Wenn der Blonde aus dem Café krank wird...

von Yumestar
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12
Ichigo Momomiya / Mew Ichigo Keiichiro Akasaka Minto Aizawa / Mew Minto Purin "Pudding" Huang / Mew Pudding Retasu Midorikawa / Mew Lettuce Ryou Shirogane / Aluto / Alto
04.01.2017
15.01.2017
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Als die große Eingangstür von außen geöffnet wurde, schauten die beiden jungen Männer hoch und erblickten fünf Mädchen. Für Ryou ereignete sich in diesem Moment eine gute Gelegenheit zum Husten und so tat er dies, da die Aufmerksamkeit nicht auf ihn gerichtet und der Krach seinen Husten übertönte. Schnell fühlte er sich wieder etwas besser, auch wenn sein Hals fürchterlich brannte. Die Rothaarige, die Grünhaarige, die Blonde, die Lilahaarige und die Blauhaarige begrüßten die Beiden mit einem mehr oder weniger fröhlichen Ohayo und gingen sich umziehen. Wenige Minuten später standen auch schon fünf Kellnerinnen in wunderschönen Kleidern und Schürzen inmitten des Cafés. Alle waren bereit mit der Arbeit loszulegen. Für den Blonden begann jetzt erst die wirkliche Herausforderung, denn nun musste er auf sechs Augenpaare achten, die ihn bei seinem Kranksein erwischen könnten. Besonders musste er jedoch auf Ichigo, die Rothaarige achten, weil sie ihm sicher eine Standpauke halten würde, wenn sie ihn beim krank arbeiten erwischen würde.
"Sie sucht doch immer Gelegenheit mich zu ärgern, deswegen werde ich ihr diese ganz bestimmt nicht geben.", dachte er sich hinterhältig und nieste leise in seine Hand.
"Nun, Mew Mews. An die Arbeit mit euch! Wir haben noch viel vorzubereiten, bis der Laden hier aufmacht.", motivierte Ryou die Mädchen und klatschte in die Hände.
"Hai.", stimmte Lettuce nur zu und schnappte sich einen Besen aus der Ecke.
"Haiii! Pudding macht sich an die Arbeit!", rief die Jüngste hochmotiviert und begann mit ihrer Akrobatik die Tische zu decken.
"Gut.", bestätigte auch Zakuro und machte sich ans Putzen ran.
Zur Abwechslung half auch mal Minto ihrem Idol und fing an zu putzen. Nur Ichigo schien dieses Mal keine Lust zu haben und sah ihren Boss, der entspannt gegen der Wand lehnte, mit einem gereizten Blick an.
"Shirogane-san!", rief sie ihm zu, "Du könntest ja auch mal helfen, anstatt uns immer nur herum zukommandieren!"
Der Blonde grinste nur und antwortete: "Schön, dann kümmern wir zwei uns um Draußen."
Mit diesen Worten hätte die 13-Jährige nicht gerechnet und so war sie erst einmal sprachlos. Ryou ging mit einem unbeeindruckten Lächeln und den Händen in den Hosentaschen nach draußen. Die frische Luft tat ihm einigermaßen gut und er konnte sogar wieder etwas besser atmen. Er schniffte wieder einige Male, hustete nochmal kräftig und schnappte sich dann einen Besen, um das Laub auf dem Weg des Cafés zusammenzukehren. Das Mädchen kam nach einigen Minuten auch hinzu und half mit. Es herrschte eine ziemliche Stille, während sie arbeiteten, nur ab und zu schniffte Ryou etwas.
"Es ist ziemlich kalt heute früh, nicht?", bemerkte er und schaute kurz zum Himmel.
"Hai, aber es wird später sicher wärmer.", kommentierte sie ruhig und sah zu Ryou.
"Er ist heute irgendwie anders... So ruhig und hilfsbereit kenne ich ihn gar nicht.", sagte sie zu sich selbst und kehrte weiter.
Der Junge fing an etwas zu frösteln, aber er ignorierte es und schiebte es stattdessen einfach auf das Wetter. Ichigo frierte es auch etwas und so schien es für ihn völlig normal.

"Lass uns reingehen, Ichigo-san. Es ist kalt.", murmelte Ryou etwas erschöpft und legte den Besen weg.
Sie waren nur seit einer Viertelstunde draußen und der Junge begann müder zu werden. Er hatte es jedoch die ganze Zeit geschafft seinen Husten und sein Niesen so leise wie nur möglich zu halten, sodass es Ichigo nicht aufgefallen war. Das Schniffen konnte er mit der Kälte erklären.
Nun begann die Rothaarige sich zu wundern und beobachtetebwie er reinging.
"Shirogane-san... Alles ok mit dir?", fragte sie ihn noch, bevor er vollkommen ins Café gehen konnte.
Ryou zuckte zusammen und drehte sich zu dem Mädchen um. Er setzte ein falsches, aber schwer durchschaubares Lächeln auf und antwortete:
"Klar. Lass uns einfach reingehen."
"Wie du meinst.", sagte sie nur leise vor sich hin und ging rein.
Ryou eröffnete noch schnell das Café, indem er das Schild an der Tür auf geöffnet stellte und ging schließlich leicht zitternd hinein.
"Ok, wir können jetzt starten. Café Mew Mew ist eröffnet.", erklärte er allen und setzte sich auf einen Stuhl.
"Kalt draußen, oder?", lächelte Keiichirou und stellte seinem Freund einen heißen Kakao hin.
"Arigato.", bedankte sich der Blonde und nahm einen Schluck aus der weißen Tasse.
Der Brünette lächelte noch mehr und nahm Platz gegenüber von Ryou.
"Du bist heute echt hilfsbereit. Scheinst einen guten Tag zu haben.", erfreute sich der 17-Jährige.
Ryou verschluckte sich fast an seinem Kakao und begann prompt auch schon zu husten.
"Hm? Alles ok, Ryou?", erkundigte sich sein Freund besorgt.
"Heiß...", hustete der Junge nur und versuchte sich an einem Lächeln.
"Hätte dich warnen sollen!", lachte Keiichirou nur und stand dann auf, "So, ich muss jetzt weiter in der Küche arbeiten. Man sieht sich!"
"Ja.", meinte Ryou noch und sah die ersten Kunden kommen, "Lasst uns jetzt arbeiten."
Mit diesen Worten trank er seinen Kakao aus und stand auf. Erst jetzt bemeerkte er auch, wie stark die Schmerzen in seinem Hals waren. Durch das ganze Husten waren sie noch schlimmer geworden. Dennoch setzte er ein Lächeln auf und half mit die Kunden zu bedienen. Zwischendurch ließ seine Stimme bei den Bestellungen nach und er musste sich räuspern, um überhaupt einen Ton rauszubringen. Den Kunden fiel es nicht auf, außer einer alten Dame, die ihn darauf aufmerksam machte, aber die Ryou einfach abwimmelte. Irgendwie schaffte er es zumindest bei Keiichirou und den Mädchen seine Stimme zu behalten, obwohl er zugeben musste, dass sie manchmal raspelig klang.
"Wir sollten mal ein Auge auf Ryou halten.", meinte Zakuro zu ihren Teammitgliedern.
"Wieso? Ist er denn irgendwie seltsam? Er scheint sich heute nur ziemlich auf die Arbeit zu freuen.", bemerkte Minto und schlürfte ihren Ton.
"Zakuro-san hat recht! Ryou ist wirklich seltsam! Er ist heute richtig still und hat gute Laune.", stimmte Ichigo der Lilahaarigen zu.
"Hat er das nicht immer?", kommentierte Pudding fröhlich.
"Glaub schon, er ist trotzdem anders.", sagte die Grünhaarige nur dazu.
"Solltet ihr nicht arbeiten?", fragte Ryou von hinten und alle fünf zuckten zusammen.
Alle blickten zu dem Blonden, der sich wieder an der Wand gelehnt hatte und aus einem Glas Wasser trank.
"Verzeihung... Natürlich.", entschuldigte sich Lettuce und ging zurück zur Arbeit.
Auch Zakuro und Pudding gingen los. Minto blieb sitzen und schlürfte weiter Tee, doch Ichigo blieb einfach nur stehen.
"Shirogane! Was ist heute mit dir los?", ging sie ihn an, aber er lächelte nur gespielt.
"Was soll denn mit mir sein?"
"Das fragst du noch? Du freust dich und bist nett, als wäre heute der letzte Tag deines Lebens!"
"Vielleicht ist es ja auch so!", lachte er, doch wurde dann ernst, "Nur ein Scherz, geh weiter an deine Arbeit, Ichigo."
Mit diesen Worten verschwand er in die Küche und Ichigo sah ihn nur verblüfft hinterher.
"Mit Ryou stimmt eindeutig etwas nicht!", dachte sie entschlossen und war hart daran es herauszufinden.
Währendessen besorgte sich Ryou ein neues Glas Wasser in der Küche, denn trinken war die einzige Möglichkeit Kontrolle über seinen Husten zu bekommen. Außerdem war es eine gute Möglichkeit seinen Husten zu überschatten, falls er es nämlich tat, konnte er einfach sagen, dass er sich nur verschluckt hatte. Zudem war ihm auch noch ziemlich warm geworden und die Kühle des Wassers tat ihm sehr gut.
"Ryou? Du bist schon wieder hier? Das ist schon das Elfte Mal. Denkst du dieser Durst ist wirklich gesund?", meinte Keiichirou besorgt und ging zu seinem besten Freund.
"Es ist heute warm, also muss man auch viel trinken.", entgegnete der Junge nur und stellte sein Glas in die Spüle.
Daraufhin ging er wieder aus der Küche und bediente die Kunden mit einer etwas krätzenden Stimme.
Gegen Nachmittag bekam er auch noch ordentliche Kopfschmerzen und seine Stimme bekam immer mehr Aussetzer. Er hatte sich den ganzen Vormittag übermäßig angestrengt, nur um einen Eindruck zu hinterlassen, der definitiv nicht zeigte, dass er krank war. Als ihm aber langsam alles zu viel wurde, beschloss er endlich einen Strich zu ziehen.
"Entschuldigt mich, aber ich geh etwas draußen spazieren.", murmelte er müde und ging nach draußen an die frische Luft.
"Oke.", meinten die Mädchen nur und ließen ihn einfach gehen, da sie mittlerweile auch bemerkt haben, dass es Ryou nicht sonderlich gut ging.

Als der Blonde draußen war, konnte er endlich einmal tief durchatmen, doch prompt fing er wieder an zu husten. Wenigstens war gerade niemand in der Nähe und er beschloss ein wenig in der nahen Umgebung zu spazieren. Doch schon nach einigen Minuten lehnte er sich erschöpft und erledigt gegen einen Baum und wischte sich den laufenden Schweiß von der Stirn. Er schwitzte ganz schön, wie er schnell bemerkte und er wusste auch, dass er sich etwas zu viel angestrengt hatte. Dennoch war er froh etwas an die frische Luft gekommen zu sein, da es ihm wenigstens etwas half, besser atmen zu können.
"Frische Luft ist bei Erkältung immer noch das Beste.", sagte er zu sich selbst und fasste sich an die Stirn, "Bin ja ganz schön warm."
Er blickte hinauf zu der brennend heißen Sonne und schloss seine Augen für einen kurzen Moment. Er fing an sich besser zu fühlen bei dieser Ruhe, die er sogleich fand. Zwar hielt die Erschöpfung noch an, aber er fühlte sich wieder motiviert und ging zurück zum Café.
"Shirogane? Ist wirklich alles bestens?", erkundigte sich Lettuce sofort, als der Junge das Café betrat.
"Klar, was sollte schon sein?", wunderte sich der Blonde ahnungslos.
"Wieso machen die sich bloß Sorgen? Andererseits kann ich sie ja verstehen... Ich bin wirklich krank.", überlegte er sich nachdenklich.
"Wenn du irgendwelche Problem hast, dann sag uns einfach Bescheid.", erklärte die Grünhaarige und ging zu einem Tisch, um die Bestellung aufzunehmen.
Der Blonde lächelte bei der Sympathie dieses Mädchens und machte sich ran die Bestellung weiterzugeben.

Schließlich wurde es spät und im Café Mew Mew bereitete man alles für den Feierabend vor. Pudding war schon etwas früher gegangen, da sie ihre jüngere Schwester vom Kindergarten abholen musste und auch Zakuro musste wegen eines Castings schon etwas früher gehen. Nur noch Lettuce, Minto und Ichigo arbeiteten bis zum Ende durch und waren gegen 19:00 Uhr sehr erschöpft.
"Heute waren echt viele Kunden gekommen.", sprach Lettuce erledigt und kehrte den Schmutz vom Boden auf.
"Hai. War schwer die alle zu bedienen.", stimmte Minto zu und schlürfte ihren Tee zuende.
"Dein Ernst?! WIR haben gearbeitet und DU hast nur rumgesessen!", stellte die Rothaarige klar.
"Ich habe bloß geguckt, dass alles seinen Gang läuft.", erklärte die Blauhaarige arrogant.
"Was?! Das soll ich dir abkaufen?!?", entgegnete die 13-Jährige aufgebraust.
"Hm? Hast du was gesagt?", machte das reiche Kind nur und stellte die Tasse ab.
"Hey, Leute. Nicht streiten!", mischte sich nun die Grünhaarige ein und schob die beiden Streithähne auseinander.
"Gute Arbeit, Mädels.", meinte Keiichirou ruhig und stellte den Drei ein Blech mit Cupcakes hin.
Ichigo und Lettuce setzten sich an den Tisch und aßen die Köstlichkeiten zusammen mit Minto.
Mit einem Lächeln ging der Café-Besitzer einen Tisch weiter, wo Ryou anscheinend seelenruhig schlief. Seinen Kopf hatte er auf die Arme gestützt und seine Arme befanden sich auf der Tischplatte. Den Kopf hatte er dabei komplett in die Arme vergraben und man konnte nur schwer erkennen, dass seine Augen geschlossen waren. Der Brünette lächelte noch mehr, weil der Anblick einfach nur süß war. Er rüttelte seinen Freund leicht an der Schulter und sagte leise:
"Hey, Ryou, du kannst oben in deinem Zimmer schlafen."
Keine Reaktion. Keiichirous Lächeln verschwand.
"Ryou? Bist du wirklich so erschöpft, dass du hier schlafen willst?"
Keine Reaktion. Er wurde besorgt.
"Ryou?! Wach auf! Hey, ist alles klar bei dir?"
"Was ist mit ihm?", erkundigte sich die Fuchsrote mit vollen Mund.
"Ryou wacht nicht auf.", sagte Keiichirou leise und mit leichter Panik.
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