Die Bücher, die uns verbunden und immernoch verbinden werden...

von Vici-chan
OneshotAbenteuer, Romanze / P12
05.01.2017
05.01.2017
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Sag mal,...
... Sophie,...
... hab ich mich bedankt...?
Dafür,... dass du mich mitnahmst...?




Die Augen starr auf die Blätter und das Buch vor sich, sah sich das Mädchen alles noch einmal an.
Wieder und wieder, zerknüllt sie das Papier oder radierte etwas weg.
Langsam verschwand die Idee von der Zeichnung nur in ihrer Fantasie und sie seufzte.
Ihre grün-braunen Seelenspiegel sahen aus dem Fenster vor sich und sie stützte ihren Kopf in ihre rechte Hand.
Sie würde bald nicht mehr hier sitzen können und der Hutmacherin, die gegenüber der Zuggleisen arbeitete, nicht mehr zusehen, wie diese, beinahe schon verträumt auf die Hüte sah.
Das Mädchen, das ihr immer dabei zusah, hatte noch nie mit ihr ein Wort gewechselt.
,,Noch nie.'', dachte das Mädchen deprimiert, seufzte und schloss ihre Augen.
,,Ihren Name kenne ich auch nicht.''
Langsam öffnete sie ihre Augen und sah noch einmal hinüber.
Die junge Hutmacherin saß dort und nähte.
,,Sie arbeitet immer so konzentriert und sieht selten auf, als wäre sie in einer anderen Welt...'', seufzend stand das braunhaarige Mädchen auf und räumte alle Papiere in ihr Buch.
Nachdem sie alles verstaut hatte, darunter auch ihr Mäppchen für ihre Farben und andere Mal- und Zeichenutensilien und ihr braunes Buch, verließ sie das Zimmer und ging in den nebenanliegenden Raum.
Das Mädchen sah sich um, dachte nach, was sie denn jetzt machen sollte.
,,Vielleicht gehe ich einfach in die Stadt...'', murmelte das Mädchen vor sich hin, mit ihrer Stimme, die sich für sie selbst tiefer anhörte.
Sie mochte ihre Stimme nicht und fand sich selbst auch nicht gerade hübsch, aber sie fing an sich zu akzeptieren, um irgendwann, wenigstens nach dem Namen der Hutmacherin zu fragen.
Langsam schnürrte sie ihre braunen Holzfällerstiefel und träumte wieder vor sich hin.
Sie nahm sich ihre schwarze Jacke, band sie sich um ihren Bauch und legte ihr Tasche über ihre Schulter, damit diese quer über ihre Brust geht.

Mit schnellen Schritten ging sie durch die frühjahrhaftigen Straßen, weshalb ihr dunkelblaues Kleid, mitsamt weißem Unterrock, im Wind der Bewegung wehte und ihre schwarzen Strümpfe, etwas mehr zu sehen waren.
Durch ihre schwarzumrahmte Brille sah sie sich um, suchte nach etwas und dann wieder nicht, bis sie gegen jemanden stieß.
,,Verzeihung...'', murmelte sie und sah in das Gesichter Hutmacherin.
Das Mädchen sah ihr beinahe schon starrend ins Gesicht, als sie durch eine Entschuldigung aus ihren Gedanken gerissen wurde.
Die Hutmacherin entschuldigte sich nur noch einmal, bevor sie sich verabschiedete und verschwand.
Mit neugierigen Augen sah das Mädchen ihr hinterher.
,,Das ist das erste Mal, dass ich mit ihr gesprochen habe.'', dachte sich das Mädchen im Stillen und bemerkte, als sie sich umdrehte einen Zettel auf dem Boden.
,,Der Zettel muss der hutmacherin gehören!'', sprach die Brillenträgerin alamierend zu sich selbst und versuchte der jungen Frau hinterher zu laufen.
Sie hatte sie aber verloren und irrte irgendwo in den Gassen der Kleinstadt umher, bis sie zum zweiten Mal an diesem Tag gegen jemanden stieß.
,,Entschuldigung.'', meinte das braunhaarige Mädchen und dachte sich innerlich:,,Deswegen meide ich es, das Haus zu verlassen.''
Die Frau vor ihr trug ein schwarzes Kleid und ein genauso schwarzen Hut. Um ihren Hals befand sich eine Kette mit vielen bunten Steinen und durch die rötlichen Haare und die blauen Augen war die ohnehin etwas pummeligere Frau, sehr auffällig, im Gegensatz zu dem grauen Mäuschen, das in sie gelaufen war.
,,Vielleicht solltest du besser zuhören, aber zu dir passt wahrscheinlich ohnehin eine kindliche Form, nicht wahr?'', riss die Frau das Mädchen aus ihren Gedanken.
Plötzlich flog ebengenannte Frau durch das Mädchen und sprach ein paar letzte Zeilen zum Abschied:,,Ein kleines Kind, wie du, sollte eine passende Gestalt haben. Das nächste Mal, solltest du mir, der Hexe aus dem Niemandsland, besser zuhören, aber jetzt, kannst du niemanden hiervon erzählen.''
Das Mädchen sah ihr verwirrt und ungläubig hinterher.
Irgendwie, war ihr die Jacke etwas runtergerutscht, was zum einen der Grund war, die Jacke anzuziehen, der andere Grund bestand darin, dass ihr kalt war.
Sie stellte ihre Tasche neben die Pfütze, in der sie stand und sah ohne Grund in jene Pfütze.
Ihr Körper erstarrte,... sie war ein kleines Mädchen geworden.
,,Wie kann das sein?'', fragte sie sich ungläubig.
Nach ungefähr einer Minute, fiel ihr ein, wieso sie überhaupt hier stand.
Schnell nahm sie sich ihre Tasche, legte sie um wie vorher und lief mit offener Jacke los.
,,Da ist sie!'', dachte das nun kleine Mädchen und rannte im letzten Moment, auf die Stufe des Zuges.
Außer Atem, hielt sich das Mädchen an der Haltestange des Straßenzuges fest.
,,Entschuldigung?'', drang die zarte, höher an die junge Frau.
Die angesprochene Frau sah runter und lächelte freundlich:,,Ja?''
,,Das... haben Sie verloren.'', mit diesen Worten gab das Mädchen, der Frau, den Zettel, den sie verloren hatte.
,,Danke, aber weshalb, weißt du, dass er mir gehört?'', sprach die Frau und wartete auf eine plausible Antwort.
,,Weil wir... weil wir...'', das Mädchen konnte nicht weitersprechen.
Die Frau sah sie an.
,,Möchtest du, mich begleiten?'', fragte die junge Frau, versuchte das Thema zu wechseln.
Mit schneller Bewegung, nickte das kleine Mädchen:,,Ja!''
,,Das freut mich.'', lächelte die junge Frau:,,Ich bin Sophie, und wie heißt du?''
,,Ich bin Victoria.'', sprach ich mit einem großem Lächeln.

Kurz nachdem wir den Zug verlassen hatten, ging die Hutmacherin Sophie, in eine Richtung, die beide von dem Jubel wegbrachten.
Die ganze Großstadt stand am Rande der Straßen und jubelten für die Soldaten, so kam es dem Mädchen vor.
Sophie und Victoria gingen durch einige Gassen, an einem Soldaten vorbei und kurz darauf eine kleine Treppe hinunter.
Dort sah Sophie bedacht auf den Zettel und sah sich um, suchte ein Haus mit der passenden Hausnummer.
,,Na, kleine Maus. Kann ich dir helfen?'', kam es von einem Soldaten, der aufgetaucht war, als Sophie und das Mädchen nach der Hausnummer geguckt haben.
,,Nein, danke. Machen Sie sich keine Umstände!'', erwiderte Sophie etwas steif.
,,Ach was, du machst mir keine Umstände. Lass uns doch einen trinken gehen!'', versuchte es der Soldat noch einmal.
,,Komm doch mit Kleine, ich lad dich ein.''
,,Nein, danke, ich habe aber schon etwas vor.'', sprach Sophie, den Kopf etwas gesenkt.
,,Du bist ja wirklich eine süße, kleine Maus!'', sprach ein zweiter Soldat mit Schnauzer.
,,Hey, wie alt bist du? Wohnst du hier in der Gegend?'', kam es dann wieder von dem ersten Soldaten mit helleren Haaren als der andere.
,,Lassen Sie uns weitergehen!'', meinte Sophie und der hellhaarige Soldat tat es mit der Begründung ab, dass sie vor dem Schnauzer des dunkelhaarigen Soldaten Angst hätte.
,,Lassen Sie uns durch!'', sprach das kleine Mädchen entschlossen und sah etwas wütend zu den Soldaten.
,,Ah! Da bist du ja!'', kam es von hinter dem Mädchen und Sophie.
,,Ich hab dich schon überall gesucht.''
Das kleine Mädchen sah zu dem jungen Mann, der seinen rechten Arm um die Schulter der Hutmacherin gelegt hatte.
Mit einigen Hand- und Fingerbewegungen, gingen die Soldaten, wie von selbst in die Gasse aus der die beiden Mädchen kamen.
,,Wo wollt ihr hin? Es wäre vielleicht besser, wenn ich euch begleite.'', fing der Unbekannte an.
,,Verhaltet euch normal, ich werde verfolgt.''
Das kleine Mädchen versuchte schneller zu laufen, da sie sonst nicht schritt halten konnte.
,,Tut mir leid, dass ich euch da mit reingezogen hab.'', entschuldigte sich der blondhaarige, als viele schwarze, flüssige Männchen erschien, durch die zahlreichen Häuserwände.
Schnell bogen die drei Personen ab und im nächsten Moment fanden sich alle in der Luft wieder.
,,Lauft einfach weiter.'', sprach der junge Mann ruhig.
,,Ich hab... Angst.'', sprach das kleine Mädchen und hielt sich krampfhaft im Kleid von Sophie fest.
Das Mädchen bekam ein aufmunternden Blick, Seitens des Blondhaarigen.
,,Das schaffst du.'', ermunterte er sie lächelnd.

,,Wartet noch ein wenig bis die Luft rein ist.'', sprach der blondhaarige, junge Mann.
Ich nickte und überließ Sophie den Rest.
Kurze Zeit später kam Sophie's Schwester, die von einer anderen Mitarbeiterin geholt wurde.
Lettie gab mir eine Packung mit Süßem und redete noch einige Zeit mit Sophie.
,,Wenn der Mann Hauro gewesen wäre, hätte er dein Herz bestimmt verschlungen!''
So verträumt, wie Sophie war, hörte sie garnichts mehr, von der Hexe aus dem Niemandsland.
Und meinte nur noch, dass sie jetzt ging, bevor sie mit Victoria verschwand.

Später im Laden schloss Sophie auch sofort die Tür, aber es noch eine Frau rein.
,,Sophie! das ist die Hexe aus dem Niemandsland! Verschwinde!'', rief das kleine Mädchen.
Es war aber zu spät und Sophie war mit einem Zauber belegt.
,,S-Sophie?'', fragte das Mädchen ängstlich.
Die Hexe war verschwunden und nur noch eine alte Frau und ein kleines Mädchen standen im Laden.
,,Ich muss mich beruhigen!'', sprach die alte Frau sich zu, sah ab und zu in den Spiegel und hatte das kleine Mädchen vergessen.
,,Ich muss mich beruhigen!'', war das Letzte, was die beiden von sich gaben, aber dies sprach nur die Frau.

Am nächsten Morgen war Sophie schon lange wach, als auch Victoria ihre Augen öffnete.
,,Guten Morgen.'', sprach die ältere Frau leise.
,,Guten Morgen.'', sagte das kleine Mädchen leise.
,,Victoria,...'', begann die Frau ruhig:,,... ich möchte, aus dieser Stadt gehen,...''
Die Augen des Mädchens weiteten sich.
,,... möchtest du mich begleiten?''
Das Mädchen bemerkte, dass sich Tränen in ihren Augen sammelte:,,Darf ich?''
Die Frau nickte, hatte gedacht, dass das Mädchen anfangen würde lauthals zu weinen und zu schreien.
,,Könnte ich, noch einmal kurz nach Hause?'', fragte die Braunhaarige leise.
,,Natürlich. Ich werde dich begleiten.'', sprach die Hutmacherin.
,,Danke.'', erwiderte das Mädchen und hatte ein nicht definierbares Leuchten in den Augen.

Etwas später hatten die beiden sich etwas Essbares in der Küche von Sophie geholt und waren auf die andere Seite der Gleise gegangen.
,,Du wohnst gegenüber?'', fragte die ältere Frau und das Mädchen nickte.
,,Ich habe dich noch nie gesehen.''
,,Das liegt daran, dass ich selten das Haus verlasse.'', meinte das Mädchen verlegen.
Die beiden, die noch vor einigen Stunden ein ähnliches Alter hatten, unterhielten sich und kamen nach wenigen Minuten im Haus der Kleineren an.
,,In der Küche ist noch etwas zu essen. Vielleicht sollten wir das mitnehmen.'', sprach die Kleine und verschwand in ihrem Zimmer.
Ihr Zimmer hatte, so wie Sophie's Werkstatt, viele Fenster, ein Bett gegenüber den Fenstern unter denen ein Schreibtisch ist.
Die Wände waren alle mit vielen Zeichnungen, Bildern und Regalen bestückt.
Das Mädchen machte alle Zeichnungen und Bilder ab, nahm ihr ganzes Geld aus einem der Regale, die einzigen Bücher, die sie besaß, und räumte sie in ihre Tasche.
,,Sophie. Möchtest du, dich noch etwas ausruhen?'', fragte das Mädchen, als sie zu ihr kam.
,,Nein, ich danke dir trotzdem.'', antwortete die Frau und erhob sich.
,,Lass uns gehen, Sophie.''

Während dem Weg, aus der Stadt, auf das weite Land, in die Berge, sprach die beiden, beinahe kein Wort.
,,Sollen wir, uns hinsetzen?'', kam es von dem kleinen Mädchen.
,,Ich glaube, dass wäre eine gute Idee.'', sprach die Frau und ging etwas über das Feld von blühenden Blumen.
,,Weit sind wir aber nicht gekommen.'', murmelte die Frau und aßen ein wenig.
Das Mädchen kicherte leicht und sah runter, über die Stadt.
,,Sophie?'', fragte es als Angesprochene aufgestanden war.
,,Soll ich dir helfen?'', mit schnellen Schritten, war das Mädchen bei der Frau und versuchte alleine den Stock, aus dem Busch zu holen, was sie auch schaffte.
,,Eine Vogelscheuche?''
Die alte Frau nickte mit einem Lächeln.
,,Wie soll ich dich nennen?'', murmelte das Mädchen zu sich selbst.
,,Ich weiß es!'', die alte Frau sah ein Leuchten, in den Augen des Mädchens und hörte neugierig zu.
,,Ich nenne dich, Rübe. In Ordnung?''

Nach längerer Zeit des Laufens waren die beiden immernoch in Sichtweite der Stadt, aber es war leichter für Sophie geworden, sie hatte einen Gehstock von Rübe bekommen, der kurz darauf wieder ging.
Irgendwann erschien Rübe wieder, hatte ein Haus gefunden, für das Mädchen und die Frau.
,,Danke, Rübe!'', sprach das Mädchen mit einem Lächeln und umarmte die Vogelscheuche leicht.
,,Victoria, lass uns rein gehen, da drinnen ist es schön warm.'', sprach die alte Frau vor der Tür.
,,Kommst du mit, Rübe?'', fragte das Mädchen, als es vor der Tür stand.
Angesprochener blieb aber nur stehen und verschwand irgendwann am Horizont, während sich das Schloss weiter bewegte, in irgendeine ferne Richtung.
Das Mädchen sah ihm kurz hinterher, bevor es sich zu Sophie gesellte.

,,Sophie?'', sprach das Mädchen leise.
,,Sie ist wohl eingeschlafen.''
,,Dir ist bewusst, dass das Einbruch genannt wird?'', sprach das Feuer.
,,Entschuldigung.'', lächelte das Mädchen verlegen und entschuldigend.
,,Könnten wir, einige Zeit hier bleiben?''
Das Feuer sah sie an, fand ihre Augen, die ein angenehmes Leuchten haben, interessant.
,,Von mir aus.'', sprach das Feuer:,,Da hinten ist ein Bett. Leg dich hin.''
,,Danke.'' murmelte das Mädchen und bemerkte erst jetzt ihre Müdigkeit.
,,Gute Nacht.''
,,Nacht.'', sprach das Feuer, aber das kam nicht mehr an bei dem Mädchen, das ihre Brille zur Seite gelegt und sich zugedeckt hatte.

,,Träum wenigstens für mich mit.'', sprach das Feuer und sah interessiert zu der Tasche, aus der eines der fünf Bücher gefallen waren.
Die Aufschrift war verschnörkelt geschrieben, aber gut lesbar,... Während ich träumte...
Dieses Buch kannte das Feuer, hatte es immer auf dem Tisch von seinem Paktpartner gesehen, wenn er denn da war.
Aber ihm fiel auf, dass es wohl ein anderer Teil war, der Zauberer besaß ein rotes und das Mädchen ein dunkelblaues, was ihm eine Erinnerung in die Gedanken rief.

,,Calcifer. Diese drei Bücher, darfst du niemals verbrennen.'', sprach der Blondhaarige vor ihm.
,,Wieso?'', war seine einfache Frage.
,,Sie gehört dem Mädchen, das ich nie vergessen werde.'', erwiderte der Zauberer und sah etwas verträumt auf ebengenannte Gegenstände.
,,Wieso hast du sie dann?''
,,Sie gab sie mir, damit wir uns irgendwann noch einmal treffen können.'', sprach der blondhaarige, junge Mann, beinahe schon in Rätseln und sah hoch, als ein kleiner Junge, die einzige Treppe runterkam und er daraufhin, das Buch wegstellte.


Das Feuer hatte es erst jetzt, in genau diesem Moment, verstanden.
,,Diese Bücher gehören zusammen... und wollen sich wiedertreffen...'', das Feuer hatte bemerkt, wie das Herz des Zauberers flatterte und schlug.
Sein Herz schlug nur, um dieses Mädchen zu treffen.
,,Kann es sein,... dass diese Hexe, sie verflucht hat...?'', murmelte er leise, was aber bei dem Knistern unterging und er letztendlich einschlief.

,,Die Sonne ist vor einiger Zeit schon aufgegangen,...'', war die Aussage, die das Mädchen weckte.
Müde richtete sie sich auf, rieb sich die Augen.
,,Jenkins?'', murmelte sich das Mädchen lächelnd zu, erinnerte es sie etwas an ihre Lieblingsgeschichte, die sie dabei hatte und auch ihre einzige Geschichte war, die sie besaß und die sie kannte.
,,Guten Tag ist...'', kam das zweite Gespräch an die Ohren, nachdem ein anderes junges Mädchen da war.
,,Pentragon?'', fragte sie sich leicht verwirrt.
,,Guten Morgen.'', sprach das Mädchen, nachdem sie ihre Brille aufgesetzt und sie ihre Tasche zur Seite geräumt hatte.
,,Sophie? Willst du, das Feuer so sehr ärgern?'', lächelte sie leicht, immernoch müde und verschlafen.
,,Ich würde es, an deiner Stelle, lieber lassen.''
,,Das ist schon in Ordnung.'', gab die alte Frau von sich.
,,Und wer bist du?'', fragte ein Junge, der so groß war, wie das Mädchen und eine teekanne suchte.
Das Mädchen wurde gestört, durch das Öffnen der Tür.
Der junge Mann, den Sophie und Victoria gestern noch gesehen hatten, trat neben Sophie.
,,Calcifer! Du machst ja, was sie von die verlangt.'', kam eine etwas überraschte Aussage zustande.
,,Calcifer also,... ein angenehmer Name... '', dachte sich das Mädchen.
,,Wie heißt du, alter Frau?''
,,Ich bin Großmutter Sophie, ich bin die neue Putzfrau. Und das Mädchen neben mir ist Victoria.'', sprach die sich Vorstellende.
Der Blonde sah zum ebengenannten Mädchen und dann zurück zu Sophie.
,,Lass mich das machen.'', mit diesen Worten übernahm der junge Mann, das Essen zubereiten.

,,Möchtest du, mir nicht sagen, was du in deiner Tasche hast?'', fragte der Mann plötzlich, während die vier am Tisch saßen.
Sophie erwiderte seinen Blick und sah dann in ihrer Kleidtasche nach.
Es befand sich ein kleiner, roter Zettel darin, der mit sofortiger Wirkung verbrannte, als der Zauberer ihn an sich nehmen wollte.
,,Meister Hauro! Das ist...!'', sprach Makl aufgeregt.
,,Ja, das ein sehr alter Zauber, ein sehr starker Zauber.'', sprach Hauro.
,,Du, der die Sternschnuppe gefangen hast, Mann, ohne Herz, dein Herz wird nun mir gehören.'', sprach der Blonde, als er auf das Zeichen sah, das sich in den Tisch graviert hatte.
Mit seiner Hand ließ er das Eingravierte verschwinden, was einem die Haare zu Berge aufstehen ließ.

,,Sophie?'', fragte das Mädchen ängstlich, als Angesprochene, auf den Tisch geschlagen hatte.
Den ganzen Mittag über räumte Sophie auf, war angespornt, durch den Zorn gegen die Hexe aus dem Niemandsland.
Das kleine Mädchen sah ihr nur dabei zu, wusste nicht, was sie machen sollte.
,,Sophie! Ich geh gleich aus!'', rief Calcifer.
Die ältere Frau räumte die Asche auf und ging hinaus.
,,Sophie!'', sprach das Feuer einmal mehr, bevor es drohte zu erlöschen.
Das kleine Mädchen nahm sich Holz, legte es auf die Holzstelle und Calcifer hinterher.
,,Alles in Ordnung?'', fragte das kleine Mädchen.
,,Danke!'', seufzte das Feuer, erleichtert nicht erloschen zu sein.
,,Hast du dich verbrannt?'', ertönte es neben dem Mädchen.
,,N-Nein.'', murmelte das Mädchen, hatte den Zauberer nicht bemerkt.
,,Könntest du Sophie sagen, dass sie es mit dem Putzen nicht übertreiben soll?'', lächelte der Blonde neben dem Mädchen.
Dieses nickte stumm und sah dabei zu, wie der Zauberer das Haus verließ.
Es hatte nicht ganz bemerkt, dass Sophie reingekommen war.
,,Hast du gehört?'', sprach es:,,Übertreib es nicht!''

Gleich nachdem die Frau noch mit dem Feuer gesprochen hatte, bewegte sie sich zur Treppe.
,,Mein Zimmer musst du als Letztes machen!'', schrie Makl bevor er verschwand.
Eine Minute später rief Sophie:,,Calcifer! Calcifer, bewegst du das ganze Schloss?''
,,Schrei nicht so. Natürlich tue ich das.'', erwiderte das Feuer desinteressiert.
Das Mädchen sah auf, hatte sich vor das Feuer gesetzt.
,,Ich habe mich in dir geirrt, deine Magie ist vom Feinsten!'', rief Sophie an der Treppe runter.
Das Feuer verstummte kurz und erblühte mit neuem Glanz:,,Denkst du das,... denkst du das tatsächlich?!''
Sophie lief sofort wieder die Treppe hoch suchte einen Platz, wo sie noch mehr staunen, sehen und betrachten konnte.
Schnell lief das Mädchen ihr hinterher und auch Makl gesellte sich zu ihnen.
,,Das ist doch...!'', stieß das Mädchen aus.
,,Könnt ihr mir helfen?''
Mit vereinigten Kräften halfen sie Rübe, wieder richtig herum zu stehen.

,,Was ist eigentlich mit deinen Eltern?'', fragte Sophie, das Mädchen, das auf der Wiese neben ihr saß.
Sie waren an einem See und guckten sich die Landschaft an.
,,Ich weiß, es hört sich egoistisch an, aber ich bin als kleines Kind von Zuhause weggelaufen und habe mir mein Zuhause, wo anders aufgebaut. Meine Eltern wollen jetzt aber, dass ich zu ihnen ziehe.'', sprach das Mädchen mit angezogenen Beinen und einem Blick in die Ferne.
,,Sophie! Victoria! Ich hab die Wäsche reingetragen.'', rief Makl auf ebend Genannte zulaufend.
,,Wir gehen wieder, oder?'', fragte Victoria und sah mit einem Funkeln in die Augen Makl's.
Dieser nickte nur und war verzaubert durch dieses Funkeln.

,,Du stinkst! Und zwar nach verbrannter Haut und Eisen!'', sprach Calcifer zu seinem Paktpartner.
Erschöpft hatte sich der Zauberer einige Momente zuvor auf dem Stuhl, vor dem Feuer hingesetzt.
Mühsam verwandelte sich der Zauberer zurück in seine Menschengestalt, war kurz vorher noch eine halbe Krähe.
,,Wenn du weiter so fliegst, kann es sein, dass du eines Tages nicht wieder zurückkommst.''
,,Das ist ein grausamer Krieg...'', sprach der Blonde ermüdet.
Das Feuer nahm sich etwas Holz, das neben ihm lag.
,,Toll, nicht wahr? Den hat mir Victoria hingestellt.'', freute sich das Feuer, hatte das Gefühl, eine neue Freundin dazu bekommen zu haben.
Der Zauberer erhob sich und ging zu dem Bett, das am nächsten am Feuer war.
,,Mach mir bitte ein Bad warm.''
,,Schon wieder?'', brachte der Kleinere hevor und verstummte.
Der blondhaarige Zauberer sah sich das mädchen vor ihm an.
,,Du solltest dir ansehen, was sie in ihrer Tasche hat.'', sprach Calcifer.
Der Zauberer sah leicht zum Sprecher und dann zur Tasche des Mädchens, sah dann aber wieder zum Mädchen, wollte nicht, in Sachen anderer herumschnüffeln.
,,Ich werde jetzt ein Bad nehmen.'', sprach der Größere aber und verschwand die Treppe hinauf.

,,Calcifer?'', fragte das Mädchen.
Sie war wach geworden und konnte nicht schlafen.
,,Ja?'', drang es an ihre Ohren, als hätte das Feuer gedacht, es hätte sich verhört.
Das Mädchen setzte sich richtig hin und sah zu diesem.
,,Kann ich mich zu dir setzten?'', fragte es, hatte Angst abgewiesen zu werden.
,,Gerne.'', freute sich das Feuer innerlich.
Das Mädchen nahm ihre Tasche und setzte sich zu ihm.
,,Was sind das für Bücher?''
,,Ach. Die hier?'', das Mädchen legte sie alle nebeneinander vor das Feuer.
,,Das hier...'', sie zeigte auf ihr Zeichen- und Malbuch:,,... benutze ich zum Zeichnen und Malen, das hier...'', sie zeigte auf das dunkelblaue Buch, das das Feuer schon vorher gesehen hatte:,,... ist der zweite Teil meiner Lieblingsgeschichte, diese beiden sind auch Teile der Geschichte und hier drinnen sind Zauber und Flüche.''
Der Feuerdämon hörte interessiert zu und sah ihr etwas später beim Zeichnen zu.
Das Mädchen wurde irgendwann müde und schlief wieder ein.

,,Kommst du mit, zum Hafen, Victoria?'', fragte Makl.
Das Mädchen nickte, wollte das Meer sehen. Vielleicht fiel ihr ja etwas ein.
Sie wollte die Figuren aus ihrer Lieblingsgeschichte malen, aber wusste nicht wie, deswegen brauchte sie Inspiration.
Am Hafen angekommen, waren viele Leute anwesend.
,,Vielleicht,... wegen dem Schiff...'', dachte sich das Mädchen, zum Schiff guckend, das in den Hafen einlief.
,,Victoria, komm!'', riss Makl sie aus den Gedanken.
Sophie war schon langsam los.
,,Wieso gehen wir wieder?'', fragte das Mädchen hatte nicht bemerkt, dass diese schwarzen Gummimänner am Hafen waren und das Flugblätter des Feindes von Himmel regneten oder fielen.

,,SOPHIE!'', schrie der ehemals blonde Zauberer durchs Haus.
,,Hast du etwas im Regal im Bad angerührt?''
Der Zauberer, der nun vor ihnen stand hatte orangene Haare.
,,N-Nein, ich hab nur sauber gemacht.'', erwiderte Sophie leicht ängstlich.
,,Sauber gemacht...'', wiederholte der Zauberer:,,Ich hab doch gesagt, dass du es nicht übertreiben sollst!''
Der nun Orangehaarige, ließ sich auf dem Stuhl sinken.
,,Aber es sieht gar nicht so schlimm aus, ich finde es hübsch.'', versuchte Sophie die Situation zu retten.
Die Haare des Zauberers färbten sich ins lila und dann ins schwarz.
,,Ich finde deine Haare, auf ihre eigene Art und Weise schön.'', sprach die ehemalige Hutmacherin.
,,Was hat das Leben für einen Sinn, wenn man nicht schön ist...'', sprach der Schwarzhaarige und rief die Geister der Finsternis.
,,Das letzte Mal hat er sie gerufen, als ein Mädchen ihn abblitzen ließ.'', sprach Makl, mit dem Blick auf den Geistern.
Bevor Sophie oder irgendwer anderes etwas sagen konnte, packte Victoria ihn an den Schultern und schütelte ihn.
,,HAURO!'', schrie das Mädchen ihn an und bekam einen überraschten Blick von allen.
,,Was ist so schlimm an deinen Haaren?!'', schrie sie so laut, dass die Anwesenden dachten, es würden selbst nach draußen reichen.
,,Du bist schön! Deine Haare sind schön! Deine Augen sind schön! Dein Wesen ist schön!'', mit jedem Wort wurde sie wütender auf ihn.
,,Du bist so deprimiert, weil deine Haare eine andere Farbe haben?! Ich hätte mich kaputt gelacht, wäre es mir passiert!'', jeder schwieg, nur das Mädchen schrie.
,,Aber von mir aus! Wein dich aus, bei sonst jemanden, aber komm dann später nicht zu uns und sag, dass es dir leid tut!''
Das Mädchen ließ von ihm ab, nahm sich ihre Tasche und verließ ohne ein Wort den Raum, umd weiter nach oben zu gehen.
,,Wieso weine ich jetzt?'', dachte sich das Mädchen, hatte sich auf den Balkon gesetzt, wo sie Rübe wiedergefunden hatten, und die Tür abgeschlossen.
,,Ich möchte am liebsten, bei Calcifer sitzen und mit ihm reden. Einfach so...''
Nach einiger Zeit, in der sie ihre Beine an sich gezogen und diese mit ihren Armen umschlungen hatte, sah sie auf, hatte ihren Kopf vorher noch auf ihren Knien platziert.
,,Was ist den bei den bei den beiden los?'', fragte sich das Mädchen, hatte Hauro gehört.

,,Du möchtest wirklich diesen Hut, obwohl ich dir so ein hübsches Kleid gezaubert habe?'', hörte das Mädchen von der Treppe, die sie runterstieg.
,,Ich nehme Victoria mit!'', sprach Sophie und so verwirrt, wie das Mädchen war, fiel sie die restliche Treppe runter.
,,Aua.'', stöhnte sie leicht.
,,Was hast du gesagt?!'', schrie sie aber als sie sich aufrappelte.
,,Du wirst so tun, als wärst du seine kleine Schwester oder kleine Nichte!'', erwiderte Sophie.
,,Bitte, was?!'', schrien Hauro und Victoria im Chor und fanden die Idee einfach nur absurd.
,,Oder ihr vertragt eu-''-,,Ich komme mit.'', sagte das Mädchen knapp und verschwand um sich umzuziehen.
Unten angekommen, dieses Mal heil, stand sie in einem weißen Kleid, mit bunten Blümchen, da.
,,Wie schön!'', sprach Sophie, bestaunte das junge Mädchen.
,,Ich wusste gar nicht, dass du so ein farbenfrohes Kleid hast!''
,,Das hab ich noch von früher. Können wir gehen?'', sprach das Mädchen und folgte der Frau die lächelnd genickt hatte.
,,Ein Talisman, damit ihr sicher wieder nach Hause kommt.'', sprach der schwarzhaarige Zauberer, umhüllt von eine beigen Decke, zu dem Mädchen und steckte ihr einen Ring an.
Das Mädchen sah ihn kurz an und drehte sich dann beleidigt weg, folgte währenddessen der alten Frau.

,,Makl? Alles in Ordnung?'', fragte der Zauberer, kurz bevor er gehen wollte.
,,Ja...'', meinte dieser etwas atemlos.
Der Zauberer sah über die Schulter seines Schüler und erstarrte selbst.
Das Bild zeigte ein Mädchen und einen Jungen, mit dem Rücken zur Bildperspektive.
Sie hielten sich an den Händen, das Mädchen links und hielt mit ihrer rechten Hand die linke des Jungen.
Vor den beiden war etwas, was man als Bildbetrachter nicht sehen konnten.
Die beiden standen auf einem kleinem Stück Wiese, sonst gab es nur Wasser und einen Sonnenuntergang, der sich wiederspiegelte im Wasser.
Auf einer anderen Seite waren dieselben Personen.
Sie standen Rücken an Rücken.
Das Mädchen rechts, der Junge links.
Das Mädchen drückte ein Buch oder Ähnliches an ihre Brust.
Der Junge hatte seine Hände vor sich zu einer Schüssel geformt und hielt etwas darin.
Die Augen des Mädchen funkelten traurig durch ihre Brillengläser nach unten.
Währenddessen lächelte der Junge zu dem, was in seinen Händen war.
,,Woher hast du das?'', fragte der Zauberer und nahm dem Kleineren das Buch aus seinen Händen.
,,Das ist von Victoria. Schön, nicht wahr?'', leuchtete der kleine Junge.
Der Schwarzhaarige hatte mit einem Mal etwas, was ihm eigentlich schon vorher hätte bewusst sein sollen.
,,Calcifer, Makl. Ich gehe jetzt.'', verabschiedete er sich und gab das Buch dem Jungen.

,,Komm Victoria!'', das kleine Mädchen bestaunte die Statuen und andere Sehenswürdigkeiten und Menschen und Häuser.
,,Ich komme.'', gab sie von sich und folgte ihrer neugewonnenen Freundin.
Die ältere Frau musste kurz schmunzelnd an das Gespräch mit dem Zauberer denken.

,,Sophie? Denkst du, Victoria ist noch sehr sauer?'', sprach der Zauberer, immernoch liegend und die Augen geschlossen.
,,Das musst du schon selber fragen.'', lächelte die ältere Frau.
,,Er und Victoria benehmen sich wie ein verliebtes Paar, während einem Streit...'', dachte sich die Frau.
,,Soll ich etwa fragen, ob sie sauer ist? Das komm dumm bei ihr an.'', sprach der Schwarzhaarige deprimiert.
Die ältere Frau kicherte nur noch leicht, bevor sie das Zimmer verließ.


,,Sophie!'', rief das Mädchen ihre Begleiterin.
,,Ja?'', fragte sie etwas erschrocken.
,,Wir sind gleich da.'', sprach das Mädchen und sah zu dem Schloss vor ihr.
Der Hund, der ihnen die ganze Zeit folgte, versuchte Victoria, bei der Treppe, hoch zubringen.
,,Wieso kann die Hexe aus dem Niemandsland noch nicht einmal eine Treppe...?'', dachte das Mädchen oben angekommen.
,,Vielleicht,... sollte ich ihr helfen...'', gedacht, getan.
,,Wieso...? Wieso hilfst du mir?'', sprach die Hexe außer Atem.
,,Ich habe dich doch verflucht...!''
,,Ich möchte, dass du auch an deinem Ziel ankommst...'', sprach das Mädchen, was ihre Augen zum Funkeln brachte.
Die Hexe sah sie erstaunt an.
,,Du bist verliebt, nicht wahr?''
,,Was redest du? Ich bin nicht verliebt!'', empört sah das Mädchen weg.

,,Würden Sie bitte folgen?'', sprach ein kleiner, blondhaariger Junge zu Sophie und dem Mädchen.
,,Sie sind Frau Pentragon, nicht wahr? Und wer bist du?'', fragte Madame Suliman lächelnd.
,,Ich bin die Nichte von Onkel Hauro!'', sprach das Mädchen, mochte diese Frau vor ihr nicht.
Madame Suliman begang zu sprechen, wollte, dass Hauro ins Schloss kam.
,,Jetzt möchte ich aber etwas sagen!'', sprach das Mädchen, hatte sich vor die Hexe des Niemandsland gestellt, vor Sophie.
,,Hauro mag vielleicht eigensinnig sein, aber sein Herz ist rein. Ich bin fest davon überzeugt, dass Hauro immer einen Grund für seine Taten hatte. Immer. Und deswegen,...'', das Mädchen brach ab, wurde aber von Madame Suliman angesprochen.
,,Du hast dich in Hauro verliebt, nicht wahr?''
Das Mädchen sah sie überrascht an.
Aber sprach ihre letzte Zeile.
,,Und deswegen, vertraue ich Hauro, aus ganzem Herzen!''
Die Augen des Mädchens leuchteten und Madame Suliman kam die Erkenntnis, dass dieses Mädchen auch etwas mit der Welt der Zauberer, Hexen, Flüchen und Zauber zu tun haben musste.

,,Hauro. Ich habe dich gleich durchschaut.'', sprach Suliman.
,,Ich werde meine Mutter und meine Nichte mitnehmen.'', sprach der Zauberer.
,,Zuerst aber werde ich deiner Mutter und deiner Nichte zeigen, wer du wirklich bist!''
Der Boden verschwand, wurde ersetzt durch eine fremde, aber schöne Landschaft.
Langsam fielen Sterne vom Himmel, zerbersten neben dem Magier und den anderen, bevor sie von Sternmännchen umtanzt wurden.
Das kleine Mädchen fiel nicht, wurde aber nach oben gezogen.
,,Sophie!'', rief das Mädchen, versuchte ihre Hand zu erreichen.
Und mit einem plötzlichen Einsatz, verwandelte sich Hauro zur Krähe und flog mit allen hinaus.
,,Victoria. Du musst weitersteuern.'', sprach der Schwarzhaarige ruhig.
,,Warte,... was?!'', schrie das Mädchen als der Zauberer schon einen Zauber anwandt, damit sie verschwinden konnten, vor den Verfolgern.

Am regnerischen Abend fand sie mithilfe des Rings, den sie von Hauro hatte, das Schloss.
,,Sophie?! Wie hält man das Ding an?!'', schrie das Mädchen und war schon in das Schloss geflogen.
Die Steinwand war kaputt und ein paar andere Gegenstände.
,,Calcifer! Geht es dir gut?'', fragte das Mädchen, hatte Angst das er ausgeht durch den Stein, den sie ihm abnahm.
,,Danke.'', antwortete dieser nur.

Das Mädchen sich in einer Hütte. Irgendwo ganz weit weg.
,,-! Ich liebe diese Hütte über alles! Lass uns irgendwann wieder herkommen!'', rief das Mädchen, bestaunte die Hütte.
,,Natürlich! Wir werden wieder herkommen! Und immer wieder!'', erwiderte der Junge vor ihr.
,,Vielen Dank, Hauro!''
, das Mädchen schreckte auf, hatte von ihrer Vergangenheit geträumt.
,,Das ist nur ein Traum...'', hauchte sie, wollte weinen, hielt es aber zurück.
Sie hörte Wasserrauschen, Hauro schien ein Bad zu nehmen.

Das Mädchen bemerkte aber nicht, den Blick des Feuerdämons, der seine Ungläubigkeit zeigte.
Er hatte das erste Mal, als wahrscheinlich Erster, ihre wahre Form gesehen.
Das Mädchen in ihrer wahren Form besaß bis zur Rückenmitte lange Haare, grün-braune Augen, die funkelten und eine angenehme, weibliche Stimme.
,,Ihr Fluch ist stärker als jeder andere,... wieso?'', fragte sich der Dämon im Inneren.
,,Ich weiß nicht, ob ich es Hauro sagen sollte,... vielleicht,... ist sie es doch nicht...''

,,Hauro,... willkommen zurück...'', sprach das kleine Mädchen, wollte ihm vorhalten, dass er einfach gegangen war und sie, die anderen und sich selbst beinahe in den Tod geflogen hätte, aber sie ließ es.
Ihr Traum war immernoch ein Stein, den sie auf ihrem Herz spürte.
,,Wir werden umziehen!'', kam es energisch von Hauro.
Hauro hatte eine Makierung auf die Wiese gemalt und wenig später auf den Fußboden.
Das Mädchen saß auf dem Tisch, hielt ihre Tasche, die sie von Makl zurückbekommen hatte.
Alles veränderte sich und mit einem Mal merkte das Mädchen, wo sie denn war.
Sie war wieder dort, wo sie kurz vorher noch gewohnt hatte und staunte.
,,Wie hat er das gemacht?'', fragte sich das Mädchen und sah sich, bis Hauro meinte, er wolle ihr etwas zeigen.
,,Das ist dein Zimmer, Victoria. Ich dachte, du würdest dich darüber freuen.'', lächelte der Zauberer und ging dann wieder schnurrstracks zurück.
,,Victoria! Komm her!'', rief er von der Haupttür aus.
Das Mädchen folgte seiner Bitte oder viel mehr seiner Aussage.
,,Ich habe eine Farbe an der Tür geändert, das ist mein Geschenk an dich!'', die Augen Hauro's leuchteten und zogen das Mädchen in den Bann.
Langsam ging das Mädchen durch die Tür.
,,Das ist...'', das Mädchen fing an zu weinen, aber nur im Stillen, versuchte, dass Hauro es nicht mitbekam.
,,Das ist mein geheimer Garten.'', sprach der Zauberer.
Schnell rannte das Mädchen in eine Richtung, wollte sehen, ob es wirklich dieser Ort, den sie so sehr liebte.
,,Victoria!'', rief der junge Mann und lief der Angesprochenen hinterher.
Nach kurzer Zeit war das Mädchen stehengeblieben und schaute den Hügel hinunter.
Dort stand die Hütte, die sie so sehr liebte.
,,Victoria, ist alles in Ordnung?'', fragte der Zauberer.
Langsam ging das Mädchen zur der Hütte.
,,Du meintest,...'', sofort hörte der Schwarzhaarige der Brillenträgerin zu.
,,..., dass das dein geheimer Garten ist.''
Der Größere nickte und war überrascht, als das Mädchen, das ihm vorher nur bis zum Bauch, jetzt ihren Kopf auf seiner Schulter abstützte und ihn umarmte.
,,Ich habe dich wieder,... Hauro...'', hauchte die nun junge Dame und weinte.
Der Größere hatte nicht verstanden, was sie sagte, aber er kam auch nicht mehr dazu sie zu fragen, da einige Kampfschiffe die Region durchflogen.
Schnell nahm der Schwarzhaarige, die Grün-braunaugige und lief mit ihr zu dem kleinem Häuschen, aus dem sie kamen.
Sie flogen, bis Victoria allein weiter musste.
Der Zauberer ließ sie los und versuchte nun die Kampfschiffe auszutricksen.

Währenddessen kam das Mädchen gegen die Treppen und meckerte, dass er wirklich eigensinnig ist.
Am Abend saß das kleine Mädchen dort, in ihrem neuem oder auch altem Zimmer, und zeichnete oder malte.
Sie malte das letzte Bild, aus der Reihe, Während ich träumte... .

Ihr erstes Bild zeigte einen Jungen mit schwarzen Haaren, die ihm zu seinen Schultern ging.
Er saß in einer Hütte und übte seine Zauber.
Es war Morgen.

Ihr zweites Bild zweigte ein Mädchen mit braunen Haaren, die ihr bis zur Rückenmitte ging.
Sie saß in ihrem Zimmer, lernte ihre Zauber, las nebenbei in einem ihrer Lieblingsbücher und zeichnete oder malte etwas zu ihrer Lieblingsgeschichte.
Es war Vormittag.

Ihr drittes Bild zeigte diese beiden.
Das Mädchen war zu einem ruhigen Ort geflohen und hatte die Tür der Hütte, in der der Junge schlief geöffnet.
Durch dieses Öffnen kam alle Zauber und Talismane zum Vorschein und der Junge erwachte und stellte sich vor das Mädchen.
Es war Mittag.

Das vierte Bild zeigte, das Mädchen und den Jungen, mit dem Rücken zur Bildperspektive.
Sie hielten sich an den Händen, das Mädchen links und hielt mit ihrer rechten Hand die linke Hand des Jungen, somit stand er rechts.
Vor den beiden war etwas, was man als Bildbetrachter nicht sehen konnten.
Die beiden standen auf einem kleinem Stück Wiese, sonst gab es nur Wasser und einen Sonnenuntergang, der sich wiederspiegelte im Wasser.
Es war Nachmittag.

Das fünfte Bild zeigte, das Mädchen und den Jungen.
Sie standen Rücken an Rücken.
Das Mädchen rechts, der Junge links.
Das Mädchen drückte ein Buch oder Ähnliches an ihre Brust.
Der Junge hatte seine Hände vor sich zu einer Schüssel geformt und hielt etwas darin.
Die Augen des Mädchen funkelten traurig durch ihre Brillengläser nach unten.
Es war Abend.

Und das sechste Bild, das sie gerade zeichnete und malte, zeigte ein kleines Mädchen, das mit ihrem Rücken gegen den Rücken eines schwarzhaarigen, jungen Mann stand.
Gegenüber dem kleinem Mädchen, stand eine junge Frau, in dem Alter des jungen Mannes.
Gegenüber des jungen Mannes, stand ein Junge, in dem Alter des Mädchens.
Die junge Frau hatte ein Tasche mit fünf Büchern und Kunstutensilien darin.
Der Junge hielt drei Bücher an seine Brust.
Das Mädchen sah leicht hoch und der junge Mann sah leicht hinunter, als wenn man die beiden tauschen müsse, damit sich ihre Blicke treffen.
Sie standen auf einer Wiese, mit vielen bunten Blumen, um sie sonst nur Wasser.
Die junge Frau und der Junge schienen wie Geister und schwebten über dem Wasser, aber die Frau wurde langsam verschlungen von ihrem Untergrund.
Hinter allen erstreckte sich ein dunkler Nachthimmel an dem Sterne hinunter fielen und zersprangen und zerbersten.
Es war Nacht.

Ihr Geheimnis war, dass die Bücher ihrer Fantasie entsprangen.
Sie gab Hauro damals den ersten, den dritten und den letzten Teil.
,,Victoria.'', kam von Makl, der in derTür stand.
,,Ja?'', erwiderte Angesprochene.
,,Mach dir keine Sorgen! Hauro war schon früher länger weg gewesen.'', versuchte der Junge, das Mädchen aufzumuntern.
Das Mädchen sah hinaus aus dem Fenster und bekam langsam ihren alten Körper, den Makl sofort bestaunte.
,,Victoria!'', das Mädchen zuckte auf diese Aussage hin und wurde wieder zum kleinen Mädchen.
,,Doch nicht.''
Mit schnellen Schritten war der Junge verschwunden und das Mädchen sah ihm hinterher, bis sie ihren Blick löste, ihre Sachen wegpackte und sich zu Calcifer gesellte.
,,Kann ich dich etwas fragen?'', begann das Mädchen sah um sich, während die anderen schliefen.
,,Ob ich deinen Fluch brechen könnte?'', erwiderte der Dämon mit einer Gegenfrage.
Das Mädchen sah zu dem Feuer, war ruhig und wollte viel lieber schreien.
,,Nein,... kann es sein, dass du verzaubert wurdest?'', fragte das Mädchen.
,,Du erinnerst mich an eine Person, die ich verlassen habe, um frei zu sein...''
Das Mädchen wollte weinen, aber sie hielt es zurück und trotzdem fiel eine Träne ihre Wange hinunter.
Langsam lehnte sich das Mädchen nach vorne, legte ihren Kopf neben Calcifer.
,,Träum etwas Schönes...'', hörte sie Calcifer murmeln.

Ruckartig setzte sich das Mädchen auf, hatte bis in den Nachmittag geschlafen.
,,Hm?'', gab sie ermüdet von sich.
,,Calcifer?!''
Das Mädchen war aufgesprungen, hatte mehrmals nach dem Dämon gerufen, bekam aber keine Antwort.
Plötzlich fiel ihr etwas ein und sie eilte in ihr Zimmer.
Mit einem aufgeschlagendem Buch kam sie wieder, hatte ihre alte Form etwas zurück und sprach:,,Großmutter! Mach das aus!''
Das Buch vor ihr aufgeschlagen, versuchte sie, Calcifer zu befreien von dem Fluch, was ihr glücklicherweise gelang, den Madame Suliman geschickt hatte.
,,Wir müssen hier weg!'', sprach das Mädchen energisch.
Sie legte der Hexe eine Decke um.
,,Sophie! Kümmer dich bitte um sie.'', sprach die Brillenträgerin, wurde von Moment zu Moment, mehr zu sich selbst.
Das Mädchen holte schnell ihre Tasche mit den Büchern.
,,Wo sind die Restlichen?'', fragte sie den Dämon.
,,In der Hütte.'', das Mädchen nickte nahm sich Calcifer und ging vor ihm aus dem Haus, bevor zusammenbrach mit dem Verlassen Calcifer's.

,,Calcifer! Geht es, mit meinen Haaren?!'', schrie das Mädchen beinahe und hielt ihre Haare hin.
Der Feuerdämon verschlang sie und setzte ein kleineres Stück in Bewegung.
,,Das machst du su-Großmutter! Nicht!''
Das Mädchen, das nun wieder, wie früher aussah, übergoß Calcifer mit einem Eimer wasser, genau wie die Großmutter.
,,Victoria!'', rief Makl, aber die braunhaarige Brillenträgerin war schon gefallen, in eine Schlucht, bei welcher man den Boden nicht sah.

,,Ich hab... ich hab... Calcifer mit Wasser überschüttet! Er und Hauro werde bestimmt sterben!'', weinte das Mädchen, verdeckte mit ihren Händen ihre Augen.
Das Mädchen bemerkte den Strahl anfangs nicht, aber mithilfe des Hundes, der bei ihr war, fand sie eine Tür durch die sie durchging und dem Strahl folgte.
Der Ring bewegte sich, ruckelte am Finger, aber das Mädchen ging weiter durch den pechschwarzen Gang, der sich hinter der Tür verborgen hatte.
,,Wir sind... in der alten Hütte...'', hauchte das Mädchen zu sich selbst.
,,Aber das heißt ja...!''
Mit einer Geschwindigkeit die das Mädchen von sich selbst nicht kannte, rannte sie raus.
Kurz sah sie sich um lief in eine Richtung und erkannte Hauro.
Er lief langsam über die Wiese.
,,Hin! Beeil dich! Da hinten ist er!'', sagte das Mädchen zu dem Hund der sie begleitete.
Nur noch wenige Meter entfernten sie.
Sie rannte wie noch nie und blieb stehen.
Dort stand er, hatte gerade den Dämon gefangen und schloss jetzt einen Pakt.
Mit schweren Schritten, ging sie auf sie zu.
,,Hauro! Calcifer!'', der Ring an ihrer Hand zersprang und der Untergrund, der gerade noch unter dem Mädchen war verschwand.
Schnell warf sie ihre Tasche zu ihnen:,,Wartet auf mich in der Zukunft!''
Das Mädchen verschwand, hinterließ einen verwirrten Zauberer und einen verwirrten Feuerdämon zurück.
,,Wer war... dieses Mädchen?'', fragte Hauro, bekam aber, wie erwartet, keine Antwort.

,,Ist er tot?'', fragte Makl, als das Mädchen mit dem Zauberer vom Himmel kam.
,,Nein.'', sprach das Mädchen ruhig.
,,Großmutter.'', sie umarmte die ehemalige Hexe.
,,Bitte! ich brauche es!'', bittete das Mädchen und umarmte sie.
,,Da kann man wohl nichts machen...'', sprach sie seufzend und händigte, dem Mädchen, das Herz aus.
,,Calcifer,... wirst du sterben?''
,,Wenn du es tust, dann vielleicht nicht...'', sprach der Dämon.
,,Danke,... Bruderherz...'', mit diesen Worten gab sie Calcifer einen Kuss, wo sie die Wange vermutete.
,,Kein Problem,... Schwesterherz...''
Seine Schwester legte ihn auf die Brust des Zauberers.
,,Ich lebe!'', stieß Calcifer aus.
Das Mädchen lächelte.
Und der Untergrund versagte ein weiteres Mal.
,,Rübe! Geht es dir gut?'', fragte das Mädchen und drückte ihn an sich.
,,Danke für Alles!'', hauchte sie ihm einen Kuss auf die Wange.
,,R-Rübe?'', sprach das Mädchen überrascht.
Sie wusste, dass Rübe ein geheimnis hatte,... aber dass, er der Prinz des Nachbarlandes wäre, hätte sie nie gedacht.
,,Ich danke dir.'', bedankte sich der Prinz und eine Aussage, ließ die Augen des Mädchens weiten.
,,H-Hauro...'', hauchte das Mädchen und umarmte ihn stürmisch.
,,Es ist alles in Ordnung, Victoria...'', meinte Angesprochener, die Umarmung erwidernd.
Nach einiger Zeit setzte sich das Mädchen richtig hin.
,,Jetzt fehlst nur noch du, Bruderherz!'', und mit einem Schnippsen war der Feuerdämon ein junger Mann.
Er stand dort.
Hatte orangen-rote Haare.
Violette Augen.
Trug ein weißes Hemd und eine schwarze Hose, mit schwarzen Stiefeln und einem schwert auf seiner linken Seite
,,W-Was?'', fragte Calcifer und auch Hauro sah überrascht aus.
,,Jetzt musst du nicht mehr die Feuerstelle hüten.'', lachte das Mädchen und anderen stimmten mit ein.



Ich danke dir,...
...Sophie,...
... bleibe bitte immer,...
... meine beste Freundin...
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