leidenschaftlich geküsst wurde, während Rufus seine Arme um den Kleineren gelegt hatte, während er seine Augen genießend geschlossen hielt. Nichtsdestotrotz setzten die zu erwartenden Reaktionen sofort ein. Nun, zumindest zu erwarten, wenn man das Unerwartete erwartete. Denn statt herumzuschreien oder sich aufzuregen, zog Lydia ihr Holopad hervor, um mehrere Bilder zu schießen und ein Video davon zu machen. James zog auch sein Holopad hervor, um das Ganze jetzt, wortwörtlich und so, wie wir es heute noch verstehen, zu twittern. Alisha währenddessen stand erstarrt im Raum, ehe sie schrill durch den Gang, zum Büro am anderen Ende des Ganges, zu Cletus As(s)istent, schrie: "Damian, du Idiot, du schuldest mir fünfzig dafür, dass Cletus schwul ist, zwanzig dafür, dass er jetzt mit einem Kerl, wenn man den so bezeichnen kann, zusammen ist und nochmal hundert dafür, dass es verdammt nochmal Rufus ist!" Jetzt bemerkten auch die beiden Männer im Büro die drei, während man einen entsetzten Schrei vom As(s)istenten vernahm, der seinen Kopf aus seinem Büro streckte und eine direkte Sicht ins Büro seines Chefs hatte. Rufus starrte überfordert zwischen Lydia, die immer noch filmte, James, der immer noch twitterte und gerade die Rothaarige bat, ihm Bilder zu schicken, als Beweis, Alisha, welche mittlerweile gewinnend zum As(s)istenten grinste, hin und her blickte. Cletus währenddessen zog eine resignierte Miene, beugte sich dabei wieder vor, um seine Stirn gegen die rechte Schulter des Größeren lehnte und leise murmelte: "Was muss ich wem in welchem Leben wie getan haben, um so etwas jetzt ertragen zu müssen?" Eine Antwort bekam er nicht, dafür aber ein hämisches Lächeln von Lydia, die nun ihr Holopad wieder in die Tasche packte, bevor sie jovial zu ihren beiden Begleitern raunte: "Lassen wir die beiden Turteltäubchen mal alleine, sonst werden wir hier gleich noch Zeugen eines Softcore-Lesben-Pornos." Ehe sich Rufus oder Cletus über die Worte aufregen konnten, wurde schon die Tür geschlossen, kurz vorher war noch zu hören, wie Alisha irritiert wissen wollte: "Wie kommst du denn bitte auf Lesben?" Lydias Antwort war, wie immer, eiskalt und mehr als beleidigend: "Na, du willst mir doch erzählen, dass du beiden noch als Kerle siehst?", während man noch James hörte, der leise murmelte: "Dieser Tweet wird so was von episch sein." Alisha, die leise ihr Siegeslied sang, bevor sie ihren Wettgewinn einfordern würde und Lydia, die zum Schwarzhaarigen sprach: "Ich kann dir mehrere High-Quality Bilder anbieten, um deinen Tweet mit Beweisen zu versorgen." Nun kehrte Stille an. Rufus schluckte trocken, sah panisch zu Cletus, fragte dann mit zitternder Stimme: "Und...was machen wir jetzt?" Der Kleinere seufzte jetzt tatsächlich müde, ehe er seine Arme um den Hals des anderen Mannes legte und ihn wieder näher zu sich zog. Nachdem der Größere jetzt wieder so nahe wie vor der Unterbrechung stand, antwortete Cletus erklärend: "Hoffen, dass James und Lydia noch ein wenig Zeit zum Twittern brauchen, Alisha noch Wetten mit anderen hat, damit wir Ruhe von ihr haben und uns heute keiner mehr stört." Mit diesen Worten zog er Rufus wieder zu sich herunter, um ihn ein weiteres Mal zu küssen. Kurz noch stand der Größere stocksteif da, dann erwiderte er den verlockenden Kuss, beschloss, dass er seine Bedenken wenn überhaupt auf später verschieben würde.


Am nächsten, bis dato noch entspannten Tag:

Eigentlich war Rufus heute mit dem festen Vorsatz ins Büro gekommen, sich wegen dem unfreiwilligen Outing absolut gar nichts anmerken zu lassen. Dieser Vorsatz wurde genau solange aufrecht gehalten, bis der Größere in die Eingangshalle trat. Und bemerkte, dass Cletus auch schon da war, was eigentlich nichts ungewöhnliches war. Genau das war der Grund, wieso Rufus überhaupt hierher gekommen war, obwohl er heute wieder in der Werkstatt arbeiten konnte. So wollte der Größere jedoch anfangen, es zur Alltäglichkeit werden zu lassen, dass er und Cletus zusammen waren, indem er zum Beispiel den Gentleman mimte und den anderen von der Arbeit abholte. Dies war an und für sich auch eigentlich eine hervorragende Idee, aber der Knackpunkt blieb: trotzdem wurde Rufus schon bei jeder Kleinigkeit eifersüchtig. Deshalb verengten sich auch die braunen Augen des Größeren zu Schlitzen, sobald er sah, wie Cletus mit zwei jungen Frauen redete, die ihn anscheinend anhimmelten und...mit ihm flirteten. Sofort klingelten die Alarmglocken in Rufus Ohren und ehe er seine nächsten Handlungen auch nur halbwegs durchdenken konnte, stellte er sich flink hinter den Kleineren, um sich mit einem gestellten Lächeln neben die beiden Frauen und seinen Freund stellen konnte, um dort mit einem eiskalten Lächeln die Frauen zu begrüßen, ehe er mit durchdringenden Blick Cletus ansah und mit einem drängenden Unterton sagte: "Cletus, könntest du mich kurz in mein Büro begleiten? Du weißt schon, wir wollten doch noch etwas besprechen..." Der Kleinere, der ehrlich gesagt noch ein wenig die Situation ausreizen wollte, fragte gespielt unschuldig: "Nein, tut mir leid, Rufus, ich habe es leider vergessen. Aber da du es anscheinend noch weißt, wirst du es mir sicher verraten, damit diese beiden reizenden Damen hier nicht ohne Grund stehen gelassen werden." Kurz gefror das Lächeln auf den Lippen des Größeren, dann stotterte er noch: "Naja, also, natürlich könnte, ich meine, kann ich ja, tja ähm..." Mit einem unterdrückten Grinsen, unterbrach Cletus: "Ach warte, mir ist es wieder eingefallen!" Mit einem charmanten Lächeln wand sich der Blasse um und sprach mit schmeichelnder Stimme: "Entschuldigen sie beide mich bitte, aber ich müsste doch etwas mit meinem werten Kollegen besprechen." "Aber natürlich", erwiderte eine der Frauen, bevor Rufus sich bei Cletus einhackte und ihn mit sich zog. Nachdem sie außer Hörweite waren, fragte Cletus mit einem leisen Prusten: "Du hast mich doch nicht ernsthaft von ihnen weggezogen, nur weil du eifersüchtig bist?!" Einen finsteren Blick in Richtung des Kleineren werfend, knurre Rufus schon fast: "Halt deinen Mund." Statt Cletus aber daran zu hindern, so lachte der Blasse noch etwas lauter auf, aber bevor der Größere ihn wütend anschnauzen konnte, wurde ihm schon Kuss auf die Wange gedrückt, was Rufus eigentlich beruhigte, jedoch spielte er immer noch den Beleidigten, als er und Cletus tatsächlich aus dem Gebäude traten. Cletus bemerkte es, das Lachen mittlerweile zum Lächeln verringert, währenddessen griff der nach einer Hand des anderen und mit säuselnder Stimme sprach er wieder Rufus an: "Ich weiß, dass du mich immer noch lieb hast." Jetzt musste auch der Größere grinsen, dann erwiderte er: "Jup." Mit diesen Worten zog er Cletus schnell weiter, immerhin sollte sich heute lieber keiner mehr dem Kleineren nähern, wenn sie wollten, dass Rufus nicht wieder mit unseriösen Ausreden um sich schmiss.

Heya! So, ich entschuldige mich als erstes für die Pause, die hier entstanden ist!
Ansonsten merke ich gerne an, dass Reviews mit Meinung/Lob/Kritik/etc. wie immmer gerne gesehen ist! Natürlich ist aber niemand dazu gezwungen.
In der nächsten Katastrophe kann ich schon mal Eifersucht und kleine, von Cletus unbemerkte Kämpfe versprechen mit einem...Kater?! Ja, richtig gelesen. Denn nicht nur Rufus stellt seine Ansprüche an Cletus Zeit und Aufmerksamkeit (und Geduld),
sondern auch der Kater des (zumindest in dieser Geschichtenreihe) Kleineren,
Cassius!
Seht, wenn's genehm ist, gerne beim nächsten Kapitel herein, um zu sehen, wie dieser Streit zwischen den zwei eifersüchtigen..."Tigern"(lest bitte: ungeschickte Kitten) ausgeht!
Bis dahin eine schöne Zeit und ein liebes Tüdelü an euch alle!
LuniLup
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