Wenn der Blonde aus dem Café krank wird...

von Yumestar
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12
Ichigo Momomiya / Mew Ichigo Keiichiro Akasaka Minto Aizawa / Mew Minto Purin "Pudding" Huang / Mew Pudding Retasu Midorikawa / Mew Lettuce Ryou Shirogane / Aluto / Alto
04.01.2017
15.01.2017
5
5741
1
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
Das Geräusch eines Weckeralarmes ließ Ryou unsanft aus dem Schlaf erwecken. An diesem Morgen wollte er am liebsten noch etwas länger als sonst schlafen, jedoch wusste er, dass die Arbeit rufte. Zuerst tastete er mit seiner rechten Hand nach der Stopptaste des Weckers, bestätigte diese schließlich und rieb sich mit der anderen Hand verschlafen die Augen. Daraufhin kroch er noch müde unter seiner weißen Decken hervor und warf einen erledigten Blick auf den Wecker: 7:05 Uhr. Er hatte ganze fünf Minuten gebraucht, um aus dem Bett aufzustehen. Das war für ihn ein neuer Rekord. Mit einem Gähnen öffnete er die alten Vorhänge seines Zimmers und ließ den Sonnenschein hinein. Die warmen Strahlen fühlten sich gut auf seiner Haut an, aber schnell fing er schon an zu frösteln.
"Ich sollte mich besser mal anziehen.", dachte sich der 15-Jährige und holte sich seine übliche Kleidung aus einem Karton.
Schnell zog er sich sein schwarzes Jackett an und eine Jeans, bevor er sich zuletzt noch im Spiegel begutachtete. Da begegnete er natürlich sich selbst, - ein junger Mann, 15 Jahre mit strohblonden, wilden Haaren und aquablauen Augen- aber dieses Mal sah er nur halb so motiviert aus wie sonst. Er gähnte nochmal, während er sich wieder verschlafen die Augen reibte und etwas Eigenartiges bemerkte: Seine Wangen waren etwas gerötet. Verwundert strich er darüber und fühlte wie warm sie waren. Es war keine angenehme Wärme. Ryou stöhnte leise und wendete seinen Blick vom Spiegel ab.
"Kann mir nicht leisten krank zu sein.", murmelte er vor sich hin und setzte sich nochmal auf sein Bett. Sein Wecker zeigte 7:20 Uhr und er musste erst um halb unten sein. Er hatte also noch etwas Zeit sich eine Idee einfallen zu lassen, wie niemand seine Rötung bemerken würde. Schließlich fiel ihm etwas ein und er holte ein wenig Abdeck-Make-up aus einem Karton. Behutsam ging er mit dem schwarzen, gepuderten Pinsel über seine Wangen, um die Rötung so gut es geht zu verdecken, jedoch bekam er ein ziemlichen Husten von dem Staub, der aufkam.
"Au... mein Hals. Ich hoffe Keiichirou hat das nicht gehört.", dachte er vor sich hin und sah zur Decke.
Erst jetzt bemerkte er den dumpfen Schmerz in seinen Hals und das Kribbeln in seiner Nase. Kurz darauf begann er auch schon lautstark zu niesen und verschnupft wischte er sich den Schleim mit dem Zeigefinger weg. Er schniffte einige Male, jedoch schaffte er es dadurch nicht ein einziges Mal seine Nase komplett frei zu bekommen. Stattdessen lief sie jetzt ununterbrochen und er hatte Mühe mit dem Schniffen hinterher zu kommen. Er schaute auf den Wecker: 7:27 Uhr.
"Es ist noch nicht zu spät, Keiichirou Bescheid zu sagen.", überlegte sich der Blonde, doch schüttelte schnell den Kopf, "Ich bekomme das schon auf die Reihe."
Mit diesen Worten stand Ryou auf, hustete und schniffte nochmal ordentlich. Dann ging er noch halbwegs müde die Treppe runter und hielt sich erledigt an dem Geländer fest. Seine Beine wollten ihn heute irgendwie nicht tragen. Sein Schritt war schleppend und er war etwas nach vorne gebeugt. Als er endlich unten ankam, ging es wieder, aber er war leicht erschöpft. Müde lehnte er sich gegen die Wand und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Er hustete einige Male in seine Faust und ging dann mit einem normalen Lächeln zu Keiichirou.
"Ohayo!", begrüßte Ryou seinen Freund.
"Ohayo, Ryou. Scheinst heute ja gute Laune zu haben. Gut geschlafen?", bemerkte Keiichirou mit einem fröhlichen Lächeln.
"Hai. War ein erholsamer Schlaf.", kommentierte der Blonde nur und legte die Arme in den Nacken.
Das war natürlich nur gelogen, denn Ryou wusste selbst, dass er nur so gut gelaunt sein musste, damit er seine Krankheit überschatten konnte. Das war auf dauer ziemlich anstrengend und mühsam.
"Sollen wir schon alles vorbereiten, Ryou?", schlug der Brünette vor und der Junge nickte.
Dann machten sich die Beiden an die Vorbereitungen. Während sie alle Stühle runterstellten, begann Ryou sich für einen kurzen Moment schwindelig zu fühlen. Benommen setzte er sich kurz hin, was der Andere schnell bemerkte.
"Hm? Alles ok, Ryou?", erkundigte dieser sich und eilte zu seinem kranken Freund.
Ryou setzte ein gefälschtes Lächeln auf und stand wieder auf.
"Klar. Lass uns weitermachen.", sagte der Blauäugige bloß und begann weitere Stühle hinunterzustellen.
"Mit diesem gutgelaunten Ryou stimmt etwas nicht...", dachte sich Keiichirou im Stillen.
Review schreiben